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In Kamphofs Epizentrum (inzwischen Geschichte)

Schon seit 2006: Zuverlässige Stadtteilversorgung durch die Eheleute Karahan

Schon seit 2006: Zuverlässige Stadtteilversorgung durch die Eheleute Karahan

Der Kamphof zählt zu den reizvollen Vierteln Bielefelds. Zentrumsnah gelegen, den schönen Nordpark im Rücken und angefüllt mit lebendiger Wohnstruktur. Im Zentrum des Kamphofs kreuzen sich die Meller Straße und die Ernst-Rein-Straße. Genau hier hat schon 2006 die Familie Karahan eine Futterkrippe eröffnet. Die Gaststube ist mit gediegenem Wandschmuck ausgestattet, wobei besonders Herr Karahan Bilder mit Bergen bevorzugt, denn, so erklärt er uns mit sympathischem Lächeln, sie erinnern ihn an seine alte Heimat. Weil das Wetter heute freundlich ist, beziehen wir Tisch & Stühle vor dem Grill. Gut kann man von hier aus die Nachbarschaft beobachten und sich auf das freuen, was Familie Karahan uns gleich auftischen wird.

Süffig und gaumensanft erleben wir die Pizza Döner und auch die Pizza Salami verfügt über eine menschenfreundliches Sättigungspotential. Als gelungen klassifizieren wir das Lahmacun, und die Hahnteile mit Pommes und Frischsalat sättigen uns vollends. Weil Familie Karahan keine Alkoholika im Sortiment hat, soll es Gäste geben, die sich Pilsbier bei Erkan Güldiken im Kiosk gegenüber holen. Dreamstore heißt der Kiosk, und wir sind uns sicher, dass sein Chef einen ebenso nützlichen wie beschwerlichen Job ausführt. Dankbar verzehren wir nach Familie Karahans Abendmahl lecker Nachtisch aus dem Dreamstore. Und zum Abschluss stoßen wir auf den schönen Abend mit frischem Absinth an, den unser lieber Henner von einer Vergnügungsreise ins Bayerische mitgebracht hat. Ja, so geht Kamphof-Idylle beim Beyti Grill am späten Abend.

—> Beyti Grill, Ernst-Rein-Straße 37, 33613 Bielefeld

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Schafft Bielefeld Berlin-Niveau?

Streetart in Bielefeld: Ist das schon Kommunikation auf  Hauptstadt-Niveau?

Streetart in Bielefeld: Ist das schon Kommunikation auf Hauptstadt-Niveau?

Wir unterbrechen unsere Berichterstattung für eine wichtige Buchempfehlung

In Berlin wird alles, was auf ein Blatt Papier passt, mitgeteilt – den Passanten: “Bitte hier nicht pissen. Läuft ins Haus und stinkt wochenlang”, den Nachbarn: “Wir bitten um Verständnis, wenn es bisschen laut wird, da ein Sterbefall in der Familie vorliegt” oder den Einbrechern: “Wer hier einbricht, muss mit Faustkampf rechnen!” Ein Füllhorn solcher Mitteilungen ergießt sich über die Hauptstadt, und der Kulturwissenschaftler Joab Nist hat die Aufgabe übernommen, sie zu dokumentieren. Jeden Tag fügt er seinem Weblog neue Stilblüten hinzu, und sein Buch, in dem er die besten Botschaften versammelt, erlebt soeben die 3. Auflage. Wuchtiger Real-Titel: “Wellensittich entflogen – Farbe egal”.

Nun hat uns der Autor ein Exemplar seines Buches zugesteckt, damit wir das Berliner Treiben nach Bielefeld-Relevanz durchforsten. Schnell wird klar, dass uns Berlin viel voraus hat, was Katzenliebe betrifft oder den Umgang mit Schwangeren. Auch greift Berlin schwungvoll zu ungewöhlichen Kommunikationsmaterialien, was durchaus kraftvoll wirken kann. Joab Nists reiche Sammlung wirft wichtige Fragen auf: Was ist den Menschen wirklich wichtig? Wie viel Zivilisation steckt eigentlich in Berlin? Und vor allem: Werden wir eines Tages auch alles volltexten – und somit Berlin-Niveau erreichen? Um sich hierzu eine fundierte Meinung bilden zu können, raten wir, Joab Nists Weblog Notes of Berlin im Auge zu behalten. Sein daraus extrahiertes Buch eignet sich astrein als Geburtstagsgeschenk für gute Freunde und gehört sowieso in jeden gebildeten Haushalt. Dass es die Bibliothek der Uni Bielefeld im Bestand hat, setzen wir als gegeben voraus. So wichtiges Grundlagenmaterial wird sich die Fakultät für Psychologie wohl kaum entgehen lassen.

