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28 Beiträge in 'Weltweit'

Unsere Reise mit Frau Jasmin (Sonderbericht aus Steinhagen)

Sympathisches Steinhagen: Wirt Gerd Tigges mit Servierqueen Doreen & Chefzapferin Silvi

Sympathisches Steinhagen: Wirt Gerd Tigges mit Servierqueen Doreen & Chefzapferin Silvi

Zügig schnurrt die schwarze Limousine durch den jungen Abend. Am Steuer sitzt Frau Jasmin. Mit dem ihr eigenen Charme hat uns die adrett frisierte Dame in ihr geräumiges Kfz verfrachtet, um uns die Friedrichshöhe in Steinhagen zu präsentieren. Die lange Fahrt versüßt sie uns mit erfrischenden Possen, und als wir endlich eintreffen, staunen wir nicht schlecht – die Friedrichshöhe ist ein prächtiges Unikum. Hier ist nichts von der Stange, und es gibt kein Zugeständnis an den Mainstream. Mit Liebe zum Detail wurde die Stube eingerichtet bis daraus ein Museum geworden ist, von dem man unwillkürlich weiß: Hier irgendwo ist der Stairway to Heaven.

Der Laden brummt. Das Publikum zecht und futtert mit Begeisterung. Wir werfen einen Blick in den Billardsaloon, gehen kurz Pipi machen und wechseln dann ein paar Worte mit dem Stammtisch der Offroad- bzw. Enduro-begeisterten Motorradfahrer. Die netten Leute nennen sich Stollenfraktion OWL und passen gut in die Friedrichshöhe. Aber nun ruft Frau Jasmin zum Abendmahl. Verlockend, was die reizende Dame zu bieten hat. Zum Beispiel das kesse ungarische Schnitzel mit lecker Bratkartoffeln. Oder das astreine Pfefferschnitzel mit schöner Tunke und Pommes. Sowie das überzeugende Bauernschnitzel mit gelungenen Bratkartoffeln. Wer heute kein Schnitzel mag, dem empfiehlt Frau Jasmin Hähnchenkram mit Würzsalbe. Auch wenn dieser Teller optisch an die Fast-Food-Plage “Chicken Wings” erinnert, so handelt es sich hierbei in Wirklichkeit um eine solide Fleischspeise, die wir gern weiterempfehlen.

An der Eingangstür war uns sofort eine interessante Tafel aufgefallen. Sie weist die Friedrichshöhe als Unterkunft der Wandergesellen vom “Fremden Freiheitsschacht” aus. Nicht ohne Stolz berichtet uns Wirt Gerd Tigges, dass diese Bruderschaft hier kürzlich ihre Bundesversammlung abgehalten hat. Zweifellos eine großes Lob für sein Haus. Seit 1988 ist er Wirt, und noch heute hat seine letzte Gaststube, die Waldquelle in Bielefeld, einen legendären Ruf. Zu später Stunde lässt Gerd Tigges in väterlicher Fürsorge ein Mischgetränk namens Hot Shot auffahren. Hierzu räkelt sich der italienische Vanillelikör Galliano mit heißem Kaffee im Glas und wird durch ein hübsches Sahnehäubchen gekrönt. Vollendet hält uns Servierfee Steffi die schöne Rutsche Hot Shots unter die Nase – und wir greifen sofort zu. Alsdann verlassen wir gestärkt und mit herzlichem Gruß den gastlichen Ort und legen unser Rückreise-Schicksal vertrauensvoll in die Hände unserer Frau Jasmin – der weltweit einzigen Flaneur-geprüften Chauffeuse.

—> Friedrichshöhe, Kaistraße 48, 33803 Steinhagen

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Roulette richtig gemacht – Neun Profi-Tipps

Fragen zu Roulette? Folgen Sie den neun goldenen Tipps unserer seriösen Spezialisten

Fragen zu Roulette? Folgen Sie den neun goldenen Tipps unserer seriösen Spezialisten

1.) Mit dem Pkw nach Hohensyburg zischen und quasi direkt vor der Spielbank parken

1.) Mit dem Pkw nach Hohensyburg zischen und quasi direkt vor der Spielbank parken

2.) Als Warm-up im hauseigenen Restaurant Palmgarden umfangreich futtern

2.) Als Warm-up im hauseigenen Restaurant Palmgarden umfangreich futtern

3.) Das fulminante Abendmahl mit Coffeinböllern beenden - dann ab zum Roulettetisch

