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30 Beiträge in 'Weltweit'

Schafft Bielefeld Berlin-Niveau?

Streetart in Bielefeld: Ist das schon Kommunikation auf  Hauptstadt-Niveau?

Streetart in Bielefeld: Ist das schon Kommunikation auf Hauptstadt-Niveau?

Wir unterbrechen unsere Berichterstattung für eine wichtige Buchempfehlung

In Berlin wird alles, was auf ein Blatt Papier passt, mitgeteilt – den Passanten: “Bitte hier nicht pissen. Läuft ins Haus und stinkt wochenlang”, den Nachbarn: “Wir bitten um Verständnis, wenn es bisschen laut wird, da ein Sterbefall in der Familie vorliegt” oder den Einbrechern: “Wer hier einbricht, muss mit Faustkampf rechnen!” Ein Füllhorn solcher Mitteilungen ergießt sich über die Hauptstadt, und der Kulturwissenschaftler Joab Nist hat die Aufgabe übernommen, sie zu dokumentieren. Jeden Tag fügt er seinem Weblog neue Stilblüten hinzu, und sein Buch, in dem er die besten Botschaften versammelt, erlebt soeben die 3. Auflage. Wuchtiger Real-Titel: “Wellensittich entflogen – Farbe egal”.

Nun hat uns der Autor ein Exemplar seines Buches zugesteckt, damit wir das Berliner Treiben nach Bielefeld-Relevanz durchforsten. Schnell wird klar, dass uns Berlin viel voraus hat, was Katzenliebe betrifft oder den Umgang mit Schwangeren. Auch greift Berlin schwungvoll zu ungewöhlichen Kommunikationsmaterialien, was durchaus kraftvoll wirken kann. Joab Nists reiche Sammlung wirft wichtige Fragen auf: Was ist den Menschen wirklich wichtig? Wie viel Zivilisation steckt eigentlich in Berlin? Und vor allem: Werden wir eines Tages auch alles volltexten – und somit Berlin-Niveau erreichen? Um sich hierzu eine fundierte Meinung bilden zu können, raten wir, Joab Nists Weblog Notes of Berlin im Auge zu behalten. Sein daraus extrahiertes Buch eignet sich astrein als Geburtstagsgeschenk für gute Freunde und gehört sowieso in jeden gebildeten Haushalt. Dass es die Bibliothek der Uni Bielefeld im Bestand hat, setzen wir als gegeben voraus. So wichtiges Grundlagenmaterial wird sich die Fakultät für Psychologie wohl kaum entgehen lassen.

—> “Wellensittch entflogen. Farbe egal”, Ullstein Buchverlage, 9,99 Euro

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Freundschaftsbund Bielefeld-China

In der Sparrenburg-Küche: Carsten Plaß, Jeannette Reinhardt, Fabian Rösler und Yuan Yu

In der Sparrenburg-Küche: Carsten Plaß, Jeannette Reinhardt, Fabian Rösler und Yuan Yu

Ein großer Moment sowohl für China als auch für Bielefeld: Meisterkoch Yuan Yu bereitet sich auf seine Reise nach Shanghai vor. Vier Jahre war er Küchenchef im Bielefelder Kaiserpalast, doch nun wechselt er ins Restaurant des anlässlich der Expo 2010 errichteten Hamburg House in Shanghai. Damit Yuan Yu viele deutsche Kochtricks nach China mitnehmen kann, haben wir uns um eine Gastküche bemüht, wo er ein paar Wochen hospitieren darf. Das Sparrenburg-Restaurant nahm ihn gern auf, und so wurde Yuan Yu Teil der Kochcrew von Chefköchin Jeannette Reinhardt.

Daher lassen wir nun den gastronomischen Freundschaftsbund Bielefeld-China hochleben und zeichnen beide Partner mit unserem exklusiven Freundschaftssiegel aus. Unklar ist allerdings noch, ob Yuan Yu die Servicedamen der Sparrenburg mit nach Shanghai nehmen kann. Tanja Wiele und Tina Horstmann überlegen wohl noch. Aus Bielefeld stammt übrigens das prächtige Logo des Hamburg House in Shanghai, auch die transparente Version ist sehr gelungen (Design: Marcus Langer), so dass für uns klar ist: Wir werden Yuan Yu an seiner neuen Wirkungsstätte besuchen müssen. Der Termin ist noch geheim, soll ja eine Überraschung werden.

(Falls es jemand vergessen haben sollte: So war unser erster Besuch im Sparrenburg Restaurant.)

