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Der trockene Martini zur indischen Einkehr (inzwischen Geschichte)

Garantieren indisches Flair: (von links) Kellner Jaskaranjt Singh, Koch Balbeer Singh und Küchenhelfer Salman ido Khalo

Garantieren indisches Flair: (von links) Kellner Jaskaranjt Singh, Koch Balbeer Singh und Küchenhelfer Salman ido Khalo

Auf der anderen Straßenseite döst die Stadthalle im späten Feierabendlicht. Wir hingegen sind nachtaktiv und hungrig, also entern wir das Ambar. Als Start erfreut uns Jaskaranjt Singh, der sympathische Kellner, mit einem extra trockenen Martini. Auf diese Weise versetzt er uns in eine mittlere James-Bond-Feierabend-Stimmung, und sofort lassen wir investigative Blicke umherschweifen. Eine farbstarke indische Prachtdeko hat hier das Sagen, jedoch ohne aufdringlich zu sein. Unter der Decke leuchten hübsche Tuchbahnen und nicht weniger leuchtet das Bild mit der einen Frau. Ebenfalls ein Hingucker: Das Bild mit den drei Frauen. So stellen wir Europäer uns Bollywood vor. Und als ganz starkes Stück entdecken wir einen wunderbaren Kugellautsprecher aus den frühen 70ern.

Aber da kommt auch schon die Vorspeise. Wir erhalten interessante Knusperblätter, die man klugerweise, so stellen wir schnell fest, nur mit den gereichten Sößchen naschen sollte (sonst: scharf!). Dann reicht uns Jaskaranjt Singh ein sanftes Tomatensüppchen, dem man gute Noten ausstellen muss. Und nun treffen dampfende Töpfe ein: Das Hauptgericht! Hier finden wir Segmente von Lamm, Rind und Fisch, die mit Soßen in herrlich schlammiger Konsitenz abgedeckt wurden. Wenn man sich von jedem Topf etwas auf den Teller schaufelt, dann sieht das nicht nur lecker aus, sondern ist es auch. Als Sättigungsbeilagen fungieren Mischfrischgemüse und Basmatireis. Am Ende sind wir gut durchgesättigt und ordern ein Verdauungsschnäpschen. Was wir bekommen, sieht von weitem fast aus wie Eierlikör, ist aber ein Mangoschnaps, über den wir gern einen Moment interessiert diskutieren. Aber schon erreicht uns der Nachtisch, er heißt im Original Gulab Jamun (bitte schreiben Sie seinen Namen so: गुलाब जामुन). Lecker süß ist er und lädt zum Synchronessen ein.

Wir sind sehr zufrieden mit dem, was wir hier erleben durften, daher darf sich Jaskaranjt Singh über unser Prüfsiegel freuen und erklärt sofort, dass er es gerahmt aufhängen wird. Dann plaudern wir mit den Stammgästen Mustafa Ghuiam, Bhupinder Singh und Ahmed Iqbal. Sie versichern uns, dass sie aus Indien stammen und gern im Ambar einkehren, weil die Speisen hier wirklich typisch indisch seien. Ein deutlicher Beweis, dass Bielefeld die Hand am gastronomischen Puls der Welt hat. Darauf ein gut gekühltes Mangoschnäpschen!

—> Ambar, Herforder Straße 42, 33602 Bielefeld

3 Anmerkungen für "Der trockene Martini zur indischen Einkehr (inzwischen Geschichte)"

  1. Claudia 02. Mrz 2011 17:47 Antworten

    Ja das Restaurant ist super ! Spitzen essen und tolle Bedienungen!!! Mein neues indisches Lieblingsrestaurant! Absoluter Insidertipp:)

  2. Diana Hildebrandt 30. Aug 2011 11:52 Antworten

    Am 26.08.11 prangte im Fenster leider nur noch ein Zettel mit der Mitteilung, dass im September hier eine Bar eröffnet: Ambar, quo vadis?

    1. Bielefelder Flaneure 30. Aug 2011 14:00 Antworten

      Tatsächlich wurde uns schon vor einiger Zeit von Schwierigkeiten des Ambar gemunkelt. Nun ist es also passiert. Schade.

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