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Zum Essen in den Knast

Küchenchef Jürgen Richter, Küchenbeamtin Doris Schnitker, Azubi Max Mustermann

Küchenchef Jürgen Richter, Küchenbeamtin Doris Schnitker, Azubi Max Mustermann

Ein freundliches Gesicht hinter Panzerglas lächelt uns an: “Ihre Ausweise bitte.” Brav übergeben wir unsere Flaneur-Ausweise, dann öffnen sich Schleusentüren und es begrüßt uns Peter Beckmann. Der vertrauenerweckende Mann ist Leiter des Sozialdienstes der JVA Bielefeld-Brackwede und heute unser Reiseleiter. Vorsichtshalber haben wir die Vierte Gewalt mitgebracht, und zwar in Form von Bettina Wittemeier von Radio Bielefeld. Falls wir hier nicht rauskommen, soll die toughe Frau Bielefeld darüber informieren. Peter Beckmann führt uns durch endlose Gänge, lautstark fallen Stahltüren hinter uns ins Schloss, wir fühlen uns wie in einem Labyrinth aus Beton und Neonlicht. Doch unser keimendes Unbehagen nivelliert der Reiseleiter erfolgreich durch geduldige Erläuterungen. Dann betreten wir eine Zelle, die hier Haftraum heißt, blicken aus dem Zellenfenster und einer von uns murmelt: “Hier riecht’s wie Bundeswehr.” Auch führt uns Peter Beckmann nach draußen, wo wir einen Sportplatz sehen, gesäumt von hohen Mauern und einem Wachturm klingonischer Bauart. Links erstreckt sich ein Hafthaus, aus dem Stimmen zu uns herüberwehen.

Wer inhaftiert ist, hat Glück, wenn er die Zeit für eine solide Berufsausbildung nutzen kann. Das passiert derzeit drei Inhaftierten, die Auszubildende in der Lehrküche der JVA sind. Hier üben sie das Basteln filigraner Köstlichkeiten, die anschließend probeweise an Mitarbeiter oder Gäste verfüttert werden. Genau deshalb sind wir hier. Peter Beckmann öffnet uns die Tür zum Speiseraum der Lehrküche. Hier lächeln uns sogleich zufriedene Gesichter an: Besuch von der Fernuniversität Hagen. Als Starter erwartet uns schmackhafte Würzbutter mit hausgemachtem Brot. Und ruckzuck stehen herzlich dekorierte Miesmuscheln vor unseren Augen, lecker überbacken. Sofort aktiviert Bettina Wittemeier ihr Mikro und zeichnet unser Schmatzen auf. Als Hauptgericht fungiert Elsässer Flammkuchen mit Mischsalat. Ebenfalls sehr gelungen. Zum Nachtisch lässt uns köstlicher Blaubeerquark lustvoll aufstöhnen. Abgerundet wird die Völlerei durch einen finalen Espresso. Wir sind uns einig: Diese Lehrküche hat unser Flaneur-Siegel verdient. Hernach schenkt uns Küchenchef Jürgen Richter, ein Mann mit vorbildlichem Elan, eine beeindruckende Führung durch seine große Knastküche. Jeden Tag erschaffen hier unter seiner Leitung neun Bedienstete und 30 Inhaftierte Futter in diversen Varianten für 1.000 Menschen. Eine Herkulesaufgabe, wie wir anhand seiner Detailschilderungen staunend erkennen müssen.

—> JVA Bielefeld-Brackwede, Umlostraße 100, 33649 Bielefeld

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Wie komisch ist Bielefeld?

Gestern in Bielefeld: Die “1. Komische Nacht”. Wir sind dabei, als im M Kaffee fünf Comedians den Saal zum Kochen bringen. Anschließend bitten wir die Künstler um ein Urteil: Wie komisch ist Bielefeld?

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Endlich Bielefeld-Briefmarke für alle

Jubiläums-Sondermarken mit Herz: 800 Jahre Bier trinken in Bielefeld

Jubiläums-Sondermarken mit Herz: 800 Jahre Bier trinken in Bielefeld

Oh, große Not! Zum 800. Stadtgeburtstag präsentierte Bielefeld Marketing 3.000 Sonderbriefmarken – die jedoch völlig überraschend nach gut 25 Sekunden ausverkauft waren. Während Bielefeld Marketing noch grübelt („Seltsam, 3.000 Briefmarken für 328.314 Einwohner reichen nicht aus?“), springen die Bielefelder Flaneure mit einer Supersondermarke ein: „800 Jahre Bier trinken in Bielefeld“ dürfen ab sofort alle Bielefelder Bürger von unserem Weblog runterladen. Dann einfach ausdrucken und auf alle Briefe, Kellner oder Sakko-Revers kleben, die Ihnen in die Finger fallen. – Nichts zu danken. Gern geschehen.

