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09. Sep 2015

Sowas hat Tradition

Schönes Wetter, buntes Treiben: Volksfeststimmung  auf dem Kesselbrink

Schönes Wetter, buntes Treiben: Volksfeststimmung auf dem Kesselbrink

Sparrenburg und Johannisberg besitzen modern gestaltete Infozentren. Kaum waren die eröffnet, formierten sich Nörgler, um auf das Neue und Fremde einzuteufeln. Sowas hat Tradition. Beispiel gefällig? Vor gut 100 Jahren wurde die Kapelle des Sennefriedhofs eröffnet und sofort erhob sich aus den Zeitungen eine Hasswolke, die monatelang gegen das Relief von Hans Perathoner wetterte. Der Künstler, von dem auch das Leineweberdenkmal stammt, floh schließlich entnervt nach Berlin. Die Architekten des neuen Kesselbrinks wohnen bereits in Berlin. Sie müssen nicht mehr fliehen. Etwa vor den Salven einer Tageszeitung, die ernsthaft behauptet, der Kesselbrink erwache nur einmal im Jahr „zwei Tage lang zum Leben“. Den Rest des Jahres wittert sie dort „merkwürdiges Klientel“. Also Untote? Aus der Redaktion des anderen Blattes wird sekundiert: „Für solche Leute die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, ist rausgeworfenes Geld.“ Gelassen stellt Thomas Niekamp vom Sozial- und Kriminalpräventiven Rat der Stadt klar: „Der Kesselbrink ist eine Erfolgsgeschichte.“ Danke, kluger Mann.

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