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23 Beiträge mit Schlagwort 'Grillteller'

Bielefeld im Glück: Larissa 2.0

Haben viele treue Stammgäste: Die sympathischen Wirtsleute Azis und Maki Ari

Haben viele treue Stammgäste: Die sympathischen Wirtsleute Azis und Maki Ari

Ein Raunen geht durch Bielefeld: “Larissa hat wieder eröffnet”, so mailt uns voller Freude Larissa-Fan Burkhard Schweighöfer. Bekanntlich hatte der beliebte Grill 2009 durch eine schwere Gebäudeinsuffizienz Totalschaden erlitten. Aber die fleißigen Wirtsleute Ari haben in jahrelanger Klein- und Heimarbeit alles wieder instandgesetzt, so dass wir heute dankbar Herrn Schweighöfers Tipp folgen und Larissa 2.0 begutachten werden.

Herr und Frau Ari haben sich gar nicht verändert, nur die beiden Söhne sind groß geworden und packen schon fleißig mit an. Brav. Nun lassen wir unsere Blicke schweifen. Alles ist fein hergerichtet, alles erstrahlt frisch renoviert. Je länger wir schauen, desto philosopischer wird uns zumute. Kein Wunder, denn an den Wänden finden sich 3-D-Sinnbilder der Topografie klassischer europäischer Philosophie. Scherzbolde behaupten, es handele sich dabei um Allegorien des Larissa-Unfalls, aber das ist natürlich Quatsch.

Aaah, unsere schönen Beilagensalate sind angerichtet! Dann wird es also langsam ernst. Der Getränkeschrank beherbergt erfreulich viele Sorten Erfrischungsgetränke. Wir entscheiden uns schnell für das liebliche Efes und sind nun aufgeregt wie sonstwas, ob die Speisen noch so schmackhaft sind wie damals. Und sie sind es. Wir starten mit dem Hausteller, den wir dankbar loben. Als unverändert klasse stellen sich auch die gefüllten Steaks dar. Astrein ist die Riesenfrikadelle, saftig gefüllt mit Schafskäse. Erfreut notieren wir, dass auch die Larissa-Pizza weiterhin prima mundet. Wie zum Beipspiel die Pizza Olympia. Aber auch im Kleinen erfahren wir viel Freude. So ist unser verehrter Herr Sölter von der seltenen Güte der Larissa-Mayonnaise begeistert und lässt sich daher gern eine Extraportion Mayo zuführen. Und das alles weiterhin zu Preisen, die erschreckend niedrig sind. Die ganze Zeit sorgt Wirtin Maki Ari wie eine Mutter für uns. Am Ende lässt uns nur gehen, wenn wir eine schöne Rutsche Abschlussouzo genossen haben. Damit stoßen wir gern auf das Glück des neuen Grill Larissa an: Hipp, hipp, hurra! Auf einen guten Neustart!

Übrigens: Die Interviews unseres ersten Flaneur-Films wurden 2007 im Larissa aufgezeichnet.

—> Larissa, August-Bebel-Straße 130, 33602 Bielefeld

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Bielefelder Pizzataxi-Test

Mit Rückenwind bis in die 9. Etage: Pizzataxifahrer Ioannis Koukotsikas ist durchtrainiert

Mit Rückenwind bis in die 9. Etage: Pizzataxifahrer Ioannis Koukotsikas ist durchtrainiert

Heute machen wir den großen Bielefelder Pizzataxi-Test (1. Folge). Wir wählen die Telefonnummer 61217. Es begrüßt uns eine sympathische Frauenstimme, die alle unsere Wünsche schnörkellos entgegennimmt. Kaum haben wir den Hörer aufgelegt, parkt auch schon Pizzataxifahrer Ioannis Koukotsikas sein Transportfahrzeug vor unserem Haus. In Windeseile bringt uns der durchtrainierte Mann die Nahrung ins 9. Stockwerk (ohne Aufzug). Zufrieden stellen wir fest, dass die Lieferung exakt unserer Bestellung entpricht. Schöne Geste: Gratis erhalten wir einen Liter Cola extra.