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Geheimnisse der Bielefelder Unterwelt

Die Herren der Bielefelder Unterwelt: Matthias Reimann und Andreas Kruelkord

Die Herren der Bielefelder Unterwelt: Matthias Reimann und Andreas Kruelkord

Gewidmet der kleinsten U-Bahn der Welt

Tief im Innern der Erde herrscht Pluton, der Gott der antiken Totenwelt. Aber reicht Plutons Imperium auch bis in die Tiefen der Bielefelder Erde? Um das zu klären, sind wir heute bei moBiel zu Gast. Die U-Bahn-Betreiber haben große Löcher ins heimische Erdreich getrieben, also müssen Sie wissen, was da unten los ist. Im Hirn von moBiel, der Leitstelle am Betriebshof in Sieker, begrüßen uns Bezirksverkehrsmeister Matthias Reimann sowie Andreas Kruelkord, Leiter Wartung und Qualitätssicherung. Als Warm-up träufelt Andreas Kruelkord allerlei Zahlen in unsere Hirne: 1900 fuhr die erste Straßenbahn durch Bielefeld. Heute bewegen 391 Mitarbeiter jährlich 56,5 Millionen Fahrgäste. 1971 wurde das erste Tunnelstück eröffnet. Mit 6 km Tunnellänge hat Bielefeld – Tusch! – die kleinste U-Bahn der Welt. Sodann weiht uns Matthias Reimann in die Geheimnisse der Leitstelle ein. Eine fast sakrale Stille herrscht in dem lichtgedämpften Raum. Doch plötzlich schreit eine Sirene auf – sind Außerirdische gelandet?! Nö, nur ein Tölpel hat versehentlich die Notruftaste an einer Haltestelle betätigt.

Und nun steigen wir hinab in Bielefelds Unterwelt. Hier erklärt uns Andreas Kruelkord die Arbeit der Transformatoren, zeigt uns stattliche Batterien, die im Notfall für die Beleuchtung der Haltestelle Hauptbahnhof sorgen sollen und klärt uns auf über den Unterschied zwischen spitzbefahrenen und stumpfbefahrenen Weichen. Zwischendurch ertönt der Ruf: “Obacht, Bahn kommt!” Dann heißt es, Bauch einziehen und den Koloss passieren lassen. So dürfen wir vier kurzweilige Stunden lang eine aufregende Expedition erleben, geführt von zwei sympathischen Männern, die mit Herzblut und Sachverstand von ihrer verantwortungsvollen Arbeit erzählen. Und am Ende wissen wir: Plutons Totenreich hat in Bielefeld nix zu melden.

—> moBiel GmbH, Otto-Brenner-Straße 242, 33604 Bielefeld

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In Kamphofs Epizentrum (inzwischen Geschichte)

Schon seit 2006: Zuverlässige Stadtteilversorgung durch die Eheleute Karahan

Schon seit 2006: Zuverlässige Stadtteilversorgung durch die Eheleute Karahan

Der Kamphof zählt zu den reizvollen Vierteln Bielefelds. Zentrumsnah gelegen, den schönen Nordpark im Rücken und angefüllt mit lebendiger Wohnstruktur. Im Zentrum des Kamphofs kreuzen sich die Meller Straße und die Ernst-Rein-Straße. Genau hier hat schon 2006 die Familie Karahan eine Futterkrippe eröffnet. Die Gaststube ist mit gediegenem Wandschmuck ausgestattet, wobei besonders Herr Karahan Bilder mit Bergen bevorzugt, denn, so erklärt er uns mit sympathischem Lächeln, sie erinnern ihn an seine alte Heimat. Weil das Wetter heute freundlich ist, beziehen wir Tisch & Stühle vor dem Grill. Gut kann man von hier aus die Nachbarschaft beobachten und sich auf das freuen, was Familie Karahan uns gleich auftischen wird.

Süffig und gaumensanft erleben wir die Pizza Döner und auch die Pizza Salami verfügt über eine menschenfreundliches Sättigungspotential. Als gelungen klassifizieren wir das Lahmacun, und die Hahnteile mit Pommes und Frischsalat sättigen uns vollends. Weil Familie Karahan keine Alkoholika im Sortiment hat, soll es Gäste geben, die sich Pilsbier bei Erkan Güldiken im Kiosk gegenüber holen. Dreamstore heißt der Kiosk, und wir sind uns sicher, dass sein Chef einen ebenso nützlichen wie beschwerlichen Job ausführt. Dankbar verzehren wir nach Familie Karahans Abendmahl lecker Nachtisch aus dem Dreamstore. Und zum Abschluss stoßen wir auf den schönen Abend mit frischem Absinth an, den unser lieber Henner von einer Vergnügungsreise ins Bayerische mitgebracht hat. Ja, so geht Kamphof-Idylle beim Beyti Grill am späten Abend.

—> Beyti Grill, Ernst-Rein-Straße 37, 33613 Bielefeld

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Die Bielefelder Flaneure freuen sich über die Hilfe von:


netzperfekt, Internetagentur in Bielefeld


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