3.) Das fulminante Abendmahl mit Coffeinböllern beenden – dann ab zum Roulettetisch

4.) Einen Tisch mit ausschließlich vertrauenswürdigen Mitspielern wählen

4.) Einen Tisch mit ausschließlich vertrauenswürdigen Mitspielern wählen


5.) Sich der Glücksaura von Rolf Peters
(Flaneur-geprüfter Croupier!) anvertrauen

6.) Jetzt nur noch den Jeton auf genau die Zahl legen, die die nächste Gewinnzahl sein wird

6.) Jetzt nur noch den Jeton auf genau die Zahl legen, die die nächste Gewinnzahl sein wird

7.) Den Gewinn stets gelassen und mit coolem Pokerface einsacken

7.) Den Gewinn stets gelassen und mit coolem Pokerface einsacken

8.) Anschließend Oliver Niehoff, Chef vom Dienst, für den schönen Abend danken

8.) Anschließend Oliver Niehoff, Chef vom Dienst, für den schönen Abend danken

9.) Bei Betriebsschluss die Spielbank in gesitteter Formation wieder verlassen

9.) Bei Betriebsschluss die Spielbank in gesitteter Formation wieder verlassen

—> Spielbank Hohensyburg, Hohensyburgstraße 200, 44265 Dortmund

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Eine wunderbare Zeitreise (Sonderbericht aus Steinhagen)

Wer sich wohlfühlen will, begibt sich in ihre Obhut: Hans-Herbert und Waltraut Vollmer

Wer sich wohlfühlen will, begibt sich in ihre Obhut: Hans-Herbert und Waltraut Vollmer

Heute ist ein Glückstag für unseren lieben Stahlbaron, denn vor ihm steht eine Hausmachersülze wie sie sein muss. Natürlich mit köstlichen Bratkartoffeln. Desweiteren lassen wir uns den Glücksbringer Hubertusschnitzel zuführen und vergreifen uns gern an einem Schnitzel nach Schweizer Art. Anschließend ergehen wir uns möglichst rücksichtslos an einer äußerst freundlichen Rindsroulade mit Rotkraut. Wunderbar, dieser inzwischen so selten gewordenen Speise wieder einmal begegnen zu dürfen. Und zum krönenden Abschluss ein Dessert, das bekanntlich immer geht: Eiscreme mit heißen Kirschen und Sahne. Große Zufriedenheit macht sich auch am Nachbartisch breit. Hier speisen Gäste aus Mazedonien, die im Quellental nächtigen.

Aber nun wenden wir uns den Wirtsleuten zu. Dabei wird uns die Ehre zuteil, an ihrem privaten Tisch Platz nehmen zu dürfen. Elegant schenkt Serviererin Megan Filip Eiskaltes ein (schöne Kurze, gefüllt mit gutem altem Steinhäger Urbrannt) während uns die Wirtsleute Margot und Hans-Herbert Vollmer aus ihrem reichen Berufsleben berichten. Ein Familienbetrieb, der von Generation zu Generation weitergegeben wurde und einst aus einem Bauernhof entstanden ist, das ist das Quellental. In den frühen 1950er Jahren wurde es prächtig hergerichtet und ist seither mit Bedacht in genau diesem Stil unverändert erhalten worden. Dann holt Hans-Herbert Vollmer die alten Gästebücher, die wir mit Begeisterung durchblättern dürfen. Einer der unzähligen Einträge (um nur ein Beispiel von hunderten zu nennen) stammt von Uwe Seeler. “Ein lieber Kerl”, erinnert sich Hans-Herbert Vollmer lächelnd. Ja, er hatte sie alle. Kein Star der vergangenen Jahrzehnte, der in Bielefeld und Umgebung zu tun hatte und nicht im Quellental eingekehrt wäre.

Ob großer Saal oder kleine Stuben, das Quellental ist mehr als nur ein elegantes Gasthaus, es ist ein wunderbares Museum, in dem man auch gut essen und trinken darf. Voller Begeisterung lassen wir uns von den Wirtsleuten die vielen verschiedenen Räume zeigen und ihre vielen kleinen Geschichten erklären. Mit leuchtenden Augen zeigt uns Margot Vollmer z.B. das Gastzimmer mit prächtiger Wurzelholzvertäfelung, gefertigt von einem Schiffbauer. Oder die wunderbare Kellnerkleidung aus längst verflossenen Zeiten. Unser lieber Henner lässt es sich nicht nehmen, sie einmal stolz getragen zu haben. Zu später Stunde verlassen wir schließlich voller Glück und Dankbarkeit das Quellental, und wir wissen, dass es ganz sicher nicht unser letzter Besuch gewesen sein wird.

