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13 Beiträge mit Schlagwort 'Handwerk'

Blumenpracht beim Ostmannturm

Machen Bielefeld blumenbunt: Özlem Aydogan und Filiz Köseler

Machen Bielefeld blumenbunt: Özlem Aydogan und Filiz Köseler

Der Hochzeitstag steht vor der Tür? Oma hat Geburtstag? Zum ersten Date nicht mit leeren Händen? Dann raten wir zu “Beauty Flowers” im Ostmannturmviertel. So klein die Blumenstube auf den ersten Blick auch erscheinen mag, so überraschend groß ist doch ihre Auswahl. Chefin Filiz Köseler ist gelernte Floristin und eine fröhliche Optimistin. Sie blickt auf eine langjährige Berufserfahrung zurück und behandelt die Blumen, als seien es ihre Kinder. Wenn Filiz Köseler Blumen zu Gestecken vereinigt, dann sieht man ihnen an, dass sie mit Herz gemacht sind. Auch ist hier alles wohlsortiert, die Orchideen haben einen eigenen Tisch, die Flamingoblumen ebenfalls. Aber wie kommen die vielen schönen Blumen hierher? Ihr Ehemann, so verrät uns Filiz Köseler, fährt jede Woche mehrmals nach Amsterdam, um Nachschub zu besorgen.

Soeben betritt ein junger Mann den Laden. Es benötigt eine rote Rose für einen besonderen Tag. Gekonnt arrangiert Mitarbeiterin Özlem Aydogan die einzelne Blume und übereicht sie ihm. Der Kunde ist sehr zufrieden und verlässt den Laden frohen Mutes. Besonders beeindruckt uns der nächste Besuch. Brauteltern und der Brautchauffeur einer heute bevorstehenden Hochzeitsfeier sind vorgefahren, damit Filiz Köseler einen festlichen Blumenschmuck auf dem Kühler befestigen kann. Alle sind voller Dankbarkeit für Filiz Köselers Blumenkunst. Daran können wir ermessen, dass “Beauty Flowers” eine goldene Zukunft im Ostmannturmviertel haben wird.

—> Beauty Flowers, August-Bebel-Straße 21, 33602 Bielefeld

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Parallelwelt mit Speisewagen

Herren der kleinen Welt: Günter Sagemeier, Hans-Dieter Töllner, Wolfgang Schmidt

Herren der kleinen Welt: Günter Sagemeier, Hans-Dieter Töllner, Wolfgang Schmidt

Schon 1988 wurde der Bahnhof Hillegossen stillgelegt? Leider ja. Doch – oh Wunder! – beim Modelleisenbahnclub Bielefeld lebt er fröhlich weiter. Direkt vor dem Bahnhofsgebäude lädt uns ein leuchtend roter Schienenbus zur Reise ein. Mit ihm geht es hinaus in die große, weite Welt. Wir reisen vorbei an beeindruckenden Großstädten, sehen einen stattlichen Ringlockschuppen in Aktion, rollen über Berg und Tal bis hinein in frostweiße Winterlandschaften. Ja, so geht’s zu im Clubhaus der Modelleisenbahner von Bielefeld. Hoch über der Szenerie bewachen Monitore am Stellpult das Geschehen. Eine Etage höher übt diese verantwortungsvolle Aufgabe Ole Kordes aus, denn auch die Modelleisenbahn-Jugend ist mit Eifer bei der Sache.

Eine veritable Parallelwelt ist hier im historischen Gemäuer am Rochdale-Park im Laufe von Jahrzenten gewachsen. Und wenn die Arbeit des Tages getan ist, dann setzen sich die Modellbauer im sturzgemütlichen Modelleisenbahn-Café zusammen. Die stilechte Sitzmöbel sind Innereien eines prächtigen Speisewagens, den sich der Club 1980 eigenhändig aus einem ausgedienten Waggon herausmontieren durfte. Wenn die Modellbauer einen ihrer seltenen Tage der offen Tür veranstalten, dann lassen Sie sich bloß nicht den Besuch in diesem exklusiven Speisewagen-Café entgehen, wo man für kleinen Taler lecker Kaffee & Limo genießen kann.

—> Modelleisenbahnclub Bielefeld, Heeper Straße 33, 33607 Bielefeld

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Die Saubermacher

Gute Männer: Dennis Osterhaus, Heinz-Gerhard Strathmann, Sascha Ohnesorge

Gute Männer: Dennis Osterhaus, Heinz-Gerhard Strathmann, Sascha Ohnesorge

Die Stadt ist weihnachtsfein hergerichtet. Und wer hat’s gemacht? Die Jungs und Mädels vom städtischen Umweltbetrieb. Bewaffnet mit Laubbläsern und anderen wunderbaren Gerätschaften ziehen sie stets zuverlässig durch Straßen und Parks. Dafür gehört ihnen unser großes Dankeschön! Stellvertretend für alle Fleißigen loben wir heute – Achtung, Tusch! – aus dem Revier Schildesche die Landschaftsgärtner Dennis Osterhaus am Laubrechen und Sascha Ohnesorge am Laubbläser sowie den Maschinisten Heinz-Gerhard Strathmann, der ursprünglich gelernter Landwirt ist.

