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7 Beiträge mit Schlagwort 'USA'

Proud to be an asshole from El Paso

Kinky FriedmanMit Kinky Friedman für das Kamp

Als wir im Sommer erfuhren, dass das Kulturkombinat Kamp in Not ist, wollten wir natürlich sofort helfen. Gute neue Räume konnten wir zwar nicht auftreiben, aber immerhin eine Veranstaltung als Geschenk. Und das ging so:

Klaus Bittermann lebt in Berlin und ist bekannt als agiler Verleger. In seiner Edition Tiamat sind Bücher von Wiglaf Droste, Roger Willemsen oder Harry Rowohlt erschienen. Als Klaus uns erzählte, dass er im Herbst wieder einen Krimi von Kinky Friedman, dem jüdischen Countrymusiker aus Texas, herausbringen wolle, luden wir ihn kurzerhand ein, einen Kinky Friedman-Abend im Kamp zu präsentieren. Immerhin hatte Klaus in Berlin Erfolg mit einer Wahlkampfparty gehabt, die er anlässlich von Friedmans Kandidatur zum Gouveneur von Texas auf die Beine gestellt hatte.

Tja, und so kommt es, dass Klaus Bittermann den erstaunlichen Kinky Friedman im Kamp präsentieren wird. Seine Krimis, seine Musik, seine Kandidatur – alles, was Bielefeld über den fabelhaften Anarchisten wissen muss. Und als Zugabe gibt es einen Film über Friedman: “Proud to be an asshole from El Paso”. Wir bereiten uns übrigens auf den hübschen Abend vor, indem wir uns noch einmal die Hörbücher reinziehen, die Wiglaf Droste mit Friedmans Krimis eingelesen hat. Ganz großes Kino!

Klaus Bittermann präsentiert Kinky Friedman
Eine Veranstaltung der Bielefelder Flaneure
zur Unterstützung des Kulturkombinat Kamp
Donnerstag, 11. November 2010
Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr
Vorverkauf: 6 €, Abendkasse: 9 €

—> Unser bezauberndes Plakat anschauen

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Schön, schnell und gut (Sonderbericht aus Manhattan)

Metro_Diner
Gute Laune & viel Tempo im Blut: Empfangschef Alex & Servierer Gonzalo an der Metro-Bar

Heute ist der Tag der Abreise. Ein schlimmes Schicksal! Wir wollen es durch ein Frühstück in einem fabelhaft gestalteten Diner mildern. Schon vor zwei Tagen fiel uns der Laden auf; wenn das Essen dort so gut ist wie das Design, dann haben wir ein Goldstück entdeckt. Wir entern den weitläufigen Speiseraum und bestaunen das starke Interieur. Intuitiv halten wir Ausschau nach Quentin Tarantino – das muss sein Filmset sein! Geht hier gleich eine Schießerei los? Leider nein. Aber wir werden sofort entschädigt, denn uns begrüßt der Sieger des jüngsten Robert De Niro-Ähnlichkeitswettbewerbs. Es ist Alex, der freundliche Empfangschef. Mit zügigem Schritt geleitet er uns zu einem prima Tisch an der großzügigen Fensterfront und überreicht uns schwungvoll die Speisekarten. Tja, Bielefeld, so elegant kann Service sein.

Die Auswahl fällt uns leicht: Rührei mit Würsten und zerstörten Kartoffeln bzw. Rührei mit Speck und zerstörten Kartoffeln. Etwas Brot, Butter und Marmelade runden die Völlerei ab. Nur unser Lieblingsgast Henner entscheidet sich solitär für Pfannkuchen auf Schinkenspeck. Zu all dem wird Kaffee gereicht, der sogar nach Kaffee schmeckt, was in New York City nicht unbedingt üblich ist. Die sehr schnelle, angenehm freundliche, und erfrischend kommunikative Bedienung füllt unsere bunten Kaffeetassen unaufgefordert nach, bis der Kardiologe kommt. Das alles ist genau unsere Veranstaltung. Hier wollen wir bleiben und noch mehr essen und noch mehr trinken, bis uns schließlich ein gelbes Taxi zum John F. Kennedy Airport tragen will.

Kurz bevor das Taxi tatsächlich kommt, überreichen wir der flotten Crew unser Flaneur-Siegel (natürlich in der US-Version) und lösen damit eine hübsche kleine Welle der Freude aus. Alex und Gonzalo wollen sich damit unbedingt vor unsere Kameralinse stellen, und Jenny, die unvergessliche Kassenfrau, hängt es sogleich neben ihre Kasse, so dass es niemand übersehen kann. Bye bye, New York City! Bye bye, Metro Diner! Wir kommen wieder!

