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40 Beiträge mit Schlagwort 'Pommes'

Zu Besuch im Leckerland

Erika Mustermann freut sich sehr auf den schönen Brathahn von Christa Bartsch

Erika Mustermann freut sich sehr auf den schönen Brathahn von Christa Bartsch

Seit ewigen Zeiten ruht eine kleine Traditionsfutterkrippe an der Heeper Straße. Treu und zuverlässig versorgt Die Grill-Stube ihre Nachbarschaft mit Leckereien. Kein Wunder also, dass die Stammgäste voll des Lobes sind über ihre liebe Grillwirtin Christa Bartsch. Fast täglich lassen sich hier Peter und Helmut ein schönes Abendmahl auftischen. Aber auch Thomas Kaiser, Wirt der verflossenen Trinkstube Zum Wilden Mann, geht es hier sichtlich gut. Mit Sympathie notieren wir, dass in der Grill-Stube einer der letzten Sparvereine aktiv ist und beobachten den Vorstand bei der wöchentlichen Zählung der Taler.

Aber nun wird uns aufgetischt. Currywurst spezial mit Pommes und Salbe sehen sexy aus und schmecken auch so. Gut im Volumen und bestens in der Würze ist außerdem das Zigeunerschnitzel. Köstlich sind obendrein die Tagesgerichte – natürlich hausgemacht von Christa Bartsch persönlich. Heute heißt das Tagesgericht Kohlrabi mit Bratwurst und Kartoffelpüree. Urteil: Gelungen! Und nun Obacht, verehrte Leser: Wer in der Grill-Stube einkehrt, darf auf keinen Fall den schönen Brathahn mit Brötchen verpassen.

Nach dieser klugen Regel handelt auch Erika Mustermann. Wir beobachten die nette Dame beim Erwerb eines braven Grilltieres, das sie sich als Abendspeise für daheim mitnehmen möchte. Spontan verraten wir ihr unsere Mobiltelefonnummer und bitten sie, uns nach dem Vollzug des Abendmahls eine kleine Bewertung per Kurznachricht zu senden. Und tatsächlich – noch während wir in froher Runde in der Grill-Stube sitzen, sendet uns Erika Mustermann den gewünschten SMS-Kommentar: “Fleisch: zart, Haut: knusprig, wenig Fett und gut gewürzt” sowie als Beweis der erfolgreichen Mahlzeit ein bezauberndes Foto von den Knochenresten ihres Brathahns. Auf ein solch schönes Urteil stoßen wir gern mit Branntwein aus Lemgo an und rufen: “Ein Prosit unserer vorbildlichen Köchin Christa Bartsch!”

—> Die Grill-Stube, Heeper Straße 212, 33607 Bielefeld

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So schön kann Dornberg sein

Sie verwöhnen Dornberg (von links): Jenny, Cathrin, Heiner, Gudrun, Carsten

Sie verwöhnen Dornberg (von links): Jenny, Cathrin, Heiner, Gudrun, Carsten

Wie ein graues Band der Sympathie führt uns die Werther Straße ins erstaunliche Dornberg. Direkt vor “Heiner’s Imbiss” findet unsere Limousine einen prima Parkplatz, und wir betreten den schmucken Gastraum. Schwer was los ist hier, Dornberg hat offenbar großen Hunger. Hungrig ist auch unser heutiger Gast Bernd Stopfel. Wir haben uns seiner angenommen, damit der gute Mann mal rauskommt und was von der Welt sieht. Diese Welt heißt heute zum Beispiel Pommes Spezial (mit charmanter Remoulade und knuffigen Röstzwiebeln) oder Rodeo-Burger (mit aphrodisierendem Bratspeck und bissiger Soße). Beides gelungene Produkte liebevoller Schnellgastronomie. Dem verehrten Herrn Stopfel hat es besonders ein XL-Burger klassischer Bauart angetan. Schon bei seinem Anblick ist der Gerneesser sprachlos vor Glück. Als er dann noch erfährt, dass der XL-Burger, wie gewünscht, ganz ohne Gürkchen serviert wurde, ist seine Begeisterung grenzenlos. Ja, so schön kann Dornberg sein.

Wie schön Dornberg wirklich ist, weiß wohl nur Heiners Gattin Cathrin. Sie stammt aus Dornberg und ist ihrem geliebten Heiner einst ins Paderborner Land gefolgt, wo die beiden eine erfolgreiche Imbissgastronomie betrieben haben. Aber Cathrin bekam Heimweh. Nach Dornberg sehnte sich ihr treues Herz, und so kam es schließlich zu dieser Futterkrippe. Außerdem betreibt das fleißige Pärchen zwei weitere erfolgreiche Nahrungsmittel-Stützpunkte in Werther und Halle. Hut ab!

Bei all der fröhlichen Plauderei mit den Wirtsleuten testen wir einen Dornburger, immerhin sind wir ja in Dornburg, äh… Dornberg. Somit ist dieser Stadtteil der einzige mit einem eigenen Burger. Sehr zu loben sind übrigens auch die hügelgroßen Portionen der stolzen Mantaplatte Deluxe (nur echt mit der Zwillingscurrywurst). Einen solchen Teller leer gegessen zu haben, gelingt nur geübten Essern. Zu den feinen Speisen werden zahlreiche Erfrischungsgetränke angeboten, die unser Interesse wecken, jedoch alle ohne Alkohol. Also kein Bier. Doch bevor sich Trübsal breit machen kann, entscheiden wir: Malzbier ist auch Bier. Somit ist auch bei den Flüssigkeiten alles bestens im Lot.

