21 Beiträge mit Schlagwort 'Henner'
Wie geht es Moritz? – Ein Update
Nur zu gern erinnern wir uns an unseren letzten Besuch in Schildesche beim Café Moritz. Damals bat uns Wirt Achim Klußmann inständig, unser Logo auf seinen PKW zu sprayen. Männer mit solchen Wünschen sind unsere natürlichen Verbündeten. Nun haben wir erfahren, dass er sein “Café Moritz” in “Moritz” umbenannt hat – also wird es dringend Zeit zu prüfen, ob dort weiterhin beste Kost in bestem Ambiente angeboten wird.
Was sofort auffällt: Hier wird nicht mehr geraucht. Dafür ist die Wirtstube rappelvoll und die Gäste futtern den Wirtsleuten alles wech, was sie kriegen können. Wie beim letzten Mal testen wir diverse Pizzen, als da wären Pizza “Jokel” mit Blattspinat, Ei, Salami oder Pizza “Mario” mit Schafskäse, Oliven, Peperoni und stellen fest: Die Moritz-Qualität besteht unverändert weiter. Diesmal machen wir uns auch über Bandnudeln mit Curryhühnchen her und loben die Küche, weil hier ganz viel Sahne zum Einsatz gekommen ist. Nach erfolgreicher Speisung versorgt uns Achim Klußmann mit einer herzensguten Grappa. Dabei assistiert ihm seine Nichte Lisa Marie mit Geschick und Charme. Kurz kommt es zu Irritationen, als gemeldet wird, wir hätten die Grappa-Vorräte aufgebraucht. Unser lieber Henner bezweifelt das und geht dem Sachverhalt persönlich auf den Grund.
Das Gasthaus Moritz verfügt über Sitzgelegenheiten sowohl in der Wirtsstube als auch vor der Tür. Selbstredend prüfen wir beide Varianten und dürfen feststellen: Ob drin, ob draußen – überall betreut uns Kellnerin Jamie stets freundlich und ausgesprochen flott. Draußen werden wir Zeugen, dass der Mai in Schildesche ausgebrochen ist, denn zu fortgeschrittener Stunde gesellt sich ein Maikäfer zu uns, dem wir sofort Pizzareste und Brauereiprodukte anbieten. Auch er ist von dem Moritz-Angebot begeistert und will bald wiederkommen. Tja, genauso geht es uns auch. Irgendwie sind wir wohl alle Maikäfer.
—> Moritz, Johannisstraße 42, 33611 Bielefeld
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Mezzomix und Schnitzelglück
Die berühmte Bielefelder Apfelstraße liegt versonnen im Abendlicht. Die berühmten Bielefelder Flaneure rollen mit ihrer Limousine diese nette Straße entlang und kämpfen mit einem veritablen Abendhunger. Wo kann er besiegt werden? Plötzlich lächelt ein netter Grill am Wegesrand. Au fein, nix wie rein!
Schon der Empfang ist bestens, denn Wirt Dennis Ak verfügt über ein differenziertes Biersortiment. Also trinken wir ihm erstmal den kompletten Efes-Vorrat weg, übrigens im schicken Detmolder-Glas, also ganz im Sinne Lippisch-Türkischer-Freundschaft. Und im weiteren Verlauf des Abends widmen wir uns dem Detmolder Landbier sowie einer naturtrüben bayerischen Weizenflüssigkeit. Doch den Vogel schießt unser lieber Henner ab. Seine Wahl unter dem Motto Mezzomix macht glücklich belohnen wir mit großem Applaus.
Aber nun werden auch schon die Speisen geliefert. Start mit dem großen Klassiker, der guten alten Mantaplatte. Sie wird hier in erfreulichen Dimensionen aufgetischt und schmeckt ausgezeichnet. Die Pommes sind bestens abgewürzt und die Mayo ist angenehm dominant. Als überraschend schmackhaft entpuppt sich alsdann das Schnitzel Hawaii. Versunken in einem soliden Käse-Ananas-Sud gewinnt es sofort unsere Freundschaft. Bei besonders gierigem Hunger raten wir zu Schnitzel Hawaii plus Pommes. Dann wenden wir uns den Pizzen zu. Die Pizza Tutti Gusti gibt mit ihrem Namen vor, für alle Geschmäcker geeignet zu sein. Und tatsächlich, wir können es in diesem Fall eindeutig bestätigen. Kein Wunder, dass wir am Nebentisch beobachten dürfen, dass auch die Apfelstraßen-Jugend die guten Speisen zu schätzen weiß.
