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9 Beiträge mit Schlagwort 'Kaufleute'

Grosse Bielefelder Zweiradtradition

Bielefelds Spezialisten für alles, was zwei Räder hat: Dominik Janßen, Arno Spörke sowie Sabine und Friedrich Holtkämper

Bielefelds Spezialisten für alles, was zwei Räder hat: Dominik Janßen, Arno Spörke sowie Sabine und Friedrich Holtkämper

Einst bevölkerten diverse Fahrradfabriken die Bielefelder Innenstadt. Bis hinein in diese längst verflossene Zeit reichen die familiären Wurzeln von Zweirad Holtkämper. An der Bleichstraße gründete der Großvater vor gut 80 Jahren die Fahrradfabrik Preston, sie wurde zur Geburtsstätte des Fachgeschäfts mit Werkstatt, das inzwischen schon über 60 Jahre am Kesselbrink lebt. Hier hat vor einigen Jahren der Vater das Geschäft an den Sohn übergeben und dessen Frau passt auf’s Geld auf – ganz so wie es sich für einen Familienbetrieb gehört. Und natürlich ist Holtkamp senior weiterhin in den laufenden Betrieb integriert.

Das Familiäre bezieht sich offenkundig auch auf die anderen Beschäftigen, so haben die Zweiradmechaniker Dominik Janßen und Arno Spörke ihre berufliche Laufbahn als Lehrlinge bei Holtkämper begonnen und wurden nach erfolgreicher Lehre als Gesellen übernommen. Aber auch die Kunden fühlen sich hier wie zu Hause. Ob im Verkaufsgespräch bei der Suche nach einer geeigneten Lenkradtasche oder bei der Auswahl eines nagelneuen Pedalkraftfahrzeuges, immer erhält man eine persönliche Beratung, die kein Internetshop bieten könnte.

Wenn unsere Fahrräder mal malad sind, dann geben wir sie gern in die Hände der Notaufnahme Holtkämper. Zügig werden hier die notwendigen OPs durchgeführt und anschließend surren sie spürbar frischer und flotter durch die Stadt. Aber auch PS-getriebene Zweiräder werden hier operiert oder verkauft. Vielleicht legen wir uns ja mal einen schicken Vespa-Roller zu? Wer weiß …

—> Zweirad Holtkämper, Heeper Straße 26 (beim Kesselbrink), 33607 Bielefeld

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Die Einladung des Herrn Sölter

Das nette Getränk in der Hand, die feine Suppe auf dem Herd: Typisch Herr Sölter

Das nette Getränk in der Hand, die feine Suppe auf dem Herd: Typisch Herr Sölter

Heute können wir Ihnen leider keinen gastronomischen Erlebnisbericht präsentieren, und das kommt so: Kürzlich outete sich ein gewisser Mark Sölter als aufrechter Sympathisant der Bielefelder Flaneure und bat höflich darum, uns zu sich nach Hause einladen zu dürfen. Mit ehrlichen Augen versprach er, sowohl reichlich Erfrischungsgetränke vorzuhalten, als auch eine feine Suppe auszuteilen. Die Suppe werde uns nicht nur massiv sättigen, sondern unsere Gaumen auch vor Glück jauchzen lassen. Das eigenwillig geformte Brot für die Suppe könne ja, so schlug Herr Sölter vor, unser Henner für ein schönes Erinnerungsfoto präsentieren und anschließend in tischfertige Stücke schneiden. Da Herr Sölter als erfolgreicher Kaufmann der Altstadt natürlich in der Bielefelder Altstadt wohnt, lockte er außerdem mit einem fulminanten Abendblick, den man von seinem Balkon auf die Altstadt habe. Hier sei ja bekanntlich immer was los – vor allem nach 22 Uhr. Und als goldene Krönung offerierte uns Herr Sölter dann noch einen nachhaltigen Privatunterricht an seinem heimischen Spielautomaten.

