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34 Beiträge mit Schlagwort 'Branntwein'

Mit der Linie 3 in den Feierabend

Mann mit Herz und Wacholder: Wirt Roland Berlau im Dienst am Gast

Mann mit Herz und Wacholder: Wirt Roland Berlau im Dienst am Gast

Sie erinnern sich an das Eckstübchen? Ja genau, die kleine Trinkstube an der Jöllenbecker Straße, Ecke Heisenbergweg. Im Sommer 2013 übernahm hier Roland Berlau das Ruder, änderte sogleich den Namen in Linie 3 und machte sich erstmal an die Modernisierung. Ob in der Gaststube oder bei den Toiletten, die Renovierung war ein Kraftakt, den er tipptopp bewältigt hat. Alles in Eigenregie, betont der gelernte Zerspanungsmechaniker nicht ohne Stolz, sogar die Kuemmerling-Uhr hat er in kreativer Kleinarbeit selbst erschaffen.

Es ist Feierabendzeit und an der Theke regiert die gute Laune. Wir widmen uns erstmal dem vorbildlichen Getränkesortiment – Beschluss: Start mit lecker Wacholder, und zwar in zwei Geschmacksrichtungen. Zum Pils gönnen wir uns den Nussgenuss, den man für kleinen Taler am freundlichen Automaten ziehen kann. Weil wir so lieb sind, wird uns die schöne Trinksitte Turmbau zu Bielefeld vorgeführt und anschließend schenkt uns Roland Berlau ein Live-Konzert. Inzwischen sind Motorradfahrer eingetroffen, deren Kutten wir natürlich bestaunen. Die netten Herren haben ihre netten Ehefrauen mitgebracht, so dass sich die gute Stube langsam füllt. Seit Jahren schon ist die Institution Eckkneipe ein aussterbendes Biotop, doch an der Jöllenbecker Straße lebt sie offensichtlich fröhlich weiter. Somit wünschen wir weiterhin viel Lebenskraft. Prösterchen!

—> Linie 3, Jöllenbecker Straße 103, 33613 Bielefeld

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Schöne Bierschwemme am Kesselbrink

Haben uns vor dem Verdursten gerettet: Eva und Julian

Haben uns vor dem Verdursten gerettet: Eva und Julian

Der Nachtwind weht uns Richtung Kesselbrink. Mit einer Punktlandung schlagen wir schließlich im Potemkin auf. Sofort erinnern wir uns an die Vergangenheit dieser interessanten Trinkstube. Viele Jahre residierte hier eine schwule Nachtbar, die selbst werktags – einer Großstadt würdig – erst um 23 Uhr öffnete. Damals lautete ihr Name Rolandseck, und noch heute ist der so manchem Taxifahrer bekannt. Nach einem kurzen Intermezzo unter dem neuen Namen Potemkin folgte ein ewig langer Leerstand. Doch jetzt herrscht hier neues Leben in einer durchrenovierten Gaststube.

Wir trinken möglichst viel Zapfpils, doch eine bunte Trinkstimmung an der Theke macht uns neugierig. Hier gibt es Kurze in fröhlichen Farben. Im Selbstversuch stellen wir fest, dass sie gut schmecken. Auch tragen sie überzeugende Namen wie “Kettenöl” oder “Panzerkreuzer“. Für wichtige Kulturhinweise hält das Potemkin eine schöne Plakatwand bereit. Daneben entdecken wir einen astreinen Spielautomaten, der offenbar aus Star Wars IV stammt. Ansonsten laden prima Sitznischen zum Plaudern ein, und draußen überrascht ein gemütlicher Biergarten. Großes Plus: Das Potemkin bietet eigene Kulturveranstaltungen an. Dazu gibt es eine kleine Bühne, die regelmäßig für sympathische Kapellen freigeräumt wird. Also beschließen wir, unbedingt noch einmal wiederzukommen.

—> Potemkin, Heeper Straße 28, Bielefeld

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Mallorca – mitten in Bielefeld

Mallorcas Botschafter in Bielefeld: Cesar, Daniel, Fernando und Jesica

Mallorcas Botschafter in Bielefeld: Cesar, Daniel, Fernando und Jesica

Was viele nicht wissen: In Bielefeld gibt es eine diplomatische Vertretung der Insel Mallorca. Chefbotschafter ist Fernando Calderon. Zu seinen konsularischen Aufgaben zählt die Bereitstellung mallorquinischer Reisedokumente, die sämtlich so tadellos sind wie sie ausschauen. Außerdem vermittelt er Wissenswertes über Land und Leute dieser schönen Insel. Achtung, Rätselfrage: Was ist die meistverkaufte Spirituose am Flughafen von Mallorca? Richtig, der hübsche grüne Túnel. Daher fügt Fernando Calderon in seine Mallorca-Unterweisung immer auch ein sanftes Túnel-Training ein. Zum diplomatischen Corps zählen außerdem Fernando Calderons Ehefrau Jesica Picornell, sein Schwager Daniel Vallado sowie Cesar Morosini als Küchenattaché. Noch in der Attachéausbildung befinden sich die Söhne Bruno und Fernando.

