<
 
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)

30 Beiträge mit Schlagwort 'Branntwein'

Die Akropolis steht in Bielefeld

Im Innern der Akropolis: Wirt Spiros Paschalis mit Servicemann Georgios

Im Innern der Akropolis: Wirt Spiros Paschalis mit Servicemann Georgios Pogoniotis

Und wir dachten immer, die Akropolis sei eine alte Tempelburg in Athen – weit gefehlt! Die Akropolis ist ein schnuckeliger Grill in Bielefeld. Schon seit 2002 brutzelt hier Spiros Paschalis fleischige Köstlichkeiten nach griechischem Leckerheitsgebot. Kopilotin ist dabei seine Frau Evdoxia Gogolou, doch die hat heute frei, wird aber bestens von Servicemann Georgios Pogoniotis vertreten. Die Gaststube empfängt uns solide bestuhlt und ist – typisch Akropolis – mit griechischem Wandschmuck ausgestattet. Hier fühlen wir uns wohl.

Mit von der Partie ist heute Dirk Pannhorst. Der gute Mann ist extra aus Helpup angereist und freut sich nun mit uns über die Invasion der Fleischteller. Wollüstig fallen wir über die feine Leber her, zerbeißen astreines Souvlaki und naschen vom Gyros mit Tsatsiki. Dazu werden schmackhafte Pommes mit Salben gereicht, so dass es uns an nichts fehlt. Synchron zu unseren Kauvorgängen erweist sich Wirt Spiros Paschalis als ausgezeichneter Bierbeibringer und als ein ebensolcher Ouzobeibringer. Nach wunderbaren Stunden der Völlerei sind wir schließlich satt & glücklich und zum Dank widmen wir Spiros Paschalis & Georgios Pogoniotis ein extra fröhliches Prosit. Verständlich also, dass wir auf unserem Heimweg mit Inbrunst ein altes, wohlbekanntes Lied anstimmen: Akropolis adieu, / ich muss gehen. / Die weißen Rosen sind verblüht, / was ich geschehen? / Ich wär so gern geblieben, / Akropolis adieu!

—> Grill Akropolis, Otto-Brenner-Straße 110, 33607 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Nie vergessen wir Antep III

Schmieden schöne Grillplatten: Die Wirtsleute Gülten und Memet Türkan

Schmieden schöne Grillplatten: Die Wirtsleute Gülten und Memet Türkan

Die Flaneure sind hungrig, und dunkel ist die Heeper Straße, doch voller Verheißung leuchtet das Öz Antep in die Bielefelder Nacht. Es empfängt uns eine umfangreiche Gaststube mit erstaunlichem Wandschmuck. Nach Durchsicht der gehaltvollen Speisekarte entscheiden wir uns zum Start mit Antep III, dem Koloss unter den Grilltellern. Dazu eine Portion Pommes Schranke für Erwachsene und ein fetter Salatteller. Diese Kombi schafft gute Stimmung am Tisch. Dann greifen wir zum Iskender Kebab, das ebenfalls überraschend wohlschmeckend ist. Dazu ein kleiner Salatteller und das Ding ist rund. Den allerletzten Resthunger kämpft dann das üppige Zigeunerschnitzel nieder. Im Rausch der Völlerei nuckeln wir versehentlich die kompletten Efes-Bestände weg. Am Ende verabschiedet uns Wirt Memet Türkan ganz lieb mit tiefgekühltem Wodka. Das nennen wir vorbildliche Gastfreundschaft.

