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18 Beiträge mit Schlagwort 'Kesselbrink'

Unser lieber Wochenmarkt auf dem Kesselbrink

Nur noch bis Ende Mai wohnt der beliebte Wochenmarkt auf dem Kesselbrink, dann muss er  
während der Neugestaltung des Platzes samstags auf den eingemauerten Neumarkt ausweichen. 
Ein guter Anlass, dem Goldstück am Kesselbrink eine recht zufällige Fotohommage zu widmen.  

Fischfreunde aus Wilhelmshaven schwören auf den Bielefeld-Fisch
Sind extra aus Wilhelmshaven angereist: Sachkundige Fans des guten Kesselbrink-Bratfischs
Sie betonen: “Schmeckt besser als bei uns in Wilhelmshaven! Dafür kommen wir gern wieder.” 

Die Frau mit den großen Broten: Elke Imrecke
Ist extra aus Melle angereist: Elke Imrecke, die freundliche Dame mit den dicken Biobroten.  
Glücklicherweise verkauft sie ihre Biobackwaren auch an Personen ohne Birkenstock-Sandalen. 

Wurst und Fleisch: Rudi Mödebeck mit Martina (links) und Maryann
Sind extra aus Hilter angereist: Traditionsfleischer Rudi Mödebeck mit Martina und Maryann.  
Sie verwöhnen mit wunderbaren Köstlichkeiten, wie dem stets bezaubernden Schwartemagen.  

Bleibt immer auf dem Teppich: Ronald Lange
Ist extra aus Münster angereist: Ronald Lange mit seinem geheimnisvollen Teppichreiniger. 
Seine Produktpräsentation ist wunderbare Old School, die leider vom Aussterben bedroht ist. 

Die Rossfreunde Thomas Ortmann und Günther Mecke-Raabe
Sorgen für den Erhalt einer Bielefelder Tradition: Thomas Ortmann und Frank Mecke-Raabe. 
Ein Marktbesuch ohne ihre köstlichen Rossfleischprodukte ist wie Ostern ohne dicke Eier. 

Garantieren frischen Fisch: Sohn Anuraja und Vater Somasunderam Thevaraja
Bringen liebe Fische von der Heeper Straße mit: Sohn Anuraja & Vater Somasunderam Thevaraja. 
Wochentags betreibt der Vater ein Fischlokal und der Sohn studiert Wirtschaftsinformatik.  

Hat den würzigen Käse: Kurt Rixe
Ist extra aus Leopoldshöhe angereist: Kurt Rixe, der Wochenendfachmann für alle Käsefragen. 
Er hat die heimischen und die internationalen sowie die sanften und die würzigen Käsesorten. 

Versorgt Bielefeld mit Gemüse: Mehmet Gel mit Tomaten, Paprika und Pilzen
Ein Bielefelder versorgt Bielefeld mit Gemüse: Mehmet Gel ist normalerweise immer in Aktion
An seinem Stand kriegen wir alles: die dicken Melonen, die kleinen Tomaten, die zarten Pilze. 

Der Mann mit dem total grünen Daumen: Antonius Lohmann
Ist extra aus Langenberg angereist: Antonius Lohmann, der Mann mit dem grünen Daumen. 
Bei ihm finden wir stets ein paar feine Schnittblumen für unsere reizenden Gattinnen. 

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In der Werkstatt von Petra Dimitriadou

Zuverlässigkeit und gute Arbeit: Petra Dimitriadou in ihrer Änderungsschneiderei

Zuverlässigkeit und gute Arbeit: Petra Dimitriadou in ihrer Änderungsschneiderei

Die Jacke klemmt? Der Rock ist zu lang? Die Hose zu eng? Zum Glück wohnt eine gute Fee zwischen Ostmannturm und Kesselbrink. Sie heißt Petra Dimitriadou und betreibt seit 10 Jahren eine Änderungsschneiderei an der August-Bebel-Straße. Das Schneidern hat sie schon als junge Frau in Griechenland gelernt, wie ein Diplom an der Wand in ihrer Werkstatt verrät. Damals arbeitete sie in einer Fabrik, die für namhafte deutsche Marken tätig war. Als die dann aber in der Türkei abwanderte, weil dort die Löhne noch niedriger waren, wurden plötzlich hunderte Frauen in ihrer Stadt arbeitslos. Daher machte sich Petra Dimitriadou auf die Suche nach Arbeit, und so kam sie nach Bielefeld. Heute betreibt sie hier nicht nur die erfolgreiche Änderungsschneiderei, sondern arbeitet außerdem seit 10 Jahren mit Begeisterung drei Abende pro Woche als Köchin in „Ferdis Pizzapinte“. Petra Dimitriadou ist Großmutter und findet trotz der vielen Arbeit noch Zeit für die Enkel. Aber das ist für sie selbstverständlich. Ebenso selbstverständlich ist für die fleißige Frau, dass sie unsere Änderungswünsche termingenau ausgeführt hat. Die Hosen passen jetzt wieder, Petra Dimitriadou sei Dank!

