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24 Beiträge mit Schlagwort 'Stahlbaron'

Unsere Imbissengel Lisa & Lisa

Große Freude: Flaneur-Lehrling Leonard überreicht Lisa & Lisa unser Prüfsiegel

Große Freude: Flaneur-Lehrling Leonard überreicht Lisa & Lisa unser Prüfsiegel

Ab sofort kümmern wir uns um den Nachwuchs: Flanieren als Lehrstelle – der Traum eines jeden jungen Burschen von Format. Nach ausführlichem Bewerbungsverfahren haben wir uns für Flaneur-Lehrling Leonard entschieden. Seine Ausbildung starten wir mit einem Besuch im Imbiss Fritz und sogleich ist unser Stift mit großer Freude bei der Sache. Flaneur-Lehrling Leonard serviert uns nicht nur auftragsgewmäß die Speisen, sondern beweist auch als Bierbeibringer echtes Naturtalent.

Hinter der Theke haben die hochsympathischen Imbissengel Lisa & Lisa derweil ernorm viel zu tun. Es ist ein ständiges Kommen (graue Gesichter) und Gehen (frohe Gesichter). Kein Wunder, dass Imbiss Fritz so stark heimgesucht wird, denn wohin man schaut, erblickt man solide Ware. Zum Beispiel Currywurst und Pommes mit der extra satten Portion Mayo (die Mayo wird, so verraten uns Lisa & Lisa, von der Chefin in Heimarbeit veredelt). Außerdem gibt es hier, zur großen Freude unseres lieben Stahlbarons, hausgemachte Frikadellen. Mit Applaus honorieren wir die Tatsache, dass Imbiss Fritz den guten alten Brathahn in Ehren hält. Ausdrücklich weisen wir Sie, verehrte Leser, auf die Tatsache hin, dass alle 15 Fritz-Salate hausgemacht sind. Von der Chefin persönlich. Nach alten überlieferten Fritz-Rezepturen. Wenn man, wie wir es sind, besonders lieb ist, geben Lisa & Lisa Probeprotionen aus, damit man sich von der Köstlichkeit aller Salate überzeugen kann.

Klar ist, dass wir noch einmal wiederkommen müssen, allein schon, um die arg verlockend angepriesenen Zigeunerschnitzel zu erleben. Unser vorbildlicher Flaneur-Lehrling räumt nun die Tische ab und bekommt als Lohn ein Tütchen Capri-Sonne extra. Dann fahren wir heim, um die Abendruhe zu genießen. Nur Lehrling Leonard hat noch zu tun, er muss das Berichtsheft führen. Und das kann dauern, denn viel hat er heute von uns gelernt.

—> Imbiss Fritz, Sudbrackstraße 98, 33611 Bielefeld

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Prof. Brinkmann wohnt in Gellershagen

Prof. Brinkmanns beste Leute: Wirt Frank Guionnet und Serviererin Ilona Wick

Prof. Brinkmanns beste Leute: Wirt Frank Guionnet und Serviererin Ilona Wick

Wo die Schlosshofstraße an die Voltmannstraße stößt (also in Gellershagen), da wohnt die Gaststätte Prof. Brinkmann mit dem vorbildlichen Wachhund Drops. Viel Herzblut hat Wirt Frank Guionnet in die kreative Raumausstattung investiert, daher finden wir hier ein erstaunliches Multifunktionstier oder die internationale Uhrengalerie sowie eine heilige Dame mit Kräuterlikör und vieles mehr. Doch nun wird unsere Schau beendet, denn nun lässt es Serviererin Ilona Wick krachen. Unserem lieben Stahlbaron lacht das Glück, denn die Küche schickt Sülze mit Bratkartoffeln. Alsdann überrascht uns ein prima Kartoffelsalat zum lieben Kotelett. Bekanntlich ist es immer eine große Sache, wenn zum Jägerschnitzel seriöse Bratkartoffeln geliefert werden. Aber auch zum Heringsstipp machen sich die Bratkartoffeln heute gut. Weil wir feststellen durften, dass Prof. Brinkmann auch den ewigen Klassiker deutscher Wohnzimmerkunst beherbergt (Die Zigeunerin), haben wir ehrend ein Zigeunerschnitzel geordert und dabei erfahren, dass es hier Romaschnitzel heißt.

Ilona Wick überrascht uns nach dem Abendmahl mit dem Aufräumer “Maikäferflugbenzin”, einer hochprozentigen Flüssigkeit aus Bad Wünneberg. Anschließend lassen wir uns von Frank Guionnet durch’s ganze Haus führen und alle selbst gestalteten Kunstwerke erklären. Am Ende erfahren wir, dass Prof. Brinkmann auch noch einen Biergarten mit 100 Plätzen hat – also müssen wir noch einmal zu passender Jahreszeit hier einkehren. Sollten Sie sich zum Besuch von Prof. Brinkmann entschließen, so beachten Sie bitte, dass hier keine Haftung für Knöpfe, Schnallen, Reißverschlüsse und Schaumgummipolster übernommen wird. Aber ansonsten ist hier wirklich alles völlig problemlos.