—> Hier die Jungs bei der Arbeit beobachten

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Und mittags zu Hebestadt

Ihr haben wir unser Prüfsiegel gern überreicht: Ingrid Graupeter vor dem Grillwagen

Ihr haben wir unser Prüfsiegel gern überreicht: Ingrid Graupeter vor dem Grillwagen

Wo gibt es ein richtig schönes Mittags-Schaschlik? Natürlich in der Spindelstraße bei Michael Hebestadt. So hat man es uns jedenfalls erzählt. Also machen wir uns in der Mittagspause lüstern auf den Weg. Auf der einen Straßenseite finden wir Michael Hebestadts stadtbekanntes Fleischerfachgeschäft. Und auf der anderen Seite lockt sein Grill, behütet von einer prächtigen Kastanie. In dem überdachten Minibiergarten empfängt uns eine Riege zufriedener Gäste. Mit Glück in den Augen berichten uns die fröhlichen Damen, dass sie gleich um die Ecke wohnen und hier täglich einkehren. Aha, hier trifft sich also die Nachbarschaft. Das lässt Gutes ahnen.

Und nun begeben wir uns vertrauensvoll in die Obhut von Ingrid Graupeter. Ohne Umschweife nimmt sie unsere Bestellung entgegen und verschwindet dann über die Straße im Metzgerladen. Zackzack kommt die nette Dame mit allerlei Tellern zurück und werkelt hernach im Grillwagen. Aber schon bald steht wunderschönes Schaschlik vor uns. Ein Knaller! Beste Fleischstücke, tapfer gegart, sanft im Anbiss, und zwischen den Fleischwürfeln finden wir, wie es sich gehört, Zwiebel- bzw. Paprikaüberraschungen. Wunderbar, dass wir sowas erleben dürfen! Aber wir beißen uns nicht allein am Schaschlik fest. Ebenfalls köstlich, fleischig und top sättigend ist das Zigeunerschnitzel. Die Pommes sind übrigens von gaumenfreundlicher Konsistenz und astrein durchgewürzt. Zauberhaft ergänzt durch flauschige Mayo.

Nun wollen wir uns beim Chef bedanken und treffen Metzgermeister Michael Hebestadt vor seiner Fleischerei an. Er lädt uns in seinen Verkaufsraum ein und verrät uns sein Erfolgsgeheimnis: “Hier läuft die Ware nicht vom Band …” – jawoll, das erklärt alles.

—> Spindelgrill, Spindelstraße 70, 33604 Bielefeld

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Bielefelds älteste Kaffeehaustradition

Zdenka und Eberhard Voss mit dem Bronze-Leinweber der Stadt Bielefeld

Zdenka und Eberhard Voss mit dem Bronze-Leinweber der Stadt Bielefeld

In optimaler Nähe zum Bielefelder Justizpalast befindet sich das Café Voss. Wer eine Gerichtsverhandlung (zum Beispiel wegen angeblicher Zechprellerei) mit einem 1a Freispruch verlässt (statt mit schwerer Kerkerhaft), begibt sich gern ins Café Voss, um den verhinderten Justizirrtum entspannt mit seinem Lieblingsanwalt zu besprechen. Doch wen die Geschichte der Bielefelder Kaffeehäuser interessiert, der sollte sowieso das Café Voss aufsuchen, denn hier bewahrt Konditormeister Eberhard Voss in dritter Generation das familiäre Handwerkserbe. Freundlich berichtet er uns aus dieser Familiengeschichte und präsentiert dazu erfreulich viele historische Fotos.

Doch nun wenden wir uns den köstlichen Nougatringen aus dem Hause Voß zu. Sie setzten – wie auch die schöne Mohntorte – elektrisierende Glückshormone frei. Wunderbar sanft und fruchtig zugleich mundet die Florentinertorte, und auch das Gebäck ist selbstredend beste Konditorware. Genormte Massenproduktion hat hier Hausverbot.

2009 erhielt die Konditorei Voss zum 100. Geburtstag den Bronze-Leinweber der Stadt Bielefeld. Sie ist somit die älteste Konditorei der Stadt. Schon 1909 eröffnete Eberhard Voss’ Großvater Gustav das erste Café in der Bahnhofstraße 41, damals eine innerstädtische Premiumlage. Nach dessen Tod im Jahre 1955 führte Vater Rudolf das Café nahtlos weiter. Anders verhielt sich später Eberhard Voss, er tingelte erstmal als Konditor durch die Welt, u.a. auf dem berühmten Kreuzfahrtschiff TS Bremen. Aber dann zog es ihn doch wieder heim. Sogar das Angebot einer deutschen Konditorei in New York City schlug er aus und führte stattdessen ab 1974 die Familientradition in der Rohrteichstraße weiter. Bis heute backt Voss alles selbst. Brot, Brötchen und Kuchen nach alten Backrezepten – und genau das danken ihm seine steintreuen Kunden.

—> Café Voss, Jüngststraße 2 (Eingang Rohrteichstraße), 33602 Bielefeld

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