—> Metro Diner, 2641 Broadway, Ecke 100th Street, New York 100225

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Mampfzeit in den USA (inzwischen Geschichte)

Munch_Time_USA
Fisch, Fleisch, Kuchen: Multitalent Gerardo & Manager Jose geben der Bronx, was sie braucht

****************** Wir widmen diesen Bericht der Bielefelder Conti-Bronx ******************

Heute durchstreifen wir die Bronx. Im Stadtteil The Hood bleiben wir kleben. Hier herrscht ein reges Treiben, dem wir uns gern anvertrauen wollen. Wir bewundern Schaufenster (Männermode, die Bielefeld fehlt) & besuchen Läden (Designer-Jeans zum Killer-Preis), und dabei sind wir meist die einzigen Mehlgesichter weit und breit. Plötzlich lässt uns ein attraktiver Gaststätten-Name innehalten: “Munch Time U.S.A” (Übersetzungshilfe für Bielefeld: to munch = mampfen) dürfen wir lesen und beschließen sofort einstimmig: Da wollen wir rein und was mampfen. Reichlich Fensterfront bietet das Mampfhaus, so dass wir auch in der Wirtstube den Kontakt zum bunten Leben draußen nicht verlieren. Die Speisekarte ist erfreulich umfangreich, und eine zutiefst britische Spezialität nimmt uns alsbald sehr für sich ein.

Fish and Chips lassen wir uns heute servieren. Hier besteht der britische Klassiker aus vier bezaubernden Teilen:
1. Fischsegmente in einer hübsch fettsaftigen Gar-Kruste
2. Würzsalbe mit Gurkenpartikeln im belastbaren Faltentütchen
3. Standardketchup in der praktischen Vorratsplastikflasche
4. Hochleistungspommes – die uns jubeln lassen!

Diese Leckerdinger sind schlank & devot in Form & Konsistenz und verwandeln sich schon nach nur wenigen Kauvorgängen in einen wohltätigen Brei, dem eine ebenso stille wie zufriedene Würze innewohnt. Spontan verleihen wir ihr den Namen “Mampfwürze”. Die Pommes sind ein echter Volltreffer, der unsere Reisekosten vollkommen rechtfertigt. Auch Gerardo kennengelernt zu haben, erfreut uns sehr. Gerardo hat hier den Job des Multitalents: Er gart die Hochleistungspommes, er reicht die Speisen über den Tresen, er ist der flinke delivery boy, er wischt umweltschonend die Wirtsstube, und er leert die Abfalltonnen. Wenn Gerardo lacht – und das macht der sympathische und fröhliche Bursche bei jeder Gelegenheit -, dann lassen uns seine vielen silberglänzenden Edelstahlzähne bewundernd zurück lächeln.

—> Munch Time U.S.A., 350 East 149th Street, New York 10452

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Im Schatten der großen Brücke (Sonderbericht aus Brooklyn)

Brunilda_Moreno
Bei der Eingangstür ist die Kasse, und da sitzt Brunilda Moreno ab jetzt mit unserem Siegel

Von Manhattan kommend überquert die Linie L in rascher Fahrt die imposante Williamsburg Bridge – und schon sind wir in Brooklyn. Im Schatten der großen Brücke lebt hier ein durchaus interessantes Quartier gleichen Namens, der Stadtteil Williamsburg. Wir durchwandern die vergleichsweise gemütlichen Straßen, in denen zahlreiche Künstler und ihre Bars leben sowie eine stattliche jüdische Gemeinde und klasse Autos. Vom vielen Laufen keimt ein kleiner Hunger in uns auf, und wie gerufen erscheint plötzlich eine kleine Futterkrippe, die mit freien Fensterplätzen sogleich unser Herz gewinnt. Der Laden brummt, aber fast alle nehmen die gewünschten Speisen mit hinaus. Es sind kernige Brooklyner Bauarbeiter, die gut was auf die Gabel brauchen und die Futter-Pause auf der Baustelle gemeinsam verbringen wollen.

