5 Beiträge mit Schlagwort 'Hamburger'
Moccaburger? Natürlich von Freddy!
Gemütliche Sofas, moderne Lampen und nachdenkliche Gemälde schmücken eine gut gefüllte Gaststube. Die bestens ausgestattete Bar taucht ihre Getränkebatterie in großstädtisches Rotlicht und macht Lust auf Aperitifs. Junges, buntes Volk ist gekommen, um hier in bester Laune eine Vesper einzunehmen. Die Musik ist exakt so austrariert, dass man seiner Begleitung bedenkenlos die PIN-Nummer anvertrauen oder Sexabenteuer schildern kann. Unbefugte Ohren vom Nebentisch werden garantiert nichts aufschnappen. Klasse Service.
Nun wenden wir uns interessiert dem Abendhunger zu. Mit bezauberndem Esprit reichen uns Lena und Meike zwei ausgesprochen hübsche Moccaburger. Aber auch die Pasta mit Spinat und Schafkäse sowie das Risotto können sich bedenkenlos sehen lassen. Tja, und schmecken tut das alles auch noch. Also geht unser freundliches Lob an Freddy, den netten Koch. Einen weiteren Höhepunkt erhält der Abend zweifellos, als Meike eine Lage Ramazzotti serviert - so fröhlich können das nur wenig Servierinnen. Das muss ansteckend sein, denn wir sehen um uns herum fröhliche Gäste, die sich zufrieden über das Moccaklatsch äußern. David ist gar voll des Lobes über das Moccaklatsch-Frühstück mit Milchkaffee. Kein Wunder, denn auch dabei wird Freddy seine Finger im Spiel haben.
—> Moccaklatsch, Arndtstraße 11, 33602 Bielefeld
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Bielefeld horcht auf: Neue Speisen im Rock Café
Flaneure-Sympathisant Tim hat uns gemeldet, dass sich in der Speisekarte des Rockcafés seit unserem letzten Besuch einiges getan habe. Also machen wir uns auf den Weg zu einem Update. Gut besucht ist die Schänke, viele Gäste haben sich eine hübsch dekorierte Vesper geordert, andere plaudern beim gemütlichen Getränk. Und wieder andere bespielen mit Elan den Billardtisch.
Das Studium der Speisekarte bestätigt tatsächlich zwei neue Sortimente. Neu sind einerseits verschiedene Pastagerichte. Wir entscheiden uns für den Tortellini-Test und haben erstmal einen dicken Teller zu bewältigen. Er ist derart üppig, dass er selbst unseren lieben Stahlbaron zu sättigen vermag. Neu sind außerdem die Hamburger-Varianten Hier wählen wir die Variante Hamburger Classic und erhalten ebenfalls eine erfreulich umfangreiche Portion. Besonders betonen müssen wir hierbei, dass die Rock Café-Pommes komplett hausgemachte Pommes sind. Format, Garstufe und Konsistens überzeugen uns dermaßen, dass wir beschließen, Koch David Ibendahl zu passender Zeit in der Küche aufzusuchen und zu loben.
Vorher dürfen wir jedoch feststellen, dass Wirt Patrik Mowwe beim Servieren von fünf Gläsern frisch gepresstem Ramazzotti eine ausgezeichnete Figur zu machen weiß. Daher freut es uns, dass er diesen Vorgang im Laufe des Abends gekonnt wiederholt. Gern bitten wir den netten Mann an unseren Tisch und freuen uns, den gelernten Koch als kundigen Gesprächspartner in Sachen Bielefelder Nachtleben und eng verwandten Themengebieten kennenlernen zu dürfen. Kein Wunder, dass der Abend dabei lang wird und wir zusätzlich zu den Standardgetränken nach einem Kaffeegetränk verlangen. Vor allem unserem verehrten Stahlbaron hat es der Kaffee alsbald sehr angetan. So lässt er sich gern wiederholt Tässchen von der sympathischen Servicekraft Eva servieren. Danke, Flaneur-Sympathisant Tim, für den Tipp! Er hat uns einen schön Abend beschert.