—> Restaurant Sparrenburg, Am Sparrenberg 38a, 33602 Bielefeld

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Unsere Reise mit Frau Jasmin (Sonderbericht aus Steinhagen)

Sympathisches Steinhagen: Wirt Gerd Tigges mit Servierqueen Doreen & Chefzapferin Silvi

Sympathisches Steinhagen: Wirt Gerd Tigges mit Servierqueen Doreen & Chefzapferin Silvi

Zügig schnurrt die schwarze Limousine durch den jungen Abend. Am Steuer sitzt Frau Jasmin. Mit dem ihr eigenen Charme hat uns die adrett frisierte Dame in ihr geräumiges Kfz verfrachtet, um uns die Friedrichshöhe in Steinhagen zu präsentieren. Die lange Fahrt versüßt sie uns mit erfrischenden Possen, und als wir endlich eintreffen, staunen wir nicht schlecht – die Friedrichshöhe ist ein prächtiges Unikum. Hier ist nichts von der Stange, und es gibt kein Zugeständnis an den Mainstream. Mit Liebe zum Detail wurde die Stube eingerichtet bis daraus ein Museum geworden ist, von dem man unwillkürlich weiß: Hier irgendwo ist der Stairway to Heaven.

Der Laden brummt. Das Publikum zecht und futtert mit Begeisterung. Wir werfen einen Blick in den Billardsaloon, gehen kurz Pipi machen und wechseln dann ein paar Worte mit dem Stammtisch der Offroad- bzw. Enduro-begeisterten Motorradfahrer. Die netten Leute nennen sich Stollenfraktion OWL und passen gut in die Friedrichshöhe. Aber nun ruft Frau Jasmin zum Abendmahl. Verlockend, was die reizende Dame zu bieten hat. Zum Beispiel das kesse ungarische Schnitzel mit lecker Bratkartoffeln. Oder das astreine Pfefferschnitzel mit schöner Tunke und Pommes. Sowie das überzeugende Bauernschnitzel mit gelungenen Bratkartoffeln. Wer heute kein Schnitzel mag, dem empfiehlt Frau Jasmin Hähnchenkram mit Würzsalbe. Auch wenn dieser Teller optisch an die Fast-Food-Plage “Chicken Wings” erinnert, so handelt es sich hierbei in Wirklichkeit um eine solide Fleischspeise, die wir gern weiterempfehlen.

An der Eingangstür war uns sofort eine interessante Tafel aufgefallen. Sie weist die Friedrichshöhe als Unterkunft der Wandergesellen vom “Fremden Freiheitsschacht” aus. Nicht ohne Stolz berichtet uns Wirt Gerd Tigges, dass diese Bruderschaft hier kürzlich ihre Bundesversammlung abgehalten hat. Zweifellos eine großes Lob für sein Haus. Seit 1988 ist er Wirt, und noch heute hat seine letzte Gaststube, die Waldquelle in Bielefeld, einen legendären Ruf. Zu später Stunde lässt Gerd Tigges in väterlicher Fürsorge ein Mischgetränk namens Hot Shot auffahren. Hierzu räkelt sich der italienische Vanillelikör Galliano mit heißem Kaffee im Glas und wird durch ein hübsches Sahnehäubchen gekrönt. Vollendet hält uns Servierfee Steffi die schöne Rutsche Hot Shots unter die Nase – und wir greifen sofort zu. Alsdann verlassen wir gestärkt und mit herzlichem Gruß den gastlichen Ort und legen unser Rückreise-Schicksal vertrauensvoll in die Hände unserer Frau Jasmin – der weltweit einzigen Flaneur-geprüften Chauffeuse.

—> Friedrichshöhe, Kaistraße 48, 33803 Steinhagen

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Roulette richtig gemacht – Neun Profi-Tipps

Fragen zu Roulette? Folgen Sie den neun goldenen Tipps unserer seriösen Spezialisten

Fragen zu Roulette? Folgen Sie den neun goldenen Tipps unserer seriösen Spezialisten

1.) Mit dem Pkw nach Hohensyburg zischen und quasi direkt vor der Spielbank parken

1.) Mit dem Pkw nach Hohensyburg zischen und quasi direkt vor der Spielbank parken

2.) Als Warm-up im hauseigenen Restaurant Palmgarden umfangreich futtern

2.) Als Warm-up im hauseigenen Restaurant Palmgarden umfangreich futtern

3.) Das fulminante Abendmahl mit Coffeinböllern beenden - dann ab zum Roulettetisch

3.) Das fulminante Abendmahl mit Coffeinböllern beenden – dann ab zum Roulettetisch