Nach unserer prima Speisefolge wird Wirtsbruder Fikri Ak sogleich als sympathischer Ouzo-Beibringer tätig, und im weiteren Verlauf des Abends tritt Wirt Dennis Ak als ebenso sympathischer Ouzo-Nachschenker in Aktion, womit die Gemütlichkeit des Abends erfolgreich abgerundet wird.
—> Grill-Pizzeria by Dennis, Apfelstraße 148, 33611 Bielefeld
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Die Wahrheit über Cook-Mahl
In Bielefeld haben TV-Kochshows à la Lanz & Co. keine Chance, denn Bielefeld hat Björn Sassenroth. Schon seit Jahren beschenkt der agile Mann unsere Stadt mit Live-Kochshows, bei denen man nicht nur hübsch was auf die Ohren bekommt (eloquente Gäste), sondern auch lecker was auf die Gabel (kochbegabte Gäste). Und weil er seine Veranstaltungen “Cook-Mahl” nennt, haben wir uns gedacht, (Obacht, dicker Wortwitz:) wir cooken mahl rein, und zwar in seine 45. Show – denn diesmal hat er ganz besondere Gäste eingeladen: Das Dream Team Marcus Langer und Henner Zimmat!
Als hätten die drei sympathischen Herren nie etwas anderes gemacht, begeben sie sich sogleich an die Arbeit, und so ganz nebenher bezaubern sie uns Zuschauer mit ihrer guten Laune. Wie im Handumdrehn ist auch schon die Vorspeise fertig. Artig futtern wir auf, was uns die Herren liefern. Einstimmiges Urteil: Astrein! Die Begeisterung im Publikum über das gelungene Mahl ist so groß, dass es zu einem spontanen Handstand auf offener Bühne kommt. Wir halten diese Reaktion für angemessen und applaudieren frenetisch.
Doch die drei Herren gönnen sich keine Atempause, schon wird weiter geschnitten (Finger unverletzt!) und gewürzt (mit Schwarzbier!), so dass schon nach kurzer Plauderzeit ein sensationelles Hauptgericht vor uns steht. Sorgfältig lecken wir die Teller blank, so göttlich ist die Speise. Und in der gleichen Liga spielt der Nachtisch, der uns endgültig den Rest gibt. Glatt und rund sind unsere Bäuche. Glück und Seligkeit strahlen unsere Gesichter ab. Ein gelungener Abend. Von ganzen Herzen danken wir unseren Gastgebern. Übrigens ist die ganze Veranstaltung filmisch dokumentiert worden. Gewiss wird der Film bald im Cinemaxx laufen. Dafür bekommt jetzt schon ein ganz großes Lob: Kamerakind Tobi!
Für Sie notiert: Die Speisen des Abends
Vorspeise: Pastarouladen auf Blattspinat mit Käse und Parmaschinken
Hauptgericht: Schweinebäckchen in Schwarzbiersoße mit Vanille-Karotten und Polenta
Nachtisch: Apfeltörtchen auf Calvados-Zabaglione mit Walnusseis
Dazu gab es Weine, Biere und für Herrn Sölter gelegentlich eine Interimszigarette.
—> Björn Sassenroth ist COOK-MAHL
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Oktoberfest – Mitten in Bielefeld???
Der Stahlbaron bestellt uns in die Seidensticker-Halle. Hier finde ein Oktoberfest statt, sagt er. Und als er das sagt, leuchten seine Augen vor Glück. Doch wir äußern Zweifel: Oktoberfest in OWL? Geht das überhaupt? Skeptisch machen wir uns auf den Weg, gleichwohl sind wir halbwegs artgerecht gekleidet, mit weißblauen Hemden und Filzhüten. So könnte die Einreise in den Freistaat gelingen. Gegen 19 Uhr betreten wir die ausverkaufte Halle, das Stimmungsbarometer pendelt sich gerade auf “zünftig” ein und wir nehmen Platz am Tisch von Frank Brinkdöpke, den bekannten Oktoberfest-Veteran aus Sennestadt. Der gute Mann ist ganzjährig bayerisch gekleidet und lässt kein Oktoberfest aus. Also soll er uns heute zeigen, wie Oktoberfest geht. Lotse voran!
