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26. Apr 2017

Bielefeld sehen… und Scherben?

Krawehl am Kessebrink - Wo sonst?

Krawehl am Kessebrink – Wo sonst?

Der Zapfhahn der Qualitätsgaststätte „Gegenüber“ gibt sein Bestes. Musik setzt ein, noch zaghaft, aber präsent. Jetzt steht Kammi auf und verlässt die Gaststube. Draußen steckt er sich eine Zigarette an und startet mit zielsicherem Schritt in die Heeper Straße. Inzwischen hat die Musik Fahrt aufgenommen, so sehr, dass Kammi der Kamera energisch erklären kann, was ihm derbe auf den Puffer geht: „Irgendwo hat irgendwer irgendwas auf dem Herzen.“ Mit diesem dynamischen Musikvideo unter dem Titel Bielefeld sehen… und Scherben präsentiert die Kapelle „Krawehl“ ihr neues Album.

Musik aus Ostwestfalen – das lässt uns aufhorchen. Verantwortlich für die angenehm kraftvollen Geräusche sind vier hochsympathische Herren aus Bielefeld (75%) und Herford (25%). Ihre Texte treten deutsch und zornig auf, so dass uns Bassist Jörn vorschlägt, als musikalischen Stil Nölpunk zu notieren. Das Erscheinen des neuen Albums feiert Krawehl mit einer soliden Releasetour, wobei die offizielle Releaseshow selbstverständlich in Bielefeld stattfindet. Den Tourplan finden Sie hier, wenn Sie ein wenig scrollen. Abschluss ist am 22. Juni beim Bielefelder Campusfestival. Das trifft sich gut, denn Kammi (Gesang, Gitarre), Jörn (Gesang, Bass), Manuel (Schlagwerk) und Marco (Gitarre) spielen am liebsten live. Auf diese Weise eroberten sie im Herbst 2016 Osteuropa: 2 Wochen, 6 Länder, 13 Städte. Dabei klangvolle Namen wie Odessa, Moskau oder Riga sowie, nie gehört, Bila Tserkva, Zelenograd oder Alytus. Höhepunkt: Bandfotos auf dem Roten Platz in Moskau. Die Bühnen, auf denen Krawehl im osteuropäischen Winter akustischen Krawall machen durfte, trugen so schöne Namen wie Faust-Café (Rumänien), Rebel Pub (Russland) oder 2 Kola (Polen). Das Publikum war, wenn auch der deutschen Sprache wohl kaum mächtig, durchweg begeistert. Verständlich.

Obacht, Eltern: Wenn eure Kinder Krawehls Musik bei iTunes kaufen wollen und ihr ihnen dabei über die Schultern schaut, dann wird eure Elternangst arg befeuert, denn iTunes zeigt für Krawehls Musik ein alarmrotes E, also ein sturzoffizielles Zeichen für „Parental Advisory“. Auf diese Weise wird gottlob darüber aufgeklärt, dass Krawehls Texte „eventuell anstößige Worte“ enthalten. Danke, iTunes.

—> Krawehl bei Facebook

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