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29 Beiträge mit Schlagwort 'Henner'

In Kamphofs Epizentrum (inzwischen Geschichte)

Schon seit 2006: Zuverlässige Stadtteilversorgung durch die Eheleute Karahan

Schon seit 2006: Zuverlässige Stadtteilversorgung durch die Eheleute Karahan

Der Kamphof zählt zu den reizvollen Vierteln Bielefelds. Zentrumsnah gelegen, den schönen Nordpark im Rücken und angefüllt mit lebendiger Wohnstruktur. Im Zentrum des Kamphofs kreuzen sich die Meller Straße und die Ernst-Rein-Straße. Genau hier hat schon 2006 die Familie Karahan eine Futterkrippe eröffnet. Die Gaststube ist mit gediegenem Wandschmuck ausgestattet, wobei besonders Herr Karahan Bilder mit Bergen bevorzugt, denn, so erklärt er uns mit sympathischem Lächeln, sie erinnern ihn an seine alte Heimat. Weil das Wetter heute freundlich ist, beziehen wir Tisch & Stühle vor dem Grill. Gut kann man von hier aus die Nachbarschaft beobachten und sich auf das freuen, was Familie Karahan uns gleich auftischen wird.

Süffig und gaumensanft erleben wir die Pizza Döner und auch die Pizza Salami verfügt über eine menschenfreundliches Sättigungspotential. Als gelungen klassifizieren wir das Lahmacun, und die Hahnteile mit Pommes und Frischsalat sättigen uns vollends. Weil Familie Karahan keine Alkoholika im Sortiment hat, soll es Gäste geben, die sich Pilsbier bei Erkan Güldiken im Kiosk gegenüber holen. Dreamstore heißt der Kiosk, und wir sind uns sicher, dass sein Chef einen ebenso nützlichen wie beschwerlichen Job ausführt. Dankbar verzehren wir nach Familie Karahans Abendmahl lecker Nachtisch aus dem Dreamstore. Und zum Abschluss stoßen wir auf den schönen Abend mit frischem Absinth an, den unser lieber Henner von einer Vergnügungsreise ins Bayerische mitgebracht hat. Ja, so geht Kamphof-Idylle beim Beyti Grill am späten Abend.

—> Beyti Grill, Ernst-Rein-Straße 37, 33613 Bielefeld

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Zu Gast bei Freunden

Unsere lieben Gastgeber: Josipa und Branko Tadić im Kreise ihrer Familie

Unsere lieben Gastgeber: Josipa und Branko Tadić im Kreise ihrer Familie

Wer ist Bielefelds ältester Fußballverein? Natürlich der Bielefelder Sportverein West (kurz: BSV West). Seit 1897 wird hier gekickt, und bis heute auf prima Ascheplätzen. Das alles und noch viel mehr erfahren wir, denn wir sind eingeladen ins Vereinsheim des BSV West. Unsere Gastgeber sind der Fußballobmann und Vereinsheimbetreuer Branko Tadić sowie seine patente Frau Josipa. Reichlich Tische und Stühle erwarten uns auf der geräumigen Terrasse, wo uns weitere Mitglieder der Familie Tadić herzlich begrüßen. Einen herrlichen Blick hat man von hier oben auf die schmucken Parzellen des Kleingärtnervereins Schlosshof. Rechts davon wacht die Alm und schaut ein wenig neidisch auf den Ascheplatz des BSV West.

Ah, und jetzt geht’s schon los. Josipa und Branko Tadić packen einige Festmeter Ćevapčići-Rohmaterial aus, die uns in hohe Erwartung versetzen. Als das Ćevapčići schließlich auf dem Grill gart, danken wir unseren Gastgebern voller Begeisterung für dieses wunderbare Bild. Inzwischen hat Josipa Tadić parallel die Bratkartoffeln zubereitet. Mit extra Speck und vielen Zwiebeln – wir sind im Paradies! Nun befüllen wir den ersten Teller: Ćevapčići, Bratkartoffeln, Krautsalat, Paprikasalbe – ein wunderbarer Vierklang, den wir in geselliger Runde genießen. So unglaublich gut schmeckt alles, dass wir uns so lang von den Köstlichkeiten auf die Teller schaufeln, bis wir rund und glatt sind. Natürlich lassen wir nix übrig. Unser lieber Henner und Branko praktizieren zu später Stunde ein finales Resteessen. Zur Abrundung unseres Glücks serviert Branko in angemessenen Intervallen einen schönen Obstbrand auf Pflaumenbasis – ja, so geht Sliwowitz! Als wir feststellen müssen, dass wir die stattlichen Getränkereserven des BSV West empfindlich dezimiert haben, weiß Branko einen Ausweg. Aber der erstaunliche Mann kann noch mehr, er kann zaubern. Kein Quatsch! Vor unseren Augen lässt er brennende Zigaretten oder Geld verschwinden und zaubert uns das Herz Ass aus der Luft. Wir sind begeistert! Nach all den Wonnetaten sind wir uns einig: Obwohl das Vereinsheim keine klassische Gaststätte ist, hinterlassen wir selbstverständlich unser Prüfsiegel. Wenn es jemand verdient hat, dann Branko und Josipa Tadić im Vereinsheim des BSV West.

