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8 Beiträge mit Schlagwort 'Begegnungen'

Zu Gast bei Freunden

Unsere lieben Gastgeber: Josipa und Branko Tadić im Kreise ihrer Familie

Unsere lieben Gastgeber: Josipa und Branko Tadić im Kreise ihrer Familie

Wer ist Bielefelds ältester Fußballverein? Natürlich der Bielefelder Sportverein West (kurz: BSV West). Seit 1897 wird hier gekickt, und bis heute auf prima Ascheplätzen. Das alles und noch viel mehr erfahren wir, denn wir sind eingeladen ins Vereinsheim des BSV West. Unsere Gastgeber sind der Fußballobmann und Vereinsheimbetreuer Branko Tadić sowie seine patente Frau Josipa. Reichlich Tische und Stühle erwarten uns auf der geräumigen Terrasse, wo uns weitere Mitglieder der Familie Tadić herzlich begrüßen. Einen herrlichen Blick hat man von hier oben auf die schmucken Parzellen des Kleingärtnervereins Schlosshof. Rechts davon wacht die Alm und schaut ein wenig neidisch auf den Ascheplatz des BSV West.

Ah, und jetzt geht’s schon los. Josipa und Branko Tadić packen einige Festmeter Ćevapčići-Rohmaterial aus, die uns in hohe Erwartung versetzen. Als das Ćevapčići schließlich auf dem Grill gart, danken wir unseren Gastgebern voller Begeisterung für dieses wunderbare Bild. Inzwischen hat Josipa Tadić parallel die Bratkartoffeln zubereitet. Mit extra Speck und vielen Zwiebeln – wir sind im Paradies! Nun befüllen wir den ersten Teller: Ćevapčići, Bratkartoffeln, Krautsalat, Paprikasalbe – ein wunderbarer Vierklang, den wir in geselliger Runde genießen. So unglaublich gut schmeckt alles, dass wir uns so lang von den Köstlichkeiten auf die Teller schaufeln, bis wir rund und glatt sind. Natürlich lassen wir nix übrig. Unser lieber Henner und Branko praktizieren zu später Stunde ein finales Resteessen. Zur Abrundung unseres Glücks serviert Branko in angemessenen Intervallen einen schönen Obstbrand auf Pflaumenbasis – ja, so geht Sliwowitz! Als wir feststellen müssen, dass wir die stattlichen Getränkereserven des BSV West empfindlich dezimiert haben, weiß Branko einen Ausweg. Aber der erstaunliche Mann kann noch mehr, er kann zaubern. Kein Quatsch! Vor unseren Augen lässt er brennende Zigaretten oder Geld verschwinden und zaubert uns das Herz Ass aus der Luft. Wir sind begeistert! Nach all den Wonnetaten sind wir uns einig: Obwohl das Vereinsheim keine klassische Gaststätte ist, hinterlassen wir selbstverständlich unser Prüfsiegel. Wenn es jemand verdient hat, dann Branko und Josipa Tadić im Vereinsheim des BSV West.

Leider geht auch der schönste Abend einmal zu Ende, daher danken wir herzlich für die große Gastfreundschaft und lassen uns ein Taxi rufen. Doch Branko ruft nicht irgendein Taxi, sondern er ruft Taxifahrer Akim. Aber was wir mit diesem ebenso sympathischen wie fröhlichen Mann dann noch erleben durften, das erzählen wir vielleicht beim nächsten Mal.

—> Vereinsheim des BSV West seit 1897 e.V.

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Bielefelder Begegnungen, heute: Jakob Wiebe

Zeigt uns seinen Sheriffstern: 2,04 m-Mann Jakob Wiebe mit Kollege Björn Borgmann

Zeigt uns seinen Sheriffstern: 2,04 m-Mann Jakob Wiebe mit Kollege Björn Borgmann

Sie haben es nicht leicht. Wenn andere feiern, müssen sie arbeiten. Die Rede ist von Türststehern, also den Empfangschefs moderner Tanzvergnügungen. Am Entrée der Bielefelder Wohlfühldisco “Stereo” führt Jakob Wiebe diesen verantwortungsvollen Job aus. Bekanntlich geht der sympathische Hühne nie ohne seinen Zauberwürfel zur Arbeit. Einer Arbeit, in die er im Alter von 20 Jahren hineingestolpert ist. Und nun ist er seit 16 Jahren chronisch dabei. Inzwischen allerdings nur noch am Wochenende. In der Woche arbeitet Wiebe tagsüber als Lagerist, doch am Wochenende schaltet er auf Nachtmodus um und scannt von 23 bis 6 Uhr die Besucherströme des “Stereo”. Als sichtbares Zeichen seiner beruflichen Qualifikation trägt Wiebe einen Sheriffstern. Mit Stolz, mit Würde, mit Augenzwinkern – wie es sich für einen soliden Sheriff gehört. Wenn wir ihn zu aufgeregten Presseberichten befragen, die gelegentlich von Discoraufereien handeln, dann bestätigt sich unser Eindruck, dass wohl doch nichts so heiß gegessen wird, wie es tagsdrauf in der Zeitung aufgekocht wird. Aber nun wollen wir den guten Mann in Ruhe seiner Arbeit nachgehen lassen, denn Stereo-Chef Mirko Schmidt bittet uns zu einem Pilsbier an die Theke. Mal schauen, was der zu erzählen hat. Es ist ja erst Mitternacht und der Bielefelder Discoabend nimmt gerade Fahrt auf.