Nun widmen wir uns den Nahrungsmitteln. Astrein: Gyros mit Pommes und Salat. Auch lecker: Gyros mit Zwiebeln und Brot. Als große Nummer entpuppt sich außerdem die Pizza mit Spinat, Schafskäse und Zwiebeln. Möglicherweise schmeckt sie durch den Transport noch besser als üblich, denn der hauchdünne Boden ist ganz sanft angesuppt, so dass unsere Geschmacksnerven einen noch besseren Zugriff auf das schöne Ding haben. Zum Abschied schenken wir Ioannis Koukotsikas dankbar unseren schönen Aufkleber. Motto: Flaneur-geprüftes Pizzataxi – nur echt mit dem Aufkleber!

Übrigens hat kürzlich unsere Lokalpresse über die Köchin dieser guten Speisen berichtet: Anna Strymponi im Westfalen-Blatt

—> Pizzataxi Grill Olympia, Tel.: 0521 – 61217

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Im Paradies griechischer Kochkunst

Bielefelds große Köchin EvangeDie große Köchin Evangelia Georgakis (Mitte) im Kreise ihrer Familie, mit Anni & Gerd Wind

Die große Köchin Evangelia Georgakis (Mitte) im Kreise ihrer Familie, mit Anni & Gerd Wind

Die Familie Georgakis ist von Babenhausen Richtung Kernstadt umgezogen. Ihre wunderbare Taverne wohnt also nun in der Traditionsgaststätte Windlicht. Mit Freuden sehen die bisherigen Wirtsleute Anni & Gerd Wind, dass sie ihre gute Stube in ebenso gute Hände übergeben haben. Ein Pflichtbesuch für uns, auf den wir uns freuen.

Ein angenehmer hellenischer Appetizer namens Bauernreis lässt erahnen, was uns heute lukullisch widerfahren wird. Und dann kracht’s auch schon. Vater und Sohn Georgakis servieren ein wahres Göttergeschenk: Eine unvergleichliche Käseplatte. So etwas haben wir noch nicht gegessen. Jeder Käse ist hausgemacht, jeder Käse ist anders zubereitet, jeder Käse ist ein Gedicht. Als wir den Rausch des Käsetellers mental verarbeitet haben, treffen die Hauptdarsteller des Abends ein. Der wunderbare Mykonosteller wird ebenso schnell unser Freund wie die bezaubernde Europaplatte. Als besonders große Sache tritt die Lammkeule auf. In einer hübschen Terrine serviert, angereichert mit edlen Maulbeeren betört uns das brave Lämmchen auf geradezu erotische Weise. Benotung: Herrlich! Und als uns alsdann der Fisch erreicht, wissen wir sofort: So sieht lukullisches Kabeljau-Glück aus. Ansonsten stehen auf unserem Tisch feine Salate in eleganter Senfsoße und Bratkartoffeln, von denen man nicht genug bekommen kann. Am Ende sind unsere Bäuche glatt und rund, aber zum Nachtisch ein Sahneschmankerl mit frischem Obst, das geht immer. Dazwischen lieferte Panajiota Georgakis immer wieder zuverlässig frische Flüssigkeiten, so dass uns rein gar nichts fehlte.

Am Ende eines langen Abends danken wir herzlich der großen Köchin Evangelia Georgakis, und sie verrät uns, dass sie sich ausschließlich an Rezepten ihres Großvaters orientiert. Ebenso danken wir ihrem Mann, denn Adam Georgakis hat sich den ganzen Abend herzensgut um uns gekümmert. Aber auch die Kinder der Eheleute haben auf sympatische Weise ihre natürliche Begabung für die Gastronomie bewiesen. Beschwingt verlassen wir schließlich zu später Stunde das gastfreundliche Haus und treten die Rückreise mit der Straßenbahn an. Leider vergessen wir dabei unseren Herr Sölter. Wenn Sie gelegentlich an der Haltestelle “Auf der Hufe” vorbeikommen, schauen Sie bitte mal nach. Er ist gewiss noch dort. Sie erkennen ihn an der Begeisterung, die der schöne Abend in sein Gesicht gezaubert hat.

—> Taverne im Windlicht, Jöllenbecker Straße 157, 33613 Bielefeld

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Steaks an historischer Stätte

Sein Herz schlägt für Steaks: Wirt Slobodan Tasić

Sein Herz schlägt für Steaks: Wirt Slobodan Tasić

Gern erinnern sich ältere Bielefelder an die Schlachthof-Gaststätte. Sie wohnte an der Ecke Walther-Rathenau-Straße & Werner-Bock-Straße und war bekannt für ein pulsierendes Leben. Frischfleisch war hier Programm. Vorn in der Gaststube für treue Tagesgäste, hinten im großen Saal für Zusammenkünfte der Fleischerinnung oder der Markthändler. Mit dem Schleifen des Schlachthofs begann eine schwere Zeit für die Gastronomie, denn ihr war die Seele abhanden gekommen. Bis sich Slobodan Tasić vor einigen Jahren der insuffizienten Lokalität annahm. Vorher hatte er zehn Jahre das Kartoffelhaus am Berliner Platz betrieben. Der Mann weiß also, wie Gastro geht.

