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14 Beiträge mit Schlagwort 'Fisch'

Wie wir zu Thalis-Männern wurden

Indien in Bielefeld: Koch Jaman Singh und Geschäftsführer Karamjeet Singh

Indien in Bielefeld: Koch Jaman Singh und Geschäftsführer Karamjeet Singh

Sollten wir Zweifel haben, wo wir heute eingekehrt sind – der indische Wandschmuck mit den fröhlichen Göttern ist eindeutig. Kaum haben wir dankbar das erste Abendpils angetrunken, steht auch schon ein Knusperteller mit 3-Farben-Tunken vor uns. Mutig wenden wir uns ihm zu und lernen dies Ensemble als nettes Unterhaltungsprogramm kennen. Als wir dann die Vorspeisenteller erhalten, bestaunen wir sogleich die symbolträchtigen Formen dieser fremden Speise. Die Kernmasse besteht aus verschiedenen Gemüsen, die im Teigmantel gesotten wurden und uns effektiv sättigen. Bis der Auftritt der Thalis-Platten erfolgt.

Selbstverständlich ist Ihnen bekannt, dass “Thali” in der indischen Gastronomie eine Mahlzeit bezeichnet, die aus verschiedenen Bestandteilen zusammengestellt ist. Thalis werden meist mit kleinen Metallschälchen serviert, die Fleisch, Gemüse und allerlei Beilagen enthalten. Daher erhalten wir unsere Thalis-Varianten auf einer edelstahlblitzenden Metallplatte, die verschiedene Auffangbecken besitzt. Unser heutiges Hauptgericht setzt sich zusammen aus den drei Abteilungen Fleisch-Thalis (herzhaft gewürzt), Fisch-Thalis (freundlich gewürzt) sowie Vege-Thalis (auch gewürzt). Alle Speisen munden uns sehr und verwandeln uns in zufriedene Thalis-Männer mit prall gefüllten Bäuchen. Gibt es einen schöneren Zustand? Zum Abschied erhalten wir einen goldgelben Mangolikör, mit dem wir auf eine gute Zukunft von ganz Bombay anstoßen.

—> Bombay, Herforder Straße 42, 33602 Bielefeld

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Bielefelder Begegnungen, heute: Volker Küpperbusch

Der Rechtsanwalt als Lachsfreund: Volker Küpperbusch mit Fischmeister Kurban Gel

Der Rechtsanwalt als Lachsfreund: Volker Küpperbusch mit Fischmeister Kurban Gel

Aus Hollywood-Streifen kennen wir ihn, den Typus des energiegeladenen Rechtsanwalts. Ohne Jackett, aber mit extrabreiten Hosenträgern über dem blütenweißen Hemd steht er vor seinem fiesen Gegner und rammt ihn argumentativ und punktgenau in den Boden. Anschließend blitzen seine weißen Zähne mit einem grundsympathischen Lächeln auf. Solche Rechtsanwälte gibt es in Wirklichkeit nicht? Doch. Gibt es. Und zwar in Bielefeld. Name: Volker Küpperbusch (allerdings ohne breite Hosenträger). Sie haben gewiss schon von ihm gehört, denn der agile Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht findet gelegentlich die Aufmerksamkeit der bundesweiten Presse. Zum Beispiel kürzlich, als er dem Heidi Klum-Clan erfolgreich vor Gericht erklärt hat, dass Knebelverträge tatsächlich sittenwidrig sind.

In seiner kargen Freitzeit pflegt Volker Küpperbusch den Umgang mit Fischfreunden. Hierzu zählt die schöne Restauration Kleine Plötze (“Die können Fisch!”) ebenso wie der Fischmeister Kurban Gel, der auf dem Wochenmarkt mit seinem erfolgreichen Fisch Holland alle Rekorde bricht. Aus dessen erstaunlichem Sortiment sucht sich unser Rechtsanwalt heute einige hübsche Lachse aus, die er daheim selbst räuchern will. Aber vorher überredet er uns zu einem ambulanten Backfisch auf dem Wochenmarkt. Der sei hier nicht nur äußerst schmackhaft, sondern werde auch von sehr freundlichen Leuten zubereitet. Tatsächlich, die dampfende Fischportion schmeckt sensationell! Und sie lädt zum großen Plaudern ein.

