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39 Beiträge mit Schlagwort 'Branntwein'

Sechs Richtige im Tapas-Lotto

Servicefee Phuong Duong, Koch George Metaxas und Wirt Nico Ztoupis mit unserem Siegel

Servicefee Phuong Duong, Koch George Metaxas und Wirt Nico Ztoupis mit unserem Siegel

Das Tapas-Restaurant Rioja agiert mit einem ungewöhnlichen Bestellsystem. Auf jedem Tisch befindet sich eine Schiefertafel. Diese wird als Bestellzettel genutzt, indem man die Nummern der gewünschten Speisen auf die Tafel schreibt. Prima, auf diese Weise hat man eine echte Chance auf sechs Richtige im Tapas-Lotto. Kaum haben wir die mit viel Liebe zum Detail gestalteten Flaschenlampen bestaunt, da steht auch schon die überaus freundliche Servicefee Phuong Duong an unserem Tisch und eröffnet unser Abendmahl mit herrlichem Aromakäse sowie einer Portion Knusperbrot mit Knoblauchtunke. Bald danach trifft auch schon ein Lammkarree ein, das uns erfreut. Ebenso lieb ist das Kaninchen im Spinatbett. Dann findet ein Meerestier den Weg an unseren Tisch. Erfreut begrüßen wir den Octopus und loben seinen Wohlgeschmack. Ihm folgen wohlgeratene Muscheln. Würzig und geschmeidig sind die Sardellen im lieben Sud. Zu all dem gibt es wohlschmeckende Kartoffeln mit roter Salbe und ebensolche mit gelber Salbe plus schmackhafte Bohnen mit Schinkenspeck.

Dankbar lassen wir uns alsdann von Servicefee Phuong Duong mit feinen Abendgetränken versorgen. Auch das kann die nette Dame sehr gut. Interessant ist auch die Führung von Wirt Niko Ztoupis durch’s Haus, ins Hinterzimmer (bestens geeigent für Familienfeiern) oder zum Biergarten (klein, aber fein). Dabei erzählt er aus seinem langen Wirtsleben. Schon in Köln oder Soest war er tätig. Doch wir sind sicher, dass Bielefeld seine Krönung wird – worauf wir gemeinsam mit einem kostbaren Tropfen anstoßen.

—> Rioja, Jöllenbecker Straße 141, 33613 Bielefeld

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Farbe wechseln und Essen fassen

War wie eine Mutter zu uns: Wirt Carsten Hübner mit original Flaneur-Siegel

War wie eine Mutter zu uns: Wirt Carsten Hübner mit original Flaneur-Siegel

Das Tagwerk ist vollbracht und wir sind ins Chamäleon eingefahren. Cirka 500 Jahre hieß die Gaststube Tangente, nun hat sie ihren Namen zu Chamäleon gewechselt. Also wollen wir nachprüfen, ob wir hier die Farbe wechseln können. Daher lassen wir uns redliches Zapfpils aus Hamburg zuführen, das den Abend, in Kombination mit Branntwein, wunderbar eröffnet. Wir schauen uns um und sind uns schnell einig, dass Wirt Carsten Hübner viel Arbeit in die Renovierung seiner Gaststube gesteckt hat. Mit Erfolg, denn nun ist alles frisch und bunt. Dann erörtern wir die Frage, ob das Chamäleon eine Trinkstube ist. Immerhin ist Carsten Hübner offensichtlich ein trainierter Blitzzapfer. Oder handelt es sich beim Chamäleon doch eher um eine Futterkrippe? Die Speisekarte bietet jedenfalls Verlockendes an. Da wir mutig sind, lassen wir es auf einen Versuch ankommen und erhalten alsbald Toast Hawaii mit Leckerfaktor. Außerdem Pfefferschnitzel sowie Zigeunerschnitzel im Bündnis mit erfrischenden Salaten. Wer zu den Pommes extra Mayo und Ketchup wünscht, wird reich beschenkt. Auch der Leberkäse mit schönen Bratkartoffeln bzw. die Bratkartoffeln mit Spiegeleiern sind wohltuend. Zufrieden stellen wir fest, dass das Chamäleon auch Mantaplatte kann, was man niemals unterschätzen darf.

