(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)

79 Beiträge mit Schlagwort 'Bier'

Unsere Königin der Nacht in der Bielefelder Altstadt

Teresa
Sechs Tage die Woche allein an der Theke: Teresa ist 100% Energie

Sie sind männlich, älter als 40 Jahre und alleinstehend? Es ist Freitagnacht, das TV langweilt Sie, aber an Schlaf ist nicht zu denken? Dann bleibt nur eins: Kämmen Sie sich flott durchs Haar, stecken Sie sich ein frisches Päckchen Zigaretten ein und verlassen Sie Ihre Wohnung. Ziel: Altstadt.

Jetzt um zwei Uhr nachts gibt es für Sie keinen besseren Ort, als bei Teresa an der schönen Rundtheke. Hier treffen Sie gleichgesinnte nachtaktive Herren, die sich ebenfalls von Teresa reich beschenken lassen. Ein herzliches Hallooh! zur Begrüßung und ein nettes Wort zum gereichten Pils, das bietet nur Teresa mit ihrem unnachahmlichen Charme. Die langen blonden Haare fliegen wild umher, wenn Teresa mit der ihr eigenen Geschwindigkeit durch den kleinen Schankraum saust und die Pilstulpen austeilt oder die Kurzen nachschenkt. Getränke verkauft diese Frau jedoch nur nebenher, in Wirklichkeit leistet sie wertvolle Betreuungsarbeit. Hier wird kein Gast allein gelassen. Hier wird jeder individuell aufgenommen. Sollte sich dabei allerdings jemand einbilden, z.B. Teresas neckische Sommersprossen komplett durchzählen zu dürfen, dann liegt er ziemlich schief. Unsere Königin der Bielefelder Alststadt weiß herzliche Nähe, erotische Aura und damenhafte Distanz sauber ausuzutarieren. Hochachtung für dieses Maß an Professionalität! Ihre vielen treuen Stammkunden danken es ihr. Und die Bielefelder Flaneure gehören nun auch dazu.

—> Bach 17 bei Teresa, Am Bach 17, 33602 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Gemütliches Pils statt Griff in den Schritt (inzwischen Geschichte)

Zur-Sonne
Fast 30 Jahre am Tresen ihrer Sonne: Die lieben Wirtsleute Christos & Frideriki Tseka

Wer sich am Tischchen vorm Dionysos-Grill satt geschmatzt hat, kehrt nach Sonnenuntergang selbstverständlich in der Gaststätte Zur Sonne ein. Seit ewigen Zeiten wohnt sie Wand an Wand mit dem unsterblichen Dionysos (früher “Mykonos”) und präsentiert sich in sympathisch zeitlosem Ambiente. Schon seit 1979 schenkt hier das Ehepaar Frideriki und Christos Tseka Zapfpils aus und zählt Gäste zu seinen Stammkunden, deren Erstbesuch wir locker auf die Anfangsjahre der Schenke datieren. Viele gemütliche Kartenspieler belegen die Tische und pflegen einen freundschaftlichen Umgangston mit den Wirtsleuten. Auch an der Theke geht’s ruhig und gemütlich zu, eine Atmosphäre, die durch das offenbar seit Jahrzehnten unveränderte Interieur sanft akzentuiert wird. Freundlich und zuverlässig serviert uns HerrTseka eine schöne Portion Hohenfelder Pilsener nach der anderen, so dass wir die Tageshitze süffig ablöschen können. Der arme Mann leidet schon seit einem halben Jahr unter erbeblichen Schmerzen im Fuß, kein Arzt und kein Krankenhaus konnten ihn bisher davon befreien. Anfang Juni wartet ein erneuter Krankenausaufenthalt auf ihn. Wir wünschen ihm alles, alles Gute, damit der Fuß endlich wieder ins Reine kommt.

