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9 Beiträge mit Schlagwort 'Asien'

Unsere Reise nach Vietnam

Wissen auch Rémy Martin bestens zu servieren: Die Wirtsleute Duong

Wissen auch Rémy Martin bestens zu servieren: Die Wirtsleute Duong

Sie sind Chinesen und stammen aus Vietnam. Vor Jahrzehnten schon sind sie nach Deutschland gekommen. Kieunga und Thuong Nhi Duong heißen die Wirtsleute, die uns heute herzlich zum vietnamesichen Abendschmaus begrüßen. Sanfte Klänge schweben durch die große Gaststube als wir vietnamesische Frühlingsrollen kennenlernen. Sie sind nicht nur ganz was anderes als die uns bisher bekannten Frühlingsrollen, nein, sie müssen außerdem getunkt werden. Allerdings, so lernen wir willig, im Salat- und Minzblattmantel. Die Dinger sind lecker, und das Tunken gefällt uns. Bald schon erscheint Wirt Duong Thuong Nhi erneut an unserem großen Rundtisch und serviert Huhnfleischspieße. Prima, dass die mundige Erdnusssoße auch so schmeckt wie sie ausschaut. Als letztes exotisches Abenteuer im Vorspeisenreigen begegnet uns schließlich ein köstlicher vietnamesischer Salat.

Nun schnallen wir die Gürtel weiter, denn nun folgen die Hauptspeisen. Wieder treffen wir auf Unbekanntes und Wohlschmeckendes. Uns fehlen die Worte, daher lassen wir ein stilles Beweisfoto von unserem Glück erzählen. Wichtig ist dabei, so betont Duong Kieunga, dass in der Küche kein Glutamat zum Einsatz kommt. Beim Versuch, die Köstlichkeiten mittels Stäbchen zu verzehren, bekennt unser heutiger lieber Gast Matthias, dass er zum ersten Mal im Leben dazu veranlasst worden sei, langsam zu essen. Zum Ende der großen Schlemmerei serviert uns Wirt Duong Thuong Nhi schöne Schnäpse. Sofort bedanken wir uns mit einem kleinen Kulturprogramm, indem wir die Fotos unserer alten Führerscheine herzeigen und damit große Freude auslösen. Anschließend präsentiert Matthias erstaunliche Weisen auf einer vietnamesischen Maultrommel.

Als wir gegen Mitternacht das gastliche Haus verlassen, schwebt eine Wolke der Zufriedenheit über uns. Freundlich lächelt das Zen-Chi-Schild. Wir halten inne, denn es spricht zu uns. “Hier ist der Grenzübergang ins gastfreundliche Vietnam”, ist es laut und deutlich zu vernehmen. Aber wer einmal dort war, wird es nie vergessen.

—> Zen Chi, Otto-Brenner-Straße 112, 3307 Bielefeld

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Meiwei heisst: köstlich

Gute Leute haben gute Ideen: Wirtin Jinmei Liu und Chefkoch Guoan Li

Gute Leute haben gute Ideen: Wirtin Jinmei Liu und Chefkoch Guoan Li

Wir sind ganz aufgeregt, denn zu einem panasiatischen Soft Opening waren wir noch nie eingeladen. Meiwei heißt das neue Restraurant in der Münzstraße, das vor dem offiziellen Start gute Freunde, Lieferanten und Handwerker zum Probelauf empfängt. Und wir mischen uns diskret unter die fröhlichen Gäste, um streng subjektive Fakten für unsere Leser zu sammeln.

Hell, frisch und modern lächeln uns die top durchgestylten Räumlichkeiten an. Im vorderen Raum gratulieren die Gäste dem verantwortlichen Designer Marcus Langer (rechts im Bild) zu seinem großen Wurf. Im hinteren Raum ist noch Platz für ständig neu anrollende Gratulaten. Wirtin Jinmei Liu kann sich vor Segenswünschen und Blumengeschenken kaum retten. Auch Wirtskollegen sind angereist, um ihr Glück zu wünschen, wie Francesco Calamita vom Rosenhof (hier mit Domenico di Leo). Gastro-Legende Graham (mit Frau Teresa & Birgit Zeiss) will beim Anblick der Bar nicht glauben, dass er sich noch in Bielefeld befindet. Aus der Nachbarschaft sind Michael Fredebeul und Dirk Ukena anwesend und freuen sich mit uns über die eleganten Pilsgläser. Aber es gibt auch asiatisches Flaschenbier, wie wir gern von Servierengel Enit Fusét Cordóva erfahren. Dass wir zu später Stunde in der feiernden Meute Alfred Scholten als top Fachmann exotischer Rum-Genüsse kennenlernen dürfen, spricht sehr für die Getränkekompetenz der Meiwei-Bar.

