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06. Jul 2012

Im Paradies griechischer Kochkunst

Bielefelds große Köchin EvangeDie große Köchin Evangelia Georgakis (Mitte) im Kreise ihrer Familie, mit Anni & Gerd Wind

Die große Köchin Evangelia Georgakis (Mitte) im Kreise ihrer Familie, mit Anni & Gerd Wind

Ein angenehmer hellenischer Appetizer namens Bauernreis lässt erahnen, was uns heute lukullisch widerfahren wird. Und dann kracht’s auch schon. Vater und Sohn Georgakis servieren ein wahres Göttergeschenk: Eine unvergleichliche Käseplatte. So etwas haben wir noch nicht gegessen. Jeder Käse ist hausgemacht, jeder Käse ist anders zubereitet, jeder Käse ist ein Gedicht. Als wir den Rausch des Käsetellers mental verarbeitet haben, treffen die Hauptdarsteller des Abends ein. Der wunderbare Mykonosteller wird ebenso schnell unser Freund wie die bezaubernde Europaplatte. Als besonders große Sache tritt die Lammkeule auf. In einer hübschen Terrine serviert, angereichert mit edlen Maulbeeren betört uns das brave Lämmchen auf geradezu erotische Weise. Benotung: Herrlich! Und als uns alsdann der Fisch erreicht, wissen wir sofort: So sieht lukullisches Kabeljau-Glück aus. Ansonsten stehen auf unserem Tisch feine Salate in eleganter Senfsoße und Bratkartoffeln, von denen man nicht genug bekommen kann. Am Ende sind unsere Bäuche glatt und rund, aber zum Nachtisch ein Sahneschmankerl mit frischem Obst, das geht immer. Dazwischen lieferte Panajiota Georgakis immer wieder zuverlässig frische Flüssigkeiten, so dass uns rein gar nichts fehlte.

Am Ende eines langen Abends danken wir herzlich der großen Köchin Evangelia Georgakis, und sie verrät uns, dass sie sich ausschließlich an Rezepten ihres Großvaters orientiert. Ebenso danken wir ihrem Mann, denn Adam Georgakis hat sich den ganzen Abend herzensgut um uns gekümmert. Aber auch die Kinder der Eheleute haben auf sympatische Weise ihre natürliche Begabung für die Gastronomie bewiesen. Beschwingt verlassen wir schließlich zu später Stunde das gastfreundliche Haus und treten die Rückreise mit der Straßenbahn an. Leider vergessen wir dabei unseren Herr Sölter. Wenn Sie gelegentlich an der Haltestelle „Auf der Hufe“ vorbeikommen, schauen Sie bitte mal nach. Er ist gewiss noch dort. Sie erkennen ihn an der Begeisterung, die der schöne Abend in sein Gesicht gezaubert hat.

—> Taverne im Windlicht, Jöllenbecker Straße 157, 33613 Bielefeld

2 Comments

  1. Bernd

    Gibt es in der Taverne auch das gute Budweiser? War bei Gerd Wind immer mein Lieblingsgetränk!

    1. Bielefelder Flaneure

      Jawoll, das gute Budweiser ist weiterhin im Ausschank, denn die neuen Wirtsleute sind den Windlicht-Biersorten treu geblieben.

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