—> Heiner’s Imbiss, Werther Straße 274, 33619 Bielefeld

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Quelle und seine Oase

In vierter Generation Dienst am Gast: Die Wirtsleute Andreas und Petra Büscher

In vierter Generation Dienst am Gast: Die Wirtsleute Andreas und Petra Büscher

Heute sind wir nach Quelle gereist. In einen Stadtteil also, von dem die Sage geht, er sei nur gegründet worden, damit genügsame Menschen einen Platz zum Schlafen finden. Doch das stimmt nicht, denn: Quelle hat sein Restraurant Büscher. 1884 wurde das Gasthaus Büscher gegründet und sogleich hat sich, so unsere sternklare Intuition, Quelle um seinen Gasthof herum gebildet. Genauso wie sich eine Oase um eine Quelle in der Wüste bildet. In vierter Generation führen die Wirtsleute Andreas und Petra Büscher ihr Haus und pflegen diese Vergangenheit durch ausschweifende Retrodeko mit Liebe zum Detail. Und das Licht wird noch mit der Hand angemacht.

Aber auch auf den Tellern findet sich nur Handarbeit. Als Vorspiel räckelt sich ein Gruß aus der Lachsterrine auf unseren Tellern. Dem folgt ein schönes Schäufele vom Uckermärker Bio-Rind mit Erbsencreme und Kartoffelchips. Das schmackhafte Schnitzel mit Rahmchampignons wird gleich im Doppelpack geliefert. Dazu gibt es astreine Bratkartoffeln, von denen man nicht genug bekommen kann. In der gleichen Liga spielt das Schnitzel auf geschmorten Zwiebeln. Hierzu gibt es Pommes, und zwar hausgemachte Pommes, die uns schwelgen lassen. Wir nennen es das große Pommesglück von Quelle. Sinnvoll flankiert von hausgemachtem Ketchup. Darauf folgt das Flank-Steak. In Frankreich ist es als Bavette bekannt und in Deutschland fast gar nicht, aber in Quelle wird es vom Wagyū-Rind serviert, von einer Rinderrasse japanischen Ursprungs also. Mit anderen Worten: Ein wunderbares Stück vom, wie man so hört, teuersten Hausrind der Welt liegt auf unserem Teller. Und es scheckt herzzerreißend gut. Aber nicht nur uns gefällt es hier gut. Wohin man auch schaut, lächeln uns zufriedene Gäste zu. Zum Abschied überrascht uns Andreas Büscher mit einem schönen Absacker (bitte den Namen wörtlich nehmen). Die kulturelle Bedeutung eines Absackers kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Denn was wäre der Abschluss eines schönen Abends ohne das letzte Prosit für den Heimweg? Genau.

—> Restaurant Büscher, Carl-Severing-Straße 136, 33649 Bielefeld

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Endlich Weihnachten

Flaneur-Weihnachten

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Im Haus der Riesenfrikadelle

Endlich Flaneur-geprüft: Sofia und Melana Kalpakidou vom Café Rempetiko

Endlich Flaneur-geprüft: Sofia und Melana Kalpakidou vom Café Rempetiko

Eine große Fensterfront präsentiert die Stapenhorststraße im Breitwandformat. Gut gelaunte Esser haben die Gaststube fast vollständig mit sich voll gemacht. Wie ein Wirbelwind muss Serviererin Melana Kalpakidou flitzen, um alle Mäuler just in time zu füllen. Arg viel hat die Arme zu tun, doch sie bleibt freundlich ohne jeden Verdruss. Hut ab!

Am Nebentisch kontaktieren wir ebenso kundige wie nette Rempetiko-Gäste. Mit ihren Speisetipps (sowie einem handverlesenen Blondienenwitz) geben sie uns wertvolle Lebenshilfe. Gemäß den Tipps starten wir mit einem großzügigen Vorspeisenteller, der durchaus für zwei Personen gut sein könnte. Ihm beigeordnet sind feine Hausbrötchen. Ausdrücklich warnen müssen wir vor der Riesenfrikadelle. Leider reicht unsere Fotografierkunst nicht aus, um die wahre Größe dieses Brockens zu dokumentieren. Aber glauben Sie uns: Das Ding sollten Sie nur bestellen, wenn Ihr Magen vollkommen ausgeräumt ist. Durch und durch liebreizend sind die frisch gebratenen Sardellen (hier anmutig präsentiert von unserem lieben Henner). Ausgezeichnet munden natürlich auch die süffigen Kartoffelspalten mit Knoblauchsauce.

Ganz lieb: Am Ende schenkt uns Sofia Kalpakidou eine Lage zweifach destillierten Pilavas ein und dann erfahren wir auch noch, was “Rempetiko” bedeutet. Das ist ein griechischer Musikstil, der von den Sorgen der einfachen Leute handelt. Er wird daher auch als der “griechische Blues” bezeichnet. Kein Wunder also, dass hier ein Musiker, in Form eines Wandgemäldes, über das Geschehen im Gastraum wacht. Denn ein paar Sorgen wird man hier ganz sicher los: Hunger, Durst und Einsamkeit.

—> Café Rempetiko, Stapenhorststraße 84, 33615 Bielefeld

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