—> Berghotel Quellental, Im Quellental 10, 33803 Steinhagen

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Ein guter Stern am Abendhimmel (Sonderbericht aus Oberbayern)

Sympathisch: Wirtin Anastasia "Stasi" Wiedemann (vorn) und ihre flotte Bedienung Gusti

Sympathisch: Wirtin Anastasia "Stasi" Wiedemann (vorn) und ihre flotte Bedienung Gusti

Heute sind wir in Oberbayern zu Gast. Vor der Abreise hatte uns Sauerland-Karl (der Mann mit dem weltweit größten Gastrowissen) eindringlichen ans Herz gelegt, wenn wir in der Nähe von Weilheim seien, müssten wir unbedingt im Goldenen Stern einkehren. Natürlich folgen wir seinem Rat – und reuen es nicht. Uns empfängt eine Gaststube von seltener historischer Qualität. Hier gibt es keinen Dekoschnickschnack, der so tut als ob, hier ist alles echt. Die Wände ziert ehrlicher Wandschmuck, und ein waidmännischer Sinnspruch leuchtet uns sogleich ein: Is d’ Kugel aus’m Lauf – halt’s koan Teufel mehr auf.

Schön was zu futtern bekommen wir auch. Sanft lappt das Schnitzel, das Bedienerin Gusti flott bringt, über den Tellerrand und gülden lächeln dazu die Bratkartoffeln. Wahrlich, eine gelungene Speise für hungrige Wanderer und ein prächtiger Anblick sowieso. Wer grad keine warme Speise mag, kann hier bedenkenlos Emmentaler mit Butter ordern. Zu diesem schönen Käseteller platziert Bedienerin Gusti erfreulich deftiges Brot, das später pro verzehrter Scheibe abgerechnet wird. Ebenfalls empfehlenswert ist das hausgemachte Geräucherte. Ein herzhafter Fleischteller zu dem ortsangemessene Brezn gereicht werden. Am Nebentisch beobachten wir zufriedene Gäste, die sich nach vollzogenem Abendmahl ein schönes Obstler-Prosit gönnen. Urig sei es hier, erklären sie uns, das locke sie immer wieder mal her.

Wirtin Anastasia (Kosename: Stasi) Wiedemann ist gestandene 83 Jahre alt. Der Großvater ihres Mannes, erklärt sie uns, habe den Goldenen Stern 1906 eröffnet. Als sie erfährt, dass wir aus Bielefeld angereist sind, lächelt sie. Ja, Bielefeld, davon habe ihre Tochter, die als Humanbiologin an einer bekannten US-Elite-Universität arbeite, kürzlich erzählt. Die Universität Bielefeld besitze nämlich ein hochmodernes Mikroskop, und das wolle die Tochter demnächst mal besuchen. Wir sind, ehrlich gesagt, ein wenig erstaunt, worüber sich Mutter und Tochter so alles austauschen.

Bedienerin Gusti ist übrigens nicht nur für’s Servieren zuständig, sie betätigt auch den Zapfhahn für uns. Der wohnt in einer kleinen Durchreiche des Tresens, mit Blick in die Gaststube. Wer sich auf den Weg zum Abort macht, passiert das Dienstbotenzimmer und wird dann, im Männerabort angekommen, mit einem Blick auf den hochidyllischen Hinterhof belohnt. Vor dem Gasthof findet sich ein überdachter Rauchertisch, der sogar Gemütlichkeit ausstrahlt. Neben dem Wirtshaus erwartet den durstigen Gast ein schöner Biergarten. Alles, was er sich wünscht, kann sich der Gast am Biergartenfenster abholen. Beachten Sie hierzu bitte die kundenfreundlichen Trittstufen unter dem Ausgabefenster! Leider-leider ist uns das Wetter für einen Biergartenbesuch nicht hold. Wir werden also – klare Sache! – irgenwann wiederkommen müssen, um das unverwechselbare Goldener-Stern-Flair auch im Outdoor-Einsatz genießen zu dürfen.

