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28. Mrz 2016

Kafenio und Ouzeri (inzwischen Geschichte)

Macht seine Sache gut: Wirt Stylianos Kantas bei der Arbeit

Macht seine Sache gut: Wirt Stylianos Kantas bei der Arbeit

Der Abend hat sein schwarzes Licht über Bielefeld ausgebreitet und wir promenieren durch die Stadt. In der Ravensberger Straße lockt eine Trinkstube mit dem Versprechen „Kafenio und Ouzeri“ – also nix wie rein! Wir betreten die winzige Gaststube, die seit Jahrzehnten „Krümel“ hieß und stets einen guten Ruf als kleinste Kneipe Bielefelds besaß. Auf den ersten Blick hat sich nicht viel geändert, die gute alte Thekenausstattung kennen wir. Aber dann entdecken wir, dass Wirt Stylianos Kantas einen Hinterraum mit Liebe zum Detail erschaffen hat. Hier sitzen fröhliche Menschen bei kleiner Speise, die wir auch haben wollen. In der Küche arbeitet emsig Wirtin Afroditi Kanta, so dass wir schon bald akkurate Vorspeisen vor uns stehen haben. Ja, so schmeckt das Abendpils gleich noch besser. Auch verwöhnt uns Wirt Stylianos Kantas mit schönen Branntweinvariationen wie mildem Tsipouro oder aromatischem Ouzo. Der nette Mann versteht seinen Job, denn er hat schon Wirtserfahrung in Warburg gesammelt. Allerdings war er auch mal Lkw-Fahrer mit Touren durch ganz Europa. Nun also Bielefeld. Wir wünschen ihm und seiner Frau viel Glück mit dem Hellas.

Gegen 23 Uhr treffen Musikanten ein. Sie packen Bouzouki und E-Piano aus und spielen kraftvoll auf. Rembetiko, der griechische Blues mit seiner stilvollen Melancholie, erfüllt die kleine Gaststube und lässt sie mental wachsen. Als Sänger fungiert dabei Chris Zuvalas, den wir natürlich noch von seinen großen Auftritten in der unvergessenen Taverna Kompoloi kennen. Die Gäste applaudieren und singen mit, andere tanzen oder machen Erinnerungsfotos. So verbringen wir schließlich einen gelungenen Griechenland-Abend, und zwar mitten in Bielefeld.

—> Hellas, Ravensberger Straße 46, 33602 Bielefeld

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