Nach diesem schönen Abendmahl freuen wir uns über eine gemischte Getränkelatte, die Carsten Hübner ganz lieb für uns arrangiert hat. Dankbar erklingt unser Prosit auf den Wirt, der übrigens unter dem Pseudonym Nobse zu stadtweitem Bekanntheitsgrad gelangt ist. Wie es sich für eine Gaststube mit Tradition gehört, gibt es hier ein Speibecken, das an den alltäglichen Alkoholmissbrauch vergangener Zeiten erinnert. Ebenfalls selten geworden, ist der liebe Flipper, der hier einen Ehrenplatz hat. Und in gleich zwei Ecken finden wir stolze und spielbereite Dartmaschinen, die, so erklärt Carsten Hübner, regelmäßig von erfolgreichen Mannschaften bespielt werden. Unter den zahlreichen Gästen fällt uns Sabine Klein auf, eine Anhängerin des stark verkabelten elektrischen Nikotingenusses, den sie im Biergarten praktiziert. So fließt der Abend dahin, immer wieder angereichert durch fürsorgliche Überraschungen von Carsten Hübner, wie den entzückenden Trinkblock, so dass wir gern ein Lob auf ihn und sein Chamäleon aussprechen.

—> Chamäleon, Mühlenstraße 2, 33607 Bielefeld

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Gin, Capuns und Schweinerücken

So sieht's in der Küche aus: Chefkoch Peter Kappel mit rechter Hand Jose Pereira

So sieht’s in der Küche aus: Chefkoch Peter Kappel mit rechter Hand Jose Pereira

Von der Wand grüßt der junge Bob Dylan. Gegenüber leuchtet eine Reminiszenz an John Coltrane. Und im Sortiment befinden sich ein paar Dutzend Gin-Varianten. Alles klar, hier sind wir richtig. Beim Boudier Saffron Gin aus Dijon, mit Zitrusschalen, Schwertlilie und Fenchel, begutachten wir die stimmungshebende Speisekarte und ordern entsprechend lüstern. Alsdann erhalten wir als Vorspiel eine schmucke Portion Leckerbrot mit Salbe. Doch dann wird’s ernst. Eine helle Spargelsuppe mit Einlage lässt uns herzhaft schlürfen. Ein Etwas, dessen Namen wir vor lauter Begeisterung vergessen zu notiern, ist irgendwas mit Ziegenfrischkäse und lässt uns schmatzen. Schlag auf Schlag geht’s köstlich weiter. Auberginen-Mousse und Strauchtomaten-Soße mit Erbsen-Basilikum-Creme umranken feine Parmesanknödel. Zarte Rinderfiletspitzen werden erfolgreich vom Wildkräutersalat sekundiert. Dann gönnen wir uns einen Abstecher ins Schweizer Kanton Graubünden, indem wir uns schmackhafte Capuns servieren lassen, garniert mit leichtem Kartoffelschaum, gebratenen Pilzen und Kirschtomaten. Entzücken weckt der Rücken vom Duke-of-Berkshire-Schwein mit Mangold, Rhabarber und Kartoffelrösti.

Nach diesem menschenfreundlichen Abendmahl bitten wir Wirt Agustin Amor Ramos zu uns. Willig gibt der nette Mann Auskunft von der langen Renovierung des Greenwich, dabei sei schöner alter Deckenstuck zum Vorschein gekommen. Auch habe man im Keller verstaubte Lampen entdeckt und sogleich beschlossen, sie hier aufzuhängen. Ein guter Entschluss, denn Stuck und Lampen verleihen der Gaststube ein prima Ambiente. Auch lassen wir uns die Kegelbahn präsentieren. Zahlreiche alte Wimpel sind Zeugen von Jahrzehnten des fröhlichen Kegelns in der Vorgängereinrichtung. Besonders viel Liebe zum Details verrät eine Keglerliste, die akribisch alle Acht um’s Vorderholz von 1961 bis 1978 notiert hat. Ein Besuch in der Küche rundet unseren Begehung ab. Schön zu hören, dass Wirt Agustin Amor Ramos und Koch Peter Kappel sich seit 25 Jahren kennen und als (Zitat:) “Freunde für’s Leben” nun erstmals ein gemeinsames Gasthaus eröffnet haben.

