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53 Beiträge mit Schlagwort 'Salat'

Im Pizza-Paradies

Pizzafahrer Toni Mentor und die Pizzabrüder Salvatore und Carlo Giorgio

Pizzafahrer Toni Mentor und die Pizzabrüder Salvatore und Carlo Giorgio

Was viele nicht wissen: Das Paradies befindet sich in Bielefeld. Und zwar haben wir es in der mittleren Bleichstraße entdeckt, wo es in Gestalt einer Pizzeria anzutreffen ist. Direkt vor dem Eingang lächelt ein schmucker Mini-Biergarten und bietet Platz für sechs liebe Gäste. Im Inneren des Paradieses erfüllt Pizzabäcker Salvatore Giorgio alle unsere backbaren Wünsche. Als da wären: eine leckere Pizza Rucola, eine würzige Pizza Napoli, eine gelungene Pizza Roma sowie natürlich eine schmackhafte Pizza Paradiso. Nebenher lassen wir uns eine Insalata italiana anpreisen. Bemerkenswert, dass direkt in der Backstube die Kräuter für die Speisen wachsen. Auch werden hier alle Salatsoßen selbst zubereitet. Nix ist fertig gekauft, betonen die Brüder Salvatore und Carlo Giorgio. Seit 1969 leben die fröhlichen Herren in Bielefeld. Einst kam der Vater aus dem Städtchen Nissoria in Sizilien hierher und fand Arbeit bei der Bahn. So war er als Gleisbauer beim Brückenbau an der Beckhausstraße dabei. Auch wenn die Brüder hier aufgewachsen sind, so sprechen sie doch noch perfekt Italienisch. Wir sind jedenfalls Zeugen, als zwischen den vielen telefonischen Pizzabestellungen eine in Italienisch abgewickelt wird. Für die Auslieferung ist Toni Mentor zuständig. Seine interne Betriebsbezeichnung lautet Speedy Gonzales, denn er soll, so wird uns mit seriöser Mine bestätigt, Bielefelds schnellster Pizzataxifahrer sein.

—> Pizzeria Paradiso, Bleichstraße 203, 33607 Bielefeld

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So wird die Mahlzeit rund

Was wäre ein schönes Festmahl ohne seine Beilagen!

Was wäre ein schönes Festmahl ohne seine Beilagen!

Unsere Flaneur-Karte für den Monat Oktober präsentiert vier besonders angenehme Beilagen, die uns in Bielefelder Gaststuben widerfahren sind. Quellen (im Uhrzeigersinn): Das goldige Café Rempetiko in der Stapenhorststraße. Das familiäre Restaurant Gromoll in der Ziegelstraße. Das bemerkenswerte Ristorante Il Salento in der Voltmannstraße. Und das unsterbliche Kronenstübchen in der Bahnhofstraße.

—> Zu Bielefelds 800. Geburtstag gibt’s jeden Monat eine neue Flaneur-Karte in den beliebten City-Card-Aufstellern

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Wie schön es doch in Brake ist

Machen Brake glücklich: Koch Patrik Mowwe und Stellwerk-Meister Aleks Venecani

Machen Brake glücklich: Koch Patrik Mowwe und Stellwerk-Meister Aleks Venecani

Dieser Beitrag ist Marcus Vogel gewidmet

Anreise mit der Eisenbahn. Ankunft 20 Uhr am Hauptbahnhof Brake. Freundlich grüßt Brakes gastronomischer Geheimtipp zum Bahnsteig herüber – das Stellwerk ist heute unser Ziel. Die Gasträume präsentieren sich erfolgreich durchrenoviert und sind bestens mit Freizeitwilligen gefüllt. Wir beziehen einen Hochtisch mit Thekenblick und lassen uns üppige Teller zuführen. Servicefee Tanja erfreut uns mit zauberhaften Filet-Pfannen. Auch erschallt von unserem Tisch der Ruf: “Ja, so geht Jägerschnitzel!” Dazu gibt es Salatteller mit Geschmack. Und dann ein Tusch! Denn es beliefert uns die Bielefelder Kochlegende Patrik Mowwe. Nun wissen wir, dass wir uns im 7. Speisehimmel befinden.

Wenn der Freundeskreis besonders nett und der Durst besonders groß ist, dann empfiehlt sich nach vollzogenem Abendmahl, Servicefee Tanja um einen Bierstiefel zu bitten. Im Stellwerk, so dürfen wir erfreut feststellen, erhält man beim Stiefeltrinken kompetente Unterstützung, und zwar von keinem Geringeren als vom Bielefelder Party-Ungeheuer Steven Murphy. Und plötzlich, wir trauen unseren Augen kaum, steht unser alter Freund Stavros Karakatsanis vor uns – mit einem Tablett Ramazzotti. Kaum haben wir das Getränk weggeprostet, tut es ihm Brakes Eiskönig Elias Lagoudis gleich. Und als uns Patrick Mowwe mit einem alarmgelben Getränk überrascht, das er liebevoll Mama nennt, wissen wir, dass Brake SEHR gastfreundlich ist. In Wirklichkeit ist Mama übrigens eine aromastarke Malibu-Maracuja-Mixflüssigkeit, durch die wir ins Fachsimpeln über Whiskygetränke geraten. Als wir das gastliche Stellwerk um Mitternacht verlassen, um dem Hauptbahnhof Brake zuzustreben, schwingt ein schöner Abend stimmungsvoll in uns nach. Auf der Rückfahrt begegnen uns sympathische Fahrgäste, denen wir sofort und ausführlich berichten, wie schön es doch in Brake ist.