Doch nun haben wir Hunger, genauer gesagt: panasiatischen Crossover-Hunger. Hausgemachte Nudeln, erlesen Süppchen, endlose Sushi-Variantionen – so sieht das asiatische Schlaraffenland aus. Da staunt selbst der Herr Doktor mit seiner Mary. Und unser lieber Stahlbaron zelebriert die kleine Portion als Fortsetzungsgeschichte. Am Ende schmeckt uns sogar die vegane Variante, so dass wir begreifen: Meiwei heißt auf Deutsch “köstlich”. Nach vielen schönen Stunden legt sich eine sehr späte Nacht über die Stadt, und nun geht auch bald das Meiwei schlafen. Danke für das schöne Fest. Und alles Gute für eine wohlverdiente erfolgreiche Zukunft!

—> Meiwei, Münzstraße 5 (Ecke Viktoriastraße), 33602 Bielefeld

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Indien – mitten in Schildesche

Reiseleiter nach Indien: Wirt & Koch Tapan Dey mit Kopilot Punniyaratnam

Reiseleiter nach Indien: Wirt & Koch Tapan Dey mit Kopilot Punniyaratnam Nagrajah

Sanft breitet sich ein stiller Abend über Schildesche aus. Mit offenen Touristenaugen streifen wir durch das Bielefelder Dorf. Nicht ohne Staunen notieren wir, dass es hier recht viele Gaststuben gibt. Schließlich ködert uns der Eingang zum Namaste, denn hier werden indische Leckereien versprochen. Wir wählen einen Tisch in der Nähe eines gewissen Herrn Buddha, der möglicherweise eine gewisse Wächterfunktion innehat. Geräuschlos serviert Tapan Dey den drei belegten Tischen die gewünschten Getränke und verschwindet dann in die Küche, um mithilfe seines Kopiloten Punniyaratnam Nagrajah die gewünschten Speisen zu erschaffen. Hier wird alles frisch zubereitet, daher braucht es seine angemessene Zeit, bis uns die Speisen entgegenrollen.

Als Starter schlecken wir ein wohltemperiertes Tomatensüppchen mit Kokospüree. Danach treffen die Hauptgerichte ein, als da sind Palak Gosht, ein vorzügliches Lamm-Spinat-Gemisch sowie Murgh Masala, ein aromatisches Huhn-Ingwer-Konglomerat, aber auch Lamm Korma, das mild-cremige Kokos-Curry-Lamm-Gemenge und nicht zuletzt ein Reshmi Kabab, das in feiner Weise dem Huhn huldigt. Dazu erhalten wir Reis, der ausdrücklich als gelungen bezeichnet werden muss. Nach diesem prächtigen Abendmahl serviert uns Wirt und Koch Tapan Dey appetitliche Flüssigkeiten, die wohlklingende Namen tragen wie z.B. Linie Aquavit. Dabei entpuppt er sich als ebenso eloquenter wie interessanter Gesprächspartner zu den drei komplementären philosophischen Essenzen Gastfreundschaft, Gelassenheit und Nahrungsaufnahme. Am Ende verlassen wir das Namaste nicht nur körperlich gut gesättigt, sondern auch mental runderneuert. Schon seit 1992 führt Herr Tapan Dey sein Gasthaus – Schildesche hat’s richtig gut.

