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11 Beiträge mit Schlagwort 'Asien'

Von Bielefeld bis Hongkong

Erhellt die Welt: Der unkomplizierte Lampenmann Stefan Betsch

Erhellt die Welt: Der unkomplizierte Lampenmann Stefan Betsch

Arglos sitzen wir in einer Gaststätte und werden unfreiwillig zu Ohrzeugen. Ein Mann mittleren Alters redet auf seine zwei Begleiter ein. Fast habe er den Geburtstag seiner Frau vergessen, klagt er mit tiefem Seufzer. Jedoch sei ihm auf den letzten Drücker eingefallen, dass seine Frau bei einem gemeinsamen abendlichen Gang durch die Ritterstraße am Schaufenster eines Lampenladen stehen geblieben sei und ihn gefragt habe, ob diese Stehlampe da hinten, die mit der weißen Glasglocke, ob die nicht genau das Richtige für’s heimische Wohnzimmer wäre. Also sei er zu dem Lampenladen geeilt, um den Inhaber auf Knien zu bitten, ihm diese spezielle Lampe nur für einen Abend zur Probe zu überlassen. Doch das mit den Knien sei gar nicht nötig gewesen, denn der Inhaber habe erstaunlich unkompliziert reagiert und seine Wünsche umstandslos erfüllt, so dass die Gattin am Geburtstagsmorgen von einer Stehlampe im Wohnzimmer überrascht worden sei. Sie habe sich so sehr gefreut, dass es spontan zum Vollzug des ehelichen Geschlechtsaktes gekommen sei. Den Inhaber des Lampenladens bezeichnet er wiederholt als seinen Retter und bestellt anschließend in bester Laune eine neue Runde Pilsbier.

Der Bericht hat uns neugierig gemacht. Schon am nächsten Tag suchen wir den Lampenladen auf. Schöne Sachen gibt’s hier. Der Inhaber heißt Stefan Betsch, ist tatsächlich sehr nett und entpuppt sich als langjähriger Lampenspezialist. Die Geschichte seines Ladens geht bis in die 1960er Jahre zurück. Weil er Ungewöhnliches präsentiert, wundert es uns nicht, dass sich seine Kundschaft bis nach Hongkong erstreckt. Somit trägt also ein Bielefelder Händler zum spontanen Geschlechtsverkehr auch in Asien bei.

—> Betsch, Ritterstraße 29, 33602 Bielefeld

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Gastronomische Stadtgestaltung

Passt gut zu Bielefeld: In China ist die Farbe Rot ein Synonym für Freude, Sommer und den Süden

Passt gut zu Bielefeld: In China ist die Farbe Rot ein Synonym für Freude, Sommer und den Süden

Kollegen im Büro.
„Wo geht Ihr heute Mittag essen?“
„Wir wollen ins Meiwei.“
„Mäiih was? Kenn‘ ich nicht.“
„Doch, kennst Du. Das rote Haus in der Viktoriastraße.“
„Ach so! Klar, da komm‘ ich mit.“

—> Meiwei, Münzstraße 5 (Ecke Viktoriastraße), 33602 Bielefeld

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Unsere Reise nach Vietnam

Wissen auch Rémy Martin bestens zu servieren: Die Wirtsleute Duong

Wissen auch Rémy Martin bestens zu servieren: Die Wirtsleute Duong

Sie sind Chinesen und stammen aus Vietnam. Vor Jahrzehnten schon sind sie nach Deutschland gekommen. Kieunga und Thuong Nhi Duong heißen die Wirtsleute, die uns heute herzlich zum vietnamesichen Abendschmaus begrüßen. Sanfte Klänge schweben durch die große Gaststube als wir vietnamesische Frühlingsrollen kennenlernen. Sie sind nicht nur ganz was anderes als die uns bisher bekannten Frühlingsrollen, nein, sie müssen außerdem getunkt werden. Allerdings, so lernen wir willig, im Salat- und Minzblattmantel. Die Dinger sind lecker, und das Tunken gefällt uns. Bald schon erscheint Wirt Duong Thuong Nhi erneut an unserem großen Rundtisch und serviert Huhnfleischspieße. Prima, dass die mundige Erdnusssoße auch so schmeckt wie sie ausschaut. Als letztes exotisches Abenteuer im Vorspeisenreigen begegnet uns schließlich ein köstlicher vietnamesischer Salat.

Nun schnallen wir die Gürtel weiter, denn nun folgen die Hauptspeisen. Wieder treffen wir auf Unbekanntes und Wohlschmeckendes. Uns fehlen die Worte, daher lassen wir ein stilles Beweisfoto von unserem Glück erzählen. Wichtig ist dabei, so betont Duong Kieunga, dass in der Küche kein Glutamat zum Einsatz kommt. Beim Versuch, die Köstlichkeiten mittels Stäbchen zu verzehren, bekennt unser heutiger lieber Gast Matthias, dass er zum ersten Mal im Leben dazu veranlasst worden sei, langsam zu essen. Zum Ende der großen Schlemmerei serviert uns Wirt Duong Thuong Nhi schöne Schnäpse. Sofort bedanken wir uns mit einem kleinen Kulturprogramm, indem wir die Fotos unserer alten Führerscheine herzeigen und damit große Freude auslösen. Anschließend präsentiert Matthias erstaunliche Weisen auf einer vietnamesischen Maultrommel.

