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6 Beiträge mit Schlagwort 'OWL'

Unsere Reise mit Frau Jasmin (Sonderbericht aus Steinhagen)

Sympathisches Steinhagen: Wirt Gerd Tigges mit Servierqueen Doreen & Chefzapferin Silvi

Sympathisches Steinhagen: Wirt Gerd Tigges mit Servierqueen Doreen & Chefzapferin Silvi

Zügig schnurrt die schwarze Limousine durch den jungen Abend. Am Steuer sitzt Frau Jasmin. Mit dem ihr eigenen Charme hat uns die adrett frisierte Dame in ihr geräumiges Kfz verfrachtet, um uns die Friedrichshöhe in Steinhagen zu präsentieren. Die lange Fahrt versüßt sie uns mit erfrischenden Possen, und als wir endlich eintreffen, staunen wir nicht schlecht – die Friedrichshöhe ist ein prächtiges Unikum. Hier ist nichts von der Stange, und es gibt kein Zugeständnis an den Mainstream. Mit Liebe zum Detail wurde die Stube eingerichtet bis daraus ein Museum geworden ist, von dem man unwillkürlich weiß: Hier irgendwo ist der Stairway to Heaven.

Der Laden brummt. Das Publikum zecht und futtert mit Begeisterung. Wir werfen einen Blick in den Billardsaloon, gehen kurz Pipi machen und wechseln dann ein paar Worte mit dem Stammtisch der Offroad- bzw. Enduro-begeisterten Motorradfahrer. Die netten Leute nennen sich Stollenfraktion OWL und passen gut in die Friedrichshöhe. Aber nun ruft Frau Jasmin zum Abendmahl. Verlockend, was die reizende Dame zu bieten hat. Zum Beispiel das kesse ungarische Schnitzel mit lecker Bratkartoffeln. Oder das astreine Pfefferschnitzel mit schöner Tunke und Pommes. Sowie das überzeugende Bauernschnitzel mit gelungenen Bratkartoffeln. Wer heute kein Schnitzel mag, dem empfiehlt Frau Jasmin Hähnchenkram mit Würzsalbe. Auch wenn dieser Teller optisch an die Fast-Food-Plage “Chicken Wings” erinnert, so handelt es sich hierbei in Wirklichkeit um eine solide Fleischspeise, die wir gern weiterempfehlen.

An der Eingangstür war uns sofort eine interessante Tafel aufgefallen. Sie weist die Friedrichshöhe als Unterkunft der Wandergesellen vom “Fremden Freiheitsschacht” aus. Nicht ohne Stolz berichtet uns Wirt Gerd Tigges, dass diese Bruderschaft hier kürzlich ihre Bundesversammlung abgehalten hat. Zweifellos eine großes Lob für sein Haus. Seit 1988 ist er Wirt, und noch heute hat seine letzte Gaststube, die Waldquelle in Bielefeld, einen legendären Ruf. Zu später Stunde lässt Gerd Tigges in väterlicher Fürsorge ein Mischgetränk namens Hot Shot auffahren. Hierzu räkelt sich der italienische Vanillelikör Galliano mit heißem Kaffee im Glas und wird durch ein hübsches Sahnehäubchen gekrönt. Vollendet hält uns Servierfee Steffi die schöne Rutsche Hot Shots unter die Nase – und wir greifen sofort zu. Alsdann verlassen wir gestärkt und mit herzlichem Gruß den gastlichen Ort und legen unser Rückreise-Schicksal vertrauensvoll in die Hände unserer Frau Jasmin – der weltweit einzigen Flaneur-geprüften Chauffeuse.

