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6 Beiträge mit Schlagwort 'Grappa'

Wie geht es Moritz? – Ein Update

Ein natürlicher Verbündeter der Flaneure: Wirt Achim Klußmann bei der Arbeit

Ein natürlicher Verbündeter der Flaneure: Wirt Achim Klußmann bei der Arbeit

Nur zu gern erinnern wir uns an unseren letzten Besuch in Schildesche beim Café Moritz. Damals bat uns Wirt Achim Klußmann inständig, unser Logo auf seinen PKW zu sprayen. Männer mit solchen Wünschen sind unsere natürlichen Verbündeten. Nun haben wir erfahren, dass er sein “Café Moritz” in “Moritz” umbenannt hat – also wird es dringend Zeit zu prüfen, ob dort weiterhin beste Kost in bestem Ambiente angeboten wird.

Was sofort auffällt: Hier wird nicht mehr geraucht. Dafür ist die Wirtstube rappelvoll und die Gäste futtern den Wirtsleuten alles wech, was sie kriegen können. Wie beim letzten Mal testen wir diverse Pizzen, als da wären Pizza “Jokel” mit Blattspinat, Ei, Salami oder Pizza “Mario” mit Schafskäse, Oliven, Peperoni und stellen fest: Die Moritz-Qualität besteht unverändert weiter. Diesmal machen wir uns auch über Bandnudeln mit Curryhühnchen her und loben die Küche, weil hier ganz viel Sahne zum Einsatz gekommen ist. Nach erfolgreicher Speisung versorgt uns Achim Klußmann mit einer herzensguten Grappa. Dabei assistiert ihm seine Nichte Lisa Marie mit Geschick und Charme. Kurz kommt es zu Irritationen, als gemeldet wird, wir hätten die Grappa-Vorräte aufgebraucht. Unser lieber Henner bezweifelt das und geht dem Sachverhalt persönlich auf den Grund.

Das Gasthaus Moritz verfügt über Sitzgelegenheiten sowohl in der Wirtsstube als auch vor der Tür. Selbstredend prüfen wir beide Varianten und dürfen feststellen: Ob drin, ob draußen – überall betreut uns Kellnerin Jamie stets freundlich und ausgesprochen flott. Draußen werden wir Zeugen, dass der Mai in Schildesche ausgebrochen ist, denn zu fortgeschrittener Stunde gesellt sich ein Maikäfer zu uns, dem wir sofort Pizzareste und Brauereiprodukte anbieten. Auch er ist von dem Moritz-Angebot begeistert und will bald wiederkommen. Tja, genauso geht es uns auch. Irgendwie sind wir wohl alle Maikäfer.

—> Moritz, Johannisstraße 42, 33611 Bielefeld

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Pizza-Glück im Spaghetti-Haus

Präsentieren hausgemachte Nudeln: Wirt Vahe Markosyan und Serviererin Cicci Mazhigi

Präsentieren hausgemachte Nudeln: Wirt Vahe Markosyan und Serviererin Cicci Mazhigi

Schon beim Betreten des Gastraumes ist klar, hier werden die Gäste musikalisch bestens betreut. Klavier und Geige geben alles, bis sie von Demis Roussos abgelöst werden. Es folgt der fast vergessene Charles Aznavour. Er schenkt uns sein „Duh lässt disch gähn“, was wir sogleich zu unserem Motto bei der Auswahl der Speisen machen. Immerhin befinden wir uns in einer armenisch geführten Restauration und Charles Aznavour ist, wie Sie natürlich selbst wissen, armenischer Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf.

Als erstes untersuchen wir schöne hausgemachte Spaghetti, verborgen unter einem großzügigen Raukedickicht (Wissen Sie eigentlich, dass dieses weit verbreitete Speiselaub traditionell Stinkrauke heißt? Aber dieser Name missfällt Ihnen? Dann halten Sie sich doch an den botanischen Namen: Schmalblättriger Doppelsame.) Als nächstes erreicht uns aus der Lecker-Lecker-Fraktion eine hervorragende Salamipizza sowie eine schmackhafte Pizza Mista. Als ebenso ungewöhnlich wie beglückend ist die Pizza Deutschland-Italien zu bewerten, und was wie eine durchschnittliche Salamipizza daherkommt, entpuppt sich in Wirklichkeit als eine köstliche extra scharfe Pizza. Aber auch die magenfüllende Lasagne ist geschmacklich sehr zu loben.