—> Stellwerk, Naggertstraße 52, 33729 Bielefeld

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Am Lagerfeuer in Quelle

Füllen Tradition mit neuem Leben: Evangelia Koukotsika und Antonios Papatriantafyllou

Füllen Tradition mit neuem Leben: Evangelia Koukotsika und Antonios Papatriantafyllou

Seit 1952 ist die Gaststätte Sprungmann eine bedeutende Nahrungsquelle im beliebten Stadtteil Quelle. Verkehrsgünstig gelegen und mit reichlich Parkplätzen ausgestattet, lädt Sprungmann auch Nicht-Queller ein – so wie uns. Als Erstes stellen wir fest, dass aus der Gaststätte Sprungmann die Taverne Sprungmann geworden ist. Die vormaligen Wirtsleute Schulz sind in den verdienten Ruhestand getreten und haben das Koch-Zepter an Evangelia Koukotsika und Antonios Papatriantafyllou übergeben. Und die werden, wie sie uns erklären, die alte Tradition erhalten (Grünkohl, Spargel, Ochsen), jedoch nicht ohne sie durch wesentliche Elemente der griechischen Küche zu bereichern (Lamm, Drehspieß, Bifteki). Unsere Vorfreude wächst.

In wochenlanger Eigenarbeit haben die neuen Wirtsleute ihre Gaststube komplett durchrenoviert. Gern nimmt man hier Platz und wartet auf das Lagerfeuer. Denn die Taverne Sprungmann ist das einzige uns bekannte Gasthaus, in dem ein Lagerfeuer auf dem Tisch entzündet wird. Sorgsam angebratenes Schweinefilet wird hier durch eine fröhliche Flamme von unten befeuert. Ein rustikales Ereignis, das bestens zu uns alten Präriewölfen passt. Das Lagerfeuer ist von Familie Schulz übernommen worden, allerdings wird es heute durch wohlschmeckende griechische Salate ergänzt. Außerdem werden zwei fein abgeschmeckte Soßen gereicht. Als Sättigungsbeilagen kann man zwischen Pommes und Kroketten wählen. Und so sieht dann ein individulell zusammengestellter Lagerfeuer-Teller aus. Köstlich. Ebenfalls köstlich ist der Bifteki-Teller, zum dem ein feiner Salat still lächelt. So wie wir, denn die Taverne Sprungmann macht uns glücklich.

Von der langen Tradition des Gasthauses zeugen die immer noch aktiven Sparschränke. Das Sparen des kleinen Talers hat seine hohe Zeit zwar lange hinter sich, aber in der Taverne Sprungmann lebt die alte Zeit noch weiter. Dafür sorgen die herzlichen Wirtsleute Evangelia Koukotsika und Antonios Papatriantafyllou, und dabei wünschen wir ihnen immer ganz viel Glück.

—> Taverne Sprungmann, Osnabrücker Straße 65, 33649 Bielefeld

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Unsere Reise nach Vietnam (inzwischen Geschichte)

Wissen auch Rémy Martin bestens zu servieren: Die Wirtsleute Duong

Wissen auch Rémy Martin bestens zu servieren: Die Wirtsleute Duong

Sie sind Chinesen und stammen aus Vietnam. Vor Jahrzehnten schon sind sie nach Deutschland gekommen. Kieunga und Thuong Nhi Duong heißen die Wirtsleute, die uns heute herzlich zum vietnamesichen Abendschmaus begrüßen. Sanfte Klänge schweben durch die große Gaststube als wir vietnamesische Frühlingsrollen kennenlernen. Sie sind nicht nur ganz was anderes als die uns bisher bekannten Frühlingsrollen, nein, sie müssen außerdem getunkt werden. Allerdings, so lernen wir willig, im Salat- und Minzblattmantel. Die Dinger sind lecker, und das Tunken gefällt uns. Bald schon erscheint Wirt Duong Thuong Nhi erneut an unserem großen Rundtisch und serviert Huhnfleischspieße. Prima, dass die mundige Erdnusssoße auch so schmeckt wie sie ausschaut. Als letztes exotisches Abenteuer im Vorspeisenreigen begegnet uns schließlich ein köstlicher vietnamesischer Salat.

Nun schnallen wir die Gürtel weiter, denn nun folgen die Hauptspeisen. Wieder treffen wir auf Unbekanntes und Wohlschmeckendes. Uns fehlen die Worte, daher lassen wir ein stilles Beweisfoto von unserem Glück erzählen. Wichtig ist dabei, so betont Duong Kieunga, dass in der Küche kein Glutamat zum Einsatz kommt. Beim Versuch, die Köstlichkeiten mittels Stäbchen zu verzehren, bekennt unser heutiger lieber Gast Matthias, dass er zum ersten Mal im Leben dazu veranlasst worden sei, langsam zu essen. Zum Ende der großen Schlemmerei serviert uns Wirt Duong Thuong Nhi schöne Schnäpse. Sofort bedanken wir uns mit einem kleinen Kulturprogramm, indem wir die Fotos unserer alten Führerscheine herzeigen und damit große Freude auslösen. Anschließend präsentiert Matthias erstaunliche Weisen auf einer vietnamesischen Maultrommel.

Als wir gegen Mitternacht das gastliche Haus verlassen, schwebt eine Wolke der Zufriedenheit über uns. Freundlich lächelt das Zen-Chi-Schild. Wir halten inne, denn es spricht zu uns. “Hier ist der Grenzübergang ins gastfreundliche Vietnam”, ist es laut und deutlich zu vernehmen. Aber wer einmal dort war, wird es nie vergessen.

—> Zen Chi, Otto-Brenner-Straße 112, 3307 Bielefeld

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