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12 Beiträge mit Schlagwort 'Biergarten'

Der Sommer im Osten

Bekämpfen erfolgreich Hunger & Durst: Lena Baumann & Taufik Houro

Bekämpfen erfolgreich Hunger & Durst: Lena Baumann & Taufik Houro

Der Bielefelder Osten ist gesegnet mit entzückenden Biergärten. Hierzu zählt selbstredend auch der Biergarten vom Siekerfelde – geräumig, beschaulich, gemütlich. Damit Papa & Mama hier in Ruhe was wegschlucken können, gibt es für die kleinsten Gäste ein feines Sandbiotop (nein, kein Hundeklo). Kaum haben wir einen Tisch belegt, tritt auch schon Lena Baumann in unser Leben, mit Schwung & Freundlichkeit sowie mit Bier & Schnaps. Auf unseren Wunsch hin wiederholt sie diesen gekonnten Auftritt den ganzen Abend, und zwar in angemessen kurzen Intervallen und ohne auch nur einmal zu schwächeln. Vorbildlich.

Dann widmen wir uns den Hauptgerichten. Sind Siekerfeldes Schnitzel & Co in der Lage, unseren Mordshunger niederzuringen? Ja, sie sind es. Sowohl in der Schnitzelklasse als auch in der Burgerklasse werden wir bestens abgefüllt. Gut, dass Lena Baumann hernach sogleich mit einem Getränketablett zur Stelle ist. Das Futter will schwimmen. Am Nebentisch prosten uns fröhliche Menschen zu. Mindestens einer davon kommt uns bekannt vor. Aber klar, das ist doch André Schulz, Bielefelds Eiskönig. Der gute Mann hat Feierabend und vereint nun Biergartengeselligkeit mit Brauereiprodukten. Ja, so schön kann Bielefelds Sommer im Osten sein.

—> Zum Siekerfelde, Ehlentruper Weg 30, 33604 Bielefeld

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Picknick am Wegesrand

Ein hervorragender Bierrausbringer: Krümel-Wirt Vasili Kalabatos

Ein hervorragender Bierrausbringer: Krümel-Wirt Vasili Kalabatos

Zu Bielefelds Schmuckstücken zählt bekanntlich die Ravensberger Straße. Wo sie die geschäftige August-Bebel-Straße touchiert, da wohnt Krümel, die kleinste Kneipe der Welt. Bequeme Stühle und freundliche Tische laden ein, den Abend im Krümel-Biergarten zu verbringen. Während wir hier entspannt das Leben genießen dürfen, ist Wirt Vasili Kalabatos in seinem Krümel fleißig und bastelt uns in sanfter Folge ein Pils-Tablett nach dem anderen. Als akustisch kraftvoll fällt uns alsbald ein gediegener Nachbarschaftsservice auf. Das Ravensberger Musikhaus (ein spontan von uns verliehener Ehrentitel) beschallt kompetent die halbe Straße. Und als sich die Abendsonne endgültig verkriecht, erstrahlt pünktlich das elektrische Abendlicht. Geht’s noch besser? Wohl kaum.

Das Einzige, was uns jetzt noch fehlt, sind prall gefüllte Teller mit Leckereien, doch die gibt es im Krümel natürlich nicht. Da wir uns hier so schön festgetrunken haben, möchten wir den gastlichen Ort nicht verlassen, also zetteln wir gastronomische Synergieeffekte dieses wunderbaren Stadtviertels an. Gleich um die Ecke wohnt nämlich der Flaneur-geprüfte Larissa-Grill, hier ordern wir hübsche Fleischteller mit prima Sättigungsbeilagen. Ruckzuck bringt uns der fleißige Sirvan Ari Teller mit gefüllten Steaks (ja, da lacht das Herz) sowie pralle Grillteller (und da lacht der Magen). Dazu gibt es Salatteller der Spitzenklasse. Wir sind begeistert, der Tisch ist gefüllt, das Bankett kann beginnen.

Wohlig und ohne Eile schlagen wir uns die Bäuche voll bis unser Tisch fachkundig leergefuttert ist. Als danach Vasili Kalabatos frisches Pils und eine feine Runde Verdauungsbranntwein liefert, überrascht uns zusätzlich ein schönes Ouzo-Tablett vom Larissa-Grill, so dass wir zum Abschluss einen prima Drei-Getränke-Tisch haben, der uns jubeln lässt: Bielefelder Abendgemütlichkeit hat einen Namen – Krümel in der Ravensberger Straße.

