(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)

10 Beiträge mit Schlagwort 'Italien'

Am Neumarkt erstrahlt die Sonne des Südens

Klasse Gastgeberinnen: Jasmin Öktem und Wirtin Vincenza Sgarriglia

Klasse Gastgeberinnen: Jasmin Öktem und Wirtin Vincenza Sgarriglia

Bald wird unsere Stadtbibliothek umgesiedelt. Weg vom Stadtzentrum, hin zum chronisch verwaisten Neumarkt. Viele Leute sorgen sich, was dann aus der Stadtbibliothek werden soll. Doch nun gibt es Hoffnung! Denn nun hat sich Vincenza Sgarriglia mit ihrem schmucken Ristorante “Sole del Sud” am Neumarkt niedergelassen. Man darf also hoffen, dass viele ihrer Gäste auch die Stadtbibliothek besuchen werden. Doch vorher besuchen wir Vincenza Sgarriglia.

Eine kleine, aber feine Gaststube empfängt uns, die mit einer extrabreiten Fensterfront veredelt ist. Hier sitzt jeder Gast in der ersten Reihe. Als erstes führt uns Vincenza eine sehr gelungene Saltimbocca zu. Unser Lob erklingt hell und einstimmig. Nicht minder schmackhaft gebärdet sich die Penne con Salsiccia. Na, und erst die Dorade, sie lässt jeden Fischfreund jauchzen: So lieb und lecker! Als nicht nur hübsch würzig, sondern auch als gute Sattmacher entpuppen sich die Pizza mit Sardellen und Kapern sowie die Salamipizza.

Nach diesem Fest der Völlerei müssen wir erstmal durchatmen und lassen uns eine schöne Grappa servieren. Alsdann erscheinen Vincenza und ihre behende Helferin Jasmin unaufgefordert mit einer fröhlichen Panna Cotta, die sich als äußerst nachhaltige Erfrischung der Seele entpuppt. Was nicht ohne Folgen bleibt – unser lieber Henner hat durch die entzückende Speise ungeahnte Kräfte gewonnen, die er sofort in ausdauernde Stuhljonglage umsetzt. Wollen auch Sie neue Kräfte tanken? Dann raten wir dringend zum Besuch vom Ristorante “Sole del Sud”. Und bitte grüßen Sie Vincenza und Jasmin von uns.

–> Sole del Sud, Neumarkt 11 – 13, 33602 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Mit der Weltpresse bei Giuseppe Muratore

Investigativer Journalismus in Vollendung: Tim Donsbach am Tisch der Flaneure

Investigativer Journalismus in Vollendung: Tim Donsbach am Tisch der Flaneure

Gestern Abend: Wir sitzen im Biergarten der lieblichen Altstadt Gastronomie “Zum Raben” – wie immer, wenn wir unterwegs sind, inkognito. Und wer spürt uns auf? Tim Donsbach, das Rundfunk-Urgestein, der beste Mann von Radio Bielefeld. Erst sind wir verhalten, geben ausweichende Antworten, aber dann gewinnt der grundsympathische Mann schnell unser Vertrauen mit seinen pfeilgenauen Fragen (“Könnt’ ich noch’n Bier haben?”), so dass wir ihm alles offenbaren, was das Flaneur-Handwerk zu bieten hat.

Wirt und Koch Giuseppe Muratore zaubert in der Küche unterdessen ein Speisensortiment nach SEINER Wahl. Wir haben keine Ahnung, was er uns kredenzen wird, wir haben uns ihm völlig ausgeliefert. Und dann serviert Elena Muratore auch schon die ersten Köstlichenkeiten. Eine Bruschetta, von seltener Geschmacksfülle. Ein Vitello tonnato, das selbst den Göttern munden würde. Und ein Carpaccio von ganz besonderer Kraft. Traumhaft auch die Crevette alla Taormina, sie erfrischt herrlich. Soweit die Vorspeisen. Nun kommt die Pasta – und zwar als Großfamilie! Ein Pastateller schaut herrlicher aus als der andere, und alle schmecken wunderbar! Natürlich dürfen auch die Gnocchi nicht fehlen, denn sie sind bestens gelungen.

Als erfrischenden Nachtisch serviert Thomas Miesczak ein Sorbetto al Limone, das den Hochgenuss des Abends vollendet abrundet. Auch hier überlassen wir Tim Donsbach nicht seinem Schicksal, sondern unser Henner schult ihn nachhaltig beim Trinkgenuss. Am Ende besiegelt Giuseppe Muratore unser Glück mit köstlichen Zigarrren und einer sizilianischen Grappa. So geht ein wunderschöner Abend langsam zu Ende, und für Tim Donsbach, das spüren wir genau, war es der schönste Abend seines Lebens. Tja, sowas kann passieren, wenn man sich zu den Flaneuren an den Tisch setzt.

