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5 Beiträge mit Schlagwort 'Eis'

Im Dorfkrug an der Apfelstrasse

Zufriedenheit im Doppelpack: Stammgast Juris Draudzins und Koch Georgios Gioglis

Zufriedenheit im Doppelpack: Stammgast Juris Draudzins und Koch Georgios Gioglis

Schon vor dem Haus sitzen Gäste und plaudern angeregt beim Abendbier. Und in der Gaststube sitzen noch mehr Gäste und futtern mit Vergnügen, was die Küche hergibt. Auch trifft man sich hier gern zur gemütlichen Kartenrunde (dreimal die Woche “Schwimmen” bzw. “31″). Uns wird schnell klar: Heute sind wir in einer Art Dorfkrug gelandet, der für die untere Apfelstraße zuständig ist. Hier kennt man sich, hier kommt man gern wieder her.

Mit Interesse notieren wir, dass hier regionale Produkte gezapft werden. Daher soll uns heute das Detmolder im Großglas ein fester Begleiter sein. Und dann spricht die Küche. Das köstliche Hacksteak im Tomatenbad löst Glücksgefühle aus und wird solide von Salat, Reis und Kartoffeln sekundiert. Wer nach dem aufsehenerregenden Castilloschnitzel noch hungrig ist, sollte einen Arzt konsultieren. Alsdann folgt eine Parade der freundlichen Sattmacher, es treten auf: Eine Salamipizza, eine Mozarellapizza und eine Schinkenpizza.

Zufrieden streicheln wir schließlich unsere Bäuche und loben den Koch. Aber wir loben auch die Wirtin, denn Thea Kati zapft nicht nur unsere Bierchen, sondern huscht auch mit Lichtgeschwindigkeit durch die Gaststube, um allen Gästen eine Just-in-time-Lieferung zu schenken. Und sie ist auch für liebe Überraschungen gut. Ohne dass wir etwas ahnen, stellt sie uns plötzlich einen erotischen Eisteller mit allen Schikanen vor die staunenden Augen. Nach der Devise “Eis geht immer!” geben wir uns sogleich hemmungslos der Verführung hin. Anschließend lassen wir uns von der sympathischen Wirtin Thea Kati aus ihren 30 Jahren Berufsleben in der Gastronomie berichten und verstehen am Ende sehr gut, warum hier so viele zufriedene Stammgäste sitzen: Thea Kati ist mit Herz und Seele Wirtin.

—> Castillo, Apfelstraße 60, 33613 Bielefeld
—> Montags Ruhetag

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Wo Lämershagen am schönsten ist

Führen ihr Gasthaus in vierter Generation: Die netten Wirtsleute Thomas und Silke Böhler

Führen ihr Gasthaus in vierter Generation: Die netten Wirtsleute Thomas und Silke Böhler

Von Lämershagen kommend führt der Kamm des Teutoburger Waldes den Wanderer nach Oerlinghausen. Kurz vor dieser Grenze wohnt das Gasthaus Deppe. Und zwar seit mehr als ein Jahrhundert schon. Vor dem Gasthaus liegt ziemlich viel Landschaft, die sich bestens bewandern lässt. Aber nun sind wir keine Wandersleute mehr, sondern nur noch sehr hungrig.

Eine seltene Gaststube empfängt uns. Hier ist die Zeit seit mindestens 50 Jahren stehen geblieben – herrlich! Ebenso erfreulich ist auch die Gastfreundschaft der Küche, sie liefert kein Modezeug mit Tralala, sondern grundsolide Kost. Als da wären: Großherzig, attraktiv, vollmundig: die Teutoburger Wald-Platte. Groß, gut, lecker: das Zigeunerschnitzel. Zart, mild, bissig: Das Schweinefilet mit rotem Pfeffer. Würzig, saftig, kess: das Schnitzel mit Spiegelei. Mundig, groß, wohlig: das Schnitzel mit Käse überbacken. Zu den Schnitzeln wird ein seriöser Mischsalat gereicht. Heute begleitet uns Lennart Niermann, der sich selbst als dankbarer Esser bezeichnet und der es sich vom Sahnehering mit Bratkartoffeln (ehrlich, bezaubernd, sahnig) so richtig besorgen lässt. Das Wort “satt” haben wir heute aus unserem Wortschatz gestrichen, daher können wir uns ein Abschlussfeuerwerk gönnen. Süß, zart, erotisch: Ein Vanillees mit Sahne. Dazu dampfen heiße Kirschen. Danach hat sich Doctor Yes, unserer weiterer lieber Tagesbegleiter, wahrlich sein Abschlusszigarettchen verdient.

