<
 
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)
(Bild)

Besuch in Klein-Manhattan

Eingerahmt: Wirt Antonio Fiorentino mit Patryk Mikulski und Valerio Fiorentino

Eingerahmt: Wirt Antonio Fiorentino mit Patryk Mikulski und Valerio Fiorentino

Die von Natur aus eher unscheinbare Gadderbaumer Straße nimmt in den letzten Jahren Anlauf zu einem Klein-Manhattan-Ähnlichkeitswettbewerb. Im Schatten ostwestfälischer Wolkenkratzer hat sich hier ein besonders kleines italienisches Restaurant niedergelassen, das San Rocco. Sein schlanker Gastraum ist mit modernem Interieur ausgestattet, aber es gibt auch historische Tupfer. Aber nun lassen wir uns verwöhnen, und zwar mit einer edlen Kalbsschnitzelvariante, dem Scaloppine vitello in sahniger Pilzsoße und mit schönen Kartoffeln. Außerdem testen wir für Sie eine herzhafte Salamipizza sowie eine gediegene Lasagne, zu der knackige Pizzabrötchen gereicht werden. Sehr zu loben ist auch der freundlich und fleißige Bierbeibringer Patryk Mikulski. Wer mag, lässt sich nach dem Abendmahl Espresso zuführen, die anderen erhalten Ramazzotti, und zwar vom Koch und Wirt persönlich, von Antonio Fiorentino. Diese Gelegenheit nutzen wir natürlich, um den netten Mann auszufragen. Im Alter von 18 Jahren kam er aus Bari in Apulien nach Bielefeld und arbeitete zunächst im Rosenhof. Später führte er mit seinem Bruder 15 Jahre lang das La Perla in Brake. Nun bewirtet er hier oftmals Feiern, denen mit 30 San-Rocco-Sitzplätzen eine gute Atmosphäre garantiert ist. Aber auch Angestellte aus den ostwestfälischen Wolkenkratzern kehren tagsüber gelegentlich zum Mittagstisch ein. Aber denen fehlt vermutlich die Muße zu langem Geplauder, was uns hingegegen einen schönen langen San-Rocco-Abend beschert.

—> Ristorante San Rocco, Gadderbaumer Straße 7, 33602 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Im Pizza-Paradies

Pizzafahrer Toni Mentor und die Pizzabrüder Salvatore und Carlo Giorgio

Pizzafahrer Toni Mentor und die Pizzabrüder Salvatore und Carlo Giorgio

Was viele nicht wissen: Das Paradies befindet sich in Bielefeld. Und zwar haben wir es in der mittleren Bleichstraße entdeckt, wo es in Gestalt einer Pizzeria anzutreffen ist. Direkt vor dem Eingang lächelt ein schmucker Mini-Biergarten und bietet Platz für sechs liebe Gäste. Im Inneren des Paradieses erfüllt Pizzabäcker Salvatore Giorgio alle unsere backbaren Wünsche. Als da wären: eine leckere Pizza Rucola, eine würzige Pizza Napoli, eine gelungene Pizza Roma sowie natürlich eine schmackhafte Pizza Paradiso. Nebenher lassen wir uns eine Insalata italiana anpreisen. Bemerkenswert, dass direkt in der Backstube die Kräuter für die Speisen wachsen. Auch werden hier alle Salatsoßen selbst zubereitet. Nix ist fertig gekauft, betonen die Brüder Salvatore und Carlo Giorgio. Seit 1969 leben die fröhlichen Herren in Bielefeld. Einst kam der Vater aus dem Städtchen Nissoria in Sizilien hierher und fand Arbeit bei der Bahn. So war er als Gleisbauer beim Brückenbau an der Beckhausstraße dabei. Auch wenn die Brüder hier aufgewachsen sind, so sprechen sie doch noch perfekt Italienisch. Wir sind jedenfalls Zeugen, als zwischen den vielen telefonischen Pizzabestellungen eine in Italienisch abgewickelt wird. Für die Auslieferung ist Toni Mentor zuständig. Seine interne Betriebsbezeichnung lautet Speedy Gonzales, denn er soll, so wird uns mit seriöser Mine bestätigt, Bielefelds schnellster Pizzataxifahrer sein.

—> Pizzeria Paradiso, Bleichstraße 203, 33607 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Gutes von gestern

Wo findet man in Bielefeld gute gebrauchte Gegenstände?

Wo findet man in Bielefeld gute gebrauchte Gegenstände?

Was sie verkaufen, heißt Gebrauchtwaren, Second Hand, Vintage oder Antiquitäten. Erfreulich viele Läden gibt es in Bielefeld, die sich der Idee widmen, Gutes von gestern vor der Mülltonne zu retten. Eine Fotogalerie dieser sympathischen Läden sowie der fleißigen Leute, die dort arbeiten, haben wir für Sie online gestellt.