—> Zum Raben, Obernstraße 27, 33602 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Unser Bielefelder Lieblings-Rabe

Immer nett: Wirt und Koch Giuseppe Muratore mit den Servicedamen Lidia und Maria

Immer nett: Wirt und Koch Giuseppe Muratore mit den Servicedamen Lidia und Maria

Heute haben wir uns im geräumigen Biergarten der Altstadt-Gastronomie “Zum Raben” breit gemacht. Bis die Speisen kommen erhalten wir als nettes Unterhaltungsprogramm sensible Würzbutter mit Brot. Aber schon bald wird es ernst. Als köstlich erweisen sich die Spaghetti mit Austernpilzen sowie ein üppiger Salat, der alles hat, was Herz und Gaumen wünschen. Ebenfalls fällt als schmackhaft auf die Nummer 34 (den lukullischen Namen recherchieren Sie bitte selbst nach, er ist uns entfallen). Groß und knusprig nährt die Thunfischpizza den hungrigen Gast. Schlimm: Vor lauter Schmatzerei versäumen wir, die Lasagne fotografisch zu dokumentieren. Aber wir bezeugen gern, dass sie bestens gelungen ist.

Im weiteren Verlauf des schönen Abends erweist sich Wirt Giuseppe Muratore als ein Mann mit großem Herzen, denn mit beispielhafter Hingabe präsentiert er uns seine flüssigen Schätze. Dazu zählt z.B. ein leichtes Abendgetränk, der Likör Montenegro aus Bologna. Schon beim Ausschank hinterlässt er einen goldenen Eindruck und mundet anschließend wohlig. Mit fortgeschrittener Zeit gilt dann die Parole “Süßer die Glocken nie klingen”: Ein wiederholtes Grappa-Prosit erklingt in froher Runde und wir danken dem Wirt und seinen Servicedamen gern und ausdrücklich für den gelungenen Abend. Bei all diesen Erlebnissen erweist sich Mark Sölter, unser heutiger lieber Gast, als echtes Flaneur-Talent. Mehrfach müssen wir den guten Mann ernsthaft loben. Gegen Mitternacht hat unsere große Gemütlichkeit deutliche Spuren hinterlassen und Giuseppe Muratore nimmt uns das Versprechen ab, am kommenden Mittwoch erneut bei ihm einzukehren. Er möchte uns einige spezielle Varianten seiner Kochkunst präsentieren. Wer könnte dies bezaubernde Angebot ausschlagen? Wir jedenfalls nicht.

—> Zum Raben, Obernstraße 27, 33602 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Simone Santoro ist auferstanden

Machen Brake glücklich: Dino Grasso, Carmelina Scarlis, Valentina und Simone Santoro

Machen Brake glücklich: Dino Grasso, Carmelina Scarlis, Valentina und Simone Santoro

Wir sind auf dem Weg nach Brake. In dem niedlichen Suburb soll Simone Santoro vor kurzem eine Pizzastube eröffnet haben. Unvergessen sind seine Pizzen, die er einst in der Bielefelder Kernstadt ausgeteilt hat, bis ihn die Großbaustelle an der Detmolder Straße vertrieb. Nun also die Auferstehung seiner Backkunst in Brake. Als wir seine Backstube erreichen, stellen wir fest, dass er zumindest der Pizzabäcker mit dem schönsten Auto von Brake ist. Das Auto gehört, so erfahren wir alsbald, seinem Onkel, der den pfeilschnellen Bringedienst für die Köstlichkeiten seines Neffen betreibt. Aber nicht nur das Pizzataxi sieht super aus, auch die Hocker sind liebevoll auf’s italienische Ambiente eingestimmt.

Simone Santoro freut sich, uns wiederzusehen und bereitet sogleich unsere Wunschpizzen zu. Gekonnt lässt er jeden Pizzaboden durch die Luft sausen, um die perfekte Nanotechnik zu erzeugen. Ruckzuck sind die Böden fertig belegt – und zack verschwinden sie im Ofen. Während sie dort braten, beweist uns Simone Santoro, dass er nicht nur Pizza kann, er kann auch Salate, zum Beispiel Meeresfruchtsalat – beeindruckend! Und dann ist es auch schon soweit, wir können die Pizzaparade abnehmen. Süffig: Pizza Salami. Vorbildlich: Pizza Frutti di Mare. Saftig: Pizza Siciliana. Ja, da räkelt sich die Sardelle wohlig im würzigen Sud. Und als Bonusträck reicht uns Premiumbäcker Simone Santoro eine kleine Lage Pizzabrötchen mit variablen Füllungen.

