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61 Beiträge mit Schlagwort 'Pizza'

Im Pizza-Paradies

Pizzafahrer Toni Mentor und die Pizzabrüder Salvatore und Carlo Giorgio

Pizzafahrer Toni Mentor und die Pizzabrüder Salvatore und Carlo Giorgio

Was viele nicht wissen: Das Paradies befindet sich in Bielefeld. Und zwar haben wir es in der mittleren Bleichstraße entdeckt, wo es in Gestalt einer Pizzeria anzutreffen ist. Direkt vor dem Eingang lächelt ein schmucker Mini-Biergarten und bietet Platz für sechs liebe Gäste. Im Inneren des Paradieses erfüllt Pizzabäcker Salvatore Giorgio alle unsere backbaren Wünsche. Als da wären: eine leckere Pizza Rucola, eine würzige Pizza Napoli, eine gelungene Pizza Roma sowie natürlich eine schmackhafte Pizza Paradiso. Nebenher lassen wir uns eine Insalata italiana anpreisen. Bemerkenswert, dass direkt in der Backstube die Kräuter für die Speisen wachsen. Auch werden hier alle Salatsoßen selbst zubereitet. Nix ist fertig gekauft, betonen die Brüder Salvatore und Carlo Giorgio. Seit 1969 leben die fröhlichen Herren in Bielefeld. Einst kam der Vater aus dem Städtchen Nissoria in Sizilien hierher und fand Arbeit bei der Bahn. So war er als Gleisbauer beim Brückenbau an der Beckhausstraße dabei. Auch wenn die Brüder hier aufgewachsen sind, so sprechen sie doch noch perfekt Italienisch. Wir sind jedenfalls Zeugen, als zwischen den vielen telefonischen Pizzabestellungen eine in Italienisch abgewickelt wird. Für die Auslieferung ist Toni Mentor zuständig. Seine interne Betriebsbezeichnung lautet Speedy Gonzales, denn er soll, so wird uns mit seriöser Mine bestätigt, Bielefelds schnellster Pizzataxifahrer sein.

—> Pizzeria Paradiso, Bleichstraße 203, 33607 Bielefeld

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Die beste Pizza vorm Stadion

Koch Salvatore Dragotta, Servierfee Melek Acik und Pizzabäcker Fehmi Acik

Koch Salvatore Dragotta, Servierfee Melek Acik und Pizzabäcker Fehmi Acik

Bielefelds erste leichtathletische Großkampfbahn war bekanntlich einst das Stadion Rußheide. In direkter Nachbarschaft lädt eine Außenwerbung ins Casa Dragotta ein. Hier treffen wir Koch Salvatore Dragotta und Pizzabäcker Fehmi Acik. Die beiden sympathischen Herren sind alte Sportfreunde, die sich schon in jungen Jahren im VfB Fichte kennengelernt haben. Seit dem 17. April 2014 betreiben sie gemeinsam dies Restaurant mit italienischen Speisen. Hungrig machen wir uns über das Pizzaangebot her und dürften zufrieden feststellen, dass der Teig nur Millimeter dünn ist. Dadurch knuspert er angenehm und lässt Raum für den Geschmack des Belages. Jede Pizza dürfen wir loben. Ob Pizza Sardellen oder Pizza Mista oder sogar Pizza Vegetaria – alle schmecken astrein. So geht es auch den anderen Gästen, die drin und draußen sitzen. Das Casa Dragotta bietet auch einen Pizzataxidienst an, besonders sonntags ist der sehr gefragt.

Nach vollzogenem Abendmahl entdecken wir hinter der Gaststube einen stattlichen Saal.Pizzabäcker Fehmi Acik und seine Ehefrau, die Servierfee Melek Acik, erklären uns bereitwillig was es mit ihm auf sich hat. Hier wartet nicht nur ein hübsches Weinregal auf Freunde vergorenen Traubensaftes. Hier finden auch Familienfeste statt. Mal eine Kommunion, mal ein 80. Geburtstag. Aber heute, so betonen unsere drei Gastgeber immer wieder klagend, fehle Gaby. Sie sei die gute Seele des Hauses. Ja, ohne sie seien sie alle aufgeschmissen. Aber einmal pro Woche hat Gaby frei, dann zapft und serviert Melek Acik an Gabys Stelle. Und genau den Tag haben wir heute erwischt. Also steht fest: Wir müssen noch mal wiederkommen, um Gaby kennenzulernen.

—> Casa Dragotta, Kleine Howe 2 (Eingang Mühlenstraße), 33607 Bielefeld

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Urbanes Speisen

Schlange stehen: Ambulante Nahrungsmittelversorgung für moderne Großstadtbewohner

Schlange stehen: Ambulante Nahrungsmittelversorgung für moderne Großstadtbewohner

Der moderne Großstadtbewohner kann seine Mahlzeiten routiniert im Gehen zu sich nehmen. Meist sogar, ohne dabei die Würde zu verlieren. Die Straße fest im Blick wölbt der Geh-Esser seinen Oberkörper sanft nach vorn, um Döner oder Pizza geschickt in sich hinein zu züngeln. Gut geeignet als Fußgängermahlzeit ist auch die Currywurst. In passgenaue Segmente geschreddert, lässt sie sich leicht mit dem klassischen Spielzeuggäbelchen aufpicken und ins Mäulchen transferieren. Genussmenschen schlecken am Ende die würzigen Soßenreste aus dem Schälchen. Kommt just in diesem Moment der Chef vorbei, grüßt man nicht ohne Verzweiflung. Als ideal ist das Lahmacun zu loben. Fest verschnürt im Alumantel bietet es beste Voraussetzungen für den Gehverzehr. Was zum Ende der Mahlzeit durch die Wickelung suppt, dient als Biohandcreme. Der feste Wille zum permanenten Nuckeln entfachte die weltweite Erfolgsgeschichte des Mitnahmekaffees; englisch: takeaway coffee, reklamedeutsch: Coffee to go, sachsendeutsch: Kaffee to go. Wer mit ihm durch die Straßen eilt, signalisiert Modernität, Betriebsamkeit und den Verzicht auf das alte Menschheitswissen, wie man einen anständigen Kaffee brüht.

