21 Beiträge mit Schlagwort 'weltweit'
Roulette richtig gemacht – Neun Profi-Tipps

5.) Sich der Glücksaura von Rolf Peters (Flaneur-geprüfter Croupier!) anvertrauen
—> Spielbank Hohensyburg, Hohensyburgstraße 200, 44265 Dortmund
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Bielefelder Begegnungen, heute: Marcus Langer
Wenn Langer, wie man hört, in Frauenkreisen als der George Clooney des Grafikdesigns gehandelt wird, dann bezieht sich diese Schmeicheleinheit gewiss nicht auf Äußerlichkeiten, sondern nur auf künstlerische Aspekte. Denn wie Clooney besitzt Langer inzwischen eine stattliche Batterie von Auszeichnungen. Jedoch zeigt Langer seine Oscars erst nach längerem Betteln vor – hier ein Beispiel, verliehen vom Art Directors Club Deutschland. Aber was macht Langers Kunst so besonders? Vielleicht die Tatsache, dass er – trotz täglicher Arbeit am Computer – noch richtig zeichnen kann. Auch der Umgang mit Linolschnitt und anderen alten Handwerkskünsten gehört zu seinen Geheimwaffen. Und seine Kreativität ist ein nie versiegender Quell.
Dieser seltene Künstler und großartige Mensch begeht heute seinen 50. Geburtstag. Daher rufen alle Flaneure voller Inbrunst:
Ein dreifach’ Vivat und ein vielfach’ Prosit dem großen Mann!
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Mark Zuckerberg begrüsst Flaneure
Nun hat Bielefelds Quengeln ein Ende, nun sind die Flaneure auch bei Facebook zu finden:
Hier klicken (auch ohne Anmeldung sichtbar)
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Ein guter Stern am Abendhimmel (Sonderbericht aus Oberbayern)
Heute sind wir in Oberbayern zu Gast. Vor der Abreise hatte uns Sauerland-Karl (der Mann mit dem weltweit größten Gastrowissen) eindringlichen ans Herz gelegt, wenn wir in der Nähe von Weilheim seien, müssten wir unbedingt im Goldenen Stern einkehren. Natürlich folgen wir seinem Rat – und reuen es nicht. Uns empfängt eine Gaststube von seltener historischer Qualität. Hier gibt es keinen Dekoschnickschnack, der so tut als ob, hier ist alles echt. Die Wände ziert ehrlicher Wandschmuck, und ein waidmännischer Sinnspruch leuchtet uns sogleich ein: Is d’ Kugel aus’m Lauf – halt’s koan Teufel mehr auf.
Schön was zu futtern bekommen wir auch. Sanft lappt das Schnitzel, das Bedienerin Gusti flott bringt, über den Tellerrand und gülden lächeln dazu die Bratkartoffeln. Wahrlich, eine gelungene Speise für hungrige Wanderer und ein prächtiger Anblick sowieso. Wer grad keine warme Speise mag, kann hier bedenkenlos Emmentaler mit Butter ordern. Zu diesem schönen Käseteller platziert Bedienerin Gusti erfreulich deftiges Brot, das später pro verzehrter Scheibe abgerechnet wird. Ebenfalls empfehlenswert ist das hausgemachte Geräucherte. Ein herzhafter Fleischteller zu dem ortsangemessene Brezn gereicht werden. Am Nebentisch beobachten wir zufriedene Gäste, die sich nach vollzogenem Abendmahl ein schönes Obstler-Prosit gönnen. Urig sei es hier, erklären sie uns, das locke sie immer wieder mal her.
Wirtin Anastasia (Kosename: Stasi) Wiedemann ist gestandene 83 Jahre alt. Der Großvater ihres Mannes, erklärt sie uns, habe den Goldenen Stern 1906 eröffnet. Als sie erfährt, dass wir aus Bielefeld angereist sind, lächelt sie. Ja, Bielefeld, davon habe ihre Tochter, die als Humanbiologin an einer bekannten US-Elite-Universität arbeite, kürzlich erzählt. Die Universität Bielefeld besitze nämlich ein hochmodernes Mikroskop, und das wolle die Tochter demnächst mal besuchen. Wir sind, ehrlich gesagt, ein wenig erstaunt, worüber sich Mutter und Tochter so alles austauschen.