—> Änderungsschneiderei Petra, August-Bebel-Straße 80, 33602 Bielefeld

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Frau Özden wartet auf den Oberbürgermeister (inzwischen Geschichte)

Eiscafé Costa Paradiso

Yildiz Özden umrahmt von den Gästen Gülistan Kraman & Horst Buntin

Hilfesuchend hatte sich Yildiz Özden letzte Woche an Oberbürgermeister Peter Clausen gewandt. Ihr Eiscafé Costa Paradiso, so hatten ihr städtische Mitarbeiter erklärt, müsse am 1. September geschlossen werden. Der Umbau des Kesselbrinks mache das notwendig. Was Frau Özden aber nicht verstand: Warum jetzt schon schließen, wenn bis zum Beginn des Umbaus noch diverse Monate vergehen sollen??? Mit den Unterschriften von 140 zufriedenen Kunden (“Für den Erhalt des Eiscafés!”) war die wackere Frau letzte Woche unangemeldet beim OB erschienen und hatte ihn um einen Aufschub des Rauswurfs gebeten. Clausen bekundet Verständnis und versprach, sich bis heute (31.08.) zu melden. Tja, leider ist nichts daraus geworden. Daher wartet Yildiz Özdem immer noch – und wird ihr Eiscafé weiterhin geöffnet halten. Das freut die zahlreichen Stammgäste, die das Eiscafé gern nutzen. Und Frau Özden muss nicht zum Arbeitsamt gehen.

P.S.: Wir mögen dies Eiscafé allein schon deshalb, weil wir hier seinerzeit eine prima Pressekonferenz abgehalten haben.
Sie werden sich gewiss an den Anlass erinnern: Wir vermittelten damals ein Bielefelder Speibecken in die Schweiz.

—> Eiscafé Costa Paradiso, Friedrich-Verleger-Straße 11, 33602 Bielefeld (Kesselbrink, am Taxistand)

Update, 01.09.: Die Ungewissheit hat Yildiz Özden fast die ganze Nacht nicht schlafen lassen. Wenn ihr nicht alle Stammgäste gut zugeredet hätten, auch heute das Eiscafé wieder zu öffnen, hätte sie vielleicht nicht die Kraft dazu gehabt. Und heute am frühen Morgen kam dann der Anruf eines Sachbearbeiters aus dem Rathaus: Fristverlängerung bis zum 19.09.

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Wo Bielefeld zu sich selbst findet: Unser Kesselbrink

Kesselbrink3
Glück & Glanz unserer Stadt begrüßen den Fremden stets vorbildlich am lieben Kesselbrink

Das Wahrzeichen Bielefelds ist zweifellos der eindrucksvolle Kesselbrink. Doch heute wollen wir uns der Sparrenburg zuwenden. Dieses Gebäude ist schon sehr alt, dennoch blieb es bis heute – toi, toi, toi! – von Abbruchplänen verschont. Stets ist die Sparrenburg ein besonders rühriger Ort des Bielefelder Familienlebens gewesen. Niemand weiß, wie viele Hochzeiten hier schon gefeiert wurden (Speisetafel im blauen Saal), wie viele Kinder hier gezeugt wurden (Buschwerk an den Burgmauern) und wie viele Ehestreitigkeiten hier ein jähes Ende fanden (37 m hoher Turm). Seit Jahrhunderten ist es Hauptaufgabe der Sparrenburg, dafür zu sorgen, dass die Bielefelder als Höhepunkt des Sonntagspaziergangs ein lecker’ Eis schlecken können. Das kauft man sich am Burgbüdchen und lässt dann den meditativen Eisesserblick über die Stadt gleiten. Natürlich gern in dem Bewusstsein, dass Bielefeld (Grundfläche: stolze 257,8 km²) größer ist als Paris (magere 105,4 km²). Eine Tatsache, die immer noch von vielen Parisern bezweifelt wird – quo vadis deutsch-französische Aussöhnung? An jedem letzten Aprilwochenende ist die Sparrenburg manischer Zielpunkt einer Schar von Hyperaktiven. Fluchtartig verlassen sie Detmold, verzichten dabei auf PKW oder ÖPNV und kennen nur ein Ziel: Die Sparrenburg sehen und sterben! Dazu gibt es sogar einen Roman, Titel: Tödlicher Hermannslauf. Er hat viel Freude ausgelöst, denn Hermannsläufer sind stets fröhliche Menschen. Schelmische Sportfunktionäre hatten sich sogar den Spaß ausgedacht, das Buch verbieten zu lassen. Aber sie zogen ihre Klage wieder zurück – am 1. April. Besonders gern erinnert man sich im Burg-Restaurant an das Glanzlicht der gesamten Burgexistenz. Im April 2008 versammelten sich hier die Verehrer von Donald Duck zum Donaldisten-Kongress. Die Donaldisten-Hymne hallt noch heute im Gestühl der Burg wider und gibt Bielefeld Kraft bei den Bemühungen um eine Städtepartnerschaft mit Entenhausen.

