<
 
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)

Abends fein essen (Sonderbericht aus Cadenabbia)

Qualität im Familienverbund

Qualität im Familienverbund: Paolo, Liliana und Domenico Galli

Heute war ein wunderbarer Tag. Wir haben ausgedehnte Wanderungen unternommen und dabei Berggipfel erklommen, die uns mit erschreckend schönen Aussichten belohnt haben. Nun steht uns der Sinn nach einem feinem Abendschmaus, und da kommt uns das Restaurant Belle Isole genau richtig. Wer Niveau und Charakter zu schätzen weiß, fühlt sich im Hause der Familie Galli sofort wohl. Während Vater Domenico in der Küche fleißig ist, betreuen Mutter Liliana und Sohn Paolo die Gäste mit bemerkenswerter Höflichkeit. Ohne dabei künstlich oder gar klebrig zu wirken.

Als primo piatto wählen wir unisono die hausgemachten Tortellini – und wir sind begeistert! Lasziv räkelt sich die Pasta in einer erotischen Salbeibutter und schmeckt – vorsichtig formuliert – göttlich. Alsdann erhalten wir ein unglaublich sanftes Kotelett. Es ist derart sanft, dass wir Koch und Schwein gleichermaßen loben wollen. Nur unser verehrter Stahlbaron schert aus und lässt sich ein großartiges Pfeffersteak (medium) zuführen. Während er es verzehrt, ist sein Sprachzentrum gelähmt und seine Augen leuchten wie zwei Glücksdiamanten. Selbstverständlich erhalten wir zum secondo piatto ausreichend Rosmarinkartoffeln sowie Leckersalat und Naschgemüse. Die Familie Galli verfügt über ein ausgeklügeltes Weinsortiment, so dass uns zwischendurch ein Fläschchen eines sehr fruchtigen 2008er Bardolino liebkost, doch vornehmlich entscheiden wir uns für ein heimisches Bier, weil es unser Freund geworden ist. Und Freunden bleibt man treu.

Vater Galli, so berichtet er uns, hat 1961 in Köln mit dem Kochen begonnen. Noch gut kann er sich an den Dom erinnern und die umfangreichen Bauarbeiten, die an ihm vollzogen wurden. Inzwischen betreibt die Familie Galli schon 31 Jahre ihre erlesene Restauration am Ufer des Comer Sees. Übrigens wird sie im nächsten Jahr ein paar Häuser weiterziehen, dann wird das Restaurant durch ein feines Hotel ergänzt, Name: Albergo Villa La Mirabella. Die Renovierung des schönen alten Gebäudes ist schon in vollem Gange. Wir wünschen der Familie Galli viel Glück mit dem großen Plan.

Bevor wir heimkehren, begeben wir uns kurz zum Abort. Dort finden wir doch tatsächlich ein Bild von Osnabrück. Will es uns daran erinnern, dass unsere schönen Urlaubstage nun abgelaufen sind? Oder ist es ein Wink des Schicksals, als nächstes exotisches Reiseziel Osnabrück zu wählen? Schwierige Fragen, die wir bei der herrlichen Nachtwanderung zu unserem Hotel erörtern wollen. Und morgen, tja morgen fliegen wir heim.

–> Ristorante Belle Isole, Via Regina 25, 22011 Cadenabbia

2 Anmerkungen für "Abends fein essen (Sonderbericht aus Cadenabbia)"

  1. Die Altherrenriege 20. Okt 2010 18:09 Antworten

    Original(!) italienisches Essen sieht eindeutig besser aus, als hiesig gereichte Mahlzeiten.

  2. Bielefelder Flaneure 20. Okt 2010 21:25 Antworten

    Zwei Erklärungmöglichkeiten:
    1. Wir sind in einem anderen Land gewesen.
    2. Des Betrachters Augen sind Food Design-Fotos gewohnt, so dass ihn unsere Reality-Fotos verwirren.
    Aber wie auch immer – das Essen war köstlich!

Hinterlass eine Anmerkung

Die Bielefelder Flaneure freuen sich über die Hilfe von:


 π