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56 Beiträge mit Schlagwort 'Pizza'

In Kamphofs Epizentrum

Schon seit 2006: Zuverlässige Stadtteilversorgung durch die Eheleute Karahan

Schon seit 2006: Zuverlässige Stadtteilversorgung durch die Eheleute Karahan

Der Kamphof zählt zu den reizvollen Vierteln Bielefelds. Zentrumsnah gelegen, den schönen Nordpark im Rücken und angefüllt mit lebendiger Wohnstruktur. Im Zentrum des Kamphofs kreuzen sich die Meller Straße und die Ernst-Rein-Straße. Genau hier hat schon 2006 die Familie Karahan eine Futterkrippe eröffnet. Die Gaststube ist mit gediegenem Wandschmuck ausgestattet, wobei besonders Herr Karahan Bilder mit Bergen bevorzugt, denn, so erklärt er uns mit sympathischem Lächeln, sie erinnern ihn an seine alte Heimat. Weil das Wetter heute freundlich ist, beziehen wir Tisch & Stühle vor dem Grill. Gut kann man von hier aus die Nachbarschaft beobachten und sich auf das freuen, was Familie Karahan uns gleich auftischen wird.

Süffig und gaumensanft erleben wir die Pizza Döner und auch die Pizza Salami verfügt über eine menschenfreundliches Sättigungspotential. Als gelungen klassifizieren wir das Lahmacun, und die Hahnteile mit Pommes und Frischsalat sättigen uns vollends. Weil Familie Karahan keine Alkoholika im Sortiment hat, soll es Gäste geben, die sich Pilsbier bei Erkan Güldiken im Kiosk gegenüber holen. Dreamstore heißt der Kiosk, und wir sind uns sicher, dass sein Chef einen ebenso nützlichen wie beschwerlichen Job ausführt. Dankbar verzehren wir nach Familie Karahans Abendmahl lecker Nachtisch aus dem Dreamstore. Und zum Abschluss stoßen wir auf den schönen Abend mit frischem Absinth an, den unser lieber Henner von einer Vergnügungsreise ins Bayerische mitgebracht hat. Ja, so geht Kamphof-Idylle beim Beyti Grill am späten Abend.

—> Beyti Grill, Ernst-Reinstraße 37, 33613 Bielefeld

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Bielefelds erste Pizzastube

Nette Geister in Ferdis Pizza-Pinte: Service Julia Buchmann und Koch Kai Cornelissen

Nette Geister in Ferdis Pizza-Pinte: Service Julia Buchmann und Koch Kai Cornelissen

In memoriam Ferdinand Bobenhausen, 1945 – 2013

Ein historisch bedeutsamer Ort der Bielefelder Gastronomie ist Ferdis Pizza-Pinte. 1899 eröffnete hier erstmals eine Schankwirtschaft. Ihr Name lautete Zur Neuen Zeit, doch in Wirklichkeit zog die neue Zeit erst 1971 hier ein. Ferdinand Bobenhausen, ein aus Lippe eingewanderter junger Mann war es, der die Gaststätte in einen ultramodernen Treffpunkt für junge Leute verwandelte – denn Ferdis Pizza-Pinte war Bielefelds erste Studentenkneipe sowie erste Pizzakneipe in einem. Die Pizza war damals ein Novum in Deutschland. Vor allem die Jugend begeisterte sich für diese ebenso fremde wie preisgünstige Speise. Durch Ferdi war sie somit endlich in Bielefeld angekommen. Berühmt wurde der Trendsetter auch durch sein singuläres Live-Musik-Programm. Ob Hamish Imlach, Hannes Wader oder Klaus der Geiger – bei Ferdi wurden Tonträger aufgezeichnet und auch das WDR-Fernsehen kam schon mal hinzu.

“Lieber ein billiges Vergnügen als ein teures Abenteuer” urteilte Dora Hartmann 1993 in dem Gastrobrevier Zwischen Sekt und Selters über Ferdis Pizza-Pinte und zählte die Jahresringe, die Gäste und Gaststube inzwischen angesetzt hatten. Ferdi hatte sich 1987 als Wirt verabschiedet und anderen Ideen zugewandt (z.B. hausgemachte Pasta zum Mitnehmen, womit er seiner Zeit aber leider voraus war), doch als Gast blieb er seiner Pizza-Pinte treu. Und heute? Im Frühjahr 2013 verstarb Ferdi (die NW berichtete mit schönem Foto), und wir besuchen endlich die Pizza-Pinte, um nach Ferdis Geist zu suchen.

