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Dr. Sciruba hebt unsere gustatorische Wahrnehmung

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Dr. Giuseppe Sciurba (rechts) mit Meisterkoch Lothar Buschmeyer & Gast Manuela Kosfeld

Wir Glücklichen haben heute eine Audienz bei Dr. Giuseppe Sciurba, dem Bielefelder Weinpapst. Ins Küchenstudio Erich Pohl hat er geladen und will uns und andere erwartungsfrohe Gäste ins Reich der Weine entführen. Nach herzlicher Begrüßung startet die zu allem bereite Runde mit einem Prosecco. Seine unverkennbar delikate Fruchtnote, so erfahren wir von Dr. Sciurba, haben wir der Winzerei Conte Collalto zu verdanken, die in den Hügeln des Prosecco-Kernanbaugebietes 53 Hektar mit der Rebsorte Prosecco bestockt. Collalto ist ein derart eleganter Schäumer gelungen, dass selbst wir notorischen Prosecco-Skeptiker nach einem Zweitglas rufen.

In diesem Moment erscheint Meisterkoch Lothar Buschmeyer aus der Küche. Er will uns heute mit feinen weinbegleitenden Speisen verwöhnen, doch wir entdecken kleine Sorgenfalten auf seiner Stirn. Grund: Seine Küchenhilfe hat soeben wegen Krankheit absagen müssen. Der gute Mann bittet also um Verständnis, wenn er die geplanten Kleinspeisen allein nicht so punktgenau zu servieren vermag wie mit einer helfenden Hand an seiner Seite. Sofort schlagen wir ihm aus dem Kreis der Gäste Manuela Kosfeld vor, denn sie ist als begeisterte Hobbyköchin bekannt und fleißig obendrein. Mit Freuden bindet sich die Gute eine Schürze um und verwandelt sich sogleich in Lothar Buschmeyers Kopilotin für einen Abend.

Selbstverständlich hat Dr. Sciruba zu jedem Gaumenglück aus der Küche Buschmeyer ein passendes Getränk. Diesmal begrüßt uns ein körperreicher Sauvignon aus der Kellerei Andrea Visintini in Corno di Rosazzo nahe Udine. Sein betörendes Bouquet jongliert gekonnt mit den Aromen von Holunder, Pfirsich und Paprika, aber verrät auch eine Salbeinote. Sehr gern lassen wir nachschenken. Während unsere Zufriedenheit grenzenlos werden will, gönnen sich Lothar Buschmeyer und Manuela Kosfeld in der Küche keine Ruhe, sondern basteln emsig an der nächsten Überraschung.

Die Familie Bulgarini betreibt bekanntlich das einzige Weingut, dessen Weinberge komplett im Hügelgebiet der DOC Logana liegen. Der bäuerlich geprägte Betrieb, weiß Dr. Sciruba zu verraten, gilt mit seiner Hauptsorte Turbiana di Lugana als Geheimtipp. Wir bestätigen: Ein Geheimtipp, der sich bestens mineralisch, komplex und mit erfreulich langem Nachhall dauertrinken lässt. Am Rande von Neive d’Alba, entführt uns unser Reiseleiter alsdann, liegt das Weingut der Familie Francone. Verantwortlich für die Kellerarbeit ist der jüngere Sohn und Önologe Fabrizio Francone, dem wir einen Tropfen der Traube Dolcetto d’Alba zu verdanken haben, der beerig, trocken und ausgeglichen daherkommt und auch beim zweiten oder dritten Glas ein gutes Reifepotential für 3 – 4 Jahre beweist.

Am Ende haben wir Dr. Scirubas erfreulich umfangreiche Weinbestände reichlich dezimiert. Als wir deshalb schuldbewusst dreinschauen, lacht der freundliche Mann. Das mache doch nichts, beruhigt er uns, in Brackwede verfüge er über ein gehöriges Vorratslager. Das sei quasi unerschöpflich. “Oh, glückliches Brackwede!” rufen wir spontan aus und begeben uns ebenso wein- wie freudentrunken auf einen kurvenreichen Heimweg.

—> Enoteca Dr. Sciurba im Küchenstudio Erich Pohl, Elsa-Brändström-Straße 1-3, 33602 Bielefeld

7 Anmerkungen für "Dr. Sciruba hebt unsere gustatorische Wahrnehmung"

  1. Steve (Gast) 20. Jan 2010 08:13 Antworten

    Glückwunsch zum bestandenen Weinabitur!

  2. Bielefelder Flaneure 20. Jan 2010 23:55 Antworten

    REPLY:
    Bei dem Lehrer! Da war ein Scheitern ausgeschlossen.

  3. Die Altherrenriege (Gast) 24. Jan 2010 19:58 Antworten

    2010: Die Flaneure haben ihr Konzept um Photoshop erweitert!

  4. Bielefelder Flaneure 24. Jan 2010 20:19 Antworten

    REPLY:
    Nix da, alles astreine Fotodokumente.

  5. Die Altherrenriege (Gast) 24. Jan 2010 22:31 Antworten

    REPLY:
    Die Schürze, meine Herren, ist auch ohne Eure Verschönerung zu sehen und im Klinkerpalast sieht die Wanddeko etwas schmuckloser aus …

  6. Bielefelder Flaneure 24. Jan 2010 22:53 Antworten

    REPLY:
    Seltsam, das können wir uns nun gar nicht erklären …
    Ob es auch in Zukunft zu solch unerklärlichen Phänomenen kommen wird? Wir sind gespannt und setzen dabei auf die unbestechlichen Adleraugen der Altherrenriege.

  7. Zed (Gast) 25. Jan 2010 19:15 Antworten

    REPLY:
    2010: Die Flaneure haben auch ihr Gastro-Konzept erweitert. Vorher meist Pommes und Ouzo, diesmal edler. Aber wird man von diesen Häppchen auch satt?

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