Für die sympathischste Tanja, die uns je bekannt geworden ist, hat unser Lieblingsgast Henner heute eine Sondererlaubnis zur Teilnahme am Flaneur-Gang erwirkt. Schon nach wenigen Minuten spüren wir: Diese Frau hat uns verdient! Und dann bereichert sie uns auch noch mit Berichten von ihren unvergleichlichen Exkursionen in die St. Pauli-Gastronomie. Unser großes Hallo erntet zum Beispiel ihr Vortrag über die bezaubernde Reeperbahn-Schenke Zum Silbersack, wo der Griff hochbetagter weiblicher Stammgäste in den Schritt noch fast juveniler männlicher Gelegenheitsgäste zum Service gehören soll. Eine Form menschlicher Zuwendung, die wir in der ostwestfälischen Gastronomie bisher noch nicht kennenlernen durften.

Als wir uns am Ende der gemütlichen Sitzung von Herrn Tseka die Rechnung präsentieren lassen, staunen wir nicht schlecht: Solche Preise wünscht sich der Durstige immer gern.

—> Zur Sonne, Paulusstraße 2, 33602 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Zu Gast bei Dionysos im Schatten des Amerikahauses

Dionysos-Grill
Sieben Tage pro Woche Grillproduktion: Anna Pagani zwischen Salatbar & Gyrosklotz

Hell und golden beleuchtet die Bielefelder Abendsonne das wohl urbanste Segment unserer großen Stadt – den Asphalt zwischen Berliner Platz und Amerikahaus. Genau zwischen diesen beiden Punkten siedelt rechterhand der Dionysos-Grill mit seiner Fensterfront für den Straßenverkauf. Rechts davon lockt die Tür zur Gaststube. Wir belegen einen der beiden Tischchen, die verloren vor dem erhabenen Haus stehen. Aaah, lange Beine machen, die Abendsonne genießen und dazu Hohenfelder Pilsener schmecken. Das ist gut. Auf diese liebe Weise kriecht der schöne Zeitpunkt, da man zu Abend speisen möchte, besonders freundlich heran. Also ordern wir nun Souflaki-Teller für alle. Wir haben es gut getroffen, denn Anna Pagani kann zaubern: Ein Teller sieht verlockender aus als der nächste. Und schmecken tut’s ebenso. Gut abgewürztes Fleisch am Zwillingsspieß, dazu reichlich Pommes, knackiger Krautsalat und – Ehrensache, denn wir sind bei einer Griechin zu Gast – frisches Tsaziki. Wir schmatzen und sabbern, was das Zeug hält – - – Und dann passiert es!

Zuckte ein Nanoerdbeben durch die Stadt? War es überschüssige Körperkraft? Gibt es hier aggressive Erdstrahlen? Wir wissen es nicht, aber wir werden Zeugen eines schrillen Schreis, und dann liegt der Teller von Lieblingsgast Henner zerschellt auf dem Boden. Der gute Mann steht unter Schock! Gottlob hatte er schon das meiste Fleisch verputzt, aber auch um die Pommes und den Krautsalatrest ist es ihm sehr schade. Spontan spenden wir ihm von unseren Abendmahltellern und reichen dann Wirtin Anna Pagani den traurigen Scherbenrest. Die nette Frau hat ein Nachsehen mit dem Missgeschick und will nichts hören von Teller ersetzen oder sowas. Tja, in Krisenmomenten zeigt sich die wahre Größe des Gastronomen. Anna Pagani hat nach fast 30 Jahren Dionysos-Grill einen reichen Erfahrungsschatz, da kann ihr selbst ein Besuch der Flaneure nix mehr anhaben.

Dionysos-Grill, Paulusstraße 2, 33602 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Intermezzo: Böse Buben beleidigen Biergetränke

fuenf-pils
Aus Liebe zum Bier, aus Treue zum Markengetränk sowie aus historischem Interesse
archivieren wir heute einige der abscheulichsten Beleidigungen beliebter Biernamen

—> Denn heute ist der Tag des deutschen Bieres!