Nach dieser großartigen Futterkaskade notieren wir mit Freude, dass das Spaghetti-Haus über ein solides Grappa-Sortiment verfügt. Gern lassen wir uns vom sympathischen Wirt Vahe Markosyan mit dessen bezaubernder brauner Grappa verwöhnen und bitten ihn sofort um einen Fremdsprachenlehrgang: Prosit heißt auf Armenisch “Anusch” (genauer: Անուշ) und das üben wir so lang bis es perfekt sitzt. Bei all dem hat uns der hauseigene Big Ben zuverlässig mit seinem seriösen Glockenklang begleitet. Doch nun hat er zwölfmal geschlagen, so dass wir Wirt Vahe Markosyan und seiner netten Serviererin Cicci Mazhigi herzlich für die guten Gaben danken und mit frohem Schritt heimwärts streben.

—> Spaghetti-Haus, Mauerstraße 13, 33602 Bielefeld

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Am Neumarkt erstrahlt die Sonne des Südens

Klasse Gastgeberinnen: Jasmin Öktem und Wirtin Vincenza Sgarriglia

Klasse Gastgeberinnen: Jasmin Öktem und Wirtin Vincenza Sgarriglia

Bald wird unsere Stadtbibliothek umgesiedelt. Weg vom Stadtzentrum, hin zum chronisch verwaisten Neumarkt. Viele Leute sorgen sich, was dann aus der Stadtbibliothek werden soll. Doch nun gibt es Hoffnung! Denn nun hat sich Vincenza Sgarriglia mit ihrem schmucken Ristorante “Sole del Sud” am Neumarkt niedergelassen. Man darf also hoffen, dass viele ihrer Gäste auch die Stadtbibliothek besuchen werden. Doch vorher besuchen wir Vincenza Sgarriglia.

Eine kleine, aber feine Gaststube empfängt uns, die mit einer extrabreiten Fensterfront veredelt ist. Hier sitzt jeder Gast in der ersten Reihe. Als erstes führt uns Vincenza eine sehr gelungene Saltimbocca zu. Unser Lob erklingt hell und einstimmig. Nicht minder schmackhaft gebärdet sich die Penne con Salsiccia. Na, und erst die Dorade, sie lässt jeden Fischfreund jauchzen: So lieb und lecker! Als nicht nur hübsch würzig, sondern auch als gute Sattmacher entpuppen sich die Pizza mit Sardellen und Kapern sowie die Salamipizza.

Nach diesem Fest der Völlerei müssen wir erstmal durchatmen und lassen uns eine schöne Grappa servieren. Alsdann erscheinen Vincenza und ihre behende Helferin Jasmin unaufgefordert mit einer fröhlichen Panna Cotta, die sich als äußerst nachhaltige Erfrischung der Seele entpuppt. Was nicht ohne Folgen bleibt – unser lieber Henner hat durch die entzückende Speise ungeahnte Kräfte gewonnen, die er sofort in ausdauernde Stuhljonglage umsetzt. Wollen auch Sie neue Kräfte tanken? Dann raten wir dringend zum Besuch vom Ristorante “Sole del Sud”. Und bitte grüßen Sie Vincenza und Jasmin von uns.

–> Sole del Sud, Neumarkt 11 – 13, 33602 Bielefeld

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Mit der Weltpresse bei Giuseppe Muratore

Investigativer Journalismus in Vollendung: Tim Donsbach am Tisch der Flaneure

Investigativer Journalismus in Vollendung: Tim Donsbach am Tisch der Flaneure

Gestern Abend: Wir sitzen im Biergarten der lieblichen Altstadt Gastronomie “Zum Raben” – wie immer, wenn wir unterwegs sind, inkognito. Und wer spürt uns auf? Tim Donsbach, das Rundfunk-Urgestein, der beste Mann von Radio Bielefeld. Erst sind wir verhalten, geben ausweichende Antworten, aber dann gewinnt der grundsympathische Mann schnell unser Vertrauen mit seinen pfeilgenauen Fragen (“Könnt’ ich noch’n Bier haben?”), so dass wir ihm alles offenbaren, was das Flaneur-Handwerk zu bieten hat.