—> Friedrichshöhe, Kaistraße 48, 33803 Steinhagen

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Eine wunderbare Zeitreise (Sonderbericht aus Steinhagen)

Wer sich wohlfühlen will, begibt sich in ihre Obhut: Hans-Herbert und Waltraut Vollmer

Wer sich wohlfühlen will, begibt sich in ihre Obhut: Hans-Herbert und Waltraut Vollmer

Heute ist ein Glückstag für unseren lieben Stahlbaron, denn vor ihm steht eine Hausmachersülze wie sie sein muss. Natürlich mit köstlichen Bratkartoffeln. Desweiteren lassen wir uns den Glücksbringer Hubertusschnitzel zuführen und vergreifen uns gern an einem Schnitzel nach Schweizer Art. Anschließend ergehen wir uns möglichst rücksichtslos an einer äußerst freundlichen Rindsroulade mit Rotkraut. Wunderbar, dieser inzwischen so selten gewordenen Speise wieder einmal begegnen zu dürfen. Und zum krönenden Abschluss ein Dessert, das bekanntlich immer geht: Eiscreme mit heißen Kirschen und Sahne. Große Zufriedenheit macht sich auch am Nachbartisch breit. Hier speisen Gäste aus Mazedonien, die im Quellental nächtigen.

Aber nun wenden wir uns den Wirtsleuten zu. Dabei wird uns die Ehre zuteil, an ihrem privaten Tisch Platz nehmen zu dürfen. Elegant schenkt Serviererin Megan Filip Eiskaltes ein (schöne Kurze, gefüllt mit gutem altem Steinhäger Urbrannt) während uns die Wirtsleute Margot und Hans-Herbert Vollmer aus ihrem reichen Berufsleben berichten. Ein Familienbetrieb, der von Generation zu Generation weitergegeben wurde und einst aus einem Bauernhof entstanden ist, das ist das Quellental. In den frühen 1950er Jahren wurde es prächtig hergerichtet und ist seither mit Bedacht in genau diesem Stil unverändert erhalten worden. Dann holt Hans-Herbert Vollmer die alten Gästebücher, die wir mit Begeisterung durchblättern dürfen. Einer der unzähligen Einträge (um nur ein Beispiel von hunderten zu nennen) stammt von Uwe Seeler. “Ein lieber Kerl”, erinnert sich Hans-Herbert Vollmer lächelnd. Ja, er hatte sie alle. Kein Star der vergangenen Jahrzehnte, der in Bielefeld und Umgebung zu tun hatte und nicht im Quellental eingekehrt wäre.

Ob großer Saal oder kleine Stuben, das Quellental ist mehr als nur ein elegantes Gasthaus, es ist ein wunderbares Museum, in dem man auch gut essen und trinken darf. Voller Begeisterung lassen wir uns von den Wirtsleuten die vielen verschiedenen Räume zeigen und ihre vielen kleinen Geschichten erklären. Mit leuchtenden Augen zeigt uns Margot Vollmer z.B. das Gastzimmer mit prächtiger Wurzelholzvertäfelung, gefertigt von einem Schiffbauer. Oder die wunderbare Kellnerkleidung aus längst verflossenen Zeiten. Unser lieber Henner lässt es sich nicht nehmen, sie einmal stolz getragen zu haben. Zu später Stunde verlassen wir schließlich voller Glück und Dankbarkeit das Quellental, und wir wissen, dass es ganz sicher nicht unser letzter Besuch gewesen sein wird.

—> Berghotel Quellental, Im Quellental 10, 33803 Steinhagen

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Hamburger-Schmaus in der Bergstadt Oerlinghausen

Klappe30
Smpathisches Oerlinghausen: Tobias, Katja und Lars Sommer

Wenn wir nicht ausgehen, sitzen wir gewöhnlich daheim und studieren eifrig die Systhemtheorie des großen Soziologen Niklas Luhmann. Bekanntlich definiert er die Gesellschaft nicht als bloße Ansammlung von Menschen, sondern als “operativ geschlossenen Prozess der Kommunikation” (Wikipedia). Um der Sache auf den Grund zu gehen, haben wir uns entschlossen, nach Lippe zu reisen, präzise: nach Oerlinghausen – was sich übrigens “Bergstadt” nennt, denn es befindet sich sagenhafte 334 m über dem Meeresspiegel. In dieser schwindelerregenden Höhe hat Niklas Luhmann viele Jahre gelebt, und es gibt hier sogar ein Niklas-Luhmann-Gymnasium.

