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Wandertipp: Schlemmereinkehr am Bielefelder Rand

Schlichtehof
Haben uns bestens umsorgt: Restaurantleiterin Petra Westerwinter und Azubi Meltem Sari

Reich haben Schnee und Frost unser argloses Bielefeld beschenkt. Da greifen kluge Menschen gern zu Hut, Mantel und Wanderstiefeln, um mit großem Vergnügen durch die Winterstadt zu stromern. Hier eine feine Schneewehe, dort ein eingeweißtes Auto, und die Eiszapfen hängen wie Damoklesschwerter von den Dachrinnen. Durch diese Bilder verzückt & gebannt staunt man sich durch die Stadt und hat sie – ohne es richtig bemerkt zu haben – am Ende gar verlassen. Nach geraumer Wanderschaft, die schließlich auch durch den heimischen Forst führte, stehen wir nun am äußersten Bielefelder Rand (das Ortsausgangsschild weist Richtung Halle/Westfalen). Suchend schauen wir uns um, denn jetzt meldet sich ein guter Hunger. Gibt es hier eine kleine Schnitzelstube, die uns retten mag? Aha, dort leuchtet uns ein Licht: “Schlichte Hof” können wir lesen, und weil wir schlichte Speisen mögen, begeben wir uns sofort dorthin.

Ein großer Raum empfängt uns. Er scheint komplett aus westfälischer Eiche geschnitzt zu sein und könnte als prima Heimatmuseum Karriere machen. Beim Blick in die Speisekarte vollendet sich unser Staunen: Welch güldenes Speiseangebot! Hemmungslos ordern wir, was die Küche bereit ist freizugeben. Alsdann bitten wir Restaurantleiterin Petra Westerwinter, uns beständig mit Rotwein zu tränken. Sogleich schenkt sie mit gekonnter Hand einen 2005er Kampmanns Tempranillo ein, und flugs sind wir uns einig: Hhmm, an diesem Wein kann man sich gut festtrinken!

Doch jetzt wird’s ernst. Die Hohepriesterinnen der Gastlichkeit fahren auf, was der Küchenmeister für uns erschaffen hat. Schon die Vorspeisen lassen unsere Sinne jubilieren. Ob der Feldsalat mit gebratenen Champions oder die winterlichen Blattsalate mit gebratener Entenleber oder aber Himmel und Erde – alles putzen wir mit deftigem Schmatzen weg. Nach kurzer Weinpause stapeln sich auch schon die Hauptgerichte auf unserem Tisch. Das Wildgulasch vom heimischen Reh lässt uns ein Loblied auf das heimische Reh anstimmen. Das Rumpsteak in einer Zwiebel-Senf-Kruste ist sofort unser innigster Freund. Die geschmorte Kaninchenkeule sowieso. Die kross gebratenen Ente mit Rotkohl und Bratkartoffeln werden wir nie wieder vergessen. Die Rindsroulade auf Kartoffel-Wirsingragout ist nicht von dieser Welt. Das Geschnetzelte vom Rind mit Käse überbacken gibt uns schlussendlich den Rest. Resümee: Das Leben kann so schön sein.

Der charmanten Freundlichkeit von Frau Westerwinter können wir uns nicht entziehen, also lassen wir uns einige Nachspeisen reichen. Ob Punchapfel mit Lebkuchenpavé oder allerlei Eis – es sind ebenfalls Gedichte, die Lukull persönlich ersonnen hat. Und nun zur Abrundung einen Cappuccino, dann ist der Mensch 150% zufrieden. Zum Abschluss unserer Fütterung erscheint Bernhard Kampmann (Koch, Chef und Zaubermeister in einer Person), um uns mit einem sanften Getränk zu beglücken, und zwar aus dem Hause Clüsener. Damit kann man nichts falsch machen. Beim Abschied danken wir dem großartigen Küchenmeister auf Knien für seine seltene Kochkunst und geloben, auf ewig seine Jünger zu bleiben.

—> Sie möchten ebenfalls den Schlichte Hof aufsuchen? Dann empfehlen wir Ihnen ab Bielefeld-Kernstadt diesen wunderbaren Pilgerweg.
—> Schlichte Hof, Osnabrücker Straße 100, 33649 Bielefeld

2 Anmerkungen für "Wandertipp: Schlemmereinkehr am Bielefelder Rand"

  1. rosmarin 02. Feb 2010 10:26 Antworten

    oha….. da fällt mir ein, dass ich schon viel zu lange nicht mehr dort war.
    das wird sich ändern :-)

  2. Bielefelder Flaneure 02. Feb 2010 22:56 Antworten

    REPLY:
    Gewiss wird Frau Rosmarin diesmal unseren fabelhaften Pilgerweg nutzen, um dort einzukehren. Bitte anschließend nicht vergessen, das Schlichtehof-Team von uns zu grüßen!

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