—> Öz Antep, Heeper Straße 181, 33607 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Brennpunkt Klosterplatz (2)

Bielefelder Wohltäter: Wirt und Koch Patrik Mowwe (rechts) und Chefzapfer Guido

Bielefelder Wohltäter: Wirt und Koch Patrik Mowwe (rechts) und Chefzapfer Guido

Nach erfolgreichem Tagwerk queren wir den Klosterplatz. Stumm macht sich ein bräsiger Abend auf dem beschaulichen Flecken breit. Die einzigen Geräusche, die man hier hören kann, stammen von den Gebrüdern Fleischhunger und Pilsdurst, denn sie rumoren seit einiger Zeit in uns. Da trifft es sich gut, dass wir das Lächeln einer Gaststube entdecken. Irishrock heißt die Oase für Abendwanderer. Uns empfängt ein geräumiger Hafen mit zwei Etagen. Junges Volk sitzt an den Tischen und futtert begeistert großformatige Speisen in sich rein. Andere stehen am Tresen und beplauderen sich engagiert.

Mit flotter Hand liefert uns Chefserviererin Verena liebe Biere, so dass der Abend unser Freund wird. Alsdann erklären wir den Abend zum Schnitzelabend. Das Irishrock, so erfahren wir interessiert, lässt sich Schnitzelfleisch von der Landfleischerei Beermann in Bad Laer liefern. Das will möglichst umfangreich überprüft werden. Ein wienerisches Schnitzel lächelt uns an, und wir lächeln lüstern zurück. Die Pommes sind XXL, was die Schnitzel auf den ersten Blick harmloser erscheinen lässt, als sie tatsächlich sind. Das Schnitzel Westfalen besteht ebenfalls die Geschmacksprobe und korrespondiert bestens sowhl mit Bratkartoffeln als auch mit Leckerpommes. Ebenfalls gute Laune verbreitet das Schnitzel Holstein, so dass wir uns schließlich zufrieden zurücklehnen, um auf Schnapsbringer Guido zu warten, der uns einen karamellisierten Wodkatropfen reicht. Dieser wohlgeratene Tropfen, so erfahren wir von Wirt und Koch Patrik Mowwe, ist ein hausgemachtes Getränk, das in langwierigen Selbstversuchen entwickelt wurde.

Neben allerlei Live-Musikveranstaltungen, von denen Patrik Mowwe mit leuchtenden Augen berichtet, soll es hier donnerstags zu Karaoke-Exzessen kommen. Interessant. Sowas hatten wir noch nicht. Vielleicht schleusen wir uns dort mal unangemeldet ein? Bis dahin können wir aber festhalten: Patrik Mowwe, den wir natürlich aus dem alten Rock Café kennen, und sein Ko-Wirt Dave Doherty, den wir natürlich aus dem alten Rathaus-Irishpub kennen, haben hier eine 1a Gaststube etabliert. Sie ist bestens dafür geeignet, der alten Problemzone Klosterplatz zu mehr Blutdruck und Herzklopfen zu verhelfen. Dazu wünschen wir ganz viel Glück.

—> Irishrock, Klosterplatz 9, 33602 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Futtern an historischer Stätte

Sympathische Brenner-Kohorte: Irina Hemsen, Marcel Becker, Ronahi

Sympathische Brenner-Kohorte: Irina Hemsen, Marcel Becker, Ronahi Mutlu, Frank Kroll

Gern tauchen wir in die Geschichte der Bielefelder Gastronomie ein, daher bewundern wir mit Stauneaugen den gepflegten 1980er-Saal des Brenner Hotels. Passende Musik von Benny Hill oder Ricky King erfüllt den Raum, entzückender Raumschmuck flankiert unseren Tisch und wir beschließen begeistert, die Wirtsleute um eine Hausführung zu bitten – allerdings erst nach vollzogener Sättigung. Denn merke: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Bevor wir das Buffet mit einem kleinen Salatteller eröffnen, notieren wir dankbar, was es bedeutet, von Profiwirtsleuten betreut zu werden. Sowas trifft man für gewöhnlich nur in kleinen, rein familiär geführten Futterkrippen. Doch nun ans Werk. Wir stellen Buffet-Teller Numero 1 zusammen, der sogleich mit Buffet-Teller Numero 2 konkurrieren muss, um aus der Flanke von Buffet-Teller Numero 3 hart angegangen zu werden. Am Ende erhalten sie aber eine Siegermedaille. Dann geht’s à la carte weiter. Als äußerst schmackhaft und bekömmlich umgarnt uns der Grünkohl mit Doppelwurst. und das schöne Schnitzel wird von schönen Bratkartoffeln und einem schönen Spiegelei sekundiert. Als wir uns schließlich zum Nachtisch durchgearbeitet haben, sind wir satt, glatt und rund.

