Unsere Entwicklungshilfe für die Schweiz

Die Schweiz hat Berge, Käse und Ricola, aber sie hat keine Kotzbecken
… äh, ‘tschuldigung: Speibecken heißt sowas natürlich (linkes Objekt)
Simon, agiler Gastronom aus St. Gallen, hat die ganze Schweiz nach einem Speibecken durchforscht, denn seine Not ist groß. Soldaten und andere Vielbiertrinker hinterlassen die Toiletten seines Restaurants manchmal nicht so, wie sie sie vorzufinden wünschen. Aber er muss feststellen, es gibt in seiner Heimat keine Speibecken. Als wir über’s Internet von Simon und seiner Not erfahren, ist für uns sofort klar: Dem Mann muss geholfen werden.
Auf einem unserer Flaneur-Gänge entdecken wir in der schnuckeligen Bierlaube namens “Am Kesselbrink” ein formschönes Exemplar. Als diese Kneipe Ende letzten Jahres geschlossen wird, wenden wir uns sogleich an die Stadt Bielefeld, denn das Gebäude ist Eigentum der Stadt und soll demnächst abgerissen werden. Konsequenz: Eine ganz große parteiübergreifende Koalition der Vernunft entscheidet sich dafür, dem Vorschlag der Bielefelder Flaneure zu folgen und Simon das Speibecken zu schenken – als praktische Entwicklungshilfe für die Schweizer Trink-, Sanitär- und Hygienekultur. Als Gegenleistung spendet Simon einige bemerkenswert großzügige Taler zur Anschaffung des Bielefelder Ich-Denkmals. So sind am Ende alle sehr zufrieden.
Soweit die Fakten. Bewundern Sie nun unsere Fotodokumentation von der Übergabe des Speibeckens an den sympathischen Eidgenossen Simon. Ein Tag, den wir nie vergessen werden.

Simons Schwiegervater René begutachtet den Standort: Start der Aktion!

Wasserrohr erst oben abklemmen, dann unten kappen

Mit Geschick & hoher Schlagzahl geht’s dem Gerät an die Verschraubung

Wichtig: Schwiegervater René kassiert die Haltegriffe

Auch unten geht’s zügig voran: Knie & Fallrohr sind vom Becken gekappt

Ja, es ist vollbracht: Simon trägt sein geliebtes Baby in den Schankraum

Schließlich: Sicher abgelegt im großen Bauch des kraftvollen Fahrzeuges

Danach internationale Pressekonferenz: Simon und die Neue Westfälische

Moment der Abreise: Wir winken, bis die Gäste am Horizont verschwinden


Die Altherrenriege (Gast) 01. Feb 2008 09:08
Das ist ja mal eine tolle Geschichte! Die nachhaltige internationale Relevanz und Handlungsfähigkeit der Bielefelder Flaneure ist damit eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Und nur dem mutigen Vordringen der Flaneure bis in gastronomische Galaxien, die nie ein Intellektueller je gesehen hat, ist es zu verdanken, dass aufgrund des gesammelten Expeditionswissens diese internationalen Hilfsaktion möglich werden konnte.
Chapeau, meine Herren!
Bernd (Gast) 01. Feb 2008 10:35
Stimmt, eine superlustige Sache! Weiter so!
Nina (Gast) 01. Feb 2008 13:12
nun bin auch ich im bilde, aber dass dieser gastronom nun noch ein becken für sein damenklo sucht, wie die nw schreibt, das erschüttert mich dann doch …
cos (Gast) 01. Feb 2008 14:27
REPLY:
Er sucht es nicht unbedingt für speiende Damen. Die schlagende Verbindung hält ihre Gelage im ersten Stock neben dem Damenklo ab, und je länger das Gelage dauert, desto eher schaffen die jungen Leute es nicht mehr bis ins Erdgeschoss zum Herrenklo.
Weltpresse (Gast) 01. Feb 2008 14:55
REPLY:
superlustig???
Bielefelder Flaneure 02. Feb 2008 21:59
REPLY:
Ein Premium-Lob der Altherrenriege – was will man mehr!
Bielefelder Flaneure 02. Feb 2008 22:00
REPLY:
Aber gell, Weltpresse, du hast schon ganz andere Sachen lustig gefunden.
Bielefelder Flaneure 02. Feb 2008 22:01
REPLY:
Also müssen wir ein zweites Speibecken auftreiben. Und dieses Exemplar bringen wir dann nach St. Gallen, denn Simons Gastronomie muss ja auch Flaneur-geprüft werden.
Sander 24. Nov 2011 18:05
Guten Tag, auch ich bin auf der Suche einem solchen Speibecken, wer auch immer mir dabei behilflich sein kann ein solches Speibecken zu beschaffen, möge sich bei mir unter sander.assenheimer@gmail.com melden.
Vielen Dank und freundliche Grüße