Nach dieser fulminanten Pizzaschlacht spülen wir mit Ramazzotti nach und stellen fest, dass Brake ein Schweineglück hat, nunmehr Simone Santoros Pizzabackkunst beherbergen zu düfen. Brake hat das offenbar schon bemerkt, denn bis 21 Uhr klingelt das Telefon ohne Unterlass und Onkel Dino Grasso muss immer wieder losdüsen, um den Braker Hunger zu besiegen. Wir wünschen Simone Santoro und seiner sympathischen Familie viel Glück mit dem Neustart in Brake. Und – versprochen – wir kommen wieder!

—> Pizza Service da’ Carmela, Braker Straße 55, 33729 Bielefeld
—> Die Hungernummer: 0521 – 98 62 22 33

Einen Kommentar schreiben

Abends fein essen (Sonderbericht aus Cadenabbia)

Qualität im Familienverbund

Qualität im Familienverbund: Paolo, Liliana und Domenico Galli

Heute war ein wunderbarer Tag. Wir haben ausgedehnte Wanderungen unternommen und dabei Berggipfel erklommen, die uns mit erschreckend schönen Aussichten belohnt haben. Nun steht uns der Sinn nach einem feinem Abendschmaus, und da kommt uns das Restaurant Belle Isole genau richtig. Wer Niveau und Charakter zu schätzen weiß, fühlt sich im Hause der Familie Galli sofort wohl. Während Vater Domenico in der Küche fleißig ist, betreuen Mutter Liliana und Sohn Paolo die Gäste mit bemerkenswerter Höflichkeit. Ohne dabei künstlich oder gar klebrig zu wirken.

Als primo piatto wählen wir unisono die hausgemachten Tortellini – und wir sind begeistert! Lasziv räkelt sich die Pasta in einer erotischen Salbeibutter und schmeckt – vorsichtig formuliert – göttlich. Alsdann erhalten wir ein unglaublich sanftes Kotelett. Es ist derart sanft, dass wir Koch und Schwein gleichermaßen loben wollen. Nur unser verehrter Stahlbaron schert aus und lässt sich ein großartiges Pfeffersteak (medium) zuführen. Während er es verzehrt, ist sein Sprachzentrum gelähmt und seine Augen leuchten wie zwei Glücksdiamanten. Selbstverständlich erhalten wir zum secondo piatto ausreichend Rosmarinkartoffeln sowie Leckersalat und Naschgemüse. Die Familie Galli verfügt über ein ausgeklügeltes Weinsortiment, so dass uns zwischendurch ein Fläschchen eines sehr fruchtigen 2008er Bardolino liebkost, doch vornehmlich entscheiden wir uns für ein heimisches Bier, weil es unser Freund geworden ist. Und Freunden bleibt man treu.

Vater Galli, so berichtet er uns, hat 1961 in Köln mit dem Kochen begonnen. Noch gut kann er sich an den Dom erinnern und die umfangreichen Bauarbeiten, die an ihm vollzogen wurden. Inzwischen betreibt die Familie Galli schon 31 Jahre ihre erlesene Restauration am Ufer des Comer Sees. Übrigens wird sie im nächsten Jahr ein paar Häuser weiterziehen, dann wird das Restaurant durch ein feines Hotel ergänzt, Name: Albergo Villa La Mirabella. Die Renovierung des schönen alten Gebäudes ist schon in vollem Gange. Wir wünschen der Familie Galli viel Glück mit dem großen Plan.

Bevor wir heimkehren, begeben wir uns kurz zum Abort. Dort finden wir doch tatsächlich ein Bild von Osnabrück. Will es uns daran erinnern, dass unsere schönen Urlaubstage nun abgelaufen sind? Oder ist es ein Wink des Schicksals, als nächstes exotisches Reiseziel Osnabrück zu wählen? Schwierige Fragen, die wir bei der herrlichen Nachtwanderung zu unserem Hotel erörtern wollen. Und morgen, tja morgen fliegen wir heim.

–> Ristorante Belle Isole, Via Regina 25, 22011 Cadenabbia

Einen Kommentar schreiben

Die Bielefelder Flaneure freuen sich über die Hilfe von:


 π