Statt wie früher schnodderiges DAB gibt es heute goldenes Rotingdorfer aus dem gleichnamigen Weiler bei Werther. Wenn Ferdi in der Küche arbeitete, deponierte er seine Filterlose im Ascher beim Durchgang zum Tresen. Heute wird unser Herr Sölter, Bielefelds großes Rauchervorbild, zum leisen Rauchen vor die Tür geschickt. Den Vorspeisenteller erwähnen wir nicht, denn den hätte der junge Ferdi nicht verstanden. Auch Tassensoße zum genormten Jägerschnitzel hätten ihn befremdet. Aber was ist mit der Pizza? Sie trumpft bunt und sättingungspotent auf, steht aber mutmaßlich in keiner verwandschaftlichen Beziehung zu Ferdis Urpizza. Wie auch? Allein der Teig, ihn lieferte damals täglich frisch der Bäcker von der Ecke unten an der Bremer Straße. So wandeln sich die Zeiten. Doch eines ist gleich geblieben: nette junge Leute in der Küche und im Service! Schön, so lebt Ferdis Geist weiter.

—> Ferdis Pizza-Pinte, Schmiedestraße 9, 33613 Bielefeld

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Speisen an der Lutter-Aue

Klein, aber fein: Der Lutter-Grill mit Süleyman, Ciran und Gülbahar Kozan

Klein, aber fein: Der Lutter-Grill mit Süleyman, Ciran und Gülbahar Kozan

Lustig sprudelt die Lutter durch den kleinen Grünzug Richtung Altstadt. Vor der Straße “Am Waldhof” verschwindet sie scheu in der Erde. Hier überqueren wir die eilige Straße und lassen uns bei der kleinen Außengastronomie vom Lutter-Grill nieder. Flott zischen Autos vorbei, freundlich passieren Abendspaziergänger, und ein Gast, der den Lutter-Grill gesättigt verlässt, erklärt uns ungefragt, dass es hier lecker sei. Na, dann mal los!

Wer mag, ordert einen kleinen Vorspeisenteller, der variantenreich auftritt. Astrein bedient ist man auch mit dem guten Freund des kleinen Hungers, mit einmal Pommes Mayo: fein im Anbiss und und würzig im Abgang. Bei größerem Appetit raten wir allerdings zum Schnitzel mit Champignonrahmsoße und Pommes. Sehr kompetent trumpft die Mantaplatte auf. Auf einen Schlag befriedigt sie alle animalischen Bedürfnisse. Eine solide Sache ist der Lahmacun-Teller, nicht weniger freundlich als der Dönerteller mit Bauernsalat. Zu loben ist außerdem die farbenfrohe Pizza Lutter. Und wer jetzt noch nicht genug hat, dem soll der Chicken-Salat helfen – freundliche Huhnfetzen mit Salat, Oliven und Dressing.

Wenn man auf diese Weise beim Lutter-Grill komplett durchgesättigt ist, dann kann es passieren, dass man Wirt Süleyman Kozan als großen Menschenfreund erlebt. In uns träufelt der gute Mann jedenfalls wertvollen Raki hinein. Und das gibt 100 Punkte extra (pro Tropfen einen).

—> Lutter-Grill, Waldhof 15, 33602 Bielefeld

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Zu Besuch im Bielefelder Grüngürtel (inzwischen Geschichte)

Der Neue im Heeper Felde: Gartenklausen-Wirt Mario

Der Neue im Heeper Felde: Gartenklausen-Wirt Mario

Die Sonne lockt, da schreiten wir gern aus ins heimische Grün. Wohlwollend durchwandern wir Schrebergärten, mit denen Bielefeld glücklicherweise reich gesegnet ist. Heute treibt uns ein Tipp von Sauerland-Karl zum Kleingärtnerverein “Im Heeper Felde e.V.”, hier habe, so wusste der stadtbekannte Gerneesser zu berichten, ein neuer Wirt die Regie in der Gartenklause übernommen. Und der serviere gediegene Vorspeisenteller. Die Gartenklause hat einen Biergarten, und ihre Gaststube bietet ausreichend Platz für Vereinssitzungen. Einige Gäste sind anwesend und empfangen uns mit fröhlichen Gesichtern. Zweifellos fühlen sie sich hier wohl.

