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09. Apr 2015

Besuch in der Hölle

Haben uns höllisch gut verwöhnt: Servierfee Melanie Aberle und Wirtin Karin Engel

Haben uns höllisch gut verwöhnt: Servierfee Melanie Aberle und Wirtin Karin Engel

Etwas bergab geht es, wenn man von der Heeper Straße zur Kleingartenanlage Stauteich 3 gelangen möchte. Mag das der Grund dafür sein, dass das gleichnamige Vereinsgasthaus den Spitznamen „Hölle“ trägt? Wir sind mutig, wir überprüfen das. Beim Betreten der Gaststube bietet sich uns ein zutiefst gemütliches Bild . An der Theke hat sich eine fröhliche Knobelrunde zum konzentrierten Spiel eingefunden und lädt uns gleich ein mitzumachen. Für den kleinen Plausch gibt es hinten links eine aktive Leseecke. Außerdem entdecken wir Dartautomaten, die, wie wir hören, regelmäßig von zwei Mannschaften in der C-Liga bespielt werden. Besonders anzumerken ist, dass hier jede Woche der Eiermann selbstgelegte Eier liefert.

Bei der Suche nach Höllenindizien müssen wir erfahren, dass die Wirtin Karin Engel heißt. Und was das Beste ist, sie heißt nicht nur so, sie ist auch ein Engel, denn sie bekocht uns und bringt uns höchstpersönlich das Abendmahl an den Tisch: köstliche Jägerschnitzel mit astreinen Bratkartoffeln und hausgemachter Pilzsoße. Nicht minder gelungen ist der dazu gereichte liebe Mischsalat. Auch Durst muss man hier nicht erleiden. Da passt Servierfee Melanie Aberle, genannt Melly, auf. Von den Gästen lassen wir uns die Ohren vollschwärmen: Skatturniere, 80er-Partys oder Spezialitätenessen. Ganz zu schweigen von den 22 Sorten Spirituosen. Seit dem 1. April 2012 ist Karin Engel hier die gute Seele. Eigentlich hat sie ja mal Steuerfachgehilfin gelernt, was beim Wirtsberuf durchaus nützlich sein kann, aber in der Gastronomie ist sie mit Herz & Seele tätig. Daher herrscht in ihrer „Hölle“ eine spürbare Familienatmosphäre. Also jetzt mal im Ernst – wenn so die Hölle aussieht, dann wollen wir ganz sicher nicht in den Himmel kommen.

—> Stauteich 3, Heeper Straße 230, 33607 Bielefeld

1 Comment

  1. PollyEsther

    Da war ich vor etwa 100 Jahren auch mal – damals war die Deko eine Mischung aus Griechenland- und Arminia-Devotionalien, eine Speisekarte gab es nicht (man konnte sich was wünschen) und auf der Getränkekarte gab es Bier, Cola, Fanta, Sprite und Schnaps. Hach!

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