Sie werden verstehen, dass wir diese Einladung nicht abschlagen konnten, sondern nun kleine Gastgeschenke (Getränke von der Nordseeinsel Borkum) einpacken und uns voller Vorfreude auf den Weg zu Herrn Sölter machen. Aber keine Sorge: Bald finden Sie hier wieder einen neuen Flaneur-Bericht in gewohnter Manier. Versprochen.

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Unser lieber Wochenmarkt auf dem Kesselbrink

Nur noch bis Ende Mai wohnt der beliebte Wochenmarkt auf dem Kesselbrink, dann muss er  
während der Neugestaltung des Platzes samstags auf den eingemauerten Neumarkt ausweichen. 
Ein guter Anlass, dem Goldstück am Kesselbrink eine recht zufällige Fotohommage zu widmen.  

Fischfreunde aus Wilhelmshaven schwören auf den Bielefeld-Fisch
Sind extra aus Wilhelmshaven angereist: Sachkundige Fans des guten Kesselbrink-Bratfischs
Sie betonen: “Schmeckt besser als bei uns in Wilhelmshaven! Dafür kommen wir gern wieder.” 

Die Frau mit den großen Broten: Elke Imrecke
Ist extra aus Melle angereist: Elke Imrecke, die freundliche Dame mit den dicken Biobroten.  
Glücklicherweise verkauft sie ihre Biobackwaren auch an Personen ohne Birkenstock-Sandalen. 

Wurst und Fleisch: Rudi Mödebeck mit Martina (links) und Maryann
Sind extra aus Hilter angereist: Traditionsfleischer Rudi Mödebeck mit Martina und Maryann.  
Sie verwöhnen mit wunderbaren Köstlichkeiten, wie dem stets bezaubernden Schwartemagen.  

Bleibt immer auf dem Teppich: Ronald Lange
Ist extra aus Münster angereist: Ronald Lange mit seinem geheimnisvollen Teppichreiniger. 
Seine Produktpräsentation ist wunderbare Old School, die leider vom Aussterben bedroht ist. 

Die Rossfreunde Thomas Ortmann und Günther Mecke-Raabe
Sorgen für den Erhalt einer Bielefelder Tradition: Thomas Ortmann und Frank Mecke-Raabe. 
Ein Marktbesuch ohne ihre köstlichen Rossfleischprodukte ist wie Ostern ohne dicke Eier. 

Garantieren frischen Fisch: Sohn Anuraja und Vater Somasunderam Thevaraja
Bringen liebe Fische von der Heeper Straße mit: Sohn Anuraja & Vater Somasunderam Thevaraja. 
Wochentags betreibt der Vater ein Fischlokal und der Sohn studiert Wirtschaftsinformatik.  

Hat den würzigen Käse: Kurt Rixe
Ist extra aus Leopoldshöhe angereist: Kurt Rixe, der Wochenendfachmann für alle Käsefragen. 
Er hat die heimischen und die internationalen sowie die sanften und die würzigen Käsesorten. 

Versorgt Bielefeld mit Gemüse: Mehmet Gel mit Tomaten, Paprika und Pilzen
Ein Bielefelder versorgt Bielefeld mit Gemüse: Mehmet Gel ist normalerweise immer in Aktion
An seinem Stand kriegen wir alles: die dicken Melonen, die kleinen Tomaten, die zarten Pilze. 

Der Mann mit dem total grünen Daumen: Antonius Lohmann
Ist extra aus Langenberg angereist: Antonius Lohmann, der Mann mit dem grünen Daumen. 
Bei ihm finden wir stets ein paar feine Schnittblumen für unsere reizenden Gattinnen. 