—> Krümel, Ravensberger Straße 46, 33602 Bielefeld

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Wir testen das 30 Jahre-Pizzarezept

Zwei Generationen Pizzakunst: Sohn Gianpaolo und Vater Cosimo Greco

Zwei Generationen Pizzakunst: Sohn Gianpaolo und Vater Cosimo Greco

Freundlich lächelt die Salento-eigene Raucherecke in den jungen Abend. Wir stehen vor dem Ristorante Salento und der Frage: Gaststube oder Biergarten? Natürlich wählen wir den Biergarten. Kaum haben wir unseren Tisch bezogen, fällt uns auch schon der sympathische Wirtssohn Gianpaolo Greco als nachgerade unermüdlicher Getränketransporteur auf. Den weiten Weg von der Indoorzapfanlage bis zu unserer Outdoortrinkzone legt er trotz Windstille eindeutig mit Rückenwind zurück. Wir müssen uns also keine Gedanken machen, dass unsere Durstlöschkette unterbrochen werden könnte.

Als amüsantes Unterhaltungsprogramm rollen uns alsbald einige würzige Vorspeisekugeln zu. Ein prima Warm-up für unsere Kauapparate. Dabei plaudern wir mit Gianpaolo Greco über die gastronomische Tradition seiner Familie. Bewährte 30 Jahre alt, erklärt er uns nicht ohne Stolz, sei das Pizzarezept seines Vaters. Also ist klar, dass wir uns heute auf diese Backware konzentrieren werden. Und unser Vertrauen wird belohnt. Hauchdünner Teig, sanft belegt, eine rundum klasse Angelegenheit: Pizza Thunfisch, dito: Pizza Sardellen und Kapern, ebenso: Pizza Schinken, sowieso: Pizza Salami, gelungener Abschluss: Pizza Formaggi. Am Ende applaudieren wir stehend für diese schmackhaften Pizzascheiben und gratulieren Babenhausen Süd zu der großartigen Pizzeria. Anschließend gibt es für unseren lieben Henner als Bonusträck einen Thunfischsalat. Der ist knackig und erfrischend, passt also bestens zu unserem Hennerlein.

Als uns Gianpaolo Greco die letzte Fuhre des späten Abends bringt, danken wir ihm und seiner Familie für die gute Bewirtung. Sodann schicken wir den jungen Vater zu Bett. In wenigen Stunden wird die dritte Generation Greco seine Nacht beenden. Wir hingegen drehen uns dann noch einmal um und träumen weiter von Pizza, Grappa und Bier im Salento.

—> Il Salento, Voltmannstraße 285, 33613 Bielefeld

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Im Paradies griechischer Kochkunst

Bielefelds große Köchin EvangeDie große Köchin Evangelia Georgakis (Mitte) im Kreise ihrer Familie, mit Anni & Gerd Wind

Die große Köchin Evangelia Georgakis (Mitte) im Kreise ihrer Familie, mit Anni & Gerd Wind

Ein angenehmer hellenischer Appetizer namens Bauernreis lässt erahnen, was uns heute lukullisch widerfahren wird. Und dann kracht’s auch schon. Vater und Sohn Georgakis servieren ein wahres Göttergeschenk: Eine unvergleichliche Käseplatte. So etwas haben wir noch nicht gegessen. Jeder Käse ist hausgemacht, jeder Käse ist anders zubereitet, jeder Käse ist ein Gedicht. Als wir den Rausch des Käsetellers mental verarbeitet haben, treffen die Hauptdarsteller des Abends ein. Der wunderbare Mykonosteller wird ebenso schnell unser Freund wie die bezaubernde Europaplatte. Als besonders große Sache tritt die Lammkeule auf. In einer hübschen Terrine serviert, angereichert mit edlen Maulbeeren betört uns das brave Lämmchen auf geradezu erotische Weise. Benotung: Herrlich! Und als uns alsdann der Fisch erreicht, wissen wir sofort: So sieht lukullisches Kabeljau-Glück aus. Ansonsten stehen auf unserem Tisch feine Salate in eleganter Senfsoße und Bratkartoffeln, von denen man nicht genug bekommen kann. Am Ende sind unsere Bäuche glatt und rund, aber zum Nachtisch ein Sahneschmankerl mit frischem Obst, das geht immer. Dazwischen lieferte Panajiota Georgakis immer wieder zuverlässig frische Flüssigkeiten, so dass uns rein gar nichts fehlte.

