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54 Beiträge mit Schlagwort 'Salat'

Farbe wechseln und Essen fassen

War wie eine Mutter zu uns: Wirt Carsten Hübner mit original Flaneur-Siegel

War wie eine Mutter zu uns: Wirt Carsten Hübner mit original Flaneur-Siegel

Das Tagwerk ist vollbracht und wir sind ins Chamäleon eingefahren. Cirka 500 Jahre hieß die Gaststube Tangente, nun hat sie ihren Namen zu Chamäleon gewechselt. Also wollen wir nachprüfen, ob wir hier die Farbe wechseln können. Daher lassen wir uns redliches Zapfpils aus Hamburg zuführen, das den Abend, in Kombination mit Branntwein, wunderbar eröffnet. Wir schauen uns um und sind uns schnell einig, dass Wirt Carsten Hübner viel Arbeit in die Renovierung seiner Gaststube gesteckt hat. Mit Erfolg, denn nun ist alles frisch und bunt. Dann erörtern wir die Frage, ob das Chamäleon eine Trinkstube ist. Immerhin ist Carsten Hübner offensichtlich ein trainierter Blitzzapfer. Oder handelt es sich beim Chamäleon doch eher um eine Futterkrippe? Die Speisekarte bietet jedenfalls Verlockendes an. Da wir mutig sind, lassen wir es auf einen Versuch ankommen und erhalten alsbald Toast Hawaii mit Leckerfaktor. Außerdem Pfefferschnitzel sowie Zigeunerschnitzel im Bündnis mit erfrischenden Salaten. Wer zu den Pommes extra Mayo und Ketchup wünscht, wird reich beschenkt. Auch der Leberkäse mit schönen Bratkartoffeln bzw. die Bratkartoffeln mit Spiegeleiern sind wohltuend. Zufrieden stellen wir fest, dass das Chamäleon auch Mantaplatte kann, was man niemals unterschätzen darf.

Nach diesem schönen Abendmahl freuen wir uns über eine gemischte Getränkelatte, die Carsten Hübner ganz lieb für uns arrangiert hat. Dankbar erklingt unser Prosit auf den Wirt, der übrigens unter dem Pseudonym Nobse zu stadtweitem Bekanntheitsgrad gelangt ist. Wie es sich für eine Gaststube mit Tradition gehört, gibt es hier ein Speibecken, das an den alltäglichen Alkoholmissbrauch vergangener Zeiten erinnert. Ebenfalls selten geworden, ist der liebe Flipper, der hier einen Ehrenplatz hat. Und in gleich zwei Ecken finden wir stolze und spielbereite Dartmaschinen, die, so erklärt Carsten Hübner, regelmäßig von erfolgreichen Mannschaften bespielt werden. Unter den zahlreichen Gästen fällt uns Sabine Klein auf, eine Anhängerin des stark verkabelten elektrischen Nikotingenusses, den sie im Biergarten praktiziert. So fließt der Abend dahin, immer wieder angereichert durch fürsorgliche Überraschungen von Carsten Hübner, wie den entzückenden Trinkblock, so dass wir gern ein Lob auf ihn und sein Chamäleon aussprechen.