—> Prof. Brinkmann, Voltmannstraße 138, 33613 Bielefeld

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Oktoberfest – Mitten in Bielefeld???

Unser Lotse Frank Brinkdöpke mit Musikanten der Oktoberfestkapelle Otto Schwarzfischer

Unser Lotse Frank Brinkdöpke mit Musikanten der Oktoberfestkapelle Otto Schwarzfischer

Der Stahlbaron bestellt uns in die Seidensticker-Halle. Hier finde ein Oktoberfest statt, sagt er. Und als er das sagt, leuchten seine Augen vor Glück. Doch wir äußern Zweifel: Oktoberfest in OWL? Geht das überhaupt? Skeptisch machen wir uns auf den Weg, gleichwohl sind wir halbwegs artgerecht gekleidet, mit weißblauen Hemden und Filzhüten. So könnte die Einreise in den Freistaat gelingen. Gegen 19 Uhr betreten wir die ausverkaufte Halle, das Stimmungsbarometer pendelt sich gerade auf “zünftig” ein und wir nehmen Platz am Tisch von Frank Brinkdöpke, den bekannten Oktoberfest-Veteran aus Sennestadt. Der gute Mann ist ganzjährig bayerisch gekleidet und lässt kein Oktoberfest aus. Also soll er uns heute zeigen, wie Oktoberfest geht. Lotse voran!

Die Getränke werden in zwei Größen gereicht und wir wundern uns im Laufe des Abends, wie viel davon in einen durchschnittlichen Flaneur reinpasst. Die Speisen, moniert Frank Brinkdöpke sanft, seien letztes Jahr mundiger gewesen, und unser lieber Henner sekundiert mit dem Gourmetbegriff “Autobahnraststätte”, doch das hören wir nicht mehr, denn just legt die Kapelle wieder so richtig los. Sofort springt Frank Brinkdöpke auf, schnappt sich eine fesche Partnerin und schwingt gekonnt das Tanzbein. Freudig winkt ihm unser Stahlbaron zu, und die Tanzjury vergibt beste Noten. Aber auch die anderen um uns herum bleiben nicht sitzen. Die Musik reißt alle mit. Hochachtung zollen wir der Oktoberfestkapelle Otto Schwarzfischer. Im Laufe des Abends beweist sie, dass sie diverse musikalischen Spielarten beherrscht: Von Udo Jürgens über Frank Sinatra bis zu ACDC. (Einen Skandal im Sperrbezirk haben wir bei YouTube für Sie hinterlegt) In einer Spielpause berichtet uns der sympathische Schlagzeuger Walter Noll von 17 Tagen Münchener Oktoberfest mit je 10 Stunden Bühnenpräsenz im Schottenhamel-Zelt, wo stets das erste Anzapfen durch den Oberbürgermeister stattfindet.

Aber nun zieht es unseren Lotsen Frank Brinkdöpke weiter. Quer durch die Halle geht seine Tour. Hier begrüßt er ein fesches Waibsbuid und dort sagt er Starfotograf Willibald Bernert ein frohes Prosit. Auch zeigt er uns den fröhlichen Kuddel und viele andere fröhliche Menschen sowie die alpine Fotowand von Lothar Schröder. Außerdem treffen wir hohe Würdenträger, zum Beispiel den Oktoberfestkönig Willi Isak mit Krone und in vorbildlicher royaler Stimmung. Das alles überzeugt uns schließlich: Oktoberfest geht auch in OWL! Aber wir beschließen unseren Abend nicht, ohne die zahlreichen fleißigen Arbeitsleute zu loben. Ohne ihren Bienenfleiß wäre das Fest nicht möglich. Ob Zapfer oder Serviererin oder Abräumer – alle sind uns bis zum Schluss als sehr freudlich und äußerst behände aufgefallen.

—> Seidensticker-Halle, Werner-Bock-Straße 35, 33602 Bielefeld

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Lateinamerika – Mitten in Bielefeld

Haben uns sehr verwöhnt: Manuela De Sousa Schmidt und Wirt Johnny Steeg-Rivas

Haben uns sehr verwöhnt: Manuela De Sousa Schmidt und Wirt Johnny Steeg-Rivas

Wer gern Lateiamerikanisch speisen möchte, aber den weiten Weg um die halbe Erdkugel scheut, der macht’s sich einfach und geht ins Café Tropical. Dadurch spart man nicht nur das Einchecken am Flughafen, sondern es gibt auch keine Sprachschwierigkeiten bei der Speisekarte – im Tropical ist aaalles gaaanz einfach: Tisch auswählen, Bierchen ordern und dann langsam das Futter kommen lassen. Wir starten mit lecker Oliven und guter Würzsalbe, die von bravem Knusperbrot sekundiert werden. Frisch und saftig treten alsdann die Tortillas mit Glücksgarantie auf. Ebenfalls auf freundliche Weise überraschen die Thunfischtaschen den Gaumen. Außerdem bestätigt sich im Café Tropical die Weisheit von Professor Binsen, dass gut gemachte Datteln im Speckmantel stets ein Genuss sind. Ein ganz großes Hallo bewirkt auch der schmackhafte Mischteller, und die Huhnspieße erweisen sich im Anbiss als nicht unfeurig. Aber auch das Huhnfleisch mit Salbenauflage und Knusperbeigabe imponiert gekonnt. Schließlich runden liebe Würzfischchen unseren Ausflug nach Lateinamerika gekonnt ab.