Unser erster Eindruck ist zweifellos sehr gut. Auch unsere Befragung unter den Besuchern der Botschaft bestätigt diesen Befund. Besonders großes Lob kommt dabei von den Fachleuten an Tisch zwei. Doch um ganz sicher zu gehen, werden wir unseren Besuch in unregelmäßigen Abständen wiederholen. Allein schon, weil wir so gern mit Botschafterin Jesica Picornell fachsimpeln.

—> Café Mallorca, Hagenbruchstraße 3, 33602 Bielefeld

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Unsere Reise nach Vietnam

Wissen auch Rémy Martin bestens zu servieren: Die Wirtsleute Duong

Wissen auch Rémy Martin bestens zu servieren: Die Wirtsleute Duong

Sie sind Chinesen und stammen aus Vietnam. Vor Jahrzehnten schon sind sie nach Deutschland gekommen. Kieunga und Thuong Nhi Duong heißen die Wirtsleute, die uns heute herzlich zum vietnamesichen Abendschmaus begrüßen. Sanfte Klänge schweben durch die große Gaststube als wir vietnamesische Frühlingsrollen kennenlernen. Sie sind nicht nur ganz was anderes als die uns bisher bekannten Frühlingsrollen, nein, sie müssen außerdem getunkt werden. Allerdings, so lernen wir willig, im Salat- und Minzblattmantel. Die Dinger sind lecker, und das Tunken gefällt uns. Bald schon erscheint Wirt Duong Thuong Nhi erneut an unserem großen Rundtisch und serviert Huhnfleischspieße. Prima, dass die mundige Erdnusssoße auch so schmeckt wie sie ausschaut. Als letztes exotisches Abenteuer im Vorspeisenreigen begegnet uns schließlich ein köstlicher vietnamesischer Salat.

Nun schnallen wir die Gürtel weiter, denn nun folgen die Hauptspeisen. Wieder treffen wir auf Unbekanntes und Wohlschmeckendes. Uns fehlen die Worte, daher lassen wir ein stilles Beweisfoto von unserem Glück erzählen. Wichtig ist dabei, so betont Duong Kieunga, dass in der Küche kein Glutamat zum Einsatz kommt. Beim Versuch, die Köstlichkeiten mittels Stäbchen zu verzehren, bekennt unser heutiger lieber Gast Matthias, dass er zum ersten Mal im Leben dazu veranlasst worden sei, langsam zu essen. Zum Ende der großen Schlemmerei serviert uns Wirt Duong Thuong Nhi schöne Schnäpse. Sofort bedanken wir uns mit einem kleinen Kulturprogramm, indem wir die Fotos unserer alten Führerscheine herzeigen und damit große Freude auslösen. Anschließend präsentiert Matthias erstaunliche Weisen auf einer vietnamesischen Maultrommel.

Als wir gegen Mitternacht das gastliche Haus verlassen, schwebt eine Wolke der Zufriedenheit über uns. Freundlich lächelt das Zen-Chi-Schild. Wir halten inne, denn es spricht zu uns. “Hier ist der Grenzübergang ins gastfreundliche Vietnam”, ist es laut und deutlich zu vernehmen. Aber wer einmal dort war, wird es nie vergessen.

—> Zen Chi, Otto-Brenner-Straße 112, 3307 Bielefeld

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Die Akropolis steht in Bielefeld

Im Innern der Akropolis: Wirt Spiros Paschalis mit Servicemann Georgios

Im Innern der Akropolis: Wirt Spiros Paschalis mit Servicemann Georgios Pogoniotis

Und wir dachten immer, die Akropolis sei eine alte Tempelburg in Athen – weit gefehlt! Die Akropolis ist ein schnuckeliger Grill in Bielefeld. Schon seit 2002 brutzelt hier Spiros Paschalis fleischige Köstlichkeiten nach griechischem Leckerheitsgebot. Kopilotin ist dabei seine Frau Evdoxia Gogolou, doch die hat heute frei, wird aber bestens von Servicemann Georgios Pogoniotis vertreten. Die Gaststube empfängt uns solide bestuhlt und ist – typisch Akropolis – mit griechischem Wandschmuck ausgestattet. Hier fühlen wir uns wohl.

Mit von der Partie ist heute Dirk Pannhorst. Der gute Mann ist extra aus Helpup angereist und freut sich nun mit uns über die Invasion der Fleischteller. Wollüstig fallen wir über die feine Leber her, zerbeißen astreines Souvlaki und naschen vom Gyros mit Tsatsiki. Dazu werden schmackhafte Pommes mit Salben gereicht, so dass es uns an nichts fehlt. Synchron zu unseren Kauvorgängen erweist sich Wirt Spiros Paschalis als ausgezeichneter Bierbeibringer und als ein ebensolcher Ouzobeibringer. Nach wunderbaren Stunden der Völlerei sind wir schließlich satt & glücklich und zum Dank widmen wir Spiros Paschalis & Georgios Pogoniotis ein extra fröhliches Prosit. Verständlich also, dass wir auf unserem Heimweg mit Inbrunst ein altes, wohlbekanntes Lied anstimmen: Akropolis adieu, / ich muss gehen. / Die weißen Rosen sind verblüht, / was ich geschehen? / Ich wär so gern geblieben, / Akropolis adieu!

—> Grill Akropolis, Otto-Brenner-Straße 110, 33607 Bielefeld

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