Mit Freunde stellen wir fest, dass hier der rheinische Ramazzotti (auch Kabänes genannt) ausgeschenkt wird. Sogleich lassen wir uns einige Gläschen reichen – und schon wird die Verdauung auf behagliche Weise angekurbelt. Ganz großes Bolschoi ist ist auch der Aschenbecher, ein richtig schöner Großascher für den Stammtisch. Am Nebentisch chillen steintreue Stammgäste beim eleganten Abendpils. Es sind Matthias, Pascal und Ernst, die dem Gasthof Deppe beste Noten erteilen. Ja, vier Generationen im Familienbesitz sind hier angenehm spürbar.

—> Gasthaus Deppe, Lämershagener Straße 280, 33699 Bielefeld

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Frau Özden wartet auf den Oberbürgermeister (inzwischen Geschichte)

Eiscafé Costa Paradiso

Yildiz Özden umrahmt von den Gästen Gülistan Kraman & Horst Buntin

Hilfesuchend hatte sich Yildiz Özden letzte Woche an Oberbürgermeister Peter Clausen gewandt. Ihr Eiscafé Costa Paradiso, so hatten ihr städtische Mitarbeiter erklärt, müsse am 1. September geschlossen werden. Der Umbau des Kesselbrinks mache das notwendig. Was Frau Özden aber nicht verstand: Warum jetzt schon schließen, wenn bis zum Beginn des Umbaus noch diverse Monate vergehen sollen??? Mit den Unterschriften von 140 zufriedenen Kunden (“Für den Erhalt des Eiscafés!”) war die wackere Frau letzte Woche unangemeldet beim OB erschienen und hatte ihn um einen Aufschub des Rauswurfs gebeten. Clausen bekundet Verständnis und versprach, sich bis heute (31.08.) zu melden. Tja, leider ist nichts daraus geworden. Daher wartet Yildiz Özdem immer noch – und wird ihr Eiscafé weiterhin geöffnet halten. Das freut die zahlreichen Stammgäste, die das Eiscafé gern nutzen. Und Frau Özden muss nicht zum Arbeitsamt gehen.

P.S.: Wir mögen dies Eiscafé allein schon deshalb, weil wir hier seinerzeit eine prima Pressekonferenz abgehalten haben.
Sie werden sich gewiss an den Anlass erinnern: Wir vermittelten damals ein Bielefelder Speibecken in die Schweiz.

—> Eiscafé Costa Paradiso, Friedrich-Verleger-Straße 11, 33602 Bielefeld (Kesselbrink, am Taxistand)

Update, 01.09.: Die Ungewissheit hat Yildiz Özden fast die ganze Nacht nicht schlafen lassen. Wenn ihr nicht alle Stammgäste gut zugeredet hätten, auch heute das Eiscafé wieder zu öffnen, hätte sie vielleicht nicht die Kraft dazu gehabt. Und heute am frühen Morgen kam dann der Anruf eines Sachbearbeiters aus dem Rathaus: Fristverlängerung bis zum 19.09.

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Glücksmomente im Garten-Eis-Café

Garten-Eis-Cafe
Zwei Generationen Bielefelder Eisversorgung: Sohn André Schulz & Mutter Dagmar Kreft

