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18 Beiträge in 'Alles andere'

Grandiose Weltpremiere der Bielefeld-Verschwörung

Bielefeld-Verschwoerung
Roter Teppich vor dem CinemaxX: Triumphaler Jubel für die Filmcrew

Jawoll, so lieben wir unser Bielefeld! Möglichst viel sinnlose Gewalt in der Uni, abgewichste Coolness in der Altstadt und Schießereien auf der Sparrenburg. Dargeboten von Akteuren, die mit ganz viel Freude und wahrem Herzblut bei der Sache sind. Der Film „Die Bielefeld-Verschwörung“ hatte gestern Weltpremiere und wir verraten gern: Er verzauberte sein Premierenpublikum.

Start für den großen Abend war beim Café Berlin, wo sich Crew und Gäste auf das Ereignis einstimmten. Hierzu wurden kühle Getränke und artige Speisen gereicht und schön geplaudert – bis Falk Diederich erschien. Ohne Falk Diederich wäre die ganze Party gar nicht zur Premiere gekommen, denn er ist Profifahrer des Sparrenmobils und transportierte alle Feierlaunigen mit sicherer Hand zum CinemaxX. Hier war schon der rote Teppich ausgerollt und die Übertragungswagen aufgefahren. Eine fröhliche Meute jubelte den Filmemachern enthusiastisch zu. Festivalstimmung kam auf wie sie besser nicht sein könnte. Das WDR-Fernsehen berichtet live, die Lokalpresse fotografierte zielgerichtet, und wir sind bis heute davon überzeugt, irgendwo in der Masse der Menschen Quentin Tarantino entdeckt zu haben.

Selbstverständlich war Achim Held, der sympathische Ideengeber des Films, aus Kiel angereist und zeigte sich in allerbester Stimmung. Kein Wunder, denn dass seine Internetkreation von 1994 sechzehn Jahre später zu einem abendfüllenden Kinofilm werden würde, ist schon eine nette Sensation. Immerhin hatte seine Idee stets lautstarke Feinde. So verriet noch vor wenigen Jahren Gisela Bockermann, Leiterin des Presseamtes der Stadt, dem ZDF, sie hasse die Bielefeld-Verschwörung “wie die Pest!” Aber am Premierenabend waren die Mauler verstummt, und die gesamte Crew musste nach der Aufführung vor die Leinwand treten, um den Jubel des vollen Saales entgegen zu nehmen. Autor und Produzent Thomas Walden kniete dabei vor dem Publikum nieder, um ihm für den Applaus zu danken. Und wir danken den Filmleuten für 105 Minuten fröhliche Unterhaltung.

—> Der Trailer
—> Die Fahrt mit dem Sparrenmobil

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Bielefelder Läden mit Niveau, heute: Kiosk Europa

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Tabak, Süßwaren, Getränke: Zuverlässig versorgt uns Dimitra Visaitou mit Lebensmitteln

Ein engmaschiges Netz pflichtgetreuer Warendepots – auch Kioske genannt – versorgt die Bielefelder Kernstadt bis tief in die Nacht hinein mit Gütern des alltäglichen Bedarfs. Egal, was der bedürftige Kunde händeringend sucht – Pilsbier, Industriebrot, Wendy-Heft oder Tabakwaren, Damenhygiene, Flutschfinger -, nur der liebe Kiosk um die Ecke hat stets alles am Lager.

Als mustergültig ist hierbei der “Kiosk Europa” zu rühmen. In direkter Nachbarschaft zum “Extra”, der unsterblichen Blues-Bar, wacht Kiosk-Chefin Dimitra Visaitou über die Rundumversorgung eines ganzen Viertels. Am Wochenende harrt die grundfreundliche Studentin der Soziologie und Psychologie sogar bis Mitternacht in ihrem briefmarkengroßen Verkaufsraum aus. Die Nachbarschaft sowie zahlreiche Nachtstreuner danken es ihr mit tiefer Kundentreue. Kein Wunder, dass hier so ganz nebenbei ein Kommunikationszentrum entstand, dem nachweislich mindestens eine Ehe zu verdanken ist. Kenner wissen besonders das kolossale Reservoir von 72 verschiedenen Leckereien zu schätzen. Gut abgeschmeckte Speisegelatine nimmt hier die Form salziger Fische, erstaunlicher Cola-Schnecken oder grasgrüner Frösche an. Und wenn mal kein Kunde zu Gast ist, lässt Dimitra Visaitou ihre Sinne schweifen. So entstehen Gedichte in griechischer und deutscher Sprache, die sie ab und zu dem Internet anvertraut.