—> Chamäleon, Mühlenstraße 2, 33607 Bielefeld

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Im Pizza-Paradies

Pizzafahrer Toni Mentor und die Pizzabrüder Salvatore und Carlo Giorgio

Pizzafahrer Toni Mentor und die Pizzabrüder Salvatore und Carlo Giorgio

Was viele nicht wissen: Das Paradies befindet sich in Bielefeld. Und zwar haben wir es in der mittleren Bleichstraße entdeckt, wo es in Gestalt einer Pizzeria anzutreffen ist. Direkt vor dem Eingang lächelt ein schmucker Mini-Biergarten und bietet Platz für sechs liebe Gäste. Im Inneren des Paradieses erfüllt Pizzabäcker Salvatore Giorgio alle unsere backbaren Wünsche. Als da wären: eine leckere Pizza Rucola, eine würzige Pizza Napoli, eine gelungene Pizza Roma sowie natürlich eine schmackhafte Pizza Paradiso. Nebenher lassen wir uns eine Insalata italiana anpreisen. Bemerkenswert, dass direkt in der Backstube die Kräuter für die Speisen wachsen. Auch werden hier alle Salatsoßen selbst zubereitet. Nix ist fertig gekauft, betonen die Brüder Salvatore und Carlo Giorgio. Seit 1969 leben die fröhlichen Herren in Bielefeld. Einst kam der Vater aus dem Städtchen Nissoria in Sizilien hierher und fand Arbeit bei der Bahn. So war er als Gleisbauer beim Brückenbau an der Beckhausstraße dabei. Auch wenn die Brüder hier aufgewachsen sind, so sprechen sie doch noch perfekt Italienisch. Wir sind jedenfalls Zeugen, als zwischen den vielen telefonischen Pizzabestellungen eine in Italienisch abgewickelt wird. Für die Auslieferung ist Toni Mentor zuständig. Seine interne Betriebsbezeichnung lautet Speedy Gonzales, denn er soll, so wird uns mit seriöser Mine bestätigt, Bielefelds schnellster Pizzataxifahrer sein.

—> Pizzeria Paradiso, Bleichstraße 203, 33607 Bielefeld

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So wird die Mahlzeit rund

Was wäre ein schönes Festmahl ohne seine Beilagen!

Was wäre ein schönes Festmahl ohne seine Beilagen!

Unsere Flaneur-Karte für den Monat Oktober präsentiert vier besonders angenehme Beilagen, die uns in Bielefelder Gaststuben widerfahren sind. Quellen (im Uhrzeigersinn): Das goldige Café Rempetiko in der Stapenhorststraße. Das familiäre Restaurant Gromoll in der Ziegelstraße. Das bemerkenswerte Ristorante Il Salento in der Voltmannstraße. Und das unsterbliche Kronenstübchen in der Bahnhofstraße.

—> Zu Bielefelds 800. Geburtstag gibt’s jeden Monat eine neue Flaneur-Karte in den beliebten City-Card-Aufstellern

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Wie schön es doch in Brake ist (inzwischen Geschichte)

Machen Brake glücklich: Koch Patrik Mowwe und Stellwerk-Meister Aleks Venecani

Machen Brake glücklich: Koch Patrik Mowwe und Stellwerk-Meister Aleks Venecani

Dieser Beitrag ist Marcus Vogel gewidmet

Anreise mit der Eisenbahn. Ankunft 20 Uhr am Hauptbahnhof Brake. Freundlich grüßt Brakes gastronomischer Geheimtipp zum Bahnsteig herüber – das Stellwerk ist heute unser Ziel. Die Gasträume präsentieren sich erfolgreich durchrenoviert und sind bestens mit Freizeitwilligen gefüllt. Wir beziehen einen Hochtisch mit Thekenblick und lassen uns üppige Teller zuführen. Servicefee Tanja erfreut uns mit zauberhaften Filet-Pfannen. Auch erschallt von unserem Tisch der Ruf: “Ja, so geht Jägerschnitzel!” Dazu gibt es Salatteller mit Geschmack. Und dann ein Tusch! Denn es beliefert uns die Bielefelder Kochlegende Patrik Mowwe. Nun wissen wir, dass wir uns im 7. Speisehimmel befinden.