Dieser Beitrag ist gewidmet: Frau Kath

Das Wetter lockt zum Eisgenuss! Und wer ein Qualtiätseis in bestem Ambiente schlecken möchte, begibt sich natürlich zum ruhmreichen Garten-Eis-Café schräg gegenüber dem städtischen Krankenhaus an der Teutoburger Straße. Hier wird Leckerschmeckereis nach Familienrezept selbstgefertigt, und zwar schon seit 1987. 2010 hat ein Generationswechsel stattgefunden. Sohn André Schulz hat das Garten-Eis-Café komplett von seiner Mutter übernommen. 1987 hatte die findige Dame aus einem grauen Hinterhof das Garten-Eis-Café gezaubert, und seither hat es sogar noch beträchtlich an Idylle gewonnen. Im vorderen Bereich finden sich hübsche Sitzinseln, und den hinteren Bereich umrankt ein feiner Garten. Hier sorgt das kleine Mischeis gleich doppelt so effektiv für Entspannung und Seelentrost. Wir haben natürlich auch von den dicken Eisbechern genascht (wir sagen nur: Amarena-Becher), doch der war derart köstlich, dass wir doch glatt versäumt haben, ein Doku-Foto für Sie zu erstellen. Also müssen Sie schon selbst hingehen und es sich bestellen. Natürlich kann man sich hier auch ein Eishörnchen gönnen. Wie z.B. Frau Johanna, unsere heutige nette Begleitung, die das Hörnchen mit einer Kugel gewählt hat. Wen Sorgen plagen, dass Eis zuviel Kalorien enthalte, dem können wir versichern: Kein Problem, alles biologisch abbaubar.

Am Nebentisch erfrischt sich Gelegenheitsgast Thomas Bartis (aus Hannover) mit einem feinen Eisbecher und zeigt sich dabei ebenfalls äußerst zufrieden. Aber mal ehrlich: Hätte jemand etwas anderes erwartet?

—> Garten-Eis-Café, Teutoburger Straße 45, 33604 Bielefeld
—> Jeden Tag von 11 Uhr bis 21 Uhr geöffnet

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Wo Bielefeld zu sich selbst findet: Unser Kesselbrink

Kesselbrink3
Glück & Glanz unserer Stadt begrüßen den Fremden stets vorbildlich am lieben Kesselbrink

Das Wahrzeichen Bielefelds ist zweifellos der eindrucksvolle Kesselbrink. Doch heute wollen wir uns der Sparrenburg zuwenden. Dieses Gebäude ist schon sehr alt, dennoch blieb es bis heute – toi, toi, toi! – von Abbruchplänen verschont. Stets ist die Sparrenburg ein besonders rühriger Ort des Bielefelder Familienlebens gewesen. Niemand weiß, wie viele Hochzeiten hier schon gefeiert wurden (Speisetafel im blauen Saal), wie viele Kinder hier gezeugt wurden (Buschwerk an den Burgmauern) und wie viele Ehestreitigkeiten hier ein jähes Ende fanden (37 m hoher Turm). Seit Jahrhunderten ist es Hauptaufgabe der Sparrenburg, dafür zu sorgen, dass die Bielefelder als Höhepunkt des Sonntagspaziergangs ein lecker’ Eis schlecken können. Das kauft man sich am Burgbüdchen und lässt dann den meditativen Eisesserblick über die Stadt gleiten. Natürlich gern in dem Bewusstsein, dass Bielefeld (Grundfläche: stolze 257,8 km²) größer ist als Paris (magere 105,4 km²). Eine Tatsache, die immer noch von vielen Parisern bezweifelt wird – quo vadis deutsch-französische Aussöhnung? An jedem letzten Aprilwochenende ist die Sparrenburg manischer Zielpunkt einer Schar von Hyperaktiven. Fluchtartig verlassen sie Detmold, verzichten dabei auf PKW oder ÖPNV und kennen nur ein Ziel: Die Sparrenburg sehen und sterben! Dazu gibt es sogar einen Roman, Titel: Tödlicher Hermannslauf. Er hat viel Freude ausgelöst, denn Hermannsläufer sind stets fröhliche Menschen. Schelmische Sportfunktionäre hatten sich sogar den Spaß ausgedacht, das Buch verbieten zu lassen. Aber sie zogen ihre Klage wieder zurück – am 1. April. Besonders gern erinnert man sich im Burg-Restaurant an das Glanzlicht der gesamten Burgexistenz. Im April 2008 versammelten sich hier die Verehrer von Donald Duck zum Donaldisten-Kongress. Die Donaldisten-Hymne hallt noch heute im Gestühl der Burg wider und gibt Bielefeld Kraft bei den Bemühungen um eine Städtepartnerschaft mit Entenhausen.

—> Quellennachweis: Das prächtige Kesselbrink-Foto verdanken wir unserer Touristinformation, hier wird das Foto für kleines Geld als Ansichtskarte verkauft

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