Vorspeisenteller gibt es heute leider nicht. Also freuen wir uns über hübsche Salatteller und zwei schöne Lammkoteletts mit erfrischendem Salat. Alsdann lächelt freundlich die Dorade, in der wir uns akribisch voranessen, bis wir wissen, wie eine Dorade von innen ausschaut. Unser heutiger Gast ist übrigens Sven Halfter, Bielefelds gefragter Frisör für ausgewählte Männerköpfe. Vom Anblick seiner Pizza Gorgonzola zeigt sich der sympathische Figaro entzückt. Ebenfalls mit bestem Sättigungspotential ausgestattet ist die Pizza Tonno. Und die Pizza Margherita sowieso.

Nach dem Abendmahl freuen wir uns auf einen prima Zerhacker. Wirt Mario kann Grappa, aber auf Wunsch auch durchaus Vecchia Romagna, eine Flüssigkeit, die seit 1820 in Bologna destilliert wird und bestens geeignet ist, so dürfen wir feststellen, beschwingt den Heimweg anzutreten.

—> Im Heeper Felde, beschilderter Zugang von der Heeper Straße, Höhe Radrennbahn, 33607 Bielefeld

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Erfreulich hohes Suchtpotential

Bürgen für erstklassige Pizzabackkunst: Nicole Unger und Florian Lüßem am Klosterplatz

Bürgen für erstklassige Pizzabackkunst: Nicole Unger und Florian Lüßem am Klosterplatz

18 lange Jahre war das Pizzaland am Klosterplatz immer eine schöne Adresse für lecker Pizza. Doch nun haben die Betreiber gewechselt. Nicole Unger und Florian Lüßem heißen die Neuen, die Bielefelds kleinste Pizzeria der Welt übernommen haben. Wir sind gespannt, ob sie den guten Standard halten können und lassen uns vor dem Pizzaland nieder. Schöne Tischchen mit lieb karierten Deckchen laden dazu ein, die Abendsonne zu genießen. Ruckzuck sind wir mit Pilsbier versorgt und studieren die umfangreiche Pizzakarte. Sodann fräsen uns einmal quer durch das gediegene Sortiment. Unsere Test- und Lustobjekte sind:

Pizza Hawaii mit Schinken und Ananas • Pizza Sicilia mit Schinken, Champignons, Sardellen und Kapern • Pizza Pikante mit scharfer italienischer Salami und Champignons • Pizza Napoli mit Sardellen, Kapern und Oliven • Pizza Tonno mit Thunfisch und Zwiebeln • Pizza Salami mit leuchtenden Salamischeiben

Wir sind sofort fasziniert: Ja, so geht Spitzenpizza! Knusperdünner Boden, sanft angesuppter Grundbelag, effektiver Wunschbelag. Das ist – wir wählen unser Urteil mit Bedacht – Bielefelder Weltklasse! Entsprechend vorbildlich ist das Suchtpotential. Nach dieser fulminanten Speisung trägt Florian Lüßem schönen Abend-Ramazzotti auf und verrät uns dann einige Pizzaland-Geheimnisse. So haben er und Nicole Unger den Teig in zahlreichen Testreihen immer wieder ausbaldovert und verbessert. Auch präferieren sie frische Zutaten, Dosenpilze haben Hausverbot. Wir sitzen und plaudern mit Blick auf den friedlichen Klosterplatz bis die Nacht Besitz von Bielefeld ergreift. Somit verabschieden wir uns nunmehr von den sympathischen Wirtsleuten und ihrer schönen Pizzaland-Außengastro, jedoch nicht ohne freudig das große Gelübte abzulegen: Bald schon kommen wir wieder – ins Pizzaglücksland!

—> Pizzaland, Mauerstraße 54, 33602 Bielefeld

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