Leider geht auch der schönste Abend einmal zu Ende, daher danken wir herzlich für die große Gastfreundschaft und lassen uns ein Taxi rufen. Doch Branko ruft nicht irgendein Taxi, sondern er ruft Taxifahrer Akim. Aber was wir mit diesem ebenso sympathischen wie fröhlichen Mann dann noch erleben durften, das erzählen wir vielleicht beim nächsten Mal.

—> Vereinsheim des BSV West seit 1897 e.V.

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Schmerzfrei in guter Küche

Herz der Restrauration Bewekenhorn: Köchin Anne Gehring und Wirt Franz Schiche

Herz der Restrauration Bewekenhorn: Köchin Anne Gehring und Wirt Franz Schiche

Die Gaststube ist fast komplett belegt, aber – wie schön! – es herrscht kein Lärm. Emsig laufen die Kellner durch die Tischreihen und füllen jeden Tisch in angemessener Zeit. Auch uns bringt Schnellkellner Julian alles, was wir wollen. Das Abendmahl starten wir mit einem liebenswürdigenVorspeisenteller, der uns sofort viel Freude bereitet. Weil die Küche ein so genanntes Touristenmenü ausgelobt hat, werden wir neugierig. Wir geben uns als Touristen aus und erhalten sogleich als Vorsüppchen eine gut abgeschmeckte Linsensuppe. Es folgt ein ebenso üppiges wie gut geratenes Rahmgulasch mit Spätzle, an das sich ein schöner Bohnensalat andockt. Als Touristen erhalten wir sogar noch einen Nachtisch. Tiramisu geht bekanntlich immer und schmeckt obendrein auch noch fein. Außerhalb des Touristenmenüs naschen wir ein Kotelett mit Bratkartoffeln. Es schmeckt wie ein Kotelett schmecken sollte und sättigt nachhaltig.

Fünf Sorten Bier schenkt das Bewekenhorn aus, aber unser Henner bleibt so eisern bei einer Sorte, dass uns diese Tatsache ein hübsches Zeigebild Wert ist. Wirt Franz Schiche spendiert uns eine fröhliche Rutsche seines Edelbitters Schmerzfrei (Etikettaufschrift: Kein Arzneimittel!). Dieser Tropfen schmeckt ans ab dem zweiten Schluck so gut, dass wir ein extra lautstarkes Prosit Bewekenhorn ausrufen. Natürlich plaudern wir auch ausführlich mit Franz Schiche. Er berichtet uns aus seinen frühen Jahre im Casablanca. Und dass es hier Frikadellen gibt, wenn Arminia in der 1. Liga spielt. Und dass die Stühle im Gastraum sämtlich französische Bistrostühle aus den 1930er Jahren sind. Und die anderen Möbel und Lampen sämtlich original aus dem Nachkriegs-Bewekenhorn stammen, nur mit sanfter Hand renoviert. Von 1899 bis 1987 war hier, so weiß er außerdem zu erzählen, eine typische Eckkneipe. Zwei Schwestern und ein Bruder haben sie am Ende betrieben. Und seit 2001 ist er nun hier als Stadtteilversorger tätig.

Als wir die gastliche Stätte zu später Stunde verlassen, sehen wir ein Leuchten im Abenddunkel. Es stellt klar: Das Bewekenhorn hat eine gute Küche. Na prima, das ist doch mal ein schöner Abendstern!

