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Bielefelds erste App hat Geburtstag

Blick in Apples App Store: iFlaneur räkelt sich auf PLatz 118 der Kategorie Essen und Trinken

Blick in Apples App Store: iFlaneur räkelt sich auf PLatz 118 der Kategorie Essen und Trinken

Bielefelds allererste App hat heute Geburtstag: Drei Jahre iFlaneur! Auch Programmierer Nils Ehnert, dem wir seinerzeit die Aufgabe anvertraut hatten, die Vorreiter-App zu erschaffen, staunt nicht schlecht über den Erfolg seiner Arbeit – denn Apple verzeichnet “fulminante Download-Zahlen” (Ehnert). Kein Wunder, dass iFlaneur noch vor Sanisbar Sylt gelistet wird, denn Qualität setzt sich auch im App Store durch. Können Tausende Nutzer irren? Genau. Und deshalb trinken wir heute Abend ein Gläschen auf Bielefelds allererste App.

—> iFlaneur – gratis im App Store

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Bielefelds erste Pizzastube

Nette Geister in Ferdis Pizza-Pinte: Service Julia Buchmann und Koch Kai Cornelissen

Nette Geister in Ferdis Pizza-Pinte: Service Julia Buchmann und Koch Kai Cornelissen

In memoriam Ferdinand Bobenhausen, 1945 – 2013

Ein historisch bedeutsamer Ort der Bielefelder Gastronomie ist Ferdis Pizza-Pinte. 1899 eröffnete hier erstmals eine Schankwirtschaft. Ihr Name lautete Zur Neuen Zeit, doch in Wirklichkeit zog die neue Zeit erst 1971 hier ein. Ferdinand Bobenhausen, ein aus Lippe eingewanderter junger Mann war es, der die Gaststätte in einen ultramodernen Treffpunkt für junge Leute verwandelte – denn Ferdis Pizza-Pinte war Bielefelds erste Studentenkneipe sowie erste Pizzakneipe in einem. Die Pizza war damals ein Novum in Deutschland. Vor allem die Jugend begeisterte sich für diese ebenso fremde wie preisgünstige Speise. Durch Ferdi war sie somit endlich in Bielefeld angekommen. Berühmt wurde der Trendsetter auch durch sein singuläres Live-Musik-Programm. Ob Hamish Imlach, Hannes Wader oder Klaus der Geiger – bei Ferdi wurden Tonträger aufgezeichnet und auch das WDR-Fernsehen kam schon mal hinzu.

“Lieber ein billiges Vergnügen als ein teures Abenteuer” urteilte Dora Hartmann 1993 in dem Gastrobrevier Zwischen Sekt und Selters über Ferdis Pizza-Pinte und zählte die Jahresringe, die Gäste und Gaststube inzwischen angesetzt hatten. Ferdi hatte sich 1987 als Wirt verabschiedet und anderen Ideen zugewandt (z.B. hausgemachte Pasta zum Mitnehmen, womit er seiner Zeit aber leider voraus war), doch als Gast blieb er seiner Pizza-Pinte treu. Und heute? Im Frühjahr 2013 verstarb Ferdi (die NW berichtete mit schönem Foto), und wir besuchen endlich die Pizza-Pinte, um nach Ferdis Geist zu suchen.

Statt wie früher schnodderiges DAB gibt es heute goldenes Rotingdorfer aus dem gleichnamigen Weiler bei Werther. Wenn Ferdi in der Küche arbeitete, deponierte er seine Filterlose im Ascher beim Durchgang zum Tresen. Heute wird unser Herr Sölter, Bielefelds großes Rauchervorbild, zum leisen Rauchen vor die Tür geschickt. Den Vorspeisenteller erwähnen wir nicht, denn den hätte der junge Ferdi nicht verstanden. Auch Tassensoße zum genormten Jägerschnitzel hätten ihn befremdet. Aber was ist mit der Pizza? Sie trumpft bunt und sättingungspotent auf, steht aber mutmaßlich in keiner verwandschaftlichen Beziehung zu Ferdis Urpizza. Wie auch? Allein der Teig, ihn lieferte damals täglich frisch der Bäcker von der Ecke unten an der Bremer Straße. So wandeln sich die Zeiten. Doch eines ist gleich geblieben: nette junge Leute in der Küche und im Service! Schön, so lebt Ferdis Geist weiter.

—> Ferdis Pizza-Pinte, Schmiedestraße 9, 33613 Bielefeld

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Griechenland – mitten in Bielefeld (inzwischen Geschichte)

Sind die Taverne: Wirt Evanggelos mit Necirvan, Athanasios und Pangiotis

Sind die Taverne: Wirt Evanggelos mit Necirvan, Athanasios und Pangiotis

Sie haben dieses Jahr einen schönen Urlaub in Griechenland verbracht und erinnern sich gern an die kleinen hellenischen Tavernen? Dann sollten Sie die Taverne an der Ravensberger Straße aufsuchen. Hier findet kein Schnellimbiss statt, hier schmeckt man, dass das Souvlaki tatsächlich in einer Oregano-Zitronen-Marinade gereift ist. Auch werden dem Gast keine üppigen Platten aufgedrängt, sondern er stellt sich die Speisemodule selbst zusammen. So greifen wir zum erfreulich sahnigen Tzaziki und loben den schmackhaften Salat auf Raukebasis. Als Gedicht entpuppen sich die Pommes, selbstredend hausgemacht. Auch das gegrillte Gemüse ist von seltener Güte. Mit Bravour bietet man hier schmackhafte Bifteki samt Zwiebeln und Zitrone an sowie astreine Lammkoteletts. Auch ein jung verstorbener Oktopus findet den Weg auf unsere Tafel.