—> Rockcafé Bielefeld, Neustädter Straße 25, 33602 Bielefeld
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Jetzt kommt Verve in die Bielefelder Gastronomie
Der chronisch verwaiste Klosterplatz hat einen neuen Bewohner bekommen. Vor kurzem hat hier eine Schänke namens Verve eröffnet und unsere Aufmerksamkeit erregt. Nun rücken wir in die entzückende Außengastronomie des Verve ein und bewundern die gestalterisch gut gemachte Speisekarte, genauer: das Speisebuch. (Hinweis: Kluge Gäste nehmen sich Zeit, um in der Speisekarte das Tucholsky-Gedicht zu genießen) Das Verve bietet eine moderne Angebotspalette, jedoch ohne Kokolores. Die Preise sind angemessen und ohne Hipness-Zuschlag.
Selbstlos testen wir für Sie aus der Serie “Wir lieben amerikanischen Kulturimperialismus” einen herzhaften Baconburger sowie einen vollmundigen Chiliburger. Beide Probanden erweisen sich quantitativ und qualitativ als sehr ergiebig und werden unsere Freunde. Aus der Serie “Wir lieben Omas Küche” verspeisen wir eine süffige Linsensuppe mit Mettenden sowie eine liebe Forelle mit ehrlichen Pilzen und zufriedenen Salzkartoffeln. Bei beiden Gerichten bleibt rein gar nichts übrig. Jedenfalls fast nichts. Im Gedenken an Bielefelds englische Partnerstadt (äh, wie heißt die noch gleich?) ordern wir außerdem Fish & Chips, und wir bereuen es nicht. Am Ende sind wir alle sehr zufrieden – nur unser lieber Stahlbaron noch nicht so ganz. Er drängt auf ein Testessen der Käse- und Wurstplatte. Für diesen Eifer danken wir ihm sehr, denn die Platte sieht nicht nur bezaubernd aus, sondern schmeckt auch so. Sehr wichtig bei dieser Speisenfolge ist die zuverlässige Bierbringerin Rahel. Keinen Moment lässt uns die freundliche Dame dursten. Und mit fortschreitendem Abend schmeckt das bekömmliche Staropramen immer besser.
Als das kreative Wirtsduo Michael Klein & Dennis Wehking an unserem Tisch platz nimmt und all unsere Fragen beantwortet, erfreuen uns die Herren mit Stichpimpuli, einem erstaunlichen Lecker-Likör, den unsere heutige Lieblingsserviererin Rahel ebenfalls gekonnt aufträgt. Dann lädt uns Michael Klein zu einer Führung durch’s ganze Haus ein. Dabei begrüßen wir zuerst den süßen hauseigenen Schwanzlurch (mit dem Michael Klein übrigens schon vor der literarischen Furore von “Axolotl Roadkill” einen stillen Lebensbund eingegangen ist). Zu jedem Stuhl, zu jedem Mauerstück hat Michael Klein anregende und interessante Geschichten zu erzählen. Das Haus ist hundert Jahre alt (ehemals “Klostertube” und “Papillion”), das Mobiliar stammt aus alten Bielefelder Gastrobeständen (hier finden Sie keinen Stuhl zweimal), und die Lampen über dem Tresen sind Waschglocken (historische Fundstücke aus dem Keller des Hauses). Uns wird klar: Wir befinden uns eigentlich in einem Museum. Eine Etage höher (Alternativeingang Oberntorwall) steht ein prima Raum mit bis zu 80 Plätzen bereit, der alsbald für Musik und Lesungen herhalten soll.
Als wir das gastliche Verve verlassen, liegt eine tiefe Nacht über der Stadt, und wir sind uns sicher, dass das Verve neuen Schwung an den Klosterplatz bringen wird.
—> Verve, Klosterplatz 13, 33602 Bielefeld
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Hamburger-Schmaus in der Bergstadt Oerlinghausen

Smpathisches Oerlinghausen: Tobias, Katja und Lars Sommer
Wenn wir nicht ausgehen, sitzen wir gewöhnlich daheim und studieren eifrig die Systhemtheorie des großen Soziologen Niklas Luhmann. Bekanntlich definiert er die Gesellschaft nicht als bloße Ansammlung von Menschen, sondern als “operativ geschlossenen Prozess der Kommunikation” (Wikipedia). Um der Sache auf den Grund zu gehen, haben wir uns entschlossen, nach Lippe zu reisen, präzise: nach Oerlinghausen – was sich übrigens “Bergstadt” nennt, denn es befindet sich sagenhafte 334 m über dem Meeresspiegel. In dieser schwindelerregenden Höhe hat Niklas Luhmann viele Jahre gelebt, und es gibt hier sogar ein Niklas-Luhmann-Gymnasium.