—> Greenwich, Arndtstraße 45, 33615 Bielefeld

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Schätze der türkischen Küche

Vorbildliche Kellner: Die netten Brüder Wassim und Bassam Ziad Khudaida

Vorbildliche Kellner: Die netten Brüder Wassim und Bassam Ziad Khudaida

Wir haben Pansensuppe gegessen. Wenn auch nur eine Probe. Aber sie hat – ehrlich! – köstlich geschmeckt. Kein Wunder, denn für Köstliches ist das Urfa Kebab am Kesselbrink zuständig. Die elegant eingerichtete Gaststube besitzt breite Fensterfronten mit Blick auf den feschen Großstadtplatz. Wenn der Sommer regiert, umrankt eine vitale Außengastronomie das Haus. Aber was das Wichtigste ist: Der Koch leistet Großes. Auch über die Pansensuppe hinaus. Selbstlos testen wir für Sie: Karisik Kizartma, ein Grillgemüsegedicht mit Joghurt, das so schmeckt wie es ausschaut. Dazu wird eine Fladenbrotvariante gereicht, die uns bisher unbekannt war, aber auf Anhieb unser Herz gewinnt. Interessiert lassen wir uns demonstrieren, wie das Fladenbrot im hauseigenen Kesselofen täglich frisch gebacken wird. Großartig auch die Lammfleischwürfel mit Tomaten, Zwiebeln, Paprika, Peperoni plus Bulgur, genannt Saç Kavurma. Dazu wird ein erfrischender Salat gereicht. Alsdann lassen wir uns herrliche Spinatschiffchen mit Schafskäsebröcken zuführen, Arbeitstitel: Ispanakli Pide. Ein weiterer Höhepunkt sind die Dönersegmente, veredelt mit Wundersoße und Leckerjoghurt, Name: Döner Beyti. Unser abschließendes Urteil: Der Koch ist ein großer Künstler – hoch lebe Ömer Yolcu!

Zu diesem paradiesischen Abendmahl passt natürlich am besten eine Riege kühles Efes. Außerdem machen wir die Entdeckung, dass niemand in Bielefeld den Raki derart elegant kühlt wie das Urfa Kebab. Im eigens dafür in der Türkei gefertigten Kühlbehältern aus Messing verschwinden die 4-cl-Raki-Langgläser fast vollständig im Eismantel. Wer mag, schwämmt die edle Spirituose mit Wasser auf und nippt dann versonnen am dauerhaft gekühlten Getränk. Genusskultur auf hohem Niveau. Selbstredend hat Chefkellner Bassam Ziad Khudaida ein multiples Raki-Sortiment im Angebot, so dass es uns hier an rein gar nichts mangelt. Auch nicht am Duftwässerchen nach dem Abendmahl.

Urfa Kebab, Friedrich-Ebert-Straße 7, 33602 Bielefeld

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Mit der Linie 3 in den Feierabend (inzwischen Geschichte)

Mann mit Herz und Wacholder: Wirt Roland Berlau im Dienst am Gast

Mann mit Herz und Wacholder: Wirt Roland Berlau im Dienst am Gast

Sie erinnern sich an das Eckstübchen? Ja genau, die kleine Trinkstube an der Jöllenbecker Straße, Ecke Heisenbergweg. Im Sommer 2013 übernahm hier Roland Berlau das Ruder, änderte sogleich den Namen in Linie 3 und machte sich erstmal an die Modernisierung. Ob in der Gaststube oder bei den Toiletten, die Renovierung war ein Kraftakt, den er tipptopp bewältigt hat. Alles in Eigenregie, betont der gelernte Zerspanungsmechaniker nicht ohne Stolz, sogar die Kuemmerling-Uhr hat er in kreativer Kleinarbeit selbst erschaffen.

Es ist Feierabendzeit und an der Theke regiert die gute Laune. Wir widmen uns erstmal dem vorbildlichen Getränkesortiment – Beschluss: Start mit lecker Wacholder, und zwar in zwei Geschmacksrichtungen. Zum Pils gönnen wir uns den Nussgenuss, den man für kleinen Taler am freundlichen Automaten ziehen kann. Weil wir so lieb sind, wird uns die schöne Trinksitte Turmbau zu Bielefeld vorgeführt und anschließend schenkt uns Roland Berlau ein Live-Konzert. Inzwischen sind Motorradfahrer eingetroffen, deren Kutten wir natürlich bestaunen. Die netten Herren haben ihre netten Ehefrauen mitgebracht, so dass sich die gute Stube langsam füllt. Seit Jahren schon ist die Institution Eckkneipe ein aussterbendes Biotop, doch an der Jöllenbecker Straße lebt sie offensichtlich fröhlich weiter. Somit wünschen wir weiterhin viel Lebenskraft. Prösterchen!

—> Linie 3, Jöllenbecker Straße 103, 33613 Bielefeld

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