Wenn der Freundeskreis besonders nett und der Durst besonders groß ist, dann empfiehlt sich nach vollzogenem Abendmahl, Servicefee Tanja um einen Bierstiefel zu bitten. Im Stellwerk, so dürfen wir erfreut feststellen, erhält man beim Stiefeltrinken kompetente Unterstützung, und zwar von keinem Geringeren als vom Bielefelder Party-Ungeheuer Steven Murphy. Und plötzlich, wir trauen unseren Augen kaum, steht unser alter Freund Stavros Karakatsanis vor uns – mit einem Tablett Ramazzotti. Kaum haben wir das Getränk weggeprostet, tut es ihm Brakes Eiskönig Elias Lagoudis gleich. Und als uns Patrick Mowwe mit einem alarmgelben Getränk überrascht, das er liebevoll Mama nennt, wissen wir, dass Brake SEHR gastfreundlich ist. In Wirklichkeit ist Mama übrigens eine aromastarke Malibu-Maracuja-Mixflüssigkeit, durch die wir ins Fachsimpeln über Whiskygetränke geraten. Als wir das gastliche Stellwerk um Mitternacht verlassen, um dem Hauptbahnhof Brake zuzustreben, schwingt ein schöner Abend stimmungsvoll in uns nach. Auf der Rückfahrt begegnen uns sympathische Fahrgäste, denen wir sofort und ausführlich berichten, wie schön es doch in Brake ist.

—> Stellwerk, Naggertstraße 52, 33729 Bielefeld

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Am Lagerfeuer in Quelle

Füllen Tradition mit neuem Leben: Evangelia Koukotsika und Antonios Papatriantafyllou

Füllen Tradition mit neuem Leben: Evangelia Koukotsika und Antonios Papatriantafyllou

Seit 1952 ist die Gaststätte Sprungmann eine bedeutende Nahrungsquelle im beliebten Stadtteil Quelle. Verkehrsgünstig gelegen und mit reichlich Parkplätzen ausgestattet, lädt Sprungmann auch Nicht-Queller ein – so wie uns. Als Erstes stellen wir fest, dass aus der Gaststätte Sprungmann die Taverne Sprungmann geworden ist. Die vormaligen Wirtsleute Schulz sind in den verdienten Ruhestand getreten und haben das Koch-Zepter an Evangelia Koukotsika und Antonios Papatriantafyllou übergeben. Und die werden, wie sie uns erklären, die alte Tradition erhalten (Grünkohl, Spargel, Ochsen), jedoch nicht ohne sie durch wesentliche Elemente der griechischen Küche zu bereichern (Lamm, Drehspieß, Bifteki). Unsere Vorfreude wächst.

In wochenlanger Eigenarbeit haben die neuen Wirtsleute ihre Gaststube komplett durchrenoviert. Gern nimmt man hier Platz und wartet auf das Lagerfeuer. Denn die Taverne Sprungmann ist das einzige uns bekannte Gasthaus, in dem ein Lagerfeuer auf dem Tisch entzündet wird. Sorgsam angebratenes Schweinefilet wird hier durch eine fröhliche Flamme von unten befeuert. Ein rustikales Ereignis, das bestens zu uns alten Präriewölfen passt. Das Lagerfeuer ist von Familie Schulz übernommen worden, allerdings wird es heute durch wohlschmeckende griechische Salate ergänzt. Außerdem werden zwei fein abgeschmeckte Soßen gereicht. Als Sättigungsbeilagen kann man zwischen Pommes und Kroketten wählen. Und so sieht dann ein individulell zusammengestellter Lagerfeuer-Teller aus. Köstlich. Ebenfalls köstlich ist der Bifteki-Teller, zum dem ein feiner Salat still lächelt. So wie wir, denn die Taverne Sprungmann macht uns glücklich.

Von der langen Tradition des Gasthauses zeugen die immer noch aktiven Sparschränke. Das Sparen des kleinen Talers hat seine hohe Zeit zwar lange hinter sich, aber in der Taverne Sprungmann lebt die alte Zeit noch weiter. Dafür sorgen die herzlichen Wirtsleute Evangelia Koukotsika und Antonios Papatriantafyllou, und dabei wünschen wir ihnen immer ganz viel Glück.

—> Taverne Sprungmann, Osnabrücker Straße 65, 33649 Bielefeld

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