<
 
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)

Wo Bielefeld am höchsten ist

Turmhüterin in dritter Generation: Susanne Harms in ihrem lieben Turmcafé

Turmhüterin in dritter Generation: Susanne Harms in ihrem lieben Turmcafé

“Großartig! Wunderbar! Unglaublich!” hört man uns rufen, denn wir haben soeben den Aussichtsturm auf dem Hünenberg erklommen. Wer die Wendeltreppe tapfer emporgestiegen ist, wird reich mit einem großartigen Panoramabild vom Teutoburger Wald beschenkt. Auch den Wandersleuten, die nach uns eintreffen, entlockt der höchste Aussichtsturm des Teutoburger Waldes spontanen Jubel. Marie und Sebastian können kaum glauben, dass Bielefeld sowas zu bieten hat.

Wer in Quelle den Blick von der B68 gen Teutoburger Wald richtet, entdeckt zwei Türme in der Ferne. Einen hohen stolzen Fernsehturm und einen kleinen selbstbewussten Aussichtsturm (der bis 1972 selbst Fernsehturm gewesen ist). Dahin machen wir uns heute auf den Weg, und der Hermannsweg führt uns direkt zu den zwei Türmen, die in den Bielefelder Himmel ragen. In ihrem kleinen, aber feinen Turmcafé empfängt uns Susanne Harms mit freundlichen Worten und lecker Kaffee. Seit 2007 ist sie die Turmhüterin, und zwar in dritter Generation. Schon 1952 hatte ihr Großvater Helmut Wiebracht hier einen kleinen Kiosk eingerichtet, und 1987 übernahm seine Tochter Heidemarie Urth diese wichtige Aufgabe. Übrigens wurde dieser Ort schon vor über 100 Jahren der Gastronomie gewidmet. Letzte Zeugnisse einer leider längst verschwundenen Ausflugsgaststätte – mit innen und außen jeweils 500 Plätzen! – kann entdecken, wer genau hinschaut.

Am Ende unserer Wandertour beschließend wir: Wer in Bielefeld wohnt, muss mindestens einmal im Jahr den Turm besteigen und seinen staunenden Blick über das Ravensberger Land schweifen lassen. Sonst hat er keine Ahnung von Bielefeld und Umgebung. Also, Leute, auf geht’s!

—> Aussichtsturm, Hünenburgstraße, 33649 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Brennpunkt Altstadt (inzwischen Geschichte)

Flaneur-geprüftes Ambiente: Wirt Rade Zimonjic hat es als einziger

Flaneur-geprüftes Ambiente: Wirt Rade Zimonjic hat es als einziger

Im großstädtischen Abendlicht der Bielefelder Altstadt lockt das Restaurant Ambiente. Sein Gastraum beherbergt eine gemischtgeschlechtliche Gruppe mit Abenddurst und Plauderfreude. Am Tresen sitz ein solitärer Trinker mit zufriedener Körperhaltung und bestellt sein zweites Pils. Die Plauderer sind offenbar Arbeitskollegen. Gemeinsam spülen sie den Bürostaub eines langen Arbeitstages hinunter und verabschieden sich gegen 21 Uhr Richtung Wohnsitz. Wir hingegen legen jetzt erst richtig los.

Als guten Start gönnen wir uns einen ehrlichen Salat mit saftigen Tunfischsegmenten. Danach widmen wir uns mit zwei Testeinheiten dem Pizzaangebot. Zuerst muss die Pizza Salami dran glauben, einstimmiges Urteil: Ein gelungenes Ding. Ebenso gut schneidet die Pizza Parma ab. Spätestens hier wird klar, dass der Koch ein Italiener sein muss (leider geht er uns beim Fototermin durch die Lappen). Grundsolide sind alsdann die Spaghetti bolognese einzustufen, vergoldet mit mundigem Parmesan. Zum Abschluss erfreut uns eine sahnige Lasagne mit milder Würze. Danach offeriert uns Wirt Rade Zimonjic punktgenau eine feine Grappa, so dass es uns heute an nichts mangelt.

Sehr interessant ist außerdem, was Rade Zimonjic aus seinem gastronomischen Leben zu berichten hat. Seit 2008 leitet er sein Ambiente, aber schon seit Jahrzehnten ist der Absolvent einer Hotelfachschule in der ostwestfälischen Gastronomie tätig. So hat er seinerzeit die Hochzeitsfeier von Karl-Heinz Rummenigge ausgerichtet, was ihm noch heute ein kleines Leuchten in die Augen treibt. Stolz darf er auch auf den Sparschrank in seinem Gastraum sein, bezeugen doch die vielen Namensschildchen wie zahlreich seine Stammgäste sind. Später entdecken wir weiter hinten einen großen Saal. Er wird, so erklärt uns Rade Zimonjic, für Fußballübertragungen genutzt. Allerdings sei der nur richtig voll, wenn Arminia in der Bundesliga spielt. Ein weiterer guter Grund für einen Aufstieg der Almmannschaft.