Als wir gegen Mitternacht das gastliche Haus verlassen, schwebt eine Wolke der Zufriedenheit über uns. Freundlich lächelt das Zen-Chi-Schild. Wir halten inne, denn es spricht zu uns. “Hier ist der Grenzübergang ins gastfreundliche Vietnam”, ist es laut und deutlich zu vernehmen. Aber wer einmal dort war, wird es nie vergessen.

—> Zen Chi, Otto-Brenner-Straße 112, 3307 Bielefeld

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Meiwei heisst: köstlich

Gute Leute haben gute Ideen: Wirtin Jinmei Liu und Chefkoch Guoan Li

Gute Leute haben gute Ideen: Wirtin Jinmei Liu und Chefkoch Guoan Li

Wir sind ganz aufgeregt, denn zu einem panasiatischen Soft Opening waren wir noch nie eingeladen. Meiwei heißt das neue Restraurant in der Münzstraße, das vor dem offiziellen Start gute Freunde, Lieferanten und Handwerker zum Probelauf empfängt. Und wir mischen uns diskret unter die fröhlichen Gäste, um streng subjektive Fakten für unsere Leser zu sammeln.

Hell, frisch und modern lächeln uns die top durchgestylten Räumlichkeiten an. Im vorderen Raum gratulieren die Gäste dem verantwortlichen Designer Marcus Langer (rechts im Bild) zu seinem großen Wurf. Im hinteren Raum ist noch Platz für ständig neu anrollende Gratulaten. Wirtin Jinmei Liu kann sich vor Segenswünschen und Blumengeschenken kaum retten. Auch Wirtskollegen sind angereist, um ihr Glück zu wünschen, wie Francesco Calamita vom Rosenhof (hier mit Domenico di Leo). Gastro-Legende Graham (mit Frau Teresa & Birgit Zeiss) will beim Anblick der Bar nicht glauben, dass er sich noch in Bielefeld befindet. Aus der Nachbarschaft sind Michael Fredebeul und Dirk Ukena anwesend und freuen sich mit uns über die eleganten Pilsgläser. Aber es gibt auch asiatisches Flaschenbier, wie wir gern von Servierengel Enit Fusét Cordóva erfahren. Dass wir zu später Stunde in der feiernden Meute Alfred Scholten als top Fachmann exotischer Rum-Genüsse kennenlernen dürfen, spricht sehr für die Getränkekompetenz der Meiwei-Bar.

Doch nun haben wir Hunger, genauer gesagt: panasiatischen Crossover-Hunger. Hausgemachte Nudeln, erlesen Süppchen, endlose Sushi-Variantionen – so sieht das asiatische Schlaraffenland aus. Da staunt selbst der Herr Doktor mit seiner Mary. Und unser lieber Stahlbaron zelebriert die kleine Portion als Fortsetzungsgeschichte. Am Ende schmeckt uns sogar die vegane Variante, so dass wir begreifen: Meiwei heißt auf Deutsch “köstlich”. Nach vielen schönen Stunden legt sich eine sehr späte Nacht über die Stadt, und nun geht auch bald das Meiwei schlafen. Danke für das schöne Fest. Und alles Gute für eine wohlverdiente erfolgreiche Zukunft!

—> Meiwei, Münzstraße 5 (Ecke Viktoriastraße), 33602 Bielefeld

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Indien – mitten in Schildesche

Reiseleiter nach Indien: Wirt & Koch Tapan Dey mit Kopilot Punniyaratnam

Reiseleiter nach Indien: Wirt & Koch Tapan Dey mit Kopilot Punniyaratnam Nagrajah

Sanft breitet sich ein stiller Abend über Schildesche aus. Mit offenen Touristenaugen streifen wir durch das Bielefelder Dorf. Nicht ohne Staunen notieren wir, dass es hier recht viele Gaststuben gibt. Schließlich ködert uns der Eingang zum Namaste, denn hier werden indische Leckereien versprochen. Wir wählen einen Tisch in der Nähe eines gewissen Herrn Buddha, der möglicherweise eine gewisse Wächterfunktion innehat. Geräuschlos serviert Tapan Dey den drei belegten Tischen die gewünschten Getränke und verschwindet dann in die Küche, um mithilfe seines Kopiloten Punniyaratnam Nagrajah die gewünschten Speisen zu erschaffen. Hier wird alles frisch zubereitet, daher braucht es seine angemessene Zeit, bis uns die Speisen entgegenrollen.

Als Starter schlecken wir ein wohltemperiertes Tomatensüppchen mit Kokospüree. Danach treffen die Hauptgerichte ein, als da sind Palak Gosht, ein vorzügliches Lamm-Spinat-Gemisch sowie Murgh Masala, ein aromatisches Huhn-Ingwer-Konglomerat, aber auch Lamm Korma, das mild-cremige Kokos-Curry-Lamm-Gemenge und nicht zuletzt ein Reshmi Kabab, das in feiner Weise dem Huhn huldigt. Dazu erhalten wir Reis, der ausdrücklich als gelungen bezeichnet werden muss. Nach diesem prächtigen Abendmahl serviert uns Wirt und Koch Tapan Dey appetitliche Flüssigkeiten, die wohlklingende Namen tragen wie z.B. Linie Aquavit. Dabei entpuppt er sich als ebenso eloquenter wie interessanter Gesprächspartner zu den drei komplementären philosophischen Essenzen Gastfreundschaft, Gelassenheit und Nahrungsaufnahme. Am Ende verlassen wir das Namaste nicht nur körperlich gut gesättigt, sondern auch mental runderneuert. Schon seit 1992 führt Herr Tapan Dey sein Gasthaus – Schildesche hat’s richtig gut.

—> Namaste, Johannisstraße 36, 33611 Bielefeld

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