Als Wiederbelebungsmaßnahme lassen wir uns ein prima Abschlussschnäpschen zuführen, um hernach Irina Hemsen und Frank Kroll um eine Hausführung anzubetteln. Unser Wunsch wird erfüllt und in den Brenner Kellergewölben sehen wir variantenreichen Wandschmuck wie ein stolzes Tier oder langläufige Waffen. In Vitrinen werden historische Schätze bewahrt, die Devotionalien eines Gesangsvereins hergezeigt oder einem echten Schützenadler – zerschossen und zerzaust – Unterkunft geboten. Als wir annehmen, dass die ausgedehnten Wanddekorationen kein Ende mehr nehmen wollen, stehen wir vor einer der drei Doppel-Bundeskegelbahnen des Hauses und beschließen: Hier müssen wir noch einmal hin, zum Kegeln. Denn eine ruhige Kugel zu schieben, das war doch immer schon unsere Sache.

—> Brenner Hotel, Otto-Brenner-Straße 135, 33607 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Im Grenzgebiet nach Lippe

Wirtin Rita Smart (Mitte) mit Chefkellnerin Jenny und Stammgast Franzisco

Wirtin Rita Smart (Mitte) mit Chefkellnerin Jenny und Stammgast Franzisco

Wo Bielefeld im Osten ans Lipperland stößt, im Niemandsland zwischen den Kulturen, da finden wir den Meerkotten. Seine gemütliche Gaststube bietet Platz für viele hungrige Gäste, und jeden zweiten Donnerstag im Monat, so erfahren wir erstaunt, ist hier sogar Hundestammtisch. Die Grenznähe zu Lippe demonstriert eine Vier-Wappen-Wand, sie zeigt die Wappen von Preußen und Lippe, aber auch die von Frischluft und Weltzeit. Wir beziehen einen rustikalen Tisch mit gemütlichen Sitzgelegenheiten und lassen uns anfüttern. Als Starter gibt’s Thunfischsalat sowie delikate Fish and Chips. Alsdann bewundern wir das Bauernfrühstück à la Meerkotten, um uns schließlich einem schönen Schnitzelsortiment zu widmen. Mit Freuden verfuttern wir das Zwiebel-Schnitzel und das Puszta-Schnitzel sowie das Schnitzel mit Spiegelei und stöhnen dabei lustvoll auf. Auch die Bratkartoffeln sind sehr zu loben. Dazu wird Salat gereicht, der allerdings so lecker ist, dass er den Fototermin nicht erlebt.

Nach dem Essen wird uns die agile Wirtin Rita Smart noch sympathischer, denn sie stellt das Getränkesortiment des Hauses vor. Ein Branntwein lächelt lieblicher als der andere, so dass wir uns kurzerhand entschließen, alle zu genießen. Selbstverständlich unterziehen wir dem Branntwein einer Feuerprobe – und er besteht sie mit Bestnote. Dann lassen wir uns von Rita Smart durch den Kotten führen. Das historische Haus (errichtet 1755) verfügt über einen veritablen Lesesaal sowie gemütliche Nebenräume unterschiedlicher Größe. Rita Smart hat die Renovierung des Hauses mit eigener und Freundeskraft geleistet und dabei Hinterlassenschaften von Menschen gefunden, die einst hier gelebt haben. Einige dieser Fundstücke kann man in einer historischen Vitrine bewundern. Zu später Nachtstunde sagen wir dem Meerkotten Lebewohl und danken für die vorzügliche Gastfreundschaft am Rande des Bielefelder Universums.

—> Meerkotten, Bechterdisser Straße 147, 33699 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Die Bielefelder Flaneure freuen sich über die Hilfe von:


 π