—> Ambiente, Hagenbruchstraße 3, 33602 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Mit der Soundcloud auf der Osterkirmes

Seit Generationen unverändert: Der wunderbare Einpeitscher vom Musikexpress

Seit Generationen unverändert: Der wunderbare Einpeitscher vom Musikexpress

—> Hier hören!

Einen Kommentar schreiben

Abschied einer Bielefelder Institution

Herber Verlust: Ursula und Constantin Schöne  verlassen die Bielefelder Gastronomie

Herber Verlust: Ursula und Constantin Schöne verlassen die Bielefelder Gastronomie

Heute machen wir einen Abschiedsbesuch. Die Bielefelder Traditionsfischküche Kleine Plötze wird am 30. April 2013 ihren Dienst einstellen. Danach ist unwiderruflich Schluss. Wir kehren schon heute dort ein, um ein letztes Mal Ursula und Constantin Schöne zu begrüßen. Um ein letztes Mal Störfilet mit Krabbensoße auf Mangold und andere Fischlichkeiten zu verspeisen. Und um ein letztes Mal mit Constantin Schöne ein feines Fläschen Sauwohl zu leeren.

So. Und nun kommt die gute Nachricht. Constantin Schöne hat uns in die Hand versprochen, Sauwohl, den ebenso wohltuenden wie exklusiven Kräuter-Halbbitter, der in Lemgo für die Plötze erschaffen wird, weiterhin zu vertreiben. Das ist Artenschutz, der unsere ganze Sympathie verdient. Daher rufen wir dazu auf, einmal die Woche eine Plötze-Gedenkminute einzulegen und dabei ein feines Gläschen Sauwohl zu genießen. Dürfen auch zwei sein. Aber immer auf das Wohl von Ursula und Constantin Schöne. In diesem Sinne: Adieu und alles Gute!

—> Kleine Plötze, Langenhagen 26, 33617 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Siggis amtliche Schnitzel

Geboren für die Gastronomie: Koch Siggi und Zapfqueen Mareike

Geboren für die Gastronomie: Koch Siggi und Zapfqueen Mareike

Oho, der Laden brummt aber gut. Alle Tische sind mit Gästen belegt, die prall gefüllte Teller in Arbeit haben. Nur an der Theke finden wir noch letzte freie Plätze. Hier lassen wir uns strategisch günstig nieder. Die netten Stammgäste Susanne und Pia versichern uns glaubwürdig, dass man sich hier 1a wohlfühlen kann. Interessiert erfahren wir außerdem, dass Susanne eigentlich Ziara heißt und eine Meisterin des orientalischen Tanzes ist. Im Hintergrund knistert hübsch ein Wohnzimmerlagerfeuer, und als eindeutiger Beweis für die Funktionstüchtigkeit dieser Gastronomie hängt ein guter alter Sparschrank an der Wand.

Aber nun kommt auch schon unsere Lieferung. Erstaunlich groß und erfreulich deftig tritt das Zigeunerschnitzel mit Bratkartoffeln auf. Einen nicht weniger imposanten Eindruck hinterlässt das Jägerschnitzel. Gelobt werden muss außerdem das Schnitzel mit Schmorpilzen sowie das Schnitzel mit Pfifferlingen. Am Ende verputzen wir noch das Schnitzel namens Siggi, eine käsegedeckelte Kreation aus Fleisch und Spargel. Keine Zweifel: Alle Schnitzel sind amtliche Schnitzel. Wer danach noch Hunger hat, dessen Magen ist perforiert. Nun rülpsen wir andächtig in die Vorderpfoten und lassen uns alsdann von der sympathischen Zapfqueen Mareike eine schöne Trinkreihe servieren. Danach erzählt sie uns abenteuerliche Geschichten aus ihrer langen Gastroerfahrung. Und wir dachten, wir würden schon alles wissen …

Zu vorgerückter Stunde mischt sich Koch Siggi unter die Gäste. Endlich hat er Zeit, selbst etwas zu essen. Heute genehmigt er sich einen fetten Garnelenburger, der liebreizend dreinschaut. Wirtin Anke hat heute ihren freien Tag, ist aber trotzdem kurz auf ein Hallo reingekommen. Gern gratulieren wir ihr zu ihrer feinen Wirtsstube. Gesittete Preise, gute Laune, Wohnzimmeratmosphäre – was will man mehr! Übrigens kann man sich Siggis Schnitzel auch nach Hause liefern lassen. Bis 24 Uhr. Das nennen wir wahre Menschenliebe.

—> Dart Pub, Bleichstraße 197, 33607 Bielefeld
—> Lieferservice: 0521 – 38689

Einen Kommentar schreiben

Die Bielefelder Flaneure freuen sich über die Hilfe von:


netzperfekt, Internetagentur in Bielefeld


 π