Aber natürlich verweilen wir noch in dem fernen Kontinent, denn wir lassen uns von unserer bezaubernden Serviererin Manuela De Sousa Schmidt berichten, dass sie deutsch-brasilianische Wurzel hat. Und der gastfreundliche Wirt Johnny Steeg-Rivas kann mit einer familiären Mischung aus Honduras und Hessen aufwarten. Wohingegen der sympathische Koch Marco Arias Botschafter seines Heimatlandes Peru ist. Kennen Sie eine Bielefelder Gaststube, die so viel Lateinamerika im Angebot hat? Wir nicht.

“Mesclat” lautet der Name eines feinen Kräuter-Anis-Likörs (Herkunft: Mallorca), den uns das nette Tropical-Team nach dem Abendmahl fürsorglich offeriert. Er gefällt uns auf Anhieb so gut, dass es sofort zu wiederholtem herzlichen Prosit zwischen Manuela De Sousa Schmidt und unserem Stahlbaron kommt. Als wir zu später Stunde das gastliche Haus verlassen, sehen wir, dass Wirt Johnny Steeg-Rivas unser Prüfsiegel sofort ins Fenster hängt. Gut so: Wichtige Neuigkeiten sollte man stets sofort bekannt geben. Auch in Lateinamerika.

—> Café Tropical, Webereistraße 5, 33602 Bielefeld

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Eine wunderbare Zeitreise (Sonderbericht aus Steinhagen)

Wer sich wohlfühlen will, begibt sich in ihre Obhut: Hans-Herbert und Waltraut Vollmer

Wer sich wohlfühlen will, begibt sich in ihre Obhut: Hans-Herbert und Waltraut Vollmer

Heute ist ein Glückstag für unseren lieben Stahlbaron, denn vor ihm steht eine Hausmachersülze wie sie sein muss. Natürlich mit köstlichen Bratkartoffeln. Desweiteren lassen wir uns den Glücksbringer Hubertusschnitzel zuführen und vergreifen uns gern an einem Schnitzel nach Schweizer Art. Anschließend ergehen wir uns möglichst rücksichtslos an einer äußerst freundlichen Rindsroulade mit Rotkraut. Wunderbar, dieser inzwischen so selten gewordenen Speise wieder einmal begegnen zu dürfen. Und zum krönenden Abschluss ein Dessert, das bekanntlich immer geht: Eiscreme mit heißen Kirschen und Sahne. Große Zufriedenheit macht sich auch am Nachbartisch breit. Hier speisen Gäste aus Mazedonien, die im Quellental nächtigen.

Aber nun wenden wir uns den Wirtsleuten zu. Dabei wird uns die Ehre zuteil, an ihrem privaten Tisch Platz nehmen zu dürfen. Elegant schenkt Serviererin Megan Filip Eiskaltes ein (schöne Kurze, gefüllt mit gutem altem Steinhäger Urbrannt) während uns die Wirtsleute Margot und Hans-Herbert Vollmer aus ihrem reichen Berufsleben berichten. Ein Familienbetrieb, der von Generation zu Generation weitergegeben wurde und einst aus einem Bauernhof entstanden ist, das ist das Quellental. In den frühen 1950er Jahren wurde es prächtig hergerichtet und ist seither mit Bedacht in genau diesem Stil unverändert erhalten worden. Dann holt Hans-Herbert Vollmer die alten Gästebücher, die wir mit Begeisterung durchblättern dürfen. Einer der unzähligen Einträge (um nur ein Beispiel von hunderten zu nennen) stammt von Uwe Seeler. “Ein lieber Kerl”, erinnert sich Hans-Herbert Vollmer lächelnd. Ja, er hatte sie alle. Kein Star der vergangenen Jahrzehnte, der in Bielefeld und Umgebung zu tun hatte und nicht im Quellental eingekehrt wäre.

Ob großer Saal oder kleine Stuben, das Quellental ist mehr als nur ein elegantes Gasthaus, es ist ein wunderbares Museum, in dem man auch gut essen und trinken darf. Voller Begeisterung lassen wir uns von den Wirtsleuten die vielen verschiedenen Räume zeigen und ihre vielen kleinen Geschichten erklären. Mit leuchtenden Augen zeigt uns Margot Vollmer z.B. das Gastzimmer mit prächtiger Wurzelholzvertäfelung, gefertigt von einem Schiffbauer. Oder die wunderbare Kellnerkleidung aus längst verflossenen Zeiten. Unser lieber Henner lässt es sich nicht nehmen, sie einmal stolz getragen zu haben. Zu später Stunde verlassen wir schließlich voller Glück und Dankbarkeit das Quellental, und wir wissen, dass es ganz sicher nicht unser letzter Besuch gewesen sein wird.

—> Berghotel Quellental, Im Quellental 10, 33803 Steinhagen

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