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Ein guter Stern am Abendhimmel (Sonderbericht aus Oberbayern)

Sympathisch: Wirtin Anastasia "Stasi" Wiedemann (vorn) und ihre flotte Bedienung Gusti

Sympathisch: Wirtin Anastasia "Stasi" Wiedemann (vorn) und ihre flotte Bedienung Gusti

Heute sind wir in Oberbayern zu Gast. Vor der Abreise hatte uns Sauerland-Karl (der Mann mit dem weltweit größten Gastrowissen) eindringlichen ans Herz gelegt, wenn wir in der Nähe von Weilheim seien, müssten wir unbedingt im Goldenen Stern einkehren. Natürlich folgen wir seinem Rat – und reuen es nicht. Uns empfängt eine Gaststube von seltener historischer Qualität. Hier gibt es keinen Dekoschnickschnack, der so tut als ob, hier ist alles echt. Die Wände ziert ehrlicher Wandschmuck, und ein waidmännischer Sinnspruch leuchtet uns sogleich ein: Is d’ Kugel aus’m Lauf – halt’s koan Teufel mehr auf.

Schön was zu futtern bekommen wir auch. Sanft lappt das Schnitzel, das Bedienerin Gusti flott bringt, über den Tellerrand und gülden lächeln dazu die Bratkartoffeln. Wahrlich, eine gelungene Speise für hungrige Wanderer und ein prächtiger Anblick sowieso. Wer grad keine warme Speise mag, kann hier bedenkenlos Emmentaler mit Butter ordern. Zu diesem schönen Käseteller platziert Bedienerin Gusti erfreulich deftiges Brot, das später pro verzehrter Scheibe abgerechnet wird. Ebenfalls empfehlenswert ist das hausgemachte Geräucherte. Ein herzhafter Fleischteller zu dem ortsangemessene Brezn gereicht werden. Am Nebentisch beobachten wir zufriedene Gäste, die sich nach vollzogenem Abendmahl ein schönes Obstler-Prosit gönnen. Urig sei es hier, erklären sie uns, das locke sie immer wieder mal her.

Wirtin Anastasia (Kosename: Stasi) Wiedemann ist gestandene 83 Jahre alt. Der Großvater ihres Mannes, erklärt sie uns, habe den Goldenen Stern 1906 eröffnet. Als sie erfährt, dass wir aus Bielefeld angereist sind, lächelt sie. Ja, Bielefeld, davon habe ihre Tochter, die als Humanbiologin an einer bekannten US-Elite-Universität arbeite, kürzlich erzählt. Die Universität Bielefeld besitze nämlich ein hochmodernes Mikroskop, und das wolle die Tochter demnächst mal besuchen. Wir sind, ehrlich gesagt, ein wenig erstaunt, worüber sich Mutter und Tochter so alles austauschen.

Bedienerin Gusti ist übrigens nicht nur für’s Servieren zuständig, sie betätigt auch den Zapfhahn für uns. Der wohnt in einer kleinen Durchreiche des Tresens, mit Blick in die Gaststube. Wer sich auf den Weg zum Abort macht, passiert das Dienstbotenzimmer und wird dann, im Männerabort angekommen, mit einem Blick auf den hochidyllischen Hinterhof belohnt. Vor dem Gasthof findet sich ein überdachter Rauchertisch, der sogar Gemütlichkeit ausstrahlt. Neben dem Wirtshaus erwartet den durstigen Gast ein schöner Biergarten. Alles, was er sich wünscht, kann sich der Gast am Biergartenfenster abholen. Beachten Sie hierzu bitte die kundenfreundlichen Trittstufen unter dem Ausgabefenster! Leider-leider ist uns das Wetter für einen Biergartenbesuch nicht hold. Wir werden also – klare Sache! – irgenwann wiederkommen müssen, um das unverwechselbare Goldener-Stern-Flair auch im Outdoor-Einsatz genießen zu dürfen.

—> Zum Goldenen Stern, Marnbacher Straße 2, 82362 Deutenhausen

2 Anmerkungen für "Ein guter Stern am Abendhimmel (Sonderbericht aus Oberbayern)"

  1. Claus 12. Aug 2011 16:37 Antworten

    Vielen Dank für den netten Bericht! Wir haben nun auch eine neue Homepage:
    http://www.stern-deutenhausen.de

    Hoffentlich bis bald mal wieder!!!

    1. Bielefelder Flaneure 13. Aug 2011 00:05 Antworten

      Gute Homepage. Also ziehen die modernen Zeiten auch beim Goldenen Stern ein – wer hätte das gedacht… Viele Grüße nach Bayern!

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