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06. Sep 2012

Der Geheimtipp im Vogelviertel (inzwischen Geschichte)

Hat den Lerchenkrug zum Geheimtipp gemacht: Wirt & Koch Ferruccio Imperiale

Hat den Lerchenkrug zum Geheimtipp gemacht: Wirt & Koch Ferruccio Imperiale

Sauerland-Karl, der stadtbekannte Feinschmecker, hat uns den Tipp gegeben. In dem Viertel, wo alle Straßen Vogelnamen tragen, soll es einen Gourmetgeheimtipp geben, den Lerchenkrug. Das ist natürlich ein Fall für uns. Mit dabei haben wir heute Thomas Stuke. Der grundsympathische Mann muss mal wieder unter Menschen und benötigt dringend richtige Nahrung. Also haben wir für einen Abend seine Betreuung übernommen. Kaum hat Thomas Stuke die ersten Bissen seiner Premiumpizza verschluckt, geht es ihm sofort sehr gut. Tja, das ausgeklügelte Betreuungskonzept der Flaneure ist stets von Erfolg gekrönt. Aber der Reihe nach …

Vor exakt 50 Jahren erklärte der italienische Kochverband Federazione Italiana Cuochi die Saltimbocca feierlich zum offiziellen italienischen Hauptgericht. Um dies angemessen zu würdigen, suchen wir den Lerchenkrug auf, denn er wird geführt von Wirt & Koch Ferruccio Imperiale, genannt Ferri. Ja, genau der Ferri, der einst den Börsenkeller in Brackwede oder die Habichtshöhe am Teuto zu Glanz und Ruhm geführt hat. Und heute lassen wir uns von ihm eine Saltimbocca alla Lerchenkrug servieren. Unsere einstimmige Benotung: Köstlich! Und dem feierlichen 50. Jahrestag rundum angemessen. Anschließend widmen wir uns der Schnitzelfrage. Süffig und menschenfreundlich tritt das Jägerschnitzel auf und außerdem loben wir das Schnitzel Hawaii. Als lieblich und erfrischend entpuppt sich übrigens der Lerchenkrugsalat. Außerdem ist er hübsch klein, so dass er nicht so sehr sättigt, sondern ausreichend Raum für die lukullischen Hauptingredienzen lässt. Also können wir uns auch noch um die Pizzafrage kümmern. Hier stellt sich schnell heraus, dass die Pizza Napoli genau so ist wie eine Pizza Napoli sein sollte. Und die Pizza della Casa trägt ihren stolzen Namen zweifelsfrei zu Recht.

Zur Krönung des Abends serviert uns Ferruccio Imperiale die schöne Grappa d‘ oro persönlich und erzählt dann hochinteressante Geschichten und Weisheiten aus seinem langen Wirtsleben. Mit 15 Jahren ist er aus Italien nach Bielefeld gekommen, weil sein Vater bei den Ankerwerken als so genannter Gastarbeiter gearbeitet hat, und nun ist Ferri ein Bielefelder, der ein ganzes Wohnviertel mit seinem Ristorante bereichert. Übrigens hat der Lerchenkrug eine eigene Bushaltestelle, den Bachstelzenweg. Von dort fährt uns zu stark fortgeschrittener Abendstunde ein schnittiger Bus nach Hause. Besser geht’s nicht.

—> Lerchenkrug-Allodola, Lerchenstraße 60, 33607 Bielefeld

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