Die Getränke werden in zwei Größen gereicht und wir wundern uns im Laufe des Abends, wie viel davon in einen durchschnittlichen Flaneur reinpasst. Die Speisen, moniert Frank Brinkdöpke sanft, seien letztes Jahr mundiger gewesen, und unser lieber Henner sekundiert mit dem Gourmetbegriff “Autobahnraststätte”, doch das hören wir nicht mehr, denn just legt die Kapelle wieder so richtig los. Sofort springt Frank Brinkdöpke auf, schnappt sich eine fesche Partnerin und schwingt gekonnt das Tanzbein. Freudig winkt ihm unser Stahlbaron zu, und die Tanzjury vergibt beste Noten. Aber auch die anderen um uns herum bleiben nicht sitzen. Die Musik reißt alle mit. Hochachtung zollen wir der Oktoberfestkapelle Otto Schwarzfischer. Im Laufe des Abends beweist sie, dass sie diverse musikalischen Spielarten beherrscht: Von Udo Jürgens über Frank Sinatra bis zu ACDC. (Einen Skandal im Sperrbezirk haben wir bei YouTube für Sie hinterlegt) In einer Spielpause berichtet uns der sympathische Schlagzeuger Walter Noll von 17 Tagen Münchener Oktoberfest mit je 10 Stunden Bühnenpräsenz im Schottenhamel-Zelt, wo stets das erste Anzapfen durch den Oberbürgermeister stattfindet.
Aber nun zieht es unseren Lotsen Frank Brinkdöpke weiter. Quer durch die Halle geht seine Tour. Hier begrüßt er ein fesches Waibsbuid und dort sagt er Starfotograf Willibald Bernert ein frohes Prosit. Auch zeigt er uns den fröhlichen Kuddel und viele andere fröhliche Menschen sowie die alpine Fotowand von Lothar Schröder. Außerdem treffen wir hohe Würdenträger, zum Beispiel den Oktoberfestkönig Willi Isak mit Krone und in vorbildlicher royaler Stimmung. Das alles überzeugt uns schließlich: Oktoberfest geht auch in OWL! Aber wir beschließen unseren Abend nicht, ohne die zahlreichen fleißigen Arbeitsleute zu loben. Ohne ihren Bienenfleiß wäre das Fest nicht möglich. Ob Zapfer oder Serviererin oder Abräumer – alle sind uns bis zum Schluss als sehr freudlich und äußerst behände aufgefallen.
—> Seidensticker-Halle, Werner-Bock-Straße 35, 33602 Bielefeld
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Am Neumarkt erstrahlt die Sonne des Südens
Bald wird unsere Stadtbibliothek umgesiedelt. Weg vom Stadtzentrum, hin zum chronisch verwaisten Neumarkt. Viele Leute sorgen sich, was dann aus der Stadtbibliothek werden soll. Doch nun gibt es Hoffnung! Denn nun hat sich Vincenza Sgarriglia mit ihrem schmucken Ristorante “Sole del Sud” am Neumarkt niedergelassen. Man darf also hoffen, dass viele ihrer Gäste auch die Stadtbibliothek besuchen werden. Doch vorher besuchen wir Vincenza Sgarriglia.
Eine kleine, aber feine Gaststube empfängt uns, die mit einer extrabreiten Fensterfront veredelt ist. Hier sitzt jeder Gast in der ersten Reihe. Als erstes führt uns Vincenza eine sehr gelungene Saltimbocca zu. Unser Lob erklingt hell und einstimmig. Nicht minder schmackhaft gebärdet sich die Penne con Salsiccia. Na, und erst die Dorade, sie lässt jeden Fischfreund jauchzen: So lieb und lecker! Als nicht nur hübsch würzig, sondern auch als gute Sattmacher entpuppen sich die Pizza mit Sardellen und Kapern sowie die Salamipizza.
Nach diesem Fest der Völlerei müssen wir erstmal durchatmen und lassen uns eine schöne Grappa servieren. Alsdann erscheinen Vincenza und ihre behende Helferin Jasmin unaufgefordert mit einer fröhlichen Panna Cotta, die sich als äußerst nachhaltige Erfrischung der Seele entpuppt. Was nicht ohne Folgen bleibt – unser lieber Henner hat durch die entzückende Speise ungeahnte Kräfte gewonnen, die er sofort in ausdauernde Stuhljonglage umsetzt. Wollen auch Sie neue Kräfte tanken? Dann raten wir dringend zum Besuch vom Ristorante “Sole del Sud”. Und bitte grüßen Sie Vincenza und Jasmin von uns.
–> Sole del Sud, Neumarkt 11 – 13, 33602 Bielefeld