Bedienerin Gusti ist übrigens nicht nur für’s Servieren zuständig, sie betätigt auch den Zapfhahn für uns. Der wohnt in einer kleinen Durchreiche des Tresens, mit Blick in die Gaststube. Wer sich auf den Weg zum Abort macht, passiert das Dienstbotenzimmer und wird dann, im Männerabort angekommen, mit einem Blick auf den hochidyllischen Hinterhof belohnt. Vor dem Gasthof findet sich ein überdachter Rauchertisch, der sogar Gemütlichkeit ausstrahlt. Neben dem Wirtshaus erwartet den durstigen Gast ein schöner Biergarten. Alles, was er sich wünscht, kann sich der Gast am Biergartenfenster abholen. Beachten Sie hierzu bitte die kundenfreundlichen Trittstufen unter dem Ausgabefenster! Leider-leider ist uns das Wetter für einen Biergartenbesuch nicht hold. Wir werden also – klare Sache! – irgenwann wiederkommen müssen, um das unverwechselbare Goldener-Stern-Flair auch im Outdoor-Einsatz genießen zu dürfen.
—> Zum Goldenen Stern, Marnbacher Straße 2, 82362 Deutenhausen
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Unglaublich: Bahn verschmäht Bielefeld
Herrn
Jürgen Kornmann
Deutsche Bahn AG
Leiter Kommunikation und Sprecher Personenverkehr
Potsdamer Platz 2
10785 Berlin
Sehr geehrter Herr Kornmann,
als wir kürzlich mit dem ICE von Bonn nach Bielefeld gereist sind, mussten wir schockiert feststellen, dass die Deutsche Bahn AG Bielefeld verschmäht. Schon beim Kauf der Fahrkarten fiel uns auf, dass Ihre Mitarbeiterin zwar freundlich, aber auf seltsame Weise befremdlich nachfragte, ob Bielefeld tatsächlich unser Reiseziel sei. Im Zug selbst traf uns dann der Schock: Auf dem digitalen Bildschirm unterhalb der Waggondecke wurden die Haltestellen des ICE angezeigt – doch eine einzige Stadt fehlte: Bielefeld! Unsere besorgte Nachfrage beim Zugbegleiter, ob wir überhaupt in Bielefeld anhalten würden, beantwortete der mit einem zweideutig lächelnden “Soweit ich weiß, schon.” Entsprechend bang saßen wir die gesamte Fahrtzeit in den schicken Komfortsesseln und starrten konzentriert aus den Fenstern, um unser Bielefeld nicht zu verpassen. Dabei beschlossen wir, wenn es sein müsste, im richtigen Moment die Notbremse zu betätigen. Doch schließlich hielt der Zug ganz ohne unser Zutun im Bielefelder Hauptbahnhof. Allerdings war deutlich zu spüren, dass der Bremsvorgang nur widerwillig erfolgte. Auffällig war, dass kaum jemand ausstieg, was kein Wunder ist, wenn Bielefeld auf Ihrer Anzeigetafel als Ausstiegsmöglichkeit verschwiegen wird.
Nach der Serie vergangener Pannen hätten wir es nicht für möglich gehalten, dass die Deutsche Bahn AG hier noch einen Skandal draufsetzt. Wir fragen uns: Warum nur verschmähen Sie Bielefeld? Sollten Sie etwa dem zwielichtigen Internetgag aufgesessen sein, dass Bielefeld gar nicht existiere?
Noch heute schwer gezeichnet vom ICE-Erlebnis
grüßen gleichwohl freundlich
Ihre Bielefelder Flaneure