Sehr zu loben ist bei all dem Blitzkellner Necirvan, der die guten Trinktabletts mit leichter Hand herbeischleppt. So freuen wir uns über feines Mythos-Bier, allerdings in Gläsern einer Bierfabrik, deren Namen wir sofort vergessen haben. Schließlich steigt unser Wohlfühlpegel dermaßen an, dass unser Herr Sölter auf ein Erinnerungsfoto besteht, das er, wenn wir uns recht erinnern, seinen Eltern zum Hochzeitstag schenken möchte. Vollendet abgerundet wird der Abend durch das Fortbildungsprogramm unseres heutigen Gastes Hanno. Der sympathische Tabakexperte hat kubanische Zigarren mitgebracht, die jeden Gaumen verwöhnen – und somit bestens zur Taverne passen.

—> Taverne, August-Bebel-Straße 126, 33602 Bielefeld

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Freundschaftsbund Bielefeld-China

In der Sparrenburg-Küche: Carsten Plaß, Jeannette Reinhardt, Fabian Rösler und Yuan Yu

In der Sparrenburg-Küche: Carsten Plaß, Jeannette Reinhardt, Fabian Rösler und Yuan Yu

Ein großer Moment sowohl für China als auch für Bielefeld: Meisterkoch Yuan Yu bereitet sich auf seine Reise nach Shanghai vor. Vier Jahre war er Küchenchef im Bielefelder Kaiserpalast, doch nun wechselt er ins Restaurant des anlässlich der Expo 2010 errichteten Hamburg House in Shanghai. Damit Yuan Yu viele deutsche Kochtricks nach China mitnehmen kann, haben wir uns um eine Gastküche bemüht, wo er ein paar Wochen hospitieren darf. Das Sparrenburg-Restaurant nahm ihn gern auf, und so wurde Yuan Yu Teil der Kochcrew von Chefköchin Jeannette Reinhardt.

Daher lassen wir nun den gastronomischen Freundschaftsbund Bielefeld-China hochleben und zeichnen beide Partner mit unserem exklusiven Freundschaftssiegel aus. Unklar ist allerdings noch, ob Yuan Yu die Servicedamen der Sparrenburg mit nach Shanghai nehmen kann. Tanja Wiele und Tina Horstmann überlegen wohl noch. Aus Bielefeld stammt übrigens das prächtige Logo des Hamburg House in Shanghai, auch die transparente Version ist sehr gelungen (Design: Marcus Langer), so dass für uns klar ist: Wir werden Yuan Yu an seiner neuen Wirkungsstätte besuchen müssen. Der Termin ist noch geheim, soll ja eine Überraschung werden.

(Falls es jemand vergessen haben sollte: So war unser erster Besuch im Sparrenburg Restaurant.)

—> Restaurant Sparrenburg, Am Sparrenberg 38a, 33602 Bielefeld

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Einkehr im Denkmal des Monats

Arbeiten in historischem Gemäuer: Can Dar, Katharina Itterbeck, Wirtin Yurdan Güldiken

Arbeiten in historischem Gemäuer: Can Dar, Katharina Itterbeck, Wirtin Yurdan Güldiken

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat das Gebäude des Nordpark-Restaurants zum Denkmal des Monats August 2013 erklärt. Ein stolzer Titel, der uns zu einer Zeitreise einlädt. Unsere Reise beginnt 1830. Bielefeld hat grad mal 10.000 Einwohner, als an der Detmolder Straße die Osthoff´sche Villa einen wuchtigen Park erhält. Darin entsteht ein Teehaus, das der städtischen High Society zur kultivierten Plauderei dienen soll. Der Baumeister, so wird heute gemunkelt, sei ein Schüler des preußischen Stararchitekten Karl Friedrich Schinkel gewesen. Zweifellos lassen die vier dorischen Säulen, der freistehende Portikus mit Flachgiebel und das Triglyphenfries auf Schinkels klassizistische Handschrift schließen. Aber wie kam dies Kleinod in den schönen Nordpark? Erste Pläne für den Park finden sich in der Weimarer Republik, doch im Krieg wurde er als Kartoffelacker missbraucht. Erst Anfang der 1950er Jahre machte man sich daran, den Park wieder herzurichten. Die Idee, hier eine “Milchstube” zu eröffnen, kulminierte 1953 in dem Ratsbeschluss, das vom Abriss bedrohte Teehaus von der Detmolder Straße in den Nordpark zu transferieren. So wanderte der Osning-Sandstein unter großen Mühen in den schönen Landschaftspark, wo ihn heute ein prächtiger Baumbestand sowie zahllose Rosen, Rhododendren und Dahlien kongenial umrahmen.

Haargenau das richtige Ambiente für uns. Im entzückenden Biergarten des Nordpark-Restaurants verspeisen wir ein deftiges Baguette mit gutem Sättingungspotential sowie köstliche Tortellini mit feiner Soße. Auch finden wir hier Salat, den die Küche Caesar Salad nennt. Von der netten Besatzung erhält Katharina Itterbeck ein Extralob, denn zuverlässig trägt sie alles auf, was wir wünschen, so dass uns eine chronisch gut geschmückte Abendtafel zum dauerhaften Verweilen überredet. Gesamturteil: Wer Geschichte und Gegenwart des Nordparks nicht kennt, ist sehr zu bedauern.

—> Nordpark-Restaurant, Bünderstraße 25b, 33613 Bielefeld

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