—> Namaste, Johannisstraße 36, 33611 Bielefeld

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Für einen Abend nach Thailand

Lana Thai: Köchin Khian Kohlheim, Servierer Armando Humke, Wirtin Somjai Sawangnet

Lana Thai: Köchin Khian Kohlheim, Servierer Armando Humke, Wirtin Somjai Sawangnet

Über uns schwebt ein eleganter Drache mit schreckgeweiteten Augen und neben ihm wohnt thailändisches Holz in filigraner Vollendung. Aufmerksam observieren beide Wesen unser Verhalten auf einer bunten Sitzgelegenheit. Soeben haben wir uns einer Huhnsuppe zugewandt, die in großzügigen Rationen ausgeteilt und auf Wunsch mit mit Kokosmilch versetzt wird. Wir können uns nicht einigen, ob das Süppchen erfrischend mundet oder an mild parfümierte Seife erinnert. Das liegt am Zitronengras, das der Suppe beigegeben wurde, denn Zitronengras enthält bekanntlich Myrcen und Citral, Substanzen also, die in der Kosmetik als Duftstoffe Verwendung finden. Die Idee mit der Seife ist also durchaus verständlich. Kurzum: Man muss es halt mögen.

Große Einigkeit verursachen hingegen die farbfrohen Hauptspeisen. Sie bestehen aus den Modulen “knackig, würzig, mild”: Schweineteile mit Gemüse sowie “süß, sauer, scharf”: Hahnbrustteile mit Gemüse. Auch widmen wir uns erfolgreich einer thailändischen Speiseente und – Obacht! – speziell für die Vegetarierinnen unter unseren Lesern begutachten wir heute eine Tofukost. Diese wird in einem maritimen Gefäß serviert und ihre Würzung ist unseren Geschmacksknospen wohlgesonnen. Zu alldem wird als wirksame Sättigungsbeilage ein schöner Klumpen Reis gereicht, so dass anschließend nur der durchtrainierte Magen des Herrn Sölter einen Nachtisch zu schultern vermag, konkret: frittierte Ananassegmente mit Weißeis.

Als vorbildlicher Servierer ist Armando Humke zu loben. Zwischen Bestellung und Lieferung der leckeren Abendgetränke verstreichen gefühlt nur wenige Nanosekunden. Auch meistert er mit vorbildlicher Elastizität die vielfache Besteigung unserer polychromatischen Sitzgruppe. Unmöglich zu beschreiben, wie er das macht. Sie müssen es selbst gesehen haben. Jedenfalls wird uns klar, dass Armando Humke über eine solide artistische Begabung verfügt, womit er in der Bielefelder Gastronomie zweifellos eine Sonderstellung einnimmt.

—> Lana Thai, Heeper Straße 64, 33607 Bielefeld

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Wie wir zu Thalis-Männern wurden

Indien in Bielefeld: Koch Jaman Singh und Geschäftsführer Karamjeet Singh

Indien in Bielefeld: Koch Jaman Singh und Geschäftsführer Karamjeet Singh

Sollten wir Zweifel haben, wo wir heute eingekehrt sind – der indische Wandschmuck mit den fröhlichen Göttern ist eindeutig. Kaum haben wir dankbar das erste Abendpils angetrunken, steht auch schon ein Knusperteller mit 3-Farben-Tunken vor uns. Mutig wenden wir uns ihm zu und lernen dies Ensemble als nettes Unterhaltungsprogramm kennen. Als wir dann die Vorspeisenteller erhalten, bestaunen wir sogleich die symbolträchtigen Formen dieser fremden Speise. Die Kernmasse besteht aus verschiedenen Gemüsen, die im Teigmantel gesotten wurden und uns effektiv sättigen. Bis der Auftritt der Thalis-Platten erfolgt.

Selbstverständlich ist Ihnen bekannt, dass “Thali” in der indischen Gastronomie eine Mahlzeit bezeichnet, die aus verschiedenen Bestandteilen zusammengestellt ist. Thalis werden meist mit kleinen Metallschälchen serviert, die Fleisch, Gemüse und allerlei Beilagen enthalten. Daher erhalten wir unsere Thalis-Varianten auf einer edelstahlblitzenden Metallplatte, die verschiedene Auffangbecken besitzt. Unser heutiges Hauptgericht setzt sich zusammen aus den drei Abteilungen Fleisch-Thalis (herzhaft gewürzt), Fisch-Thalis (freundlich gewürzt) sowie Vege-Thalis (auch gewürzt). Alle Speisen munden uns sehr und verwandeln uns in zufriedene Thalis-Männer mit prall gefüllten Bäuchen. Gibt es einen schöneren Zustand? Zum Abschied erhalten wir einen goldgelben Mangolikör, mit dem wir auf eine gute Zukunft von ganz Bombay anstoßen.

—> Bombay, Herforder Straße 42, 33602 Bielefeld

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