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Wo Gymnastiklehrer in spe ihre Pause veredeln

Immer freundlich, immer nett: Andrea Naji und Heidi Krüger

Immer freundlich, immer nett: Andrea Naji und Heidi Krüger

Uns lockt ein Laden mit Backwaren an. “Back-Express” heißt er, doch – so stellen wir sogleich erleichtert fest -  hier geht es nicht um Höchstgeschwindigkeit, sondern um Freundlichkeit und Gemütlichkeit. Gemütlich wählt der Gast seine Speisen aus, und freundlich bedienen ihn die versierten Thekenkräfte Andrea Naji und Heidi Krüger. Erfreut notieren wir, dass es hier alles gibt, vom Frühstück (Croissant oder Kaffee) über den Mittagstisch (Spiegelei oder Kartoffelpuffer) bis zur Nachmittagspause (Mohnstreifen oder Nussecke). Heidi Krüger (schon sieben Jahre fleißig dabei) und Andrea Naji (wischt klaglos unsere verschüttete Cola auf, so dass uns unsere Tölpelei doppelt peinlich ist) beantworten gern Fachfragen zur Nahrungsmittelauswahl. Wer mag, kann die ausgewählten Speisen gleich hier einnehmen, denn eine schmucke Sitzecke lädt zum Verweilen ein. Und im Sommer gibt es auch draußen eine kleine Sitzgelegenheit. Insgesamt können wir bezeugen: Die Freundlichkeit von Heidi Krüger und Andrea Naji ist nicht künstlich auf einem Motivationslehrgang antrainiert, sondern sie ist echt. Kein Wunder also, wohin man schaut, sieht man zufriedene Kunden. Zum Beispiel die angehenden Gymnastiklehrer Daniel, Paul, Nico und Fabian. Wenn ihre Sportschule Pause hat, joggen sie einmal quer über die August-Bebel-Straße, um sich im Back-Express was Feines auf die Kralle zu holen. “Schmeckt gut hier!” betonen sie auf Nachfrage im Chor und naschen pro Person und Pause bis zu vier Teilchen in sich rein. Tja, Sport braucht Kalorien. Gut, dass es den Back-Express gibt!

—> Bielefelder Back-Express, August-Bebel-Straße 30B, 33602 Bielefeld

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Gute Kappen für die Bootstour (Sonderbericht aus Como)

Flaneur-Ausstatterin Daniela Rossini erscheint ein guter Geist

Flaneur-Ausstatterin Daniela Rossini erscheint ein guter Geist

Am herrlichen Comer See hat auch die Herbstsonne noch gehörig Kraft, außerdem weht ein zwar sanfter, aber beständiger Wind. Zwei gute Gründe, sich fesche Mützen für die geplante Bootstour zu besorgen. Und sogleich ist uns das Glück hold, denn kurz vor Comos Altstadt entdecken wir ein sehr einladendes Hutgeschäft, dem offensichtlich mentale Eleganz innewohnt. Die schlanken Schaufenster, wie auch das angenehme museale Interieur strahlen den Glanz einer Zeit aus, in der es selbstverständlich war, dass sich die Läden auf ihr spezielles Fachsortiment konzentrierten.

Daniela Rossini heißt die nette Inhaberin dieses herrlichen Kleinods und sie erweist sich sofort als perfekte Fachfrau. Orientiert an unseren Wünschen zaubert sie reichlich Auswahl aus ihren Schubfächern und Vitrinen hervor. Und mit einem einzigen Blick erfasst die erfahrene Huthändlerin unsere Kopfgrößen. Sehr schnell haben wir prächtige und perfekt sitzende Kappen gefunden. Übrigens alles ebenso bezahlbare wie hochqualtitative Ware mit dem Siegel “Made in Italy”.

Als wir Signora Rossini zur Geschichte ihres eleganten Ladens befragen, steigert sich das Leuchten ihrer dunkelbraunen Augen nicht unerheblich. Der Urgroßvater, so berichtet sie mit berechtigtem Stolz, habe ihn 1897 eröffnet, seither sei er von Generation zu Generation weitergeben worden. Wir sind also tatsächlich in einem Museum gelandet. Mit herzlichem Handschlag verabschieden wir uns von Signora Rossini und freuen uns sehr, sie kennengelernt zu haben. Und unsere neuen Kappen freuen uns nicht minder – See, wir kommen!

–> Cappelleria Rossini, Via Milano 102, 22100 Como, Italien

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