Wirt und Koch Giuseppe Muratore zaubert in der Küche unterdessen ein Speisensortiment nach SEINER Wahl. Wir haben keine Ahnung, was er uns kredenzen wird, wir haben uns ihm völlig ausgeliefert. Und dann serviert Elena Muratore auch schon die ersten Köstlichenkeiten. Eine Bruschetta, von seltener Geschmacksfülle. Ein Vitello tonnato, das selbst den Göttern munden würde. Und ein Carpaccio von ganz besonderer Kraft. Traumhaft auch die Crevette alla Taormina, sie erfrischt herrlich. Soweit die Vorspeisen. Nun kommt die Pasta – und zwar als Großfamilie! Ein Pastateller schaut herrlicher aus als der andere, und alle schmecken wunderbar! Natürlich dürfen auch die Gnocchi nicht fehlen, denn sie sind bestens gelungen.

Als erfrischenden Nachtisch serviert Thomas Miesczak ein Sorbetto al Limone, das den Hochgenuss des Abends vollendet abrundet. Auch hier überlassen wir Tim Donsbach nicht seinem Schicksal, sondern unser Henner schult ihn nachhaltig beim Trinkgenuss. Am Ende besiegelt Giuseppe Muratore unser Glück mit köstlichen Zigarrren und einer sizilianischen Grappa. So geht ein wunderschöner Abend langsam zu Ende, und für Tim Donsbach, das spüren wir genau, war es der schönste Abend seines Lebens. Tja, sowas kann passieren, wenn man sich zu den Flaneuren an den Tisch setzt.

—> Zum Raben, Obernstraße 27, 33602 Bielefeld

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Unser Bielefelder Lieblings-Rabe

Immer nett: Wirt und Koch Giuseppe Muratore mit den Servicedamen Lidia und Maria

Immer nett: Wirt und Koch Giuseppe Muratore mit den Servicedamen Lidia und Maria

Heute haben wir uns im geräumigen Biergarten der Altstadt-Gastronomie “Zum Raben” breit gemacht. Bis die Speisen kommen erhalten wir als nettes Unterhaltungsprogramm sensible Würzbutter mit Brot. Aber schon bald wird es ernst. Als köstlich erweisen sich die Spaghetti mit Austernpilzen sowie ein üppiger Salat, der alles hat, was Herz und Gaumen wünschen. Ebenfalls fällt als schmackhaft auf die Nummer 34 (den lukullischen Namen recherchieren Sie bitte selbst nach, er ist uns entfallen). Groß und knusprig nährt die Thunfischpizza den hungrigen Gast. Schlimm: Vor lauter Schmatzerei versäumen wir, die Lasagne fotografisch zu dokumentieren. Aber wir bezeugen gern, dass sie bestens gelungen ist.

Im weiteren Verlauf des schönen Abends erweist sich Wirt Giuseppe Muratore als ein Mann mit großem Herzen, denn mit beispielhafter Hingabe präsentiert er uns seine flüssigen Schätze. Dazu zählt z.B. ein leichtes Abendgetränk, der Likör Montenegro aus Bologna. Schon beim Ausschank hinterlässt er einen goldenen Eindruck und mundet anschließend wohlig. Mit fortgeschrittener Zeit gilt dann die Parole “Süßer die Glocken nie klingen”: Ein wiederholtes Grappa-Prosit erklingt in froher Runde und wir danken dem Wirt und seinen Servicedamen gern und ausdrücklich für den gelungenen Abend. Bei all diesen Erlebnissen erweist sich Mark Sölter, unser heutiger lieber Gast, als echtes Flaneur-Talent. Mehrfach müssen wir den guten Mann ernsthaft loben. Gegen Mitternacht hat unsere große Gemütlichkeit deutliche Spuren hinterlassen und Giuseppe Muratore nimmt uns das Versprechen ab, am kommenden Mittwoch erneut bei ihm einzukehren. Er möchte uns einige spezielle Varianten seiner Kochkunst präsentieren. Wer könnte dies bezaubernde Angebot ausschlagen? Wir jedenfalls nicht.

—> Zum Raben, Obernstraße 27, 33602 Bielefeld

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Die Bielefelder Flaneure freuen sich über die Hilfe von:


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