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26. Jul 2007

Blogtreffen im Blockhaus von Blogwede (inwischen Geschichte)

boersenkeller
Servierfachkraft Filiz & Wirt Ferri im Leitstand des Börsenkellers

Stiftung Kneipentest will wissen, wieviele Weblogs an einen Kneipentisch passen. Zu diesem Zweck haben sich zusammengetrommelt: beeed:blog (Greebo: „Es ist 21:04 Uhr, ich bin seit 28 Stunden wach.“, Marschl: „Oetker-Pudding hat meine Muskeln ersetzt.“, Acki: „Was eigentlich, wenn Korn pop machen würde, würde man dann von Popkorn reden?“), Sacha („Ich und Freddy Quinn singen: ‚3 linke und ein rechtes Bein, fünf Knie, wie kann das möglich sein?'“) und natürlich die Bielefelder Flaneure. Frau Rosmarin musste leider nach unserem kollektiven Brathahnvergnügen wegen eines quengelnden Abendtermins adé sagen und kann somit nicht an dem Test teilnehmen. Versammlungsort ist die legendäre beeed:blog-Stammkneipe „Börsenkeller“ im schillernden Brackweder Ereignisareal Hauptstraße-Treppenstraße-Wikingerstraße.

Wow, das ist ein Ambiente wie bei Familie Karl May über’m Sofa! Balken hier, Balken dort plus Pferdewagenräder und Kupferpfannen – sind wir in Old Shatterhands Blockhaus gelandet? Taucht jetzt der junge Götz George in stramm sitzender Lederhose auf und berichtet von seinem Kampf um den Schatz im Silbersee? Nö, noch besser: Auftritt der adrett gekleideten Filiz, die uns ab sofort jeden Getränkewunsch umgehend & freudlich erfüllen wird. Die erste Getränkebestellung lässt die Bildung von Parallgesellschaften befürchten (die Brackweder Bloggerkollegen ordern geschlossen Veltins, die Gäste aus der Bielefelder Kernstadt bestehen auf Köpi), was jedoch schnell verweht, als Acki uns mit seinem Schnellkurs „Brackweder in zwei Minuten“ allumfassend über diese uns so fremde Ansiedlung aufklärt: „Hier gibt’s 38 Optiker, 47 Bäcker, 68 Drogerien und neun Dönerwerkstätten.“ Da bleiben keine Fragen.

Inzwischen wuchtet Filiz zahlreiche Gefäße mit salzigen Salzstangen (Fremdproduktion) und würzigem Pizzabrot (Eigenproduktion) auf unseren Großtisch, so dass der Bierverbrauch enorm angestachelt wird. Was uns fehle, erfahren wir von den schwärmenden beeed:bloggern, sei die Genusserfahrung der hauseigenen Bruschetta. Gastwirt Ferri  habe sich einen wohlverdienten Namen als Backkünstler erworben. Aber noch stärker sei sein musisches Talent, das er gelegentlich zu vorgerückter Stunde und besonderen Anlässen mit Hilfe von Freund Gitarre zur Freude seiner Gäste vibriren lässt. Die Blogkollegen wissen da einiges zu munkeln. Wir stellen fest, unser Besuch im Börsenkeller hat sich gelohnt.

—> Börsenkeller, Hauptstraße 61, 33647 Bielefeld

3 Comments

  1. Sonntagskind (Gast)

    Als ich Brackwede 2002 gen Bayern verließ gab es hier keinerlei Blog-Kultur.
    Und nun, im Sommer 07, steht die Umbenennung in Blogwede kurz bevor?

    Mir scheint, ich hab so einiges verpasst!!
    Und es freut mich zu hören. Das macht Hoffnung.

    Irgendwie hatte ich Brackwede so mehr im „Eiche rustikal Flair“ in Erinnerung.
    Dabei dachte ich dann aber nicht an den Börsenkeller, denn den mocht‘ ich schon immer gerne.
    Gibts da noch die legendären Thunfisch-Baguettes?
    Muss mal vorbei kommen.

  2. Marschl (Gast)

    REPLY:
    Da der Börsenkeller seit zweieinhalb Jahren unter neuer Regie steht, bezweifel ich, dass es diese Thunfisch-Baguettes noch gibt, aber ich werde das bei Gelegenheit prüfen.

  3. Ich (Gast)

    REPLY:
    Hallo. Seid dem Jörg nicht mehr da ist, gibt es sowas nicht mehr.
    Der neue versucht sich mit Pizza und Co. Die alten Zeiten sind vorbei, schade.
    Weiss jemand wo Jörg geblieben ist? Hat er eine neue Kneipe oder so?
    gruss an alle alten Börsenkeller Fans!

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