Durch das Dunkel der Winternacht fräst sich unser Automobil seinen Weg. Im Dorfzentrum angekommen, entdecken wir das Gasthaus “Klappe30, Die II.” Hier kehren wir ein und stellen sogleich fest, dass es super passend ist, heute den fabelhaften Schauspieler Georg Luibl als Sondergast mitgenommen zu haben – denn diese Gaststätte ist komplett mit Filmplakaten durchdekoriert. Rappelvoll präsentiert sich der schmucke Innenraum. An einer enorm langen Tafel sitzen und schwatzen Eltern, deren brave Kinderchen, so erfahren wir mit großem Interesse, das Niklas-Luhmann-Gymnasium besuchen. Ab sofort schauen wir immer wieder verstohlen zu diesem Tisch hinüber, denn wo könnte man besser Luhmanns “operativ geschlossenen Prozess der Kommunikation” in Aktion zu bewundern!
Aah, jetzt servieren die freundlichen Wirtsleute unser Abendmahl. Es gibt Cheeseburger, die nicht nur einen akuraten Eindruck machen, sondern auch sehr schmackhaft sind. Nicht schlecht für eine “Bergstadt”! Aber wir kosten auch vom Flammkuchen, dem unser lieber Gast Georg Luibl beste Geschmacksnoten ausstellt. Nach gemütlich vollzogenem Sättigungsvorgang überrascht uns Wirt Tobias Sommer mit einer fulminanten Lage Melmerrotti. Ein milder Zerhacker, der unser Wohlbefinden dergestalt komplettiert, dass wir sogleich damit beginnen, Oerlinghausen zu besprayen respektive die schönste Ecke in der “Klappe30″. Tja, und so haben wir Tobias Sommer glücklich gemacht – sichtlich glücklich gemacht. Beste Grüße nach Oerlinghausen!
—> Klappe30, Die II., Hauptstraße 30, 33813 Oerlinghausen
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Wenn Schildesche Nahrung sucht: Holzweiler hilft!

Hat stets gute Laune und eine dicke Flasche Joppie zur Hand: Wirtin Marianne Holzweiler
Hungrig kreuzen wir durch Schildesches Straßen. Uns treibt die Frage: Was hat dieser Suburb zu bieten? Und da entdecken wir Holzweiler’s Schnellimbiss. Nett empfängt uns Marianne Holzweiler und erläutert bereitwillig ihre kreative Speisekarte. Mit Bedacht wählen wir daraus eine Doppelportion Cheeseburger (natürlich mit hausgemachtem Fleischinlet). Die Großformatigkeit der Burger erfordert eine gewisse Bissgeschicklichkeit. Außerdem wählen wir den Cheeseburger mit Pommes (gut zu erkennen: die süffigen Röstzwiebeln) sowie Currywurst und Pommes weiß (obligat wird hierzu ein Brötchen serviert, was aber niemand braucht, denn die Portion ist mindestens XL). Nach vollzogenem Fressgenuss ist man garantiert so richtig schön satt. Zum wohligen Abschluss reicht uns die fürsorgliche Marianne Holzweiler eine hübsche Lage Kuemmerling, die wir natürlich sofort und gern leeren.
30 Berufsjahre hat Marianne Holzweiler nun schon in der Bielefelder Gastronomie absolviert, aber bis heute hat sie sich ihre Freude am Gästeverwöhnen bewahrt. Als sie hier vor diversen Jahren ihren Schnellimbiss eröffnete, waren die Schildescher anfangs, so verrät sie uns, ein wenig misstrauisch. Aber inzwischen hat sich ein schöner Kreis treuer Stammgäste gebildet, der ihre soliden Portionen zu schätzen weiß. Vor allem hungrige Schüler gehören zu ihren versierten Stammgästen, und die lassen sich die Pommes zu den Chicken Crossies gern mit Joppiesauce veredeln (Produkthinweis: In Marianne Holzweilers Speisekarte findet sich unter “Junge Küche” der Joppie-Teller). Bonushinweis für die letzten Bielefelder Raucher: Vor dem Imbiss wartet ein edel arrangierter Rauchertisch, der das Verweilen müßig gestaltet. Alles in allem haben wir uns bei Holzweiler’s Schnellimbiss tüchtig wohl gefühlt. Resümee: Schildesche hat’s drauf!
—> Holzweiler’s Schnellimbiss, Am Vorwerk 33 (Ecke Engersche Straße), 33611 Bielefeld