Durch das Dunkel der Winternacht fräst sich unser Automobil seinen Weg. Im Dorfzentrum angekommen, entdecken wir das Gasthaus “Klappe30, Die II.” Hier kehren wir ein und stellen sogleich fest, dass es super passend ist, heute den fabelhaften Schauspieler Georg Luibl als Sondergast mitgenommen zu haben – denn diese Gaststätte ist komplett mit Filmplakaten durchdekoriert. Rappelvoll präsentiert sich der schmucke Innenraum. An einer enorm langen Tafel sitzen und schwatzen Eltern, deren brave Kinderchen, so erfahren wir mit großem Interesse, das Niklas-Luhmann-Gymnasium besuchen. Ab sofort schauen wir immer wieder verstohlen zu diesem Tisch hinüber, denn wo könnte man besser Luhmanns “operativ geschlossenen Prozess der Kommunikation” in Aktion zu bewundern!

Aah, jetzt servieren die freundlichen Wirtsleute unser Abendmahl. Es gibt Cheeseburger, die nicht nur einen akuraten Eindruck machen, sondern auch sehr schmackhaft sind. Nicht schlecht für eine “Bergstadt”! Aber wir kosten auch vom Flammkuchen, dem unser lieber Gast Georg Luibl beste Geschmacksnoten ausstellt. Nach gemütlich vollzogenem Sättigungsvorgang überrascht uns Wirt Tobias Sommer mit einer fulminanten Lage Melmerrotti. Ein milder Zerhacker, der unser Wohlbefinden dergestalt komplettiert, dass wir sogleich damit beginnen, Oerlinghausen zu besprayen respektive die schönste Ecke in der “Klappe30″. Tja, und so haben wir Tobias Sommer glücklich gemacht – sichtlich glücklich gemacht. Beste Grüße nach Oerlinghausen!

—> Klappe30, Die II., Hauptstraße 30, 33813 Oerlinghausen

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Flaneur-Sache: Ladies Day beim Gerry Weber Open

Gerry_Weber_Open
Tommy Haas und Jo-Wilfried Tsonga im harten Fight: Das Gerry-Weber-Stadion fiebert mit

Als bekannt wird, dass Roger Federer seine Teilnahme am Gerry Weber Open abgesagt hat, brandet eine Woge der Bestürzung durch’s Land. Nun steht für uns fest: Wir müssen uns um “das deutsche Wimbledon” (Neue Westfälische) kümmern. Und welcher Spieltag wäre da besser geeignet, als der Ladies Day!

Als wir ankommen, begrüßt uns sogleich der großartige Anblick eines bestens gelaunten Roberto Blanco. Mit seiner Lady macht er einen entspannten Bummel durch die wimmelnde Buden- und Zeltestadt rund ums Stadion. Ja, hier gibt’s schon was zu sehen und zu staunen. Die Wurst- und Pommesfirma Kleinemas wirbt damit, eine “leckere Bratwurst” anzubieten. Weil wir zur Currywurst gegriffen haben, bitten wir drei besonders nette Damen um Testunterstützung. Jedes Jahr, so erfahren wir hochinteressiert, reisen sie aus Osnabrück an, um beim Gerry Weber Open eine leckere Bratwurst zu verspeisen (und wenn sie dann schon mal da sind, schauen sie sich auch das Turnier an). Die Bratwurstfachfrauen Gertrud Buschermöhle, Hannelore Wischemeyer, Hannelore Bange bestätigen uns, dass die hier angebotene Wurst von besonders guter Geschmacksqualität ist. Beruhigt geht’s weiter zum Getränkestand. Die Currywurst will geschwämmt werden. Und da sind wir auch schon bei Familie Nienhüser, denen unserer ganz besonder Dank gilt. Vater, Mutter, Tochter und Nichte haben mit ihrem Biermobil extra den weiten Weg aus Melle gemacht, um uns den ganzen Tag mit leckerer Meisel’s Weisse zu versorgen. Auch der sensible Transport vom Zapfhahn zum Flaneure-Tisch klappt ganz vorzüglich.

Von der Meisel-Bierbude der Familie Nienhüser haben wir einen tiptop Ausblick auf die Showbühne, wo Schmitti sein Killer-Quiz durchzieht. Auch so manches große Tier kann er hier begrüßen. Am Ende prämiert er die Damengruppe mit den ausgefallensten Hüten. Den fröhlichen Siegerinnen haben wir natürlich persönlich gratuliert. Tja, und dann ist es endlich soweit. Das, worauf der Ladies Day so lang warten musste, wird endlich Wirklichkeit: Ohne Dich schlaf’ ich heut’ Nacht nicht ein schallt live durch den ostwestfälischen Himmel. Die Münchener Freiheit ist da und gibt den Ladies, was die Ladies brauchen. Da bleibt kein verträumter Seufzer ungeseufzt. Und selbst uns geht der smarte Rhythmus ins Blut. Unsere Hüften beginnen extatisch zu schwingen. Liegt’s am Meisel? Liegt’s an der Münchener Freiheit? Wir wissen es nicht, denn wir haben uns in ostwestfälische Trance getanzt. Rückkehr frühstens in 48 Stunden.

—> Gerry-Weber-Stadion, Weststraße 16, 33790 Halle/Westfalen

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Brauerei Rotingdorf (Sonderbericht aus Werther/Westf.)

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Gut gelaunter Bierbrauer: Michael Zerbst mit seinem Hausgetränk neben dem Braukessel

Immer auf der Suche nach gutem Bier und anderen Abenteuern haben wir heute Bielefeld verlassen und sind in den Kreis Gütersloh gereist. Werther ist unser Ziel, das allerdings größer zu sein scheint, als wir bisher geahnt hatten. Weit hinter dem Ortskern, rechts ab in die Landschaft, und dann noch ein paar Kurven – gut, dass wir ein Navi an Bord haben. Ein ostwestfälischer Gutshof empfängt uns, dann meldet sich der Hofhund und schließlich Michael Zerbst, der Brauer mit der Goldenen Hand. Im Freundeskreis ist einst die Idee für seine Brauerei entstanden, und nun fließen monatlich diverse tausend Liter lecker Rotingdorfer durch ostwestfälische Kehlen.

Bereitwillig und anschaulich schildert Michael Zerbst die ganze Geschichte dieser außergewöhnlichen Brauanstalt. Eine Wohngemeinschaft für ältere Menschen hat der Verein Lebensbaum in den 90-er Jahren hier geschaffen, und die ist bis heute aktiv. Michael Zerbst lässt zu unserem Vergnügen manche hübsche Geschichte einfließen, die das Leben mit den Älteren ihm geschenkt hat. Zum Beispiel die Geschichte von Frau von Mannstein, der Streitaxt und dem Hahn, der nicht geköpft werden wollte. Und als eines Tages Wildschweine über offenem Feuer gegart wurden – deren Felle übrigens heute als stille Dekoration von der Wand auf die Gäste hinabschauen – fehlte zur Komplettierung der deftigen Atmosphäre das selbstgebraute Bier. Von dieser Einsicht bis zur heutigen Produktion war es ein weiter Weg, aber ein schließlich erfolgreicher.

Für uns gibt’s heute keinen Wildschweinbraten, sondern frisch geräucherte Lachsforellen, die im benachbarten Halle aufgewachsen sind und vom Chef persönlich für uns seziert werden. Für einen reibungslosen Ablauf des Zapfbetriebes sorgt seine Schwester Gaby, so dass wir immer einen guten Schluck Bier im Anschlag haben. Unsere Ohren werden ganz groß als wir hören, dass Michael Zerbst an die Herstellung von Single Malt Whisky denkt. Ein eigener Brunnen, der jetzt schon die Bierbrauerei mit besonders weichem Wasser versorgt, ist vorhanden. Single Malt Whisky aus Werther in Westfalen – das klingt solide!

Dann der Rundgang durchs Brauereigelände. Besonders beeindrucken uns natürlich die großen Tanks: Der durstige Helmut und die dicke Bertha stehen bräsig im Hof und warten auf eine neue Füllung. Im Hintergrund lümmeln sich allerlei Kleinfässer. Kein Zweifel, diese Brauereibesichtigung ist ein gelungener Abend. Daher übereichen wir Michael Zerbst unser Siegel Flaneur-geprüfte Brauerei und rufen fröhlich aus: Prost Rotingdorfer, Dich sehen wir wieder!

—> Brauerei Rotingdorf, Rotingdorfer Straße 10, 33824 Werther

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