Im Entrada setzt Slobodan Tasić auf argentinische Steaks. Und die wollen wir heute alle haben. Als da wären: Die englische Variante, also blutig wie ein guter Krimi (hier mit feiner Pfeffersoße). Außerdem Medium für den rosa Anbiss. Sowie well done und trotzdem nicht zäh wie eine Schuhsohle. Alle Steaks bewerten wir als zweifelsfrei gelungen. Wem nicht nach einem Steak ist, kann sich bei Slobodan Tasić auch am Grillteller gütlich tun, entweder mit Dickkartoffel oder aber mit Pommes. Beide Varianten müssen wir sehr loben.

Vor dem Abendmahl erhält man übrigens ein kleines Unterhaltungsprogramm, das zum Zeitvertreib gut geeignet ist. Außerdem serviert Slobodan Tasić zwischen all seinen Köstlichkeiten stets erfreulich flott und dabei hochkonzentriert hübsche Mischtabletts. Für den Nachtisch haben wir heute ausnahmsweise selbst gesorgt: Hm, Eiskonfekt! Dazu einen Espresso und das Abendmahl ist rund.

—> Entrada, Walther-Rathenau-Straße 28, 33602 Bielefeld

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Solide Stadtteilversorgung

Vorzügliche Gastgeber: Die Eheleute Biljana und Luka Simic vor historischer Deko

Vorzügliche Gastgeber: Die Eheleute Biljana und Luka Simic vor historischer Deko

Unser heutiges Ziel ist ein Tipp des verehrten Herrn Sauerland-Karl. Der gute Mann schätzt Hausmacherqualität, die ohne eitles Gemache und zu angemessenen Preisen aufgetischt wird. Nun empfängt uns eine kleine Schankstube, in der einige Gäste den Tag bei Bier und Plauderei gemütlich ausklingen lassen. Vermutlich allesamt Stammgäste aus der Nachbarschaft. Wir entdecken einen weiteren Raum, er scheint als Speisestube gedacht zu sein, beherbergt aber heute keine Gäste. Da bleiben wir doch in der Schankstube, wo eine Skatrunde tagt, und studieren das interessante Repertoire der Speisekarte. Nachdem wir unsere Bestellung aufgegeben haben, trägt Wirt Luka Simic ausreichende Biervorräte an unseren Tisch und verschwindet alsdann mit seiner Frau Biljana in der Küche. Nicht ohne Spannung warten wir mit festem Blick auf die verschlossene Küchentür. Nach angemessener Zeit wird unser Warten belohnt und der Tisch biegt sich unter vollen Tellern.

Als Erster ergreift unser heutiger Gast, Bielefelds berühmter Steinmetz Lars Jauer, das Wort: “Damit hätte ich nicht gerechnet!” sagt er vollmundig kauend. Sofort stimmen wir in seinen Lobgesang ein: Feine Schweinelendchen mit freundlicher Sauce. Köstliches Schweinefilet mit herzlichen Bratkartoffeln. Ebenfalls klasse: Zwei schöne Grillspieße. Alsdann tritt der Balkanteller auf – und er überzeugt sofort. Zu all dem passt der Salat mit angemessenem Liebreiz. Und das alles, verehrte Leserinnen und Leser, wird zu einem erstaunlichen Preis-Leistungs-Verhältnis aufgefahren.
 
Nachdem Wirt Luka Simic unserem Tisch flüssige Leckerchen verabreicht hat, befragen wir ihn zur Geschichte seines Gasthauses. Nicht ohne Stolz berichtet er von fast 25 Jahren, die er das Adria nun schon führe. Und bei der Zubereitung der kroatischen Speisen, erklärt er fröhlich, assistiere ihm seine Frau. Nach unserem Gespräch setzt sich Luka Simic mit einigen Gästen zu einer gemütlichen Skatrunde zusammen. Diesen schönen Abendausklang hat er sich redlich verdient.
 
—> Adria, Heidsiekstraße 2, 33607 Bielefeld

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