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31. Jan 2008

Die Schweizerfahne auf der Sparrenburg

sparrenburg
Sparrenburg sehr international: Unsere Gäste aus der Schweiz im Bielefelder Wahrzeichen
Von links nach rechts: Juniorwirt Michael Niegisch, Koch und Seniorwirt Robert Niegisch,
unsere Schweizer Gäste Simon & René sowie Serviererin Jessica Meinersmann (aus Spenge)

666 km in 6 Stunden und 6 Minuten veranschlagt Google Maps für die Strecke von St. Gallen zur Sparrenburg, und Simon & René sind sie gefahren. Nun sind unsere Schweizer Gäste hungrig, so dass wir sie zum Abendmahl einladen, aber welche Gastronomie kommt für auswärtige Gäste am besten in Frage? Genau, das Restaurant im Bielefelder Wahrzeichen – der Sparrenburg. Simon ist selbst Gastronom, leitet in St. Gallen den Spitalkeller und kann uns daher versiert helfen, die richtigen Beurteilungen zu treffen. Sein Schwiegervater René erweist sich dabei schnell als ebenfalls guter Gast-Flaneur. Wir haben heute also eine sachkundige Verstärkung. Sehr viele leckere Angebote lächeln uns aus der Speisekarte entgegen. Nach eingehender Beratung entscheiden wir uns für Wildschweinsegmente, Hausschweinscheiben und Grünkohl mit Würzigem. Als die sympatische Serviererin Jessica Meinersmann alles herbeigeschleppt hat, schwebt schon bald ein Raunen über unserem Tisch: Köstlich! Lecker! Super!

Zu später Stunde trollen sich die anderen Gäste satt und müde heim, aber wir bitten die Wirtsleute an unseren Tisch. Sogleich hebt ein launiges Fachgespräch an über alles, was wirklich wichtig ist: Essen (Seniorwirt Michael Niegisch ist immerhin einer der sagenumwogenen Fünf Köche), Trinken (Durst ist international) und: Wie kriegen wir heute abend noch die Schweizerfahne auf dem Sparrenburg-Turm gehisst? Bevor wir unseren Plan dazu umsetzen können, packt Simon eine eidgenössische Geheimwaffe aus – eine Liter-Flasche Appenzeller Kräuterlikör steht plötzlich auf dem Tisch. Sowas muss natürlich sofort verköstigt werden. Appenzell, so lassen wir uns gern erläutern, mischt den weltweit besten Kräuterlikör zusammen, ist aber nicht in der Lage, das Produkt erfolgreich zu vermarkten. Also bleibt diese aromatische Köstlichkeit ein ewiger Geheimtipp. Nach weiteren Gläschen Geheimtipp entscheidet sich die Runde, die Schweizerfahne nicht umständlich bei Wind & Wetter auf dem Sparrenburg-Turm hochzuziehen, sondern mit großem Tschingderassa-Tusch in der Wirtsstube vor unsere Kameralinse zu halten. Sieht doch auch ganz schick aus, oder?

—> Restaurant Sparrenburg, Am Sparrenberg 38a, 33602 Bielefeld

6 Comments

  1. rosmarin

    wunderbar…. fotoromane sind genau das, was hier jetzt noch fehlt. die spannung der leserschaft steigt also ins unermessliche. kotzbecken hat übrigens jeder gute segelclub 🙂

  2. Nina (Gast)

    kann mir mal jemand verraten, was um alles in der welt ein kotzbecken ist!!! ist es das, was ich denke? *grusel*

  3. Die Altherrenriege (Gast)

    REPLY:
    Das Kotzbecken heißt eigentlich Vomitorium und wie der Name schon sagt, wird dort sauber und stilvoll hineingekotzt, wenn jemand mal ordentlich einen über den Durst genommen hat.
    Der vornehme Trinker übergibt sich nämlich nicht auf die Straße!

    Ein viel schöneres Vomitorium findet man übrigens in der „Tangente“.

  4. Die Altherrenriege (Gast)

    REPLY:
    Wir dachten, seekrank wird der Segler auf’m Schiff
    und nicht an Land … oder hält er’s so lange zurück, bis er wieder im heimischen Hafen angekommen ist?

  5. rosmarin

    REPLY:
    @oldguys…. na gerade wollte ich obige frage beantworten, da seh ich, dass sie es selbst wissen.
    der ordentliche segler säuft gern. nicht ab sondern viel. drum wird ihm übel. nicht von der see sondern vom aqua (vit versteht sich)

  6. Bielefelder Flaneure

    REPLY:
    Eine hübsche Diskusson hat sich ja hier ausgebreitet. Allerdings müssen wir darauf hinweisen, dass z.B. Wikipedia deutlich zwischen Speibecken und Vormitorien unterscheidet. Glauben Sie uns, liebe Kollegen von der Altherrenriege, unser Gast Simon ist seit Jahren top Kenner der Speibecken-Szene, und er bestätigt die Wikipedia-Meinung.

    Ein besonders ansehnliches Exemplar kann man auch im Gromoll an der Ziegelstraße bewundern.

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