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11. Nov 2007

Unsigniert woll’n wir nicht schlafen gehen

mischa
Hat sein Buch und die Flaneur-Urkunde locker im Griff (und das Publikum sowieso):
Romanautor Mischael-Sarim Verollet am Tag X im Plan B

Aufgepasst, ab jetzt tritt Plan B in Kraft. Wo die Friedrichstraße mit einer urbanen Steilküsten-Variante an die Jöllenbecker Straße prallt, wohnt eine Neu-Gastronomie, die sich erschaffen zu haben scheint, um dem ersten Roman des Bielefelder Stadtpoeten Mischael-Sarim Verollet eine pikobello Startrampe zu bieten. Der Laden ist rappelvoll, aber wir scannen trotzdem erfolgreich die Lokalität und stellen fest: Nett eingerichtet, alles ist frisch und lecker renoviert. Schön auch, dass man im idyllischen Abort nostalgisch den Jahrzehnten nachträumen darf, als hier noch eine klassische Stadteileckkneipe das tägliche Durstlöschen praktizierte. Im Schankraum werden unterdessen kunterbunte Pizzascheiben durch die dicht an dicht plaudernden Menschenmassen getragen – essen kann man hier also auch? Schade, dass wir schon satt sind.

Und dann Auftritt Mischa. Der Moment, der ihm so viel bedeutet, ist endlich gekommen: Er präsentiert der Bielefelder Welt sein (O-Ton:) „Baby“! Es trägt den bezaubernden Namen „Lass uns doch Feinde sein“ und kann schon sprechen. Den Mund dafür leihen ihm Papa Mischa und einige nette Onkels, die uns variantenreiche Passagen vortragen aus dem Leben eines Bielefelders, der in Berlin … – ach wissen Sie was, lesen Sie den Roman doch gefälligst selbst!

Wenn wir von einem jungen Vater zur Geburtstagsfeier seines Babys eingeladen werden, dann bringen wir selbstverständlich ein kleines Präsent mit. Dem jungen Roman-Papa Mischa haben wir eine Gratulations-Urkunde überreicht, die er sich – so haben wir mit Mischa vereinbart – daheim in seinem Wohnzimmer über’s Sofa hängt. Und wenn er Besuch erhält, setzt er sich genau unter diese Urkunde, die auf diese Weise zum „Flaneur-geprüfter Roman“-Siegel wird. Das ist doch angemessen, oder?

Karsten Strack, bekannt als Mindener Verleger, der in Paderborn wohnt und Bielefelder Top-Autoren ediert, hat mittels Verleger-Wintermantel und -Schal aus dem betonschweren Plan B-Kicker eine schicke Buchverkaufsfläche für Mischas Baby gezaubert. Und sein ambulanter Laden brummt! Gefühlte 5.000 Bücher gehen viertelstündlich über den Kicker-Verkaufstisch, und Mischa hat anschließend deftig was zu signieren. Auch wir Flaneure reihen uns gern in der Signierwarteschlage an, denn heute gilt für uns natürlich: Unsigniert woll’n wir nicht schlafen gehen.

—> Plan B, Friedrichstraße 65, 33615 Bielefeld

6 Comments

  1. Zebulon (Gast)

    Bis auf den überflüssigen Baby-Apostroph eine perfekte Urkunde!

  2. Bielefelder Flaneure

    REPLY:
    Wir geben hiermit öffentlich bekannt: Wir bedauern den Apostroph sehr. Bitte einfach übersehen.

  3. Mischa (Gast)

    Hab mich wahnsinnig gefreut, wirklich!!! Das war genial… Und ein Beweisfoto des Aufhängens folgt 😉

  4. Bielefelder Flaneure

    REPLY:
    Wenn wir das Beweisfoto bekommen, dann sind wir aber dran mit dem Freuen!

  5. Karsten (Gast)

    war’s am Samstag. Vielen Dank für den tollen Nachbericht und das weltklasse Büchertischfoto.

    Liebe Grüße

    Der Verleger

  6. Bielefelder Flaneure

    REPLY:
    Der nette Herr Verleger Karsten erinnert sich an unser Resümee von Samstag: Bertelsmann muss sich gaaanz warm anziehen! Wir sind jedenfalls davon überzeugt, dass ein neuer Medienstern aus OWL demnächst schon alles überstrahlen wird. Dafür allerbeste Wünsche nach Paderborn!

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