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2 Comments

  1. Bernd Kegel

    Linsengericht

    Das Flanieren ist offensichtlich auch nicht mehr das, was es einmal war.
    Als ich soeben sah, dass Bielefelder Flaneure den Wurstladen Hebestadt
    mit einer ihrer Empfehlungen versehen haben, da kamen mir erhebliche Bedenken.
    Ich erinnerte mich an ein vorzügliches Gulasch,
    dass ich bei Hebestadt outdoors an der Spindstelstraße zu mir nehmen durfte.
    Die Soße war gut abgeschmeckt und – fett braun.
    Die kam mir bald als solche wieder hoch:
    Ein erstes Mal, als ich bei jenem Schlachter an der Ecke in eine unappetitliche Diskussion geriet,
    in der es um „Lügenpresse“, die Großartigkeit eines Führers wie Putin und die Vorzüge der AfD ging.
    Ein zweites Mal, als ich auf Hebestadts Theke die Junge Freiheit ausliegen sah.
    (Seitdem meide ich das Ladenlokal).
    Jetzt kommt mir das Gulasch zum dritten Mal hoch.
    Entweder goutieren Flaneure Hebestadt wegen brauner Soße;
    nicht nur als lukullisches Phänomen, sondern im wohlverstandenen Sinne des Untertons.
    Dann werde ich keinem Plepper mehr folgen.
    (Was ich nicht glauben mag).
    Oder sie tun es nicht: Dann sollten sie genauer hinschauen.
    Vor allem auf das eigene Konzept.
    Das Konzept „Flaneure“ verlangt dem Flaneur
    doch ein wenig mehr ab als simple Gastrokritik;
    es darauf zu reduzieren, darf nicht ohne Widerspruch bleiben.
    Das haben Walter Benjamin und Charles Baudelaire nicht verdient.
    Ich reagiere gereizt darauf, wenn der Begriff „Flaneur“ derart verhackstückt wird,
    wie ich es jetzt an der Spindelstraße bemerken musste.
    Wie Bielefelder Flaneure recherchieren, das weiß ich nicht.
    Das müssten sie selbst wissen.
    Das müssen sie ständig reflektieren.
    In erster Linie galt es Benjamin, beim Flanieren soziales Geschehen zu beobachten.
    Und es trefflich zu kommentieren, wenn es notwendig wurde.
    Aus seiner Sicht wurde es fast immer notwendig.
    Er hätte einen Wurstladen nur dann erwähnt,
    wenn er dort so etwas wie die Junge Freiheit entdeckt hätte.
    So etwas – wenn auch nur verträumter Weise –
    Übersehen zu haben, wäre für ihn der Ruin des Konzepts „Flaneur“ gewesen.
    Wenn sich Flaneure heute von einer Schale Gulasch –
    oder von welchem Linsengericht auch immer – ablenken lassen,
    dann sollten sie zu Hause bleiben und sich den Plepper dort selbst vor den Kopf hauen.
    Das würde weniger Schaden anrichten.
    Flaneure mit verklebten Augen braucht kein Mensch.

    1. Daniela

      Was für ein Gelaber! Spätestens beim Namedropping ging bei mir das Fremdschämen los. Dass sich Menschen mit zu viel Tagesfreizeit in den Kommentarspalten des Internets rumtreiben, wird hier erneut bewiesen. Verlangt der Vielschreiber tatsächlich, dass die Flaneure bei jedem Besuch einen Gesinnungstest veranstalten?

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