—> Restauration Bewekenhorn, Stapenhorststraße 50, 33615 Bielefeld

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Im Haus der Riesenfrikadelle

Endlich Flaneur-geprüft: Sofia und Melana Kalpakidou vom Café Rempetiko

Endlich Flaneur-geprüft: Sofia und Melana Kalpakidou vom Café Rempetiko

Eine große Fensterfront präsentiert die Stapenhorststraße im Breitwandformat. Gut gelaunte Esser haben die Gaststube fast vollständig mit sich voll gemacht. Wie ein Wirbelwind muss Serviererin Melana Kalpakidou flitzen, um alle Mäuler just in time zu füllen. Arg viel hat die Arme zu tun, doch sie bleibt freundlich ohne jeden Verdruss. Hut ab!

Am Nebentisch kontaktieren wir ebenso kundige wie nette Rempetiko-Gäste. Mit ihren Speisetipps (sowie einem handverlesenen Blondienenwitz) geben sie uns wertvolle Lebenshilfe. Gemäß den Tipps starten wir mit einem großzügigen Vorspeisenteller, der durchaus für zwei Personen gut sein könnte. Ihm beigeordnet sind feine Hausbrötchen. Ausdrücklich warnen müssen wir vor der Riesenfrikadelle. Leider reicht unsere Fotografierkunst nicht aus, um die wahre Größe dieses Brockens zu dokumentieren. Aber glauben Sie uns: Das Ding sollten Sie nur bestellen, wenn Ihr Magen vollkommen ausgeräumt ist. Durch und durch liebreizend sind die frisch gebratenen Sardellen (hier anmutig präsentiert von unserem lieben Henner). Ausgezeichnet munden natürlich auch die süffigen Kartoffelspalten mit Knoblauchsauce.

Ganz lieb: Am Ende schenkt uns Sofia Kalpakidou eine Lage zweifach destillierten Pilavas ein und dann erfahren wir auch noch, was “Rempetiko” bedeutet. Das ist ein griechischer Musikstil, der von den Sorgen der einfachen Leute handelt. Er wird daher auch als der “griechische Blues” bezeichnet. Kein Wunder also, dass hier ein Musiker, in Form eines Wandgemäldes, über das Geschehen im Gastraum wacht. Denn ein paar Sorgen wird man hier ganz sicher los: Hunger, Durst und Einsamkeit.

—> Café Rempetiko, Stapenhorststraße 84, 33615 Bielefeld

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Infos für Auswärtige: Was ist Bielefeld?

Bielefeld ist die Hauptstadt von Ostwestfalen (Abb. ähnlich)

Bielefeld ist die Hauptstadt von Ostwestfalen (Abb. ähnlich)

Bielefeld ist eine kreisfreie Stadt im Nordosten Nordrhein-Westfalens. Sie wurde 1214 erstmals schriftlich erwähnt und hat inzwischen 323.270 Einwohner. Viele davon besitzen einen Pkw, um schnell aus der Stadt verschwinden zu können. Doch wer das tatsächlich versucht hat, kommt immer wieder zurück (Ferienrückreiseverkehr). Stets verzichtete Bielefeld auf Prunkbauten (vgl. Schloss Neuschwanstein oder Wolfsschanze), sondern überzeugte stattdessen durch kulturelle Leistungen (viele Redakteure der Zeitschrift Titanic stammten aus Bielefeld). Die Stadt ist flächengrößer als Paris und beherbergt Europas größten Knast des offenen Strafvollzuges. Bielefelds erfolgreichster Fußballclub ist der DSC Arminia Bielefeld. Ewigen Ruhm erlangte er durch siebenmaligen Bundesliga-Aufstieg. 1994 enthüllte der Kieler Informatiker Achim Held die Bielefeld-Verschwörung, nach ihr ist die Existenz der Stadt eine großangelegte Täuschung durch Außerirdische (2010 mit überirdischem Erfolg verfilmt). Typische Bielefelder sind der Slam Poet Mischael-Sarim Verollet (Bonmot: “Wenn eine Stadt Berlin ist, dann ja wohl Bielefeld”), Après-Ski-Gott Henner Zimmat (Volksmund: “Der Mann, der Ostwestfalen das Feiern beigebracht hat”) sowie die Bielefelder Flaneure (Westfalen-Blatt: „Ein bundesweit einzigartiges Projekt“). Schon seit 2007 erforschen diese Flaneure die Gastronomie ihrer Stadt, doch verzichten sie in ihrem entzückenden Weblog konsequent auf’s Nölen und Stänkern. Für Außenstehende Beweis genug, dass Bielefeld eine ungewöhnliche Stadt sein muss.

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Die Bielefelder Flaneure freuen sich über die Hilfe von:


netzperfekt, Internetagentur in Bielefeld


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