Bei DAB isser schlapp

Herforder Pils – keiner will’s

Holsten knallt am dollsten

Isenbeck – Riesendreck

Bei Ritter steht der Pitter

Einen Kommentar schreiben

Und über allem schwebt Warsteiner: Der Römer-Grill

Roemer-Grill
Die fleißigen Frauen von Babenhausen-Süd: Kornelia Kosionovski und Evangelia Koukotsika

Sie erinnern sich: Die Frau mit dem längsten Nachnamen der Welt hatte uns beim Besuch am Set von My Big Fat Greek Wedding aufgetragen, unbedingt der Imbiss-Stube ihres Bruders einen Prüfbesuch abzustatten. Heute ist es endlich soweit. Der griechische Grill liegt unweit der Stadtbahn-Endstation Babenhausen Süd, also reisen wir elegant mit der Straßenbahn an. Dabei erklären wir unserem Lieblingsgast Henner, der als passionierter Motorist Weltruhm erlangt hat, die Funktionsweise dieses großartigen Verkehrsmittels. Mit großen Kinderaugen stellt er begeistert fest, dass sich das Fahrzeug vorwärts bewegt, ohne dass man den Bleifuß einsetzen muss. Auch dass sich die Türen auf Knopfdruck öffnen, erstaunt ihn sehr. Am Ende der Fahrt beschließt er, sich eine Monatskarte zuzulegen.

Und nun sind wir auch schon angekommen. Der Gastraum bietet viel Platz und wir lassen uns rechts und links von einem antiken Helden nieder, der uns sogleich in eine griechisch-römische Hunger-Stimmung versetzt. Heute machen wir es uns einfach: Wir bestellen die Fleischportion, die am teuersten ist – also Athenteller für alle. Und wir müssen sagen: Ja, der kann sich sehen lassen. Natürlich ordern wir auch Salatteller und zu den Pommes eine schöne Portion Salbe extra. Lieb ist zweifellos, dass hier kein Flaschenbier ausgeteilt wird (sowas kann man auch daheim nuckeln), sondern eine intakte Zapfanlage zum Einsatz kommt. Zahlreiche Arbeitsmänner treffen hier ein, die sich mit einem Gläschen Zapfbier die Zeit vertreiben, bis der XXL-Grillteller zubereitet und für die Heimfahrt verpackt ist. Motto: Das Angenehme mit dem Guten verbinden. Wirtin Evangelia Koukotsika und ihre hyperflotte Mitarbeiterin Kornelia Kosionovski servieren gekonnt und zielsicher, stellen wir mit fachmännischem Blick fest.

Nach dem schmackhaften Mahl lassen wir uns Abschluss-Ouzo servieren. Evangelia Koukotsika serviert derart elegant, dass wir sie spontan fotografieren müssen. Und was macht sie? Sie fragt uns, ob wir “auf Empfehlung der Frau mit dem längsten Nachnamen der Welt” gekommen seien? Hallo! Das ist doch ein Zitat aus unserem Bericht vom Besuch am Set von My Big Fat Greek Wedding. Oho, wir sind also erkannt! Ja, der Fotoapparat, schmunzelt die nette Wirtin, der habe uns verraten. Komisch, fotografieren denn die anderen Gäste gar nicht? Und wo ist überhaupt der Bruder der Frau mit dem längsten Nachnamen der Welt? Der Wirt sei heute zu Hause, erfahren wir, er müsse die Kinderchen ins Bettchen bringen. Aber seine Frau führt den Laden auch ohne ihn top. Können wir bestätigen. Als wir am Ende Bedarf auf Nachtisch (“Irgendwas Süßes!”) anmelden, greift die Wirtin sogar in ihre privaten Bestände und schenkt uns voller Mitleid eine feine Tafel Diätschokolade. Wenn das kein Service ist!

—> Römer-Grill bei Corfu, Babenhauser Straße 16, 33613 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Die Bielefelder Flaneure freuen sich über die Hilfe von:


 π