Am Ende eines langen Abends danken wir herzlich der großen Köchin Evangelia Georgakis, und sie verrät uns, dass sie sich ausschließlich an Rezepten ihres Großvaters orientiert. Ebenso danken wir ihrem Mann, denn Adam Georgakis hat sich den ganzen Abend herzensgut um uns gekümmert. Aber auch die Kinder der Eheleute haben auf sympatische Weise ihre natürliche Begabung für die Gastronomie bewiesen. Beschwingt verlassen wir schließlich zu später Stunde das gastfreundliche Haus und treten die Rückreise mit der Straßenbahn an. Leider vergessen wir dabei unseren Herr Sölter. Wenn Sie gelegentlich an der Haltestelle “Auf der Hufe” vorbeikommen, schauen Sie bitte mal nach. Er ist gewiss noch dort. Sie erkennen ihn an der Begeisterung, die der schöne Abend in sein Gesicht gezaubert hat.

—> Taverne im Windlicht, Jöllenbecker Straße 157, 33613 Bielefeld

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Ein guter Stern am Abendhimmel (Sonderbericht aus Oberbayern)

Sympathisch: Wirtin Anastasia "Stasi" Wiedemann (vorn) und ihre flotte Bedienung Gusti

Sympathisch: Wirtin Anastasia "Stasi" Wiedemann (vorn) und ihre flotte Bedienung Gusti

Heute sind wir in Oberbayern zu Gast. Vor der Abreise hatte uns Sauerland-Karl (der Mann mit dem weltweit größten Gastrowissen) eindringlichen ans Herz gelegt, wenn wir in der Nähe von Weilheim seien, müssten wir unbedingt im Goldenen Stern einkehren. Natürlich folgen wir seinem Rat – und reuen es nicht. Uns empfängt eine Gaststube von seltener historischer Qualität. Hier gibt es keinen Dekoschnickschnack, der so tut als ob, hier ist alles echt. Die Wände ziert ehrlicher Wandschmuck, und ein waidmännischer Sinnspruch leuchtet uns sogleich ein: Is d’ Kugel aus’m Lauf – halt’s koan Teufel mehr auf.

Schön was zu futtern bekommen wir auch. Sanft lappt das Schnitzel, das Bedienerin Gusti flott bringt, über den Tellerrand und gülden lächeln dazu die Bratkartoffeln. Wahrlich, eine gelungene Speise für hungrige Wanderer und ein prächtiger Anblick sowieso. Wer grad keine warme Speise mag, kann hier bedenkenlos Emmentaler mit Butter ordern. Zu diesem schönen Käseteller platziert Bedienerin Gusti erfreulich deftiges Brot, das später pro verzehrter Scheibe abgerechnet wird. Ebenfalls empfehlenswert ist das hausgemachte Geräucherte. Ein herzhafter Fleischteller zu dem ortsangemessene Brezn gereicht werden. Am Nebentisch beobachten wir zufriedene Gäste, die sich nach vollzogenem Abendmahl ein schönes Obstler-Prosit gönnen. Urig sei es hier, erklären sie uns, das locke sie immer wieder mal her.

Wirtin Anastasia (Kosename: Stasi) Wiedemann ist gestandene 83 Jahre alt. Der Großvater ihres Mannes, erklärt sie uns, habe den Goldenen Stern 1906 eröffnet. Als sie erfährt, dass wir aus Bielefeld angereist sind, lächelt sie. Ja, Bielefeld, davon habe ihre Tochter, die als Humanbiologin an einer bekannten US-Elite-Universität arbeite, kürzlich erzählt. Die Universität Bielefeld besitze nämlich ein hochmodernes Mikroskop, und das wolle die Tochter demnächst mal besuchen. Wir sind, ehrlich gesagt, ein wenig erstaunt, worüber sich Mutter und Tochter so alles austauschen.

Bedienerin Gusti ist übrigens nicht nur für’s Servieren zuständig, sie betätigt auch den Zapfhahn für uns. Der wohnt in einer kleinen Durchreiche des Tresens, mit Blick in die Gaststube. Wer sich auf den Weg zum Abort macht, passiert das Dienstbotenzimmer und wird dann, im Männerabort angekommen, mit einem Blick auf den hochidyllischen Hinterhof belohnt. Vor dem Gasthof findet sich ein überdachter Rauchertisch, der sogar Gemütlichkeit ausstrahlt. Neben dem Wirtshaus erwartet den durstigen Gast ein schöner Biergarten. Alles, was er sich wünscht, kann sich der Gast am Biergartenfenster abholen. Beachten Sie hierzu bitte die kundenfreundlichen Trittstufen unter dem Ausgabefenster! Leider-leider ist uns das Wetter für einen Biergartenbesuch nicht hold. Wir werden also – klare Sache! – irgenwann wiederkommen müssen, um das unverwechselbare Goldener-Stern-Flair auch im Outdoor-Einsatz genießen zu dürfen.

—> Zum Goldenen Stern, Marnbacher Straße 2, 82362 Deutenhausen

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