Leider wissen wir auch von einem tieftraurigen Ereignis zu berichten. Kürzlich hat ein bewaffneter Dummkopf die herzensgute Kiosk-Chefin ausgeraubt. Cirka 150 Euro hat der peinliche Dümmling erbeutet und ist anschließend unerkannt entkommen. Höre, Hohlkopf, und notiere ein für alle mal: Man überfällt keine mühsam arbeitende nette Dame! Sieh den groben Fehler deiner miesen Tat ein, du taube Nuss, und führe Dimitra Visaitou die Beute schnell wieder zu. Auch Ratenzahlungen wären hierbei zur Not erlaubt. Bring die Welt also wieder in Ordnung. Dimitra Visaitou wäre gewiss die erste, so sind wir uns sicher, die dir deinen grunzdummen Fehler schnell vergäbe.

—> Kiosk Europa, Siekerstraße 2, 33602 Bielefeld

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Leichenwäsche, Gruftkluft, Probeliegen in Bielefeld

Monika-Noller
Unsere Lieblingsbestatterin Monika Noller im hauseigenen Sarglager

Auch dieses Jahr macht der Herbst seine Sache wieder gut. Feucht und kalt sind die Nächte, die Tage kurz und grau. Da denkt man gern mal ans Sterben. Doch dem Tod real ins Auge zu blicken, ist etwas ganz anderes. Allein beim Gedanken an eine Leichenwäsche überkommt manchen ein kleiner Grusel. Ganz anders sieht das Monika Noller. Die sympathische Dame könnte auf den ersten Blick als Chefin eines englischen Gestüts im ZDF-Sonntagabendfilm durchgehen, doch ihre wahre Profession ist es, ihre Mitmenschen ordnungsgemäß unter die Erde zu bringen.

Natürlich ist sie auch bei trendy Feuerbestattungen firm und weist auf die Chance hin, dass Angehörige dem Brennvorgang nicht nur beiwohnen, sondern ihn auch durch Knopfdruck selbst in Gang setzen. Prima, so können lang gehegte Fegefeuerphantasien legal abgearbeitet werden. Beim Stichwort Gruftkluft gerät Monika Noller ins Schwärmen, so reichhaltig sind die Variationen beim letzten Hemd. Vom eher blassen Einteiler bis zur todschicken Einzelanfertigung ist alles am Markt. Doch die Verwandtschaft wählt meist die Privatkleidung und lässt den Erbonkel im allerbesten Anzug beisetzen. Immerhin hat er ihn stets zu besonderen Anlässen getragen, und der letzte Weg ist fraglos ein besonderer Anlass.

Wer eine Bestattung begleitet, die Monika Noller ausgerichtet hat, der wird Zeuge, dass die umsichtige Dame alles perfekt vorbereitet. Als wir kürzlich mit einer Trauergruppe über den Gottesacker schritten, öffnete sich der Himmel mit einem 1a Schnürregen und wir waren uns einig: Das passt. Still dankten wir Frau Noller auch dafür als wir später im Café Möller bei Schwarzwälder Kirschtorte und belegten Brötchen saßen.

—> Bestatterinnen Noller + Ziebell, August-Bebel-Str. 30 b, 33602 Bielefeld

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Neu: Flaneure prüfen Toiletten / Start am Jahnplatz

Klaus_Gerigk
Die gute Seele des Jahnplatzforums: Klaus Gerigk im Stand-by-Modus vor seinem Leitstand

Das Herz unserer großen Stadt ist natürlich der Jahnplatz. Täglich kreuzen sich hier die Schicksalswege von Millionen Menschen & Tieren. Aber was tun, wenn der konsumfreudige Passant sein Wasser abschlagen muss? Kein Problem, im Tunnel unter dem agilen Platz steht ein 1a Sanitärbereich bereit. Den betreuen stets hübsch sorgfältig Ayse Ari und Klaus Gerigk, die wir hiermit für ihre wichtige Arbeit loben wollen. Gut 400 “Begehungen” (O-Ton Klaus Gerigk) finden hier täglich statt, und immer sind zahlreiche Promis aus der Welt des Fußballs dabei sowie aus Politik und Kultur. Klaus Gerigk kennt sie alle. Rätselhaft wird es, wenn er uns berichtet, dass er zweimal täglich das Handtuchpapier bei den Herren wechseln muss, aber bei den Damen nur alle zwei Tage. Hm, was hat das zu bedeuten …? Aber natürlich – die Damen haben kleinere Hände! Sie nötigen also weniger Papier. Mit mangelnder Reinlichkeit hat das glücklicherweise nichts zu tun.