—> Zur Fotogalerie der Gebrauchtwarenläden

Einen Kommentar schreiben

Zu Gast bei Mehmet

Sie sind der Taubenschlag: Wirt Mehmet mit seiner zapfenden Tochter Berid

Sie sind der Taubenschlag: Wirt Mehmet mit seiner zapfenden Tochter Berid

An der Heeper Straße, nicht weit von der Radrennbahn entfernt, empfängt uns ein gastfreundlicher Rauchertisch. Er steht vor dem Taubenschlag, einer winzigen Trinkstube mit gut 50-jähriger Geschichte. Seit dem 1. Mai 1998 heißt hier der Wirt Mehmet. Mit der natürlichen Aura eines Gentlemans alter Schule begrüßt er uns und lässt sich bereitwillig beim kleinen Pils ausfragen. 1970 kam Mehmet aus der Türkei nach Deutschland und arbeitete 22 Jahre in einer Metallfabrik. Aber schon 1978 wurde er – parallel zu seiner Fabrikarbeit – Wirt in Hiddenhausen. 20 Jahre später landete er im Taubenschlag, wo ihn inzwischen seine nicht minder sympatische Tochter Berit unterstützt. Auch im Rentneralter ist Mehmet jeden Tag in seiner Gaststube zu finden. Mit freundlichen Augen sitzt er an der Theke und wacht über das Geschehen. Das Geschehen bestimmen in erster Linie Stammgäste. Am Tisch neben uns sitzt ein Pärchen beim Abendschoppen. An der Theke hat sich eine gemischte Riege versammelt, deren angeregte Gespräche mitunter auf der Toilette fortgeführt werden müssen. Über die Lautsprecher meldet sich Peter Alexander. Passgenau erzählt er von der Kleinen Kneipe. Der Texter muss Mehmets Taubenschlag gekannt haben. Erfreulich weit ist der musikalische Bogen des Abends gespannt. Von George McCrae mit Rock Your Baby über Snap! mit Rhythm Is a Dancer bis zu Demis Roussos mit Goodbye My Love, Goodbye singen wir alles textsicher mit. Defizite haben wir leider nur bei den türkischen Hits, aber bei Kreuzberger Nächte sowie Smoke on the Water sind wir wieder dabei.

Viel Freude macht uns auch die herrlich bunte Deko der Gaststube. Sofort schlagen unsere Flaneur-Sammlerherzen höher als wir Mehmets Bierkrugsammlung entdecken. Und natürlich geben wir Bestnoten für den Tripel-Wandschmuck mit Zeitangabe sowie das Blumengemälde. Zum kleinen Feitzeitsport bieten sich Spielautomaten an und natürlich fehlt auch nicht der Dartautomat. Bitte beachten Sie unbedingt das Kitz links daneben. Sehr beeindruckt sind wir aber schließlich, als uns Mehmet auf das Foto seiner Mutter hinweist. Die alte Dame ist 2014 verstorben – im gesegneten Alter von 114 Jahren. Gern wünschen wir Mehmet, dass er die Lebenskraft seiner Mutter geerbt hat und seinen kleinen Taubenschlag noch recht lange führen kann.

—> Taubenschlag bei Mehmet, Heeper Straße 251, 33607 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Bielefeld freut sich

Vor 50 Jahren: Interessante Wolkenformation über der Schönen Aussicht

Vor 50 Jahren: Interessante Wolkenformation über der Schönen Aussicht

Heute ist Softopening an der Promenade. Die Schöne Aussicht, ein Haus mit reicher gastronomischer Tradition, ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Wie sehr sich Bielefeld darüber freut, zeigen die vielen Gäste, die mit leuchtenden Augen erzählen, was sie hier früher erlebt haben. Ihr Dank gilt Christina Schneider und Carsten Pistor, die der Schönen Aussicht zu neuem Leben verhalfen. Und weil ein Leserbriefschreiber gemutmaßt hat, dass es dort vorher niemals einen Biergarten gegeben hätte, bieten wir gern Nachhilfe in Heimatkunde an: Unser Foto oben aus den 1960er-Jahren ist wohl aussagekräftig genug. Außerdem fanden hier früher sogar Sonntagskonzerte statt. Tanzfläche inklusive. Sonntagabend endet das Softopening. Richtig los geht es dann in zwei Wochen.

—> Schöne Aussicht, Schubertstraße 10, 33604 Bielefeld

Einen Kommentar schreiben

Die Bielefelder Flaneure freuen sich über die Hilfe von:


netzperfekt, Internetagentur in Bielefeld


 π