Die Älteren unter uns erinnern sich noch gut an die ponchotragenden Panflöten-Indios. Vornehmlich an Samstagen verwandelten sie die Bielefelder Bahnhofstraße in ein kraftvolles akustisches Gewölbe aus El cóndor pasa. Die Annahme, das beherzte Flötenspiel habe unter den Fußgängerzonenessern zu einem vermehrten Auftreten von Magengeschwüren geführt, ist medizinisch umstritten.

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Hunger? Muss nicht sein (inzwischen Geschichte)

Machen die ganze Oelmühlenstraße satt: Die Babylon-Geschwister Nur und Mazin

Machen die ganze Oelmühlenstraße satt: Die Babylon-Geschwister Nur und Mazin

Heute besuchen wir Babylon. Dazu müssen wir nicht extra bis zum Euphrat reisen, nein, der Weg bis zur Oelmühlenstraße reicht völlig aus. Gleich beim Betreten punktet der fremde Ort enorm, denn Wirt Mazin ist nicht nur ein fröhlicher Mensch, sondern er verfügt auch über ein vorbildliches Biersortiment. Von Irland über die Türkei bis Bayern sind wichtige Biernationen vertreten. Wir entscheiden uns erstmal für die Türkei und widmen uns dann dem Speiseangebot. Ob ein eleganter Falafel-Teller mit Mischsalat, eine auftrumpfende Thunfisch-Pizza mit Knusperrand oder eine herzliche Dönertasche – alles erweist sich als zuverlässiger Sattmacher. Kein Wunder also, dass hier sehr viele Hungrige einfallen. Sehr schön auch, dass uns Wirt Mazin ungefragt ein Tellerchen seiner Babylon-Soße spendiert. Ob Pizzastück oder Falafelbrocken, die rosafarbene Salbe passt bestens. Sie wird, so betont Wirt Mazin, regelmäßig von einem Kochmeister zusammengerührt, und zwar im Babylon. Freundlich lädt er uns ein, morgen diesem Vorgang beizuwohnen. Zum schönen Abschluss kredenzt uns Wirt Mazin wohlschmeckenden Tee und berichtet uns dabei von seinen innovativen Zukunftsplänen. Die Gaststube will er Schritt für Schritt modernisieren, im Sommer soll vor dem Haus ein hübscher Biergarten die Gäste erfreuen, und gratis WLAN wird sowieso bald verfügbar sein. Da sagen wir nur: Daumen hoch für die Oelmühlenstraße!

—> Babylon, Oelmühlenstraße 48, 33604 Bielefeld

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Unser Festmahl in der Arcade

Urbanes Picknick: Unser Festmahl findet auf der eleganten Zwischenetage statt

Urbanes Picknick: Unser Festmahl findet auf der eleganten Zwischenetage statt

Die Idee:
Sechs innerstädtische Einkaufspassagen veröden zusehends. Einige von ihnen dämmern in einem urbanen Wachkoma vor sich hin. Muss das so sein? Wir beschließen: Nein! Also packen wir Teller, Besteck und Kerzenleuchter in einen Koffer, schnappen uns Tisch & Stühle und machen uns auf den Weg zur Arcade an der Herforder Straße. Die automatische Tür empfängt uns freundlich, dann eine Treppe hoch und schon sind wir auf einer erhabenen Zwischenetage, wo wir den Tisch decken. Das Festmahl mit Pizza und Pilsbier ist eröffnet.

Das Erlebnis:
Anfangs fühlen wir uns wie in einer Geisterstadt. Depressiv blicken uns leere Fensterfronten an. Als letzte Lebenszeichen entdecken wir einen türkischen Rechtsanwalt und einen englischen Dienstleister. Früher, so erinnern wir uns, war die Arcade proppenvoll – Bistro, Antiquariat und nicht zuletzt das “Vis-à-Vis”, die fidele Trinktstube, wo wir einst fröhliche Pilsbiere tranken. Schlimm, wie das “Vis-à-Vis” heute ausschaut: innerstädtischer Exitus. Doch je mehr wir verweilen, desto mehr entdecken wir den vergessenen Charme dieses Ortes. Die vielen venezianische Brücken. Die kraftvolle Lichtkuppel. Die warme Beleuchtung des Spiegelsaals. Und das Dach der Arcade gleicht dem einer Kathedrale. Bedauerlich, dass sich niemand dieses Ortes annimmt. Noch bedauerlicher, dass angeblich eine noch größere Passage in die Innenstadt gepflanzt werden soll. Neues Futter für innerstädtische Ödnis.

Die Überraschung:
Irgendwann stellen wir fest, dass wir beobachtet werden. Eine junge Dame mit Fotoapparat und Filmkamera läuft mit offenen Augen durch die Arcade. Offenbar ist sie dem Reiz dieses Bauwerks verfallen. Nett und freundlich befragt sie uns und am Ende erfahren wir, dass Sie ihre Arcade-Erlebnisse ins Internet stellen will. Und tatsächlich – da sind wir ja zu sehen!

—> Arcade, Herforder Straße 10, 33602 Bielefeld

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Die Bielefelder Flaneure freuen sich über die Hilfe von:


netzperfekt, Internetagentur in Bielefeld


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