—> Stereo, Am Boulevard 1, 33613 Bielefeld

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Bielefelder Begegnungen, heute: Andrea Cicek

Dechiffriert jede Händirechnung: Shopleiterin Andrea Cicek an ihrem Arbeitsplatz

Dechiffriert jede Händirechnung: Shopleiterin Andrea Cicek an ihrem Arbeitsplatz

Wohl dem, der sich einen Händi-Pauschaltarif leisten kann. Alle anderen müssen sich durch Tarifdschungel und Abrechnungsfallen kämpfen. Ist der Vertrag einmal abgeschlossen, wird Hilfe in Händishops, im Sinne von Dienst am Kunden, gewöhnlich rar, denn damit verdienen die Händler keinen Taler. Anders bei Andrea Cicek. Seit April 2009 steht die Shopleiterin des “Handy-Point” in der Marktpassage (wo man ansonsten Socken, T-Shirts oder Schusswaffen erwerben kann) an vorderster Front beim Klären von Fragen, die Rechnungen, Verbindungsnachweise und sonstige Spezialtexte der Telefongesellschaften produziert haben. Ohren- und Augenzeugen durften wir werden, wie Andrea Cicek geduldig durch alle Welt telefonierte, um einem Kunden dessen diffizile Rechnung zu entziffern. Auch Personen, die des Deutschen nur rudimentär mächtig sind, hat sie schlussendlich alles nachvollziehbar auseinander klamüsert. Und was das Schönste ist: Uns hat sie einen selten günstigen Tarif verschafft, so dass wir mehr Geld für Besuche in der heimischen Gastronomie übrig haben. Sowas loben wir gern.

—> Andrea Cicek im Handy-Point, Bahnhofstraße 27a, 33602 Bielefeld

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Die Rückseite unserer neuen Vistenkarten

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Bielefelder Begegnungen, heute: Nils Ehnert

Französische Atlantikküste oder Bielefelder Klosterplatz: Nils Ehnert ist überall daheim

Französische Atlantikküste oder Bielefelder Klosterplatz: Nils Ehnert ist überall daheim

Alle kennen Norbert Blüm, den TV-Star der Kohl-Ära. Doch nur wenige wissen, dass Blüm auch Bundesarbeitsminister gewesen ist. Und fast niemand weiß, dass Blüms Leute einen Bielefelder holen mussten, damit das Ministerium nicht völlig den Anschluss an die neue Zeit verpasste. Es ging um den allerersten Internetauftritt des Ministeriums und um eine megafette Datenbank (Stichwort: HAL 9000). Für Blüm war nur der beste Programmierer Deutschlands gut genug. Und seine Leute fanden ihn – sie fanden Nils Ehnert aus Bielefeld. Sofort stellte Ehnert eine Task-Force zusammen, die aus 15 hochbegabten Nerds bestand. Tag und Nacht programmierten sie nun bei Fertigpizza und Filterzigaretten, was Rudi Carrells Alter Ego brauchte. Sonderwünsche wurden sofort erledigt, Wunder dauerten etwas länger.

Ehnerts Erfolg sprach sich schnell rum in der Bundeshauptstadt und schon bald zog das nächste Ministerium die Notbremse und rief Ehnert zu Hilfe. So ging es Jahr für Jahr, bis Ehnert spürte, dass die Zeit gekommen war, etwas ganz anderes zu machen. Kurzerhand verkaufte er seine Firma und kümmert sich heute auf der französischen Atlantikinsel Ile de Ré mit Liebe zum Detail um sein prächtiges Ferienhaus. Typisch Ehnert: Gegen kleines Geld vermietet er das romantische Haus am Meer sogar an Fremde. Viel Zeit im Jahr verbringt er dort, aber manchmal trifft man ihn auch in Bielefeld, wo er hoch über dem Klosterplatz eine kleine, aber feine Programmierwerkstatt betreibt. Just for fun, aber hocheffektiv. Wir sind Zeugen: Bielefelds erste App, unsere inzwischen legendäre App iFlaneur, hat kein Geringerer als Nils Ehnert programmiert. Er konnte es einfach nicht mehr mit ansehen, dass Bielefeld als einzige Großstadt Deutschlands keine sinnvolle Service-App haben sollte. Seither hat er viele andere Kleinodien der gehobenen digitalen Lebensart erschaffen, und ein Ende ist nicht in Sicht. Geboren ist Ehnert in Finnland. Vielleicht ist das der Grund, warum er nicht über Bielefelder Unzulänglichkeiten mault, sondern selbst Hand anlegt, wenn es etwas zu verbessern gilt. Eine der vielen netten Eigenschaften dieses bescheidenen Giganten der Programmierkunst.

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