—> “Wellensittch entflogen. Farbe egal”, Ullstein Buchverlage, 9,99 Euro

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Mausimama weist uns den Weg (inzwischen Geschichte)

Mag Kulturveranstaltungen: Bielsteineck-Wirt Klimi Kyriakides

Mag Kulturveranstaltungen: Bielsteineck-Wirt Klimi Kyriakides

Schon 2011 postete “4-fache Mausimama” im Internet über das Bielsteineck: “Ich kann das wirklich jeden nur gern Empfehlen auch das man es gut zu Fuß erreichen kann.” Das klingt natürlich verlockend. Da wir heute Abend wieder zu Fuß unterwegs sind, nehmen wir Mausimamas Rat ernst und kehren im Bielsteineck ein. In der zweckmäßig eingerichteten Gaststube versorgt uns Wirt Klimi Kyriakides sogleich väterlich mit Pilsbier und Eisouzo und erzählt Interessantes aus seinem langen Wirtsleben. Ebenfalls interessant: Wenn ein Radfahrer die Gaststube betritt, lassen ihn die anderen Gäste sogleich hochleben. Sowieso schauen alle Gäste zufrieden drein, vor allem, wenn sie feststellen, dass man die Zeche im Bielsteineck mit wenig Talern entrichten kann. Beim Abschied müssen wir Wirt Klimi Kyriakides versprechen, auf keinen Fall seine nächste Kulturveranstaltung zu versäumen. Aber klar doch, griechische Folklore (siehe oben) ist immer gut.

—> Bielsteineck, Rohrteichstraße 54, 33602 Bielefeld

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Bielefelds erste App hat Geburtstag

Blick in Apples App Store: iFlaneur räkelt sich auf PLatz 118 der Kategorie Essen und Trinken

Blick in Apples App Store: iFlaneur räkelt sich auf PLatz 118 der Kategorie Essen und Trinken

Bielefelds allererste App hat heute Geburtstag: Drei Jahre iFlaneur! Auch Programmierer Nils Ehnert, dem wir seinerzeit die Aufgabe anvertraut hatten, die Vorreiter-App zu erschaffen, staunt nicht schlecht über den Erfolg seiner Arbeit – denn Apple verzeichnet “fulminante Download-Zahlen” (Ehnert). Kein Wunder, dass iFlaneur noch vor Sanisbar Sylt gelistet wird, denn Qualität setzt sich auch im App Store durch. Können Tausende Nutzer irren? Genau. Und deshalb trinken wir heute Abend ein Gläschen auf Bielefelds allererste App.

—> iFlaneur – gratis im App Store

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Bielefelds erste Pizzastube

Nette Geister in Ferdis Pizza-Pinte: Service Julia Buchmann und Koch Kai Cornelissen

Nette Geister in Ferdis Pizza-Pinte: Service Julia Buchmann und Koch Kai Cornelissen

In memoriam Ferdinand Bobenhausen, 1945 – 2013

Ein historisch bedeutsamer Ort der Bielefelder Gastronomie ist Ferdis Pizza-Pinte. 1899 eröffnete hier erstmals eine Schankwirtschaft. Ihr Name lautete Zur Neuen Zeit, doch in Wirklichkeit zog die neue Zeit erst 1971 hier ein. Ferdinand Bobenhausen, ein aus Lippe eingewanderter junger Mann war es, der die Gaststätte in einen ultramodernen Treffpunkt für junge Leute verwandelte – denn Ferdis Pizza-Pinte war Bielefelds erste Studentenkneipe sowie erste Pizzakneipe in einem. Die Pizza war damals ein Novum in Deutschland. Vor allem die Jugend begeisterte sich für diese ebenso fremde wie preisgünstige Speise. Durch Ferdi war sie somit endlich in Bielefeld angekommen. Berühmt wurde der Trendsetter auch durch sein singuläres Live-Musik-Programm. Ob Hamish Imlach, Hannes Wader oder Klaus der Geiger – bei Ferdi wurden Tonträger aufgezeichnet und auch das WDR-Fernsehen kam schon mal hinzu.

“Lieber ein billiges Vergnügen als ein teures Abenteuer” urteilte Dora Hartmann 1993 in dem Gastrobrevier Zwischen Sekt und Selters über Ferdis Pizza-Pinte und zählte die Jahresringe, die Gäste und Gaststube inzwischen angesetzt hatten. Ferdi hatte sich 1987 als Wirt verabschiedet und anderen Ideen zugewandt (z.B. hausgemachte Pasta zum Mitnehmen, womit er seiner Zeit aber leider voraus war), doch als Gast blieb er seiner Pizza-Pinte treu. Und heute? Im Frühjahr 2013 verstarb Ferdi (die NW berichtete mit schönem Foto), und wir besuchen endlich die Pizza-Pinte, um nach Ferdis Geist zu suchen.

Statt wie früher schnodderiges DAB gibt es heute goldenes Rotingdorfer aus dem gleichnamigen Weiler bei Werther. Wenn Ferdi in der Küche arbeitete, deponierte er seine Filterlose im Ascher beim Durchgang zum Tresen. Heute wird unser Herr Sölter, Bielefelds großes Rauchervorbild, zum leisen Rauchen vor die Tür geschickt. Den Vorspeisenteller erwähnen wir nicht, denn den hätte der junge Ferdi nicht verstanden. Auch Tassensoße zum genormten Jägerschnitzel hätten ihn befremdet. Aber was ist mit der Pizza? Sie trumpft bunt und sättingungspotent auf, steht aber mutmaßlich in keiner verwandschaftlichen Beziehung zu Ferdis Urpizza. Wie auch? Allein der Teig, ihn lieferte damals täglich frisch der Bäcker von der Ecke unten an der Bremer Straße. So wandeln sich die Zeiten. Doch eines ist gleich geblieben: nette junge Leute in der Küche und im Service! Schön, so lebt Ferdis Geist weiter.

—> Ferdis Pizza-Pinte, Schmiedestraße 9, 33613 Bielefeld

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