Viele Inhaber einer intakten Libido nutzen übrigens das Behinderten-WC zur flinken Triebabfuhr, daher hat sich hier ein süßes kleines Gelegenheitsliebesnest etabliert. Allerdings jauchzen manche Pärchen beim Austausch ihrer Körpersäfte derart engagiert, dass auswärtige Abortgäste stutzen: “Wird da jemand umgebracht?” “Nö”, beruhigen wir gelassen, “ganz im Gegenteil.”

Wenn Klaus Gerigk nach einem langen, harten Arbeitstag endlich Feierabend hat, dann kehrt er gern mal zum geselligen Würfelspiel in die angenehme Bahnhofstrinkstube Bei Taki ein. Der Mann weiß offensichtlich, wo’s gemütlich ist. Und das Taki-Abendpils hat er sich redlich verdient.

—> Toiletten im Jahnplatzforum, Jahnplatz 11, 33602 Bielefeld
—> Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Restroom Detectives

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Schöner – dank Milos Ukena in der Neustädter Straße

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Tattoo-Meister Milos Ukena in seinem Flaneur-geprüften Tattoo-Studio

Heute ist es endlich soweit: Wir wollen das bravouröse Flaneur-Logo auf unsere durchtrainierten Oberarme tätowieren lassen. Hierzu wenden wir uns vertrauensvoll an Tattoo-Meister Milos Ukena, der seit 16 Jahren eine erfolgreiche Tattoo-Fräserei betreibt und selbst ein wandelndes Portfolio seines künstlerischen Handwerks ist. Bei seinem Anblick wächst unser Vertrauen schnell ins Unermessliche. Auch seine Mitarbeiter präsentieren sich von der besten Seite: Verena “Vre” Reimann hat hier nicht nur das Tattoo-Handwerk von der Pike auf erlernt, sondern kann auch elegant mit Bielefelder Luft umgehen. Nicht weniger sympathisch tritt Praktikant Hannes “Borzum” Schütt auf, gekonnt serviert er die erste Rate Abendpils. Auf diese Erfrischungsaperitifs folgt ein spannender Rundgang durch die verzweigten Katakomben des Artcore-Studios. Im wichtigsten Raum ruht ein selbstbewusster OP-Stuhl unter einer Schutzhülle, und Legionen kunstvoll gestalteter Tattoo-Maschinen zwinkern uns von Tischen und von Wänden aufmunternd zu. Insgesamt fällt auf: Alles ist derart blitzeblank sauber, dass sogar der Domestos-cleane Abort zu Notoperationen einladen will.

Plötzlich hören wir einen verzweifelten Chor jammern: “Hunger. Hunger. Hunger.” Aha, unsere Mägen melden sich. Ein Telefonat – und ruckzuck bringt die Chef-Fahrerin des La Piccola Napoli genau das, was wir uns sehnlich wünschen. Unser heutiger Gast und Lieblings-IT-Mann Sascha staunt nicht schlecht über so viel Leckerpizza. “Und dazu noch ein Odölchen …”, schwärmt der versierte Genießer mit Blick auf den verbliebenen Getränkerest in der Flasche “Bielefelder Luft”. Das wird ihm gern gewährt, und dann plaudert er uns von seiner Kerstin, die er (das muss natürlich – Ehrensache! – unter uns bleiben) am liebsten Teddy nenne, und außerdem wolle er ihr morgen antragen, sich mit ihm zu verloben. Hierzu plane er nun, fährt der hormonell bestens ausgestattete Mann fort, sich einen Kerstin-verehrenden Schriftzug tätowieren zu lassen. Meister Milos wirft sofort das Tattoo-Besteck an und nach angemessener Frist prangt auf Saschas Unterarm der kunstvolle Schriftzug “Kerstin forever” – das wird seine Angebetete gewiss überzeugen! Während Sascha geschmückt wird, sind auch wir nicht faul. Wir lassen uns gezielt veredeln, und nun leuchtet von unseren Oberarmen das prächtige Flaneur-Logo. Für so viel Pracht vergeben natürlich am Ende sehr gern das exklusive Siegel Flaneur-geprüftes Tattoo-Studio.

—> Artcore Tattoo, Neustädter Straße 2b, 33602 Bielefeld

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Die Bielefelder Flaneure freuen sich über die Hilfe von:


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