So kommt es, dass uns Volker Küpperbusch verrät, wie er von seinem Geburtsort, der Insel Borkum, in jungen Jahren nach Bielefeld gefunden hat (der großen Liebe wegen, die bis heute Bestand hat). Während des Studiums sammelt er enorme Lebenserfahrung durch Jobs in der Gastronomie (Betriebsleiter des Casa) und in der seelsorgerischen Sozialarbeit (Nachtportier im Hotel Stadt Bremen). Gern würden wir ihm weiter lauschen, aber der Jurist muss fort, die Aktenberge warten. “Von der Juristerei”, ruft er uns zum Abschied mit leuchtenden Augen zu, “kann man zwar ordentlich den Hals voll kriegen, aber man wird nie satt.” Sagt es, winkt freundlich und verschwindet am Horizont. Nächste Woche lesen wir dann in der Weltpresse, welche Hinrichtung er Montag in Berlin vollstreckt hat.

—> Rechtsanwalt Volker Küpperbusch, Marktstraße 7, 33602 Bielefeld

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Lateinamerika – Mitten in Bielefeld

Haben uns sehr verwöhnt: Manuela De Sousa Schmidt und Wirt Johnny Steeg-Rivas

Haben uns sehr verwöhnt: Manuela De Sousa Schmidt und Wirt Johnny Steeg-Rivas

Wer gern Lateiamerikanisch speisen möchte, aber den weiten Weg um die halbe Erdkugel scheut, der macht’s sich einfach und geht ins Café Tropical. Dadurch spart man nicht nur das Einchecken am Flughafen, sondern es gibt auch keine Sprachschwierigkeiten bei der Speisekarte – im Tropical ist aaalles gaaanz einfach: Tisch auswählen, Bierchen ordern und dann langsam das Futter kommen lassen. Wir starten mit lecker Oliven und guter Würzsalbe, die von bravem Knusperbrot sekundiert werden. Frisch und saftig treten alsdann die Tortillas mit Glücksgarantie auf. Ebenfalls auf freundliche Weise überraschen die Thunfischtaschen den Gaumen. Außerdem bestätigt sich im Café Tropical die Weisheit von Professor Binsen, dass gut gemachte Datteln im Speckmantel stets ein Genuss sind. Ein ganz großes Hallo bewirkt auch der schmackhafte Mischteller, und die Huhnspieße erweisen sich im Anbiss als nicht unfeurig. Aber auch das Huhnfleisch mit Salbenauflage und Knusperbeigabe imponiert gekonnt. Schließlich runden liebe Würzfischchen unseren Ausflug nach Lateinamerika gekonnt ab.

Aber natürlich verweilen wir noch in dem fernen Kontinent, denn wir lassen uns von unserer bezaubernden Serviererin Manuela De Sousa Schmidt berichten, dass sie deutsch-brasilianische Wurzel hat. Und der gastfreundliche Wirt Johnny Steeg-Rivas kann mit einer familiären Mischung aus Honduras und Hessen aufwarten. Wohingegen der sympathische Koch Marco Arias Botschafter seines Heimatlandes Peru ist. Kennen Sie eine Bielefelder Gaststube, die so viel Lateinamerika im Angebot hat? Wir nicht.

“Mesclat” lautet der Name eines feinen Kräuter-Anis-Likörs (Herkunft: Mallorca), den uns das nette Tropical-Team nach dem Abendmahl fürsorglich offeriert. Er gefällt uns auf Anhieb so gut, dass es sofort zu wiederholtem herzlichen Prosit zwischen Manuela De Sousa Schmidt und unserem Stahlbaron kommt. Als wir zu später Stunde das gastliche Haus verlassen, sehen wir, dass Wirt Johnny Steeg-Rivas unser Prüfsiegel sofort ins Fenster hängt. Gut so: Wichtige Neuigkeiten sollte man stets sofort bekannt geben. Auch in Lateinamerika.