—> Zum Goldenen Stern, Marnbacher Straße 2, 82362 Deutenhausen

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Zum Wandertag nach Bad Hersfeld

So gekonnt wird das Pils nur in Bad Hersfeld serviert: Marleen Würdisch vom Ratskeller

So gekonnt wird das Pils nur in Bad Hersfeld serviert: Marleen Würdisch vom Ratskeller

Der Samstagnachmittag geht seinem Ende entgegen als wir nach zwei Stunden Fahrt Bad Hersfeld erreichen. Für einen kleinen Wochenendtrip haben wir uns dies Städtchen im Nordosten von Hessen ausgewählt, denn nach Beschaulichkeit und Natur steht uns der Sinn. Auf dem geräumigen Marktplatz parken wir unsere Limousine und finden sofort ein gemütliches Café. Melchior Coffee heißt es und bietet alles, was unser Touristenherz ersehnt: Guter Cappuccino, Leckerschmeckerkuchen und (wichtig!) gratis WLAN. Außerdem geht’s hier nett und fröhlich zu, so dass wir uns rasch einig sind: Dem Melchior-Team gehört unser Prüfsiegel!

Dann stromern wir durch die Stadt. Erstaunlich viele adrette Fachwerkhäuser lächeln uns an, aber am stärksten beeindruckt uns der Service eines Ladens für Haushaltswaren. Ein ganzes Schaufenster hat er ausdrücklich dem Schenken gewidmet, und zeigt dabei ein betörendes Sortiment von Hieb-, Stich- und Schusswaffen. Eine Nachbarstadt von Bad Hersfeld heißt Friedlos – besteht hier ein Zusammenhang? Uns egal, denn nunmehr haben wir akuten Abendhunger. Unter dem schmucken Hersfelder Rathaus entdecken wir den Ratskeller. Sogleich entpuppt er sich als Quell enorm schmackhafter Speisen. Ob die Medaillons vom Landschwein nach Jägerart oder der Ratsherrentopf oder das Pfannenschnitzel oder das … oder das… alles ist delikat. Daher verneigen wir uns in tiefer Dankbarkeit vor den Köchen Tino Schmidt und Mirco Dülsner. Und als wir am Ende den regionalen Kräuterlikör Aha! kennenlernen dürfen, steht für uns endgültig fest: Dem Rastkeller-Team gehört unser Prüfsiegel!

Zu fortgeschrittener Stunde verlassenen wir die gastliche Stube und fahnden nach einen hübschen Ort für den Tagesabschlusstrunk. Und da lockt auch schon eine geräumige Gaststube namens News Café. Viele Hersfelder haben sich hier eingefunden und trinken und lärmen dergestalt fröhlich, dass auch wir uns schnell wohl fühlen. Und zu allem Glück bedient uns auch noch Jana (möglicherweise Hersfelds netteste Servicekraft). Somit können wir den ersten Tag unserer kleinen Hersfeld-Reise mit einem zufriedenen Prosit ausklingen lassen.

Fremde, die in Bad Hersfeld gut schlafen wollen, beziehen am besten ein Fremdenzimmer im Haus Kromm. Auch das Frühstück ist hier zu loben. Gemeinsam mit Joan Meins, einer netten Dame, die hier ebenfalls genächtigt hat, nehmen wir es am Sonntagmorgen im Wohnzimmer von Herrn und Frau Kromm ein. Verständlich, dass sich Frau Meins am Ende gern mit den hochsympathischen Wirtsleuten fotografieren lässt (links mit Schal). Aber nun geht’s los! Auf, zum Wandertag in den hessischen Forst! Durch sanfte Wälder führt unser Weg, vorbei an Hersfelder Gemsen, und dann immer an der sanften Fulda entlang. So geht es ganze sechs Kilometer lang, und immer hochgradig naturverbunden. Freund Henner seufzt dabei versonnen, er sei seit vielen Jahren nicht mehr so viel gelaufen. Schließlich werden wir belohnt. Im Hersfelder Suburb Kohlhausen kehren wir in der fabelhaften Gaststätte Glebe zum Frühschoppen ein. Hier lacht dem Wanderer das kleine Erfrischungspils und die hausgemachte Bratwurst mit Pommes und Salat. Danach führt uns Juniorwirt Lothar Glebe in die Wissenschaft der lokalen Brände ein, so dass wir am Ende aufgrund von Zeitmangel auf den Rückmarsch verzichten müssen und uns stattdessen ein Taxi kommen lassen. Den Wirtsleuten Vater Helmut und Sohn Lothar Glebe gebührt unser immenser Dank für ihren optimalen Dienst am wandernden Gast.

—> Hier ist Bad Hersfeld

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Die Bielefelder Flaneure freuen sich über die Hilfe von:


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