Von den kernigen Speisewünschen der Bauarbeiter angesteckt, ordert unser Lieblingsgast Henner einen schweren Teller Beef und Reis mit Bohnen. Bewundernd schauen wir ihm beim wohligen Schmatzen zu, aber begnügen uns selbst mit dem Klassiker Spiegelei und Schinken mit Pommes bzw. Spiegelei und Schinken ohne Pommes. Dazu wird gebutterter Toast und heißer Kaffee gereicht. Die Pommes entpuppen sich als homemade Pommes und schmecken dementsprechend vorzüglich. Betriebssprache ist hier eindeutig Spanisch, aber man beherrscht auch ein freundliches Englisch, so dass wir uns gut aufgenommen fühlen. Wirtin Brunilda Moreno sitzt an der Kasse, wo sie auch Lotterielose verkauft, und lässt ihre jungen Mädels am Herd wirbeln. Fröhlich und zügig geht es hier zu. Niemand muss unnütz lang warten, sondern hat schnell eine volle Tüte in der Hand oder ein hübsch beladenes Tablett vor sich stehen. Mit einem Blick aus dem Fenster können Sie hier übrigens Jesus bei der Arbeit zuschauen. Er hat hier nämlich einen Kramladen aufgemacht: Jesus Mini Market, und bietet trotz Mini eigentlich alles, was die Nachbarschaft benötigt.

—> Pizzeria & Restaurant, S 4th Street / Bedford Avenue, Brooklyn

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Frühstück hinter der 5th Avenue (Sonderbericht aus Manhattan)

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Die erste NYC-Futterkrippe mit Flaneur-Siegel: Wirt Nick Siounis und seine flinken Männer

Vom Central Park stoßen wir zur 5th Avenue vor. Wo die Südost-Ecke des Parks die Prachtstraße berührt, hat sich der Apple Store in einem unterirdischen Tempel aus Glas und Licht niedergelassen. Jeden Tag im Jahr ist er täglich 24 Stunden für Apple-Jünger geöffnet. Gleich daneben lockt ein hübscher Platz zum Verweilen. Einige haben sich ihr Frühstück in Tüten und Pappbechern mitgebracht, das sie in einer Futterkrippe hinter der großen Straße erworben haben müssen. Wir haben ausreichend Frühstückshunger, um dieser Spur erfolgreich zu folgen.

Uns empfängt ein lang gestreckter Innenraum, in dem ein ständiges Kommen & Gehen für Geschäftigkeit sorgt. Fröhlich wirft die Küchenmannschaft aus Gründen der Beschleunigung das Alufolien-verpackte Ei-Speck-Brötchen gut gezielt zur Kasse hinüber, und alle freuen sich über die Gute-Laune-Aktion. Nun sind auch wir schon an der Reihe. Einmal Speck und Ei im Rundbrötchen mit Getränkeset für jeden. Nur Lieblingsgast Henner hat doppeltgroßen Hunger und lässt sich gleich zwei gefüllte Brötchen auf’s Tablett legen. Das Rundbrötchen im Querschnitt betrachtet, verrät seine gehaltvolle Frühstücksqualität. Wir sind etwas spät dran mit unserem Frühstück, denn jetzt wird schon der Mittagstisch aufgefahren. Herrlich lockt die Speisetheke, auch die Salatbar kann sich sehen lassen.

Wirt Nick Siounis ist in Griechenland geboren und lebt seit 35 Jahren in New York City. Ganz offensichtlich leitet er einen bestens rotierenden Laden. 24 Angestellte sichern den ganztägigen Betrieb, und haben bei allem Fleiß und aller Schnelligkeit ein Gute-Laune-Betriebsklima, das sich sehen lassen kann. In der ersten Etage werden die Speisen in großem Umfang vorbereitet, und unten wird alles unter den Augen der Kunden abschließend zusammengestellt. Alles Männer, die hier werkeln, doch an der Kasse waltet die sympathische Jingere Mendoza. Ihre Kasse muss verdammt oft klingeln, damit das All About Food überleben kann. Allein die Miete beträgt dreißigtausend Taler pro Monat. Ja, wir haben uns nicht verhört und fragen besser nicht mehr, wie viel die Steuer jeden Monat abgreift.

Selbstverständlich haben wir eine US-Variante unseres Flaneur-Siegels dabei und überreichen es gern der netten Mannschaft, die uns so angenehm satt gemacht hat. Wirt Nick Siounis hängt das Flaneur-Siegel sogleich auf, kurz vor der Treppe, die zum Restroom hochführt. Wenn Sie mal da sind, können Sie es gar nicht übersehen.

—> All About Food, 16 East 58th Street, New York 10022

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Die Bielefelder Flaneure freuen sich über die Hilfe von:


netzperfekt, Internetagentur in Bielefeld


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