—> Café Tropical, Webereistraße 5, 33602 Bielefeld

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Am Neumarkt erstrahlt die Sonne des Südens

Klasse Gastgeberinnen: Jasmin Öktem und Wirtin Vincenza Sgarriglia

Klasse Gastgeberinnen: Jasmin Öktem und Wirtin Vincenza Sgarriglia

Bald wird unsere Stadtbibliothek umgesiedelt. Weg vom Stadtzentrum, hin zum chronisch verwaisten Neumarkt. Viele Leute sorgen sich, was dann aus der Stadtbibliothek werden soll. Doch nun gibt es Hoffnung! Denn nun hat sich Vincenza Sgarriglia mit ihrem schmucken Ristorante “Sole del Sud” am Neumarkt niedergelassen. Man darf also hoffen, dass viele ihrer Gäste auch die Stadtbibliothek besuchen werden. Doch vorher besuchen wir Vincenza Sgarriglia.

Eine kleine, aber feine Gaststube empfängt uns, die mit einer extrabreiten Fensterfront veredelt ist. Hier sitzt jeder Gast in der ersten Reihe. Als erstes führt uns Vincenza eine sehr gelungene Saltimbocca zu. Unser Lob erklingt hell und einstimmig. Nicht minder schmackhaft gebärdet sich die Penne con Salsiccia. Na, und erst die Dorade, sie lässt jeden Fischfreund jauchzen: So lieb und lecker! Als nicht nur hübsch würzig, sondern auch als gute Sattmacher entpuppen sich die Pizza mit Sardellen und Kapern sowie die Salamipizza.

Nach diesem Fest der Völlerei müssen wir erstmal durchatmen und lassen uns eine schöne Grappa servieren. Alsdann erscheinen Vincenza und ihre behende Helferin Jasmin unaufgefordert mit einer fröhlichen Panna Cotta, die sich als äußerst nachhaltige Erfrischung der Seele entpuppt. Was nicht ohne Folgen bleibt – unser lieber Henner hat durch die entzückende Speise ungeahnte Kräfte gewonnen, die er sofort in ausdauernde Stuhljonglage umsetzt. Wollen auch Sie neue Kräfte tanken? Dann raten wir dringend zum Besuch vom Ristorante “Sole del Sud”. Und bitte grüßen Sie Vincenza und Jasmin von uns.

–> Sole del Sud, Neumarkt 11 – 13, 33602 Bielefeld

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Wir gratulieren: 30 Jahre Kleine Plötze!

Ein Kunstwerk zum Geburtstag: Konstantin und Ursula Schöne mit dem Flaneur-Geschenk

Ein Kunstwerk zum Geburtstag: Konstantin und Ursula Schöne mit dem Flaneur-Geschenk

Bielefeld freut sich: Unsere Kleine Plötze wird 30 Jahre alt! Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. Unser Geburtstagsgeschenk für das grundsympathische Plötze-Team Konstantin und Ursula Schöne ist ein Hummer-Holzschnitt, persönlich signiert vom Künstler. Vor lauter Freude über dies exklusive Geschenk wird Konstantin Schöne zum engagierten Eingießer von “Sauwohl”, dem hauseigenen Kräutergetränk, was zur Folge hat, dass wir dem fischfreundlichen Haus schließlich auch noch ein gereimtes Motto schenken können:

Der Kleinen Plötze Fisch und Hummer
verscheuchen Trübsal und auch Kummer.

In diesem Sinne wünschen wir: Alles Gute für das weitere gastronomische Wirken!

(Ach, Sie kennen die Kleine Plötze noch gar nicht?
Macht nix, hier können Sie alles Notwendige nachlesen: Klick!)

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