4.) Einen Tisch mit ausschließlich vertrauenswürdigen Mitspielern wählen

4.) Einen Tisch mit ausschließlich vertrauenswürdigen Mitspielern wählen


5.) Sich der Glücksaura von Rolf Peters
(Flaneur-geprüfter Croupier!) anvertrauen

6.) Jetzt nur noch den Jeton auf genau die Zahl legen, die die nächste Gewinnzahl sein wird

6.) Jetzt nur noch den Jeton auf genau die Zahl legen, die die nächste Gewinnzahl sein wird

7.) Den Gewinn stets gelassen und mit coolem Pokerface einsacken

7.) Den Gewinn stets gelassen und mit coolem Pokerface einsacken

8.) Anschließend Oliver Niehoff, Chef vom Dienst, für den schönen Abend danken

8.) Anschließend Oliver Niehoff, Chef vom Dienst, für den schönen Abend danken

9.) Bei Betriebsschluss die Spielbank in gesitteter Formation wieder verlassen

9.) Bei Betriebsschluss die Spielbank in gesitteter Formation wieder verlassen

—> Spielbank Hohensyburg, Hohensyburgstraße 200, 44265 Dortmund

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Eine wunderbare Zeitreise (Sonderbericht aus Steinhagen)

Wer sich wohlfühlen will, begibt sich in ihre Obhut: Hans-Herbert und Waltraut Vollmer

Wer sich wohlfühlen will, begibt sich in ihre Obhut: Hans-Herbert und Waltraut Vollmer

Heute ist ein Glückstag für unseren lieben Stahlbaron, denn vor ihm steht eine Hausmachersülze wie sie sein muss. Natürlich mit köstlichen Bratkartoffeln. Desweiteren lassen wir uns den Glücksbringer Hubertusschnitzel zuführen und vergreifen uns gern an einem Schnitzel nach Schweizer Art. Anschließend ergehen wir uns möglichst rücksichtslos an einer äußerst freundlichen Rindsroulade mit Rotkraut. Wunderbar, dieser inzwischen so selten gewordenen Speise wieder einmal begegnen zu dürfen. Und zum krönenden Abschluss ein Dessert, das bekanntlich immer geht: Eiscreme mit heißen Kirschen und Sahne. Große Zufriedenheit macht sich auch am Nachbartisch breit. Hier speisen Gäste aus Mazedonien, die im Quellental nächtigen.

Aber nun wenden wir uns den Wirtsleuten zu. Dabei wird uns die Ehre zuteil, an ihrem privaten Tisch Platz nehmen zu dürfen. Elegant schenkt Serviererin Megan Filip Eiskaltes ein (schöne Kurze, gefüllt mit gutem altem Steinhäger Urbrannt) während uns die Wirtsleute Margot und Hans-Herbert Vollmer aus ihrem reichen Berufsleben berichten. Ein Familienbetrieb, der von Generation zu Generation weitergegeben wurde und einst aus einem Bauernhof entstanden ist, das ist das Quellental. In den frühen 1950er Jahren wurde es prächtig hergerichtet und ist seither mit Bedacht in genau diesem Stil unverändert erhalten worden. Dann holt Hans-Herbert Vollmer die alten Gästebücher, die wir mit Begeisterung durchblättern dürfen. Einer der unzähligen Einträge (um nur ein Beispiel von hunderten zu nennen) stammt von Uwe Seeler. “Ein lieber Kerl”, erinnert sich Hans-Herbert Vollmer lächelnd. Ja, er hatte sie alle. Kein Star der vergangenen Jahrzehnte, der in Bielefeld und Umgebung zu tun hatte und nicht im Quellental eingekehrt wäre.

Ob großer Saal oder kleine Stuben, das Quellental ist mehr als nur ein elegantes Gasthaus, es ist ein wunderbares Museum, in dem man auch gut essen und trinken darf. Voller Begeisterung lassen wir uns von den Wirtsleuten die vielen verschiedenen Räume zeigen und ihre vielen kleinen Geschichten erklären. Mit leuchtenden Augen zeigt uns Margot Vollmer z.B. das Gastzimmer mit prächtiger Wurzelholzvertäfelung, gefertigt von einem Schiffbauer. Oder die wunderbare Kellnerkleidung aus längst verflossenen Zeiten. Unser lieber Henner lässt es sich nicht nehmen, sie einmal stolz getragen zu haben. Zu später Stunde verlassen wir schließlich voller Glück und Dankbarkeit das Quellental, und wir wissen, dass es ganz sicher nicht unser letzter Besuch gewesen sein wird.

—> Berghotel Quellental, Im Quellental 10, 33803 Steinhagen

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