—> Quellennachweis: Das prächtige Kesselbrink-Foto verdanken wir unserer Touristinformation, hier wird das Foto für kleines Geld als Ansichtskarte verkauft

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Herr Firat hat den Ocakbaşı nach Bielefeld gebracht (inzwischen Geschichte)

Firat
Bielefelder Trendsetter: Güner Kizilpınar, Wirt Mehmet Firat, Mustafa Gökçek

Vor ein paar Jahren ging’s los. Eine türkische Futterkrippe nach der anderen hängte sich ein Schild mit der Aufschrift “Ocakbaşı” über die Tür. Macht sich hier, grübelten wir, ein Monopolist mit Namen Ocakbaşı breit? Aber nein, ließen wir uns aufklären, Ocakbaşı heißt nix weiter als “Holzkohlegrill”, und alle Döner-Stuben rüsteten halt grillmäßig nach. Wer aber war die Nummer eins? Wissen Sie es? Bitte einen Tusch für Mehmet Firat, den Bielefelder Trendsetter! Vor sechs Jahren ließ er sich mit seinem Firat-Grill am Kesselbrink nieder und setzte dort den ersten Bielefelder Ocakbaşı unter einer schmucken Messingglocke in Gang. Höchte Zeit, dass wir dem Trendsetter einen Besuch abstatten.

Der Kesselbrink empfängt uns mit schönster Abendsonne, und vor dem Firat locken Tisch & Stühle. Wir lassen uns nieder, bestellen möglichst viel Efes-Bier und die bunte Speisekarte einmal quer. Ja, Bielefeld kann manchmal richtig romantisch sein. Schon bald biegt sich unser Tisch unter der Last der Speisen und Getränke. Serviermeister Mustafa Gökçek hat gut was zu laufen mit unseren Wünschen. Ob Tagesgericht (hübsch würzig), Dönerteller (hübsch saftig) oder Spießgegrilltes (hübsch fleischig) – alles mundet vorzüglich. Und für Unterhaltung sorgt unser Kesselbrink auch. Mal quietschen wilde Autos aufgeregt um uns herum, mal richten Megaphon-Besitzer ebenso launige wie sinnlose Durchsagen an Passanten – immer was los hier.

Und dann bitten wir den Wirt an unseren Tisch. Mehmet Firat ist gastfreundlich, nimmt sich Zeit für uns und beantwortet geduldig all unsere Fragen (“Unseren Döner machen wir selbst.”). Am Ende erhalten wir Aufklärung über die Herkunft des Kebab (“Kebab stammt original aus der Osttürkei.”), eine Einladung ins Firat-Kühlhaus (“Hier ist alles sauber und frisch. Möchten Sie mal unser Kühlhaus sehen?”) sowie eine sehr interessante Einführung in die Philosophie der Aleviten (“Als erstes kommt der Mensch. Dann erst Politik oder Religion.”). Just als wir Mehmet Firat unser Flaneur-Siegel überreichen, treffen Frau Gabika und Herr Oscar ein, die uns als bekennende Firat-Stammgäste sofort bestätigen, dass man hier bestens speisen kann. Dabei zählt Oscars Lob sogar doppelt, denn als erfahrener Küchenmeister der beliebten Kantine des IBZ ist er schließlich vom Fach. Somit rufen wir zum Abschied gern: Vivat Firat!

—> Firat Ocakbaşı, Friedrich-Verleger-Straße 9, 33602 Bielefeld

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