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28. Mai 2008

Entzückende Völlerei auf hohem behaglichen Niveau (inzwischen Geschichte)

Familie-Baatz
Daumen hoch für’s Bremer Eck: Dieter und Panagila Paatz im abendlichen Thekengespräch

Wie wir erfahren haben, sollen im Bremer Eck sehr hungrige Menschen verkehren. Sowas lockt uns natürlich an. Eine gepflegte Gaststube empfängt uns, die von vielen aktiven Essern bevölkert wird. Wir beziehen einen hübschen Ecktisch und lassen uns von der hochsympathischen Frau Hongfang Sheng mit stimmungssortierendem Hopfenaperitif beliefern. Beim Blick in die Speisekarte bedauern wir abrupt, nur einen Teil der Speisen testen zu können. Was wir schließlich erhalten, erweitert unsere kulinarischen Erfahrung. Wir verbürgen uns ab jetzt für das traumhafte Schnitzel, die köstlichen Bratkartoffeln, den zauberhaften Spargel und den betörenden Salatteller. Allerdings warnen wir ausdrücklich vor dem Apfelpfannkuchen, er ist ein derart perfekter Nachtisch, dass wir ihm ein herrliches Suchtpotential unterstellen müssen. Liebenswert: Das Bremer Eck führt eine eigene Zigarrenkarte, mit der sich die vollzogene Völlerei vollendet abrunden lässt.

Zu später Stunde nehmen sich die Wirtsleute Zeit zum Gespräch mit uns. Dieter Paatz prostet uns erstmal freundlich zu. Der fleißige Mann hat sich das Spätabendpils redlich verdient. Die anderen Gäste haben sich verabschiedet, nun kann er durchatmen. Als Koch lehnt er Schickimicki ab, verrät er uns, Qualität steht für ihn an erster Stelle. Seine Frau Panagila schenkt uns eine liebe Lage Wacholder ein und berichtet von ihren Eltern, die vor vielen Jahren als Gastarbeiter (auf dieses Wort legt Frau Paatz wert) aus Griechenland gekommen sind. Der Vater hatte Arbeit bei Miele gefunden. Sie selbst lebt nun schon 35 Jahre in Bielefeld, 20 davon im Bremer Eck. Und das jüngste Glück der Eheleute Paatz ist ihre vier Monate alte Enkelin. Am Ende kriegen wir noch raus, dass uns mit Frau Sheng eine examinierte Sinologin die Biere serviert hat. An der Uni Bielefeld fügt sie derzeit noch ein Germanistik-Studium hinzu. Das Bremer Eck ist offensichtlich nicht nur lukullisch für Überraschungen gut.

—> Bremer Eck, Detmolder Straße 123 (Ecke Fröbelstraße), 33604 Bielefeld

8 Comments

  1. rosmarin (Gast)

    *schaut resigniert auf ihren erdbeertopf*
    das klingt nach einem megageilen tip

  2. Bielefelder Flaneure

    REPLY:
    Ja, Frau Rosmarin, wirklich eine leckere Adresse für Fresstourismus.

  3. Bernd (Gast)

    diese Fotos sehen aber tatsächlich appetitanregend aus!

  4. Axel (Gast)

    …und da bin ich immer achtlos dran vorbei gefahren.. Asche über mein Haupt!

  5. uli (Gast)

    HUNGER!!!!!!!

  6. Bielefelder Flaneure

    REPLY:
    … und dabei handelt es sich sämtlich um originalgetreue Dokumentarfotos; keine Food Design-Fälschungen!

  7. Bielefelder Flaneure

    REPLY:
    Dafür kann der Autofahrer jetzt die aktuelle Baustelle nutzen und sein Auto direkt vor dem Bremer Eck parken. Besser geht’s nicht!

  8. Bielefelder Flaneure

    REPLY:
    Für „Hunger!!!!!!“ ist tatsächlich das Bremer Eck zuständig – allerdings nicht mehr um 